Ibbenbüren/Kreis Steinfurt. In beruflicher Hinsicht können Jugendliche optimistisch in die Zukunft blicken. Sie werden gebraucht, sogar dringend. Demografischer Wandel und Fachkräftemangel sorgen nämlich nicht nur für Schlagzeilen. Sie sorgen vor allem dafür, dass viele Unternehmen auf der Suche nach engagierten, leistungsbereiten jungen Frauen und Männern sind, die ihre Karriere in ihrem Betrieb starten wollen.
Peer-Michael Preß
„Nanotechnologie live“ auf der my job-OWL
Bad Salzuflen. Nanotechnologie zum Anfassen und Mitmachen: Auf rund 100 Quadratmetern Ausstellungsfläche bringt die Initiative „nanoTruck“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) von Freitag bis Sonntag, 8. bis 10. März 2013, die Welt der kleinsten Teilchen und Strukturen nach Ostwestfalen-Lippe.
Henkel schreibt Rekordgewinn
Düsseldorf (dapd). Der Konsumgüterkonzern Henkel hat im vergangenen Jahr so viel verdient wie noch nie – und will weiter wachsen. Insgesamt erlöste der Düsseldorfer Konzern mit Marken wie Persil, Schwarzkopf und Pattex im vergangenen Jahr 16,5 Milliarden Euro und damit 5,8 Prozent mehr als 2011, wie Henkel am Mittwoch mitteilte. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen 1,5 Milliarden Euro – mehr als je zuvor in der Firmengeschichte. „2012 war für Henkel das bislang erfolgreichste Geschäftsjahr“, sagte Vorstandschef Kasper Rorsted. „Alle Unternehmensbereiche sind profitabel gewachsen und haben die Marktanteile in ihren relevanten Märkten ausgebaut.“ Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Henkel nun ein Wachstum beim Umsatz ohne Zukäufe von drei bis fünf Prozent. „Henkel ist gut aufgestellt, aber wir werden unsere Prozesse stetig weiter vereinfachen und verbessern, um schneller und flexibler als unser Wettbewerb auf ein verändertes Umfeld reagieren zu können“, kündigte Rorsted an. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Weniger Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland
Wiesbaden (dapd). Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland ist rückläufig: 2012 ging sie im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Demnach wurden im vergangenen Jahr rund 106.800 Abtreibungen gemeldet. Auch bei Jugendlichen gab es weniger Schwangerschaftsabbrüche. Die Zahl verringerte sich im Vergleich zum Jahr 2011 um 190 auf rund 3.800. Der Anteil der unter 18-Jährigen an den Abtreibungen insgesamt betrug damit 2012 vier Prozent. Nach Angaben der Statistiker waren knapp drei Viertel (74 Prozent) der Frauen, die im vergangenen Jahr abgetrieben haben, zwischen 18 und 34 Jahren alt, 15 Prozent zwischen 35 und 39 Jahren. Rund acht Prozent der Frauen waren 40 Jahre und älter. Die überwiegende Zahl der Abtreibungen (97 Prozent) erfolgte auf Wunsch der schwangeren Frau nach der vorgeschriebenen Beratung. Medizinische und kriminologische Indikationen waren laut Bundesamt in drei Prozent der Fälle die Begründung für den Abbruch. Bei den meisten Schwangerschaftsabbrüche (69 Prozent) wurde die Absaugmethode angewandt, bei 16 Prozent kam die Abtreibungspille zum Einsatz. Die Eingriffe erfolgten überwiegend ambulant – rund 80 Prozent in gynäkologischen Praxen und 17 Prozent ambulant im Krankenhaus. dapd (Politik/Politik)
Wirtschaftsjunioren mit neuem Vorstand
Dr. Natascha Henseler ist die neue Vorsitzende der Wirtschaftsjunioren Ostwestfalen (WJO). Die Inhaberin der gleichnamigen Unternehmensberatung aus Bünde wurde auf der Mitgliederversammlung am Mittwoch, 27. Februar 2013 im Ruf Campus (Rütli) in Bielefeld einstimmig als Nachfolgerin von Gero Frommholz (Walter Frommholz Polstermöbel GmbH &Co KG, Spenge) ernannt. Stellvertreter Henselers ist Alexander Bonitz (Budich International GmbH, Hiddenhausen), der für weitere zwei Jahre im Vorstand bestätigt wurde.
Hengst gründet Standort in Indien
Münster. Geschätzt über 1,2 Milliarden Einwohner, ein Wirtschaftswachstum von jährlich sechs bis acht Prozent und ein ebenso rasant wachsender Automobilmarkt: Indien gilt nach China als einer der am stärksten boomenden Wirtschaftsregionen weltweit. Der Automobilsektor wird aktuell noch von heimischen und asiatischen Marken dominiert, die europäischen Hersteller fassen erst nach und nach Fuß.
ISAF übergibt im Frühjahr die Sicherheitsverantwortung in Afghanistan
Kabul (dapd). Die NATO liegt beim Afghanistan-Abzug mehrere Monate vor dem selbstgesteckten Zeitplan. Bereits im Frühjahr werde es möglich sein, die Sicherheitsverantwortung vollständig an die Afghanen zu übergeben, sagte ISAF-Sprecher Günter Katz am Mittwoch in Kabul am Rande des Besuchs von Verteidigungsminister Thomas de Maizière. Ursprünglich wollte die Internationale Schutztruppe für Afghanistan (ISAF) die Sicherheitsverantwortung erst im Sommer übergeben. Katz sagte, der Aufbau und die Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte hätten die bisherigen Erwartungen übertroffen. „Die ISAF geht immer mehr in eine Beraterrolle zurück“, betonte der deutsche General. Lediglich in der Logistik gebe es noch Nachholbedarf. Auch die Aufstellung der Luftwaffe werde noch mindestens bis 2017 dauern. Dennoch seien die afghanischen Polizei und Armee schon heute in der Lage, über 80 Prozent der Operationen allein zu planen und zu leiten. Vor diesem Hintergrund widersprach Katz ausdrücklich Befürchtungen, dass nach dem Abzug der ISAF-Kampftruppen Ende 2014 das Land in ein Chaos zurückfallen könnte. „Ich sehe nicht, dass die Taliban uns aussitzen können“, betonte der General. dapd (Politik/Politik)
Hightech für die Fabrik der Zukunft
Bielefeld/Lemgo. Wie sieht die Fabrik der Zukunft aus? Wie kommt Intelligenz in die Maschine? Was tragen Wirtschaft und Wissenschaft aus OstWestfalenLippe dazu bei? Diese Themen standen im Zentrum des its OWL Fachpressetags.
Fit für die IT-Anforderungen der Zukunft
Münster/Melle. Mit einer erneut hohen Besucherzahl von fast 200 Teilnehmern ist am 21. Februar die vierte Raiffeisen IT-Konferenz der GWS Gesellschaft für Warenwirtschafts-Systeme mbH in Melle zu Ende gegangen. Rund 200 Vertreter von 80 genossen-schaftlich organisierten Unternehmen aus ganz Deutschland informierten sich zwei Tage lang über aktuelle Trends rund um die IT, vor allem aber über die Frage, wie die Softwarelösungen der GWS ihre tägliche Arbeit erleichtern können.
Alpirsbacher Klosterbräu setzt auf Biere mit Ecken und Kanten
Alpirsbach (dapd). Die Privatbrauerei Alpirsbacher Klosterbräu widersetzt sich dem schrumpfenden Biermarkt mit regionaler Identität – und hat damit Erfolg. „Profil kriegst du nur durch Ecken und Kanten“, sagte Geschäftsführer Carl Glauner der Nachrichtenagentur dapd. Großbrauereien wie Anheuser-Busch InBev mit Marken wie Beck’s oder die Radeberger Gruppe dominierten den Biermarkt. Sie böten „Einheitsbiere, die technisch hervorragend sind, aber auf ein Massenpublikum ausgerichtet“, sagte Glauner. „Wenn ich austauschbare Produkte zum gleichen Preis habe, wendet sich der Verbraucher ab und sucht nach Alternativen“, gab sich der Brauerei-Chef überzeugt. Von diesem Trend habe Alpirsbacher aus dem Schwarzwald profitiert. Zugleich setzten die deutschen Brauereien und Bierlager im vergangenen Jahr laut Statistischem Bundesamt 1,8 Prozent weniger Bier ab als noch 2011. Deutsche trinken seit Jahren immer weniger Bier Der Bierverbrauch hierzulande ist seit Jahren rückläufig. Betrug er 2003 noch 117,8 Liter pro Kopf, lag er 2012 Schätzungen zufolge nur noch bei 105 Litern. Alpirsbacher legte dagegen beim Ausstoß leicht um 0,6 Prozent zu, zusammen mit der Marke Sinalco, die die kleine Brauerei ebenfalls vertreibt, sei er um ein Prozent in die Höhe gegangen. Der Bierumsatz legte sogar um 2,5 Prozent zu. „Uns ist der Wert wichtiger als die Menge“, betonte Glauner. Unter dem Strich stehe ein Umsatz von rund 20 Millionen Euro. Glauner glaubt daran, dass seine Brauerei von jedem neuen Lebensmittelskandal profitiert. „Wir können sofort sagen, woher wir unsere Rohstoffe nehmen“, versichert er. Bereits im Januar hatte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes, Peter Hahn, auf der Grünen Woche in Berlin die Sehnsucht der Verbraucher nach heimischen Produkten: „Seit jeher ist die Regionalität ein Charakteristikum für deutsches Bier. Nicht umsonst bilden derzeit 1.341 Braustätten in Deutschland eine weltweit einzigartige Bierlandschaft ab“, sagte er. „Wir dürfen nicht nach links und rechts schauen“ Für die regionale Identität lässt Alpirsbacher die Kunden tiefer in die Tasche greifen als für andere Marken: Die Biere des Familienunternehmens gehören zu den teureren Produkten im Bierregal. „Der Konsument muss lernen, dass Qualität auch ihren Preis hat“, sagte Glauner und würde bei steigenden Rohstoffpreisen auch leichte Preissteigerungen mitmachen. „Wir müssen unsere eigene Sache machen und dürfen da auch nicht nach links oder rechts schauen.“ Dafür schaut er aber über die Grenzen Baden-Württembergs hinaus: Im Heimatland macht Alpirsbacher immer noch 80 Prozent des Umsatzes. Es gebe aber auch zunehmend Anfragen auch aus anderen Bundesländern, sagte Glauner. Er wolle ihnen nachkommen, soweit die Kraft des 185-Mann-Betriebs das zulasse. Allerdings stehe das Unternehmen damit auch in einem Spannungsfeld: Immerhin will Alpirsbacher nicht den regionalen Bezug verlieren. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
