Bad Salzuflen. Mit dreizehn Pionieren fing alles an: Im Jahr 1999 waren die ersten dänischen Zulieferfirmen mit einer gemeinsamen Fläche auf der ZOW vertreten. Seither können sich die Fachbesucher in Bad Salzuflen Jahr für Jahr über eine regelmäßige dänische Firmenbeteiligung freuen – und die internationale ZOW-Ausstellerschaft über eine weiter stark wachsende Zahl an Fachbesuchern aus dem hohen Norden. In diesem Jahr ist die Gruppe der dänischen Zulieferer zum 15. Mal auf der ZOW dabei. Das Jubiläum wird am 19. Februar mit Gästen aus Wirtschaft und Politik gefeiert.
Peer-Michael Preß
Westerwelle bringt Weltkulturerbeantrag für Corvey auf den Weg
Höxter/Detmold. Auf Einladung der Detmolder Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl besuchte Bundesaußenminister Dr. Guido Westerwelle heute Corvey. Dabei nahm er den Antrag auf Eintragung des „Karolingischen Westwerks und der Civitas Corvey“ in die UNESCO-Welterbeliste entgegen und unterzeichnete das Weiterleitungsschreiben an das Welterbezentrum der UNESCO in Paris.
Kirche bestreitet Aktenvernichtungen nach Missbrauchsskandal
Köln (dapd). Der Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, Hans Langendörfer, hat Berichte über angebliche Vertuschungen in der katholischen Kirche nach dem Missbrauchsskandal zurückgewiesen. „Es gibt keinerlei Anhaltspunkte für Aktenvernichtungen im kirchlichen Bereich“, sagte er. „Wir sind dem nachgegangen“, beteuerte er. Er frage sich, warum der bisherige Leiter der wissenschaftlichen Aufarbeitung, Christian Pfeiffer, diese Tatsache verschweige. Langendörfer erklärte zudem, dass der Bruch in der Zusammenarbeit mit den Wissenschaftlern auch mit unterschiedlichen Vorstellungen beim Datenschutz zusammenhing. „Wir hatten den Eindruck, dass es nicht gut ist, dass Tonbandprotokolle so zugänglich sind, wie Herr Pfeiffer sich das vorstellt“, sagte er. Es handele sich hierbei um „delikate persönlichkeitsbezogene Daten“, die mit größter Vorsicht behandelt werden müssten. dapd (Politik/Politik)
Justizministerin kritisiert Kirche nach Aus für Missbrauchsstudie
Köln (dapd). Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) hat die katholische Kirche nach dem vorzeitigen Aus der unabhängigen Aufklärung des Missbrauchskandals kritisiert. Die Reaktionen der Bischöfe auf die Vorwürfe des wissenschaftlichen Leiters Christian Pfeiffer erweckten den Eindruck, dass man nicht alles unabhängig aufklären wolle, sagte sie am Donnerstag im Deutschlandfunk. Die Argumentation der Kirche, dass die Vorstellungen über den Datenschutz zu unterschiedlich gewesen seien, hält sie für unglaubwürdig. „Ich kann das nicht nachvollziehen“, sagte sie. Auch bei der Aufarbeitung anderer Ereignisse in Deutschland sei das Thema nie ein größeres Problem gewesen. Den Kriminologen Pfeiffer und sein Institut halte sie zudem für eine der „ersten Adressen in Deutschland“. dapd (Politik/Politik)
Deutsche Industrie macht im November erneut weniger Umsatz
Wiesbaden (dapd). Die deutsche Industrie hat im November erneut weniger erlöst als im Vormonat. Im Vergleich zum Oktober sanken die Erlöse im Verarbeitenden Gewerbe saison-, preis- und arbeitstäglich bereinigt um 1,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Im Oktober waren die Umsätze auf Monatssicht bereits um 0,5 Prozent zurückgegangen. Dabei schwächelte im November vor allem die Nachfrage aus dem Ausland: Hier erlösten die Unternehmen 1,9 Prozent weniger, hieß es. Im Inland sanken die Umsätze zugleich um 0,3 Prozent. Mit minus 2,8 Prozent erlitten die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen die stärksten Einbußen. Dagegen steigerte die Auto- und Zulieferindustrie mit 1,6 Prozent ihre Umsätze am stärksten. Insgesamt gingen die arbeitstäglich bereinigten Erlöse der Industrie im November auf Jahressicht um 3,6 Prozent zurück. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Zahl der Insolvenzen zieht im Oktober deutlich an
Wiesbaden (dapd). Die Zahl der Unternehmens- und Privatinsolvenzen ist im vergangenen Oktober deutlich gestiegen. Insgesamt gingen in Deutschland 2.405 Firmen und damit 1,8 Prozent mehr pleite als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Zugleich stieg die Zahl der Verbraucherinsolvenzen auf Jahressicht um 7,8 Prozent auf nun 8.451. Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Amtsgerichte dabei auf 4,7 Milliarden Euro – 2 Milliarden mehr als im Oktober 2011. Dennoch lagen sowohl die Zahlen der Unternehmens- als auch der Privatinsolvenzen über den Zeitraum von Januar bis Oktober betrachtet um jeweils vier Prozent unter den Werten von 2011. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Bio-Supermarkt schließt Versorgungslücke
Detmold. Ein Lebensmittelgeschäft in der Innenstadt, das fehlte Detmold bislang noch. Jetzt eröffnete in der Wiesenstraße, in den Räumen des ehemaligen Schuh-Parks, der Bio-Supermarkt „Petersilchen“. Zur gelungenen Neu-Eröffnung gratulierten Bürgermeister Rainer Heller und Bernd Zimmermann, Leiter des Fachbereichs für Stadtentwicklung.
Lauterbach fordert Liste von Problemärzten
Berlin (dapd). Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich für ein „Bundesregister aller Risikoärzte“ eingesetzt. Darin sollten Mediziner aufgelistet werden, die in der Vergangenheit mit Verwarnungen, Geldstrafen oder Zulassungsentzug bestraft wurden, forderte er im „Tagesspiegel“. Auch aktuelle Verfahren von besonderer Schwere und Korruptionsdelikte sollten nach Meinung des gesundheitspolitischen Sprechers der SPD-Fraktion gespeichert werden. Ein Eintrag auf der Liste bedeute nicht, dass die Genannten künftig keinen Job mehr finden könnten, betonte Lauterbach. Er solle vielmehr dafür sorgen, dass sie mit risikoloseren Aufgaben betraut würden und keine Patienten mehr gefährdeten. dapd (Politik/Politik)
Kinderschutzbundpräsident wirft katholischer Kirche Vertuschung vor
Saarbrücken (dapd). Der Präsident des Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, kritisiert die katholische Kirche wegen des Forschungsprojekts über den sexuellen Kindesmissbrauch. „Ich habe den Verdacht, dass starke Kräfte in der katholischen Kirche jetzt nach der Methode Vergessen-und-Vergeben arbeiten“, sagte Hilgers der „Saarbrücker Zeitung“ (Donnerstagausgabe) laut Vorabbericht. „Es gibt derzeit keine Missbrauchsskandale, über die öffentlich berichtet wird, und deshalb glaubt man in Kirchenkreisen jetzt offenbar den Mantel des Schweigens darüber hängen zu können.“ Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) sollte in einem Forschungsprojekt die Missbrauchsfälle wissenschaftlich bewerten. Institutschef Christian Pfeiffer warf der Kirche aber vor, sie wolle seine Arbeit zu stark kontrollieren. Die Bischofskonferenz beendete daraufhin am Mittwoch die Zusammenarbeit. Hilgers warf der Bundesregierung Versäumnisse bei der Umsetzung der Vorschläge des Runden Tisches vor, der 2010 als Reaktion auf den Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche eingerichtet worden war. Als Beispiel nannte er die verabredeten Forschungsaufträge zur Wirksamkeit von Therapien für die Opfer. Mangels bereitgestellter Mittel im Bundeshaushalt seien diese Aufträge noch nicht einmal vergeben worden. Überdies seien die Fachberatungsstellen nur unzureichend finanziert. Auch der 100-Millionen-Euro-Hilfsfonds stehe bislang nur auf dem Papier, weil Bund und Länder über die Finanzierung stritten. „Das alles ist ein untragbarer Zustand“, klagte Hilgers. dapd (Politik/Politik)
Rösler sieht große Zustimmung für Schwarz-Gelb in Niedersachsen
Osnabrück (dapd). FDP-Chef Philipp Rösler erkennt in Niedersachsen keine Wechselstimmung zu Rot-Grün. Er bemerke bei seinen Auftritten in dem Bundesland „große Zustimmung“ für Schwarz-Gelb, sagte der Wirtschaftsminister der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstagausgabe). Eine Wechselstimmung könne er trotz des Umfrage-Tiefs seiner Partei nicht erkennen. Nur die Wahl der FDP garantiere eine Fortsetzung der schwarzen-gelben Koalition, sagte er weiter. „Klar ist aber auch: Jede Partei kämpft für sich.“ Rösler will künftig über ein Bürgergeld statt Mindestlohn verhandeln. „Ich bin gern bereit, statt über einen Mindestlohn über ein Mindesteinkommen nach dem FDP-Modell des Bürgergeldes zu sprechen“, sagte er. dapd (Politik/Politik)