Interlübke meldet Insolvenz an

Interlübke meldet Insolvenz an Rheda-Wiedenbrück (dapd). Der Möbelhersteller Interlübke ist insolvent. Eine Sprecherin des Unternehmens bestätigte am Dienstagmorgen auf dapd-Nachfrage, der international für seine Premium-Möbel bekannte Hersteller habe vor dem Amtsgericht Bielefeld einen Insolvenzantrag gestellt. Einer Meldung der Oelder Zeitung „Die Glocke“ zufolge schreibt Interklübke bereits seit 2009 rote Zahlen. Der Jahresumsatz habe zuletzt 35 Millionen Euro betragen, die Mitarbeiterzahl wurde mit 287 angegeben. Das Unternehmen wollte im Lauf des Tages eine Erklärung veröffentlichen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Niebel verteidigt Hilfen für Mali

Niebel verteidigt Hilfen für Mali Berlin (dapd). Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) hat die deutsche Hilfe für eine europäische Militärmission im westafrikanischen Land Mali verteidigt. „Mali ist ein Land am Abgrund. Wenn wir es verlieren, dann droht uns ein neues Afghanistan, in der Frühform von Afghanistan – nicht in der jetzigen“, sagte Niebel am Dienstag im ARD-„Morgenmagazin“. „Wir müssen verhindern, dass dieser Gürtel der Fragilität in Afrika sich ausweitet. Von Guinea-Bissau bis Somalia sehen wir, dass mehr und mehr Extremisten und auch Terroristen sich Platz schaffen.“ Niebel betonte, in Mali gehe es in erster Linie um eine Ausbildungsmission, die mit militärischem Material begleitet werde. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Montag auf der Bundeswehrtagung in Strausberg gesagt, es sei nicht zu akzeptieren, dass Mali zum Rückzugsgebiet für den internationalen Terrorismus werde. Die Streitkräfte des Landes bräuchten Hilfe von außen. Denkbar wären eine europäische Ausbildungsmission sowie materielle und logistische Hilfen. Deutschland sei bereit, sich daran zu beteiligen, wenn die Voraussetzungen geklärt seien. dapd (Politik/Politik)

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Jeder fünfte Deutsche von Armut betroffen

Jeder fünfte Deutsche von Armut betroffen Wiesbaden (dapd). Etwa jeder fünfte Deutsche ist im vergangenen Jahr von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen gewesen. Das sind rund 16 Millionen Menschen. Diese Zahlen aus der Erhebung „Leben in Europa 2011“ veröffentlichte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag. Armut oder soziale Ausgrenzung ist nach der Definition der EU gegeben, wenn bei den befragten Haushalten eines oder mehrere der drei Kriterien „Armutsgefährdung“, „erhebliche materielle Entbehrung“ oder „Haushalt mit sehr geringer Erwerbsbeteiligung“ vorliegen. Das bedeutet der Erhebung zufolge, dass die Betroffenen aus finanziellen Gründen heraus beispielsweise ihre laufenden Rechnungen nicht begleichen können, nicht mindestens jeden zweiten Tag eine vollwertige Mahlzeit einnehmen, keine notwendigen Anschaffungen tätigen, nicht in den Urlaub fahren oder sich keinen Pkw leisten. Frauen waren mit einer Quote von 21,3 Prozent im Jahr 2011 häufiger von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen als Männer (18,5 Prozent). Während die unter 18-Jährigen mit einer Quote von 19,9 Prozent dem Bundesdurchschnitt entsprachen, waren ältere Menschen ab 65 Jahren seltener (15,3 Prozent) und Personen zwischen 18 und 64 Jahren häufiger (21,3 Prozent) betroffen. dapd (Politik/Politik)

Conergy hat wieder Finanzprobleme

Conergy hat wieder Finanzprobleme Hamburg (dapd). Der angeschlagene Solarkonzern Conergy steckt mitten auf seinem Sanierungsweg wieder in tiefer Finanznot. Zum zweiten Mal binnen nicht einmal zwei Jahren ist das Grundkapital der Gesellschaft von knapp 160 Millionen Euro um mehr als die Hälfte aufgebraucht, wie Conergy am Montagabend in Hamburg mitteilte. Zum 30. September lag das Eigenkapital bei nur noch 72 Millionen Euro. Als Grund dafür nannte Conergy den Geschäftsverlauf sowie Kosten für die vorzeitige Auflösung eines Liefervertrags mit dem US-Unternehmen MEMC. Wegen der Aufzehrung des Eigenkapitals wird Conergy in den kommenden Tagen pflichtgemäß eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen. Auf den operativen Geschäftsbetrieb habe das keine Auswirkungen, erklärte Vorstandschef Philip Comberg. Auch seien derzeit keine Kapitalmaßnahmen geplant. Im September hatte Conergy mitgeteilt, für 2012 mit einem Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) „im mittleren zweistelligen Millionenbereich“ zu rechnen. Eigentlich wollte der Konzern operativ wieder ein leicht positives Ergebnis aufweisen. Ebenfalls im September hatte Conergy den bis 2018 laufenden, teuren Vertrag mit MEMC zur Abnahme von Siliziumwafern aufgelöst. Dafür muss Conergy 21 Millionen Dollar (gut 16 Millionen Euro) zahlen. Dennoch sei die Auflösung des Vertrags „eine Befreiung von einer schweren Last … und eine weitere wesentliche Voraussetzung für das Fortkommen des Unternehmens“, erklärte Comberg. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Aus einem Militärflugplatz in Zerbst wird ein Bio-Energiepark

Aus einem Militärflugplatz in Zerbst wird ein Bio-Energiepark Zerbst (dapd-lsa). Mehr als 40 riesige Hangars stehen scheinbar nutzlos in der Landschaft. Bauern haben einige davon als Lager gemietet. Die Zeit, als auf dem Flugplatz Zerbst in Landkreis Anhalt-Bitterfeld Düsenjets der Sowjet-Armee starteten und landeten, ist seit über 20 Jahren vorbei. „Bis zu 10.000 Soldaten und Offiziere sollen in der einstigen Militärstadt stationiert gewesen sein“, sagt der Vorstand der Getec Green Energy AG, Chris Döhring. Zwischen den herbstlich gefärbten Bäumen sind die alten Kasernengebäude noch zu sehen. Von der alten Landebahn dagegen erkennt der Besucher kaum noch etwas. Im vergangenen Jahr wurden dort rund 194.000 Solarmodule aufgestellt. Auf etwa einem Drittel der 360 Hektar, die früher der Flugplatz einnahm, gewinnt moderne Technik seit dem Sommer 2011 Strom aus Sonnenenergie. „Die Jahreskapazität reicht aus, um mehr als 14.300 Haushalte mit Strom zu versorgen“, sagt Projektingenieur Ralf Schmidt. Ganz bewusst habe Getec mit dem Hersteller Q-Cells aus Sachsen-Anhalt kooperiert und wolle diese Zusammenarbeit auch bei weiteren Vorhaben aufrechterhalten. Die Qualität der Module, der Service vor der Haustür und die Stärkung der heimischen Wirtschaft hätten eine Rolle gespielt, ergänzt Döhring. Millionen für die Forschung Der Stärkung von Forschung und Entwicklung in der Solarindustrie zwischen Altmark und Burgenland sei sehr wichtig, schätzt die Investitions- und Marketinggesellschaft (IMG) Sachsen-Anhalt. Aus der Krise der Branche sollen neue Chancen entstehen. Dem Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP kommt dabei eine besondere Rolle zu. Es wurde 2007 vom Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik sowie dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme für die anwendungsorientierte Forschung gegründet. Bis 2013 sind für den Ausbau des Zentrums insgesamt 60 Millionen Euro vorgesehen. Der Standort Schkopau beherbergt das Modultechnologiezentrum, in Halle entsteht gegenwärtig ein Technikum für Kristallisation und Wafering, also die Herstellung von Siliziumscheiben. Das alte Militärgelände in Zerbst soll sich noch weiter wandeln. Getec Green Energy hat das Gelände gekauft und entwickelt es nach eigenen Angaben zum Bio-Energiepark weiter. 2013 soll die Bioraffinerie fertig gestellt sein, die Gas ins öffentliche Netz einspeist. Später sollen Windräder als Stromlieferanten folgen. Mit einem Teil der erzeugten Energie könnten auch Gewächshäuser beheizt werden, zeigt sich Schmidt optimistisch. Vom begehbaren Dach eines der Hangars aus zeigt er auf die immense Fläche, die dafür zur Verfügung steht. Aus Kasernen sollen Grünflächen werden Grüne Energie nimmt das Unternehmen wörtlich und will die Konversionsfläche im Laufe der Zeit teilweise der Natur zurückgeben. Döhring spricht davon, dass aus den bebauten Arealen beispielsweise Ausgleichsflächen für neu entstehende Autobahnen werden könnten. Alles sei langfristig ausgelegt. Wo noch Kasernen oder alte Hallen stehen, ließen sich die Flächen in Streuobstwiesen oder waldähnliche Gebiete verwandeln. Bereits jetzt weidet ein Schäfer auf dem alten Flughafengelände seine Herde. Außerdem gibt es neben den Solarflächen zwei zusammenhängende Biotope von 6,5 und 15 Hektar Größe, die unangetastet bleiben. Moderne Photovoltaikanlagen finden sich in Sachsen-Anhalt unter anderem auf Industriebrachen oder alten Mülldeponien. Sonnenenergie trägt im Bundesland nach IMG-Angaben mit etwa vier Prozent zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien bei. Nach Angaben des Landesverwaltungsamtes in Halle gab es Ende 2011 bereits 95 Solarparks in Sachsen-Anhalt. Die Zahl steige weiter, sagt eine Sprecherin. ( www.getec-greenenergy.de ) dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Mehrheit deutscher Manager leicht optimistisch

Mehrheit deutscher Manager leicht optimistisch Düsseldorf (dapd). Die Zuversicht unter den deutschen Führungskräften sinkt; gleichwohl ist die Stimmung hierzulande aber immer noch deutlich besser als in weiten Teilen der Welt. Dies zeigt eine weltweite Führungskräfteumfrage der internationalen Beratungsgesellschaft Warth & Klein Grant Thornton unter rund 3.000 Managern in 40 Volkswirtschaften, wie das „Handelsblatt“ berichtet. So äußerten sich sechs Prozent der deutschen Manager „sehr optimistisch“ für die nächsten zwölf Monate, 45 Prozent sind „leicht optimistisch“. Dem stehen 22 Prozent „leicht pessimistische“ und ein Prozent „sehr pessimistische“ Ausblicke gegenüber. Der aus dem Saldo der Optimisten und Pessimisten errechnete Indikator sank um 12 auf 28 Punkte im dritten Quartal. Der Stimmungsindex für den Euro-Raum sank um 13 Punkte auf minus 18. Besonders die negativen Ausblicke der spanischen, französischen und italienischen Führungskräfte belasten den Index. Hingegen verbesserte sich die Stimmung griechischer Manager. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Schavan sagt Indien-Reise ab

Schavan sagt Indien-Reise ab Berlin (dapd). Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) hat eine für Anfang November geplante Reise nach Indien abgesagt. Ein Sprecher bestätigte der „Bild“-Zeitung: Die für den 2./3. November geplante „deutsch-indische Bildungskonferenz“ solle im Frühjahr 2013 im Rahmen der Regierungskonsultationen nachgeholt werden. Als Begründung für die Absage wurden „organisatorische Probleme“ angeführt. Die Bildungsministerin war letzte Woche durch ein vorab veröffentlichtes Gutachten der Uni Düsseldorf unter Druck geraten. Ein Gutachter hatte ihr vorgeworfen, Teile ihrer Doktorarbeit abgeschrieben zu haben. Schavan bestreitet die Vorwürfe. dapd (Politik/Politik)

CSU will die Zahl der Dicken senken

CSU will die Zahl der Dicken senken München (dapd). Die CSU will mit einem Vorsorgeprogramm die Zahl der schwergewichtigen Deutschen senken. „Wir müssen das jetzt angehen“, sagte der stellvertretende Unions-Fraktionschef Johannes Singhammer (CSU) der „Süddeutschen Zeitung“ (Dienstagsausgabe). Ansonsten stehe das Gesundheitssystem in 10 bis 20 Jahren vor dem Kollaps, ausgelöst durch zu viele dicke Menschen. Der Anstieg der Dickleibigkeit in den letzten Jahren sei beängstigend, sagte Sinhammer. Die derzeitig gute Finanzlage bei den Kassen und im Gesundheitsfonds will Singhammer nutzen, um gegen die Dickleibigkeit vorzugehen. „Das Verfassen von Papieren und gutes Reden reicht nicht aus. Wir müssen auch Geld in die Hand nehmen“, sagte der Abgeordnete. Im Präventionsgesetz solle deshalb eine Regelung enthalten sein, die durch Anreizprogramme gezieltes Abnehmen und gesündere Ernährung möglich machen soll. Denkbar sei es, als Belohnung für eine erfolgreiche Diät eine Beitragsminderung bei der Krankenkasse in Aussicht gestellt zu bekommen. dapd (Politik/Politik)

Bundeswehr nimmt Talibanführer fest

Bundeswehr nimmt Talibanführer fest Berlin (dapd). Das „Kommando Spezialkräfte“ (KSK) der Bundeswehr hat einem Medienbericht zufolge einen der meistgesuchten Talibanführer Nord-Afghanistans festgenommen. Bei dem Festgenommenen handele es ich offenbar um den von den Taliban eingesetzten „Schatten-Gouverneur“ der Provinz Kundus, Mullah Abdul Rahman, wie die „Bild“-Zeitung berichtet. Der Zugriff erfolgte nach Informationen der Zeitung am Freitagabend. SK-Soldaten und afghanische Spezialkräfte landeten mit einem Hubschrauber nahe der Ortschaft Ghunday Kalay (Provinz Kundus), wo am vergangenen Freitag ein Treffen ranghoher Talibanführer stattfand. Dort hätten die deutschen Soldaten Rahman und mindestens eine weitere Person festnehmen können. Die beiden Festgenommenen wurden inzwischen von Masar-e-Sharif in die afghanische Hauptstadt Kabul geflogen und den dortigen Behörden übergeben. Der verteidigungspolitische Sprecher der Union, Ernst-Reinhard Beck (CDU), gratulierte dem „Kommando Spezialkräfte“ zu dem Einsatz. Zu „Bild“ sagte Beck: „Wir freuen uns , dass unsere Spezialkräfte nach intensiver Suche einen der gefährlichsten Taliban-Führer gefasst haben. Das ist ein großer Gewinn für die Sicherheit unserer Soldaten. Die Präsenz unserer Spezialkräfte zeigt nachhaltige Wirkung.“ dapd (Politik/Politik)

CDU-Außenexperte dringt auf mehr Blauhelme für Libanon

CDU-Außenexperte dringt auf mehr Blauhelme für Libanon Osnabrück (dapd). Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Ruprecht Polenz (CDU), hat zur Stabilisierung des Landes eine Aufstockung der Blauhelme im Libanon befürwortet. „Wenn der Libanon sich darum bemüht und es ein entsprechendes Mandat des Sicherheitsrates gibt, wäre es gut, mehr Blauhelme zu entsenden, um eine Eskalation der Gewalt zu verhindern“, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Polenz betonte, der UN-Sicherheitsrat solle sich mit der Situation im Libanon befassen. „Die libanesische Armee ist nicht stark genug, sich gegen die Hisbollah durchzusetzen“, sagte er. „Und bis zu 80.000 Flüchtlinge aus Syrien erhöhen den Druck auf die libanesische Regierung, denn die Flüchtlinge müssen versorgt werden.“ dapd (Politik/Politik)