Eisenach (dapd). Die eingeäscherten Überreste des NSU-Terroristen Uwe Mundlos sind ein Jahr nach seinem Suizid noch nicht beigesetzt worden. Die Urne werde an einem geheim gehaltenen Ort aufbewahrt, berichtete das MDR-Nachrichtenmagazin „exakt“ am Mittwoch vorab und zitierte eine ehemalige Mitarbeiterin der Stadtverwaltung Eisenach, dem Sterbeort von Mundlos und Uwe Böhnhardt. „Eisenach hat eine Anfrage der Eltern zur Bestattung vor einem Jahr abgelehnt“, sagte die Mitarbeiterin der Nachrichtenagentur dapd. Die Stadt wollte keine Pilgerstätte heraufbeschwören. Laut „exakt“ haben auch weitere Thüringer Orte eine Bestattung des Neonazis nicht zugelassen. In Jena, dem offiziellen Wohnort von Mundlos, hatte die Familie nach Angaben der Stadt nicht angefragt. Böhnhardt wurde allerdings Anfang des Jahres in Jena beigesetzt. Am 4. November 2011 hatten sich Böhnhardt und Mundlos nach einem Banküberfall in Eisenach in einem Wohnmobil das Leben genommen. Sie werden für zehn Morde verantwortlich gemacht. dapd (Politik/Politik)
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ADAC: Spritpreise sind weiter gefallen
München (dapd). Die Tankstellen in Deutschland haben die Preise in den vergangenen sieben Tagen nochmals gesenkt. So kostete ein Liter Super E10 zuletzt im bundesweiten Durchschnitt 1,543 Euro und damit 1,3 Cent weniger als vor einer Woche, wie der ADAC am Mittwoch in München mitteilte. Diesel verbilligte sich um 2,5 Cent auf durchschnittlich 1,482 Euro je Liter. Die Differenz zwischen Super E10 und Diesel erhöhte sich wieder leicht und beträgt nun durchschnittlich 6,1 Cent. In der Vorwoche waren es nur noch 4,9 Cent. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
ADAC: Spritpreise sind weiter gefallen
München (dapd). Die Tankstellen in Deutschland haben die Preise in den vergangenen sieben Tagen nochmals gesenkt. So kostete ein Liter Super E10 zuletzt im bundesweiten Durchschnitt 1,543 Euro und damit 1,3 Cent weniger als vor einer Woche, wie der ADAC am Mittwoch in München mitteilte. Diesel verbilligte sich um 2,5 Cent auf durchschnittlich 1,482 Euro je Liter. Die Differenz zwischen Super E10 und Diesel erhöhte sich wieder leicht und beträgt nun durchschnittlich 6,1 Cent. In der Vorwoche waren es nur noch 4,9 Cent. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
ADAC: Spritpreise sind weiter gefallen
München (dapd). Die Tankstellen in Deutschland haben die Preise in den vergangenen sieben Tagen nochmals gesenkt. So kostete ein Liter Super E10 zuletzt im bundesweiten Durchschnitt 1,543 Euro und damit 1,3 Cent weniger als vor einer Woche, wie der ADAC am Mittwoch in München mitteilte. Diesel verbilligte sich um 2,5 Cent auf durchschnittlich 1,482 Euro je Liter. Die Differenz zwischen Super E10 und Diesel erhöhte sich wieder leicht und beträgt nun durchschnittlich 6,1 Cent. In der Vorwoche waren es nur noch 4,9 Cent. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Politik und Kosten bremsen das Wüstenstromprojekt
Berlin (dapd). Fehlende politische Einigung in Europa und Finanzprobleme bremsen die Umsetzung des Wüstenstromprojekts Desertec. Wie der Geschäftsführer der Desertec Industrie Initiative (Dii), Paul van Son, am Mittwoch in Berlin sagte, wird die Unterzeichnung eines Abkommens über ein Pilotprojekt zwischen Marokko, Deutschland und anderen EU-Staaten wegen der fehlenden Zustimmung Spaniens verschoben. Er sei jedoch zuversichtlich, dass Spanien schon bald überzeugt werden könne. Eine Einigung sei in wenigen Wochen emöglich, sagte van Son. Geldgeber seien bereits gefunden, erste Fördermittel stünden bereit. In Berlin begann am Mittwoch eine dreitägige Konferenz der Desertec-Initiative. Deren Teilnehmer hatten gehofft, dass eine Absichtserklärung über ein Pilotprojekt bereits in dieser Woche unterzeichnet wird. Dabei geht es um den Bau eines Solarthermieprojekts in Marokko und den Transport des dort erzeugten Stroms nach Europa. Laut Dii würde das Projekt etwa 600 Millionen Euro kosten. Bei Solarthermie wird von Spiegeln gebündeltes Sonnenlicht zur Stromerzeugung genutzt. Rösler warnt vor Euphorie Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) warnte vor Beginn der Desertec-Konferenz in einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Mittwochausgabe) „vor zu viel Euphorie“. Die Bundesregierung sei zwar grundsätzlich bereit, das Pilotprojekt zu unterstützen. Einige Fragen seien aber noch ungeklärt. Dazu gehöre, die Netzstrukturen von Nordafrika nach Europa aufzubauen. Offen sei zudem, „wie wir uns zusammen mit anderen interessierten EU-Mitgliedsstaaten und der EU-Kommission an der Finanzierung des Pilotprojekts beteiligen“, sagte Rösler. Laut einer im Sommer veröffentlichten Studie des Dii-Konsortiums könnten bis 2050 bis zu 20 Prozent des europäischen Strombedarfs aus den Wüsten Nordafrikas und des Nahen Ostens kommen. Die damit verbundenen Kosten werden auf mehrere Hundert Milliarden Euro beziffert. Angesichts der hohen Kosten hat auch der an Dii beteiligte Versicherungskonzern Münchener Rück Bedenken angemeldet. „Die Verbraucher sind nicht gewillt, jeden Preis zu bezahlen, nur um in Zukunft erneuerbare Energie zu bekommen“, sagte Vorstandsmitglied Torsten Jeworrek am Mittwoch auf der Desertec-Konferenz. Zwar könne Strom aus den Wüsten Nordafrikas helfen, Klimaschutzziele zu erreichen. Aber die Kosten für die bei Desertec geplanten Solar- und Windtechnologien müssten gesenkt werden. Einspeisevergütungen für erneuerbare Energien und die Regulierung in Europa müssten vereinheitlicht werden, verlangte Jeworrek weiter. Bisher konkurrierten örtliche und regionale Subventionssysteme miteinander. Die Münchener Rück gehört zu den 21 Gesellschaftern der Desertec Industrie Initiative. Relativ weit fortgeschritten sind dagegen Pläne eines vom Energiekonzern RWE geleiteten Konsortiums für eine 100-Megawatt Pilotanlage in Marokko, die Wind- und Sonnenkraft vereint. Die Kosten dafür veranschlagte Hans Bünting, Chef der RWE Tochter Innogy, auf zwischen 130 und 150 Millionen Euro. Dieses Projekt hänge zwar nicht von der Absichtserklärung zwischen Marokko und den EU-Staaten ab, da dort Strom für den marokkanischen Markt erzeugt werden solle. Jedoch verhandele RWE derzeit noch mit Partnern und Banken wegen der Finanzierung, sagte Bünting. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Belgische Ford-Arbeiter stürmen Kölner Werk des US-Autokonzerns
Köln (dapd). Aufgebrachte belgische Ford-Mitarbeiter haben das Firmengelände des US-Autokonzerns in Köln gestürmt und Fenster an Gebäuden beschädigt. Rund 100 bis 200 Mitarbeiter des vor der Schließung stehenden Werks in Genk hätten am Mittwoch in Köln zunächst den Eingang blockiert und Reifen angezündet, sagte ein Polizeisprecher. Die Situation sei dann eskaliert, etwa 20 bis 40 von ihnen seien auf das Firmengelände gerannt und hätten Fenster beschädigt und Knallkörper gezündet. Verletzt wurde nach ersten Angaben niemand. Die Polizei nahm die Personalien der Demonstranten auf. Bis zum Mittag habe sich die Lage beruhigt und die Arbeiter hätten das Werksgelände wieder verlassen, sagte der Sprecher. Für Mittwoch und Donnerstag waren nach Angaben der Polizei internationale Betriebsratssitzungen der Ford-Mitarbeiter in Köln geplant. Die Versammlung vor dem Werksgelände sei als Spontandemonstration gewertet und deshalb nicht aufgelöst worden, sagte der Polizeisprecher. Das Werk in Genk soll Ende 2014 schließen, etwa 4.500 Mitarbeiter sowie 5.000 Stellen bei Zulieferern sind davon betroffen. Derzeit laufen noch Gespräche zwischen Ford und belgischen Regierungs- und Gewerkschaftsvertretern, die sich mit der Entscheidung nicht abfinden wollen. Bereits Ende Oktober hatten die Ford-Mitarbeiter in Genk protestiert und vor dem Werk Autos angezündet. Ford leidet seit geraumer Zeit unter Absatzeinbrüchen und rechnet im Europageschäft für das laufende Jahr mit einem Verlust von mehr als 1,5 Milliarden Dollar (1,2 Milliarden Euro). dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
LBBW bleibt auf Schrumpfkurs
Stuttgart (dapd). Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) hat ihren von der Europäischen Union verordneten Schrumpfkurs fortgesetzt. Die größte deutsche Landesbank erreichte nach neun Monaten eine Bilanzsumme von 368,8 Milliarden Euro, wie das Institut am Mittwoch in Stuttgart mitteilte. Das sind 1,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig schrumpften die Risikopositionen nach Firmenangaben um 7,7 Prozent auf 99,4 Milliarden Euro. Unter dem Strich verblieb ein um knapp 15 Prozent verbessertes Konzernergebnis von 281 Millionen Euro, vor allem wegen deutlich geringerer Steuerzahlungen. Operatives Ergebnis und Vorsteuerergebnis lagen dagegen unter Vorjahresniveau. Die Rückgänge sind auch das Ergebnis der Neuorientierung des Instituts auf regionale Privat- und Unternehmenskunden. „Dadurch sind wir weniger anfällig für Schwankungen an den Kapitalmärkten“, sagte der Vorstandsvorsitzende Hans-Jörg Vetter. Vor allem das Geschäft mit Unternehmenskunden fuhr das Institut deutlich zurück. Das Vorsteuerergebnis in dem Bereich sank von 1,12 Milliarden Euro auf 565 Millionen Euro. Die LBBW musste aber auch rückläufige Erträge durch ein niedriges Zinsniveau hinnehmen. Das Zinsergebnis sank deutlich von 1,77 Milliarden Euro im Vorjahr auf 1,59 Milliarden Euro. Auch das Provisionsergebnis gab nach, weil sich die Kunden mit Wertpapiergeschäften derzeit spürbar zurückhalten. Dennoch erwartet die Landesbank am Jahresende ein Ergebnis über Vorjahresniveau. „Die LBBW sieht die Chance, dass sich die Lage an den Kapitalmärkten allmählich stabilisiert, und geht davon aus, dass die Realwirtschaft in Deutschland in diesem Jahr moderat wächst“, hieß es. Die Bank sieht sich mit ihrer Restrukturierung im Plan und erwartet, den Umbau bis Jahresende weitgehend abgeschlossen zu haben. Dazu trennte sie sich von weiteren Beteiligungen, unter anderem an der Wüstenrot & Württembergische AG. Bis Jahresende soll auch der geplante Abbau von 2.300 Stellen abgeschlossen sein. Ende September arbeiteten mit 11.587 Mitarbeitern 644 Menschen weniger für die Landesbank als zum Jahresanfang 2012. Die LBBW war in der Finanzkrise 2009 mit einer Kapitalspritze der Gesellschafter – Land, Stadt Stuttgart und Sparkassen – in Höhe von fünf Milliarden Euro gerettet worden. Die EU genehmigte die Hilfen unter der Bedingung, dass die Landesbank erheblich verkleinert wird. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Weniger Teilnehmer auf Bremer Windenergie-Konferenz als erwartet
Bremen (dapd). Über die neuesten technischen Entwicklungen in der Windenergieerzeugung tauschen sich seit Mittwoch in Bremen mehr als 350 Forscher und Ingenieure aus 30 Ländern aus. Auf der zweitägigen Deutschen Windenergie-Konferenz stünden vor allem Windparks auf hoher See im Fokus, sagte Organisator Jens Peter Molly. Dabei gehe es um Fragen, wie wetterbeeinflusste Offshore-Logistikprobleme vermindert und die Rotorblattfertigungen stärker automatisiert werden können. Die Konferenz findet bereits zum elften Mal statt. Erwartet worden waren in diesem Jahr eigentlich 600 Teilnehmer. Wegen der Krise in der Branche seien von den Firmen weniger Mitarbeiter entsandt worden, sagte der Geschäftsführer des Deutschen Windenergie-Instituts, Molly. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Merkel erhält Gutachten der Wirtschaftsweisen
Berlin (dapd). Die fünf Wirtschaftsweisen haben ihr Jahresgutachten mit dem Titel „Stabile Architektur für Europa – Handlungsbedarf im Inland“ an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) übergeben. Anliegen des Gutachtens sei es, Europa zu festigen und Brücken in die Zukunft zu bauen und zudem weiteren wirtschaftspolitischen Handlungsbedarf im Inland aufzuzeigen, sagte der Vorsitzende des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Wolfgang Franz, am Mittwoch in Berlin bei der Übergabe. Merkel sagte, das Gutachten stelle zu recht fest, dass in Europa Einiges vorangekommen sei, zugleich aber noch erheblicher Handlungsbedarf bestehe. Europa brauche „keine zentrale wirtschaftspolitische Steuerung“. Die Kanzlerin sprach sich für „intergouvernementale Absprache“ und eine Politik in eigener Hoheit der Staaten aus. Bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage stimme die Regierung mit den Gutachtern überein. An der Übergabe des Gutachtens nahmen Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP), Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) teil. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Spekulationen über einen Rücktritt von Staatsministerin Pieper
Berlin (dapd). FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle hat im parteiinternen Streit um das Betreuungsgeld Spekulationen über einen möglichen Rücktritt von Cornelia Pieper vom Amt der Staatsministerin im Auswärtigen Amt zurückgewiesen. „Da sehe ich keine zwingende Verbindung. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun“, sagte Brüderle am Mittwoch in Berlin. Er bekräftigte zugleich: „Ich teile ihre Auffassung nicht.“ Hintergrund ist Piepers ablehnende Haltung beim Betreuungsgeld. Die FDP-Politikerin will am Freitag im Bundestag gegen das schwarz-gelbe Gesetz stimmen. In der Fraktionssitzung am Dienstag war die ostdeutsche Liberale aufgrund ihres Widerstands scharf kritisiert worden. Bei nur einer Enthaltung und einer Gegenstimme votierten die FDP-Abgeordneten probeweise für die Einführung der staatlichen Leistung, welche an Eltern ausgezahlt werden soll, die für ihre Kinder keine Kindertageseinrichtungen nutzen. dapd-Informationen zufolge verteidigte Pieper in der Sitzung ihren Standpunkt, verließ dann aber frühzeitig den Saal. FDP-Generalsekretär Patrick Döring rüffelte unterdessen die Freidemokratin. „Insbesondere von Mitgliedern der Bundesregierung erwarte ich erhöhte Kompromissbereitschaft“, sagte Döring der Zeitung „Rheinische Post“ (Mittwochausgabe). Ähnlich äußerte sich der Parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe, Stefan Müller: „Die Beschlüsse des Koalitionsausschusses gelten auch für führende Liberale.“ Pieper wollte jedoch nicht einlenken. Der „Süddeutschen Zeitung“ sagte die Staatsministerin sogar, sie sei sich über die Konsequenzen im Klaren. Für sie sei das Betreuungsgeld eine „Gewissensentscheidung“. Es gehe um ihre Glaubwürdigkeit. So brauche sie sich gar nicht mehr in ihrem Landesverband in Sachsen-Anhalt blicken zu lassen, wenn sie für das Gesetz stimme. Vor Jahren hatte sich Pieper schon einmal mit der Parteiführung angelegt, als sie für mehr Zentralismus in der Bildung warb. Danach wurde sie vor allem von den FDP-Landesverbänden angegriffen, die auf einen klar föderalen bildungspolitischen Kurs pochten. Die damalige Generalsekretärin Pieper musste ihr Amt schließlich aufgeben. dapd (Politik/Politik)