Bahn will 2013 rund 4,4 Milliarden Euro in Schienennetz stecken

Bahn will 2013 rund 4,4 Milliarden Euro in Schienennetz stecken Berlin (dapd). Rund 4,4 Milliarden Euro will die Deutsche Bahn AG im kommenden Jahr in ihr Netz investieren. Dabei sollen insgesamt fast 3.000 Kilometer Schienen – knapp ein Zehntel des 34.000 Kilometer langen Netzes – erneuert werden, wie das Unternehmen am Montag in Berlin mitteilte. Das für Infrastruktur zuständige Vorstandsmitglied Volker Kefer versprach, die Reisenden würden „umfassend und rechtzeitig“ über die damit verbundenen Behinderungen informiert. Die Bahn will den Angaben zufolge die „rund 900 größten“ Baumaßnahmen in 72 Korridoren bündeln. Erneuert werden auch 1.750 Weichen, über zwei Millionen Eisenbahnschwellen und rund 3,5 Millionen Tonnen Schotter. Als Schwerpunkte nannte sie die Strecken Hamburg-Hannover von März bis August, Berlin-Rostock während des ganzen Jahres, München-Salzburg, Nürnberg-Saalfeld-Naumburg, Emmerich-Oberhausen-Duisburg sowie den Knoten Leipzig. ( http://url.dapd.de/KJOsOw ) dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Mehr Aussteller und größere Fläche auf Leipziger Reisemesse

Mehr Aussteller und größere Fläche auf Leipziger Reisemesse Leipzig (dapd). Mehr Aussteller und eine deutlich größere Ausstellungsfläche als im Vorjahr bietet die am Mittwoch (21. November) beginnende Reisemesse „Touristik und Caravaning International“ in Leipzig. 1.120 Unternehmen, Verbände und Vereine aus 44 Ländern zeigen fünf Tage lang ihre Angebote für den gesamten Reisebereich, im Vorjahr waren es 1.097, wie die Veranstalter am Montag mitteilten. Die Ausstellungsfläche wuchs um 7.000 auf 70.000 Quadratmeter. Erwartet werden wieder rund 69.000 Besucher. Partnerland der Messe ist diesmal Island, das Fränkische Seenland und die Stadt Schwarzenberg treten als Partnerregion beziehungsweise Partnerkommune auf. Das Fränkische Seenland, eine Region in der südlichen Metropolregion Nürnberg, präsentiere sich als Reiseziel für Aktive und Erholungssuchende. Schwarzenberg werde mit seinem Programm auf den „Tag der Sachsen 2013“ einstimmen, für den die Erzgebirgskommune Gastgeber sein wird. Neuigkeiten im Caravaning-Bereich treffen nach Angaben der Organisatoren auf besonderes Interesse bei Besuchern, wie auch die Zulassungsstatistik ausweise. Nach Angaben des Caravaning Industrie Verbands wurden im Oktober in Deutschland 15 Prozent mehr Caravans zugelassen als im Vorjahresmonat. Auch bei den Reisemobilen sei mit einem Plus von 12,2 Prozent die Zulassungszahl des Vorjahresmonats übertroffen wurden. Von Freitag an wird die „Touristik und Caravaning“ bis Sonntag von der Messe „Abgefahren“ begleitet, einer Veranstaltung für Radfahrer und Triathleten. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

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Nur fünf Autokonzerne liefern mehr als die Hälfte der Weltproduktion

Nur fünf Autokonzerne liefern mehr als die Hälfte der Weltproduktion Düsseldorf (dapd). Nur fünf Autokonzerne liefern die Hälfte der weltweiten Fahrzeugproduktion: Nach einer im „Handelsblatt“ veröffentlichten Studie des CAR Center of Automotive Research werden Toyota, Volkswagen mit Töchtern, der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM), Renault-Nissan und der koreanische Hyundai-Kia-Konzern bis zum Jahresende gemeinsam rund 42,6 Millionen Fahrzeuge verkauft haben – und ihren Marktanteil damit auf 53,1 Prozent weltweit ausbauen. 2011 hatte die Zahl der verkauften Fahrzeuge der Top fünf dagegen noch bei 38,955 Millionen Autos gelegen und ihr gemeinsamer Marktanteil bei 50,8 Prozent, wie es in der Studie heißt. Die Probleme auf dem europäischen Markt stärken damit die Position der global agierenden Branchengrößen. Die schwächste Entwicklung verzeichnete laut Studie GM mit einem Plus von 2,5 Prozent nach neun Monaten. An der Spitze steht mit einem Plus von 28 Prozent nach neun Monaten Toyota, gefolgt von VW und Hyundai-Kia. 2012 wird der VW-Konzern dank der Übernahme von Porsche und eines Streiks in Korea stärker wachsen als Hyundai-Kia, wie das CAR-Center vorhersagt. Aber die Koreaner würden dies mit hoher Wahrscheinlichkeit in den nächsten Jahren wieder drehen. „Wächst Hyundai-Kia mit dem bisherigen Wachstumsvorsprung zu VW weiter, wird im Jahre 2020 nicht die VW-Gruppe der größte Autobauer weltweit sein, sondern Hyundai-Kia“, lautet die Prognose des Institutsleiters Ferdinand Dudenhöffer. Im Jahr 2012 ist das Titelrennen dagegen schon klar. An dem wiedererstarkten Konzern Toyota führt demnach vorerst kein Weg vorbei. Allerdings bleibe der Hersteller wegen des belasteten politischen Verhältnisses zwischen Japan und China und den immer noch nicht ausgestandenen Qualitätsfehlern verwundbar. Die Branchenkenner erwarten daher langfristig einen Dreikampf an der Spitze. „Hyundai-Kia braucht noch ein paar Jahre Zeit, noch ist der Abstand zur Spitze groß“, sagte Dudenhöffer. „Aber um das Jahr 2020 ist Hyundai-Kia ebenbürtig mit VW und Toyota.“ dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Spekulationen um Zerschlagung treiben Hochtief-Aktie nach oben

Spekulationen um Zerschlagung treiben Hochtief-Aktie nach oben Bonn (dapd-nrw). Spekulationen über eine Zerschlagung von Hochtief haben der Aktie des größten deutschen Baukonzerns am Montag einen Höhenflug beschert. Der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Marc Tüngler, sagte der Nachrichtenagentur dapd, die Anleger hofften auf mögliche Gewinnausschüttungen nach einer möglichen Filetierung des Konzerns. Die Papiere stiegen am Monat zeitweilig mehr als fünf Prozent. Auslöser für die Kursaufschläge war eine Ad-hoc-Mitteilung vom Wochenende, nach der sowohl Hochtief-Chef Frank Stieler als auch der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Manfred Wennemer, das Unternehmen in Kürze verlassen dürften. Tüngler sagte, der spanische Hochtief-Mehrheitseigner ACS habe offenbar die Geduld mit der deutschen Tochter verloren, die zuletzt wiederholt die Gewinnerwartungen enttäuscht hatte. Der angekündigte Personalwechsel sei „ein Signal, dass ACS-Chef Florentino Pérez jetzt durchregiert“. Nachfolger von Stieler soll offenbar der Pérez-Vertraute Marcelino Fernández Verdes werden. Die Zukunft des Baukonzerns scheint damit ungewiss. Es sei nicht auszuschließen, das die Spanier bereits ein Konzept hätten, wie Hochtief filetiert und das Geld herausgezogen werden könne, sagte Tüngler. „Was dafür spricht, ist, dass auch Herr Wennemer geht“, spekulierte der Aktionärsschützer. Der spanische Baukonzern ACS, der sich vor eineinhalb Jahren durch eine feindliche Übernahme die Mehrheit an Hochtief gesichert hatte, sitzt auf einem Schuldenberg von mehr als neun Milliarden Euro. Durch einen Verkauf der weitgehend unabhängig geführten Hochtief-Töchter Leighton in Australien und Turner in den USA könnten die Spanier ihre Schuldenlast deutlich senken. Die Übernahme von Hochtief hat ACS zwar weniger abhängig vom krisengeschüttelten spanischen Markt gemacht, aber die Erwartungen nie erfüllt. Im Gegenteil: Seit dem Einstieg der Spanier hat die Hochtief-Aktie drastisch an Wert verloren. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Hersteller sollen Waschmittel und Säfte vor Warentest verändert haben

Hersteller sollen Waschmittel und Säfte vor Warentest verändert haben Berlin (dapd). Mehrere Hersteller von Wasch- und Lebensmitteln haben in der Vergangenheit offenbar gezielt ihre Produkte verbessert, weil sie mit einer Untersuchung der Stiftung Warentest rechneten. Dies sei eine fortlaufende Erfahrung der Stiftung, sagte ihr Leiter der Untersuchungsabteilung, Holger Brackemann, am Montag der Nachrichtenagentur dapd und bestätigte damit Informationen aus einer Anfrage der Internetplattform populeaks.org. Stiftungssprecherin Heike van Laak hatte dieser Plattform von Produktveränderungen bei Waschmitteln berichtet, durch die Hersteller besser abschneiden wollten: „Nach der Testveröffentlichung ist dann wieder zur alten Rezeptur zurückgekehrt worden“, schrieb van Laak. Brackemann sagte, dass den Profi-Testern auch ein Fall aus der Branche der Getränkehersteller bekannt geworden sei: „Vor einem unserer Orangensafttests war in der Branche Unruhe.“ Daraufhin habe die Stiftung ihre Arbeitsabläufe verändert. Seitdem werde im Kuratorium, das den Test unterstütze, nur noch etwa von einem „Test von Säften“ gesprochen – ohne das genaue Segment zu benennen. Offenbar seien über Sachverständige aus diesen Beiräten Informationen an die Hersteller gedrungen, sagte Brackemann und erläuterte: „Es gibt ein sehr hohes Interesse der Wirtschaft, von unseren Tests vorab zu erfahren.“ (Antwort auf die Anfrage von populeaks.org: http://url.dapd.de/92kXsz ) dapd (Vermischtes/Wirtschaft)

Immobilienkonzern TAG übernimmt alte Treuhand-Wohnungen vom Bund

Immobilienkonzern TAG übernimmt alte Treuhand-Wohnungen vom Bund Hamburg/Berlin (dapd). Rund 11.350 Wohnungen aus dem Bestand der ehemaligen Treuhand bekommen einen neuen Besitzer: Für insgesamt 471 Millionen Euro hat der Immobilienkonzern TAG vom Bundesfinanzministerium den Zuschlag für den Kauf der Gesellschaft TLG Wohnen erhalten, wie das Unternehmen am Montag in Hamburg mitteilte. Im Kaufpreis enthalten seien Schulden der TLG Wohnen von rund 256 Millionen Euro. Die Wohnungen stammen aus Immobilienbeständen der Treuhand, die der Bund in der TLG gebündelt hat. Mit TAG habe der Bund für die Wohnungen einen Investor gefunden, „für den die Bestandsbewirtschaftung im Vordergrund steht und der sich zu einer weiterhin soliden Entwicklung der TLG Wohnen verpflichtet hat“, zeigte sich Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) zufrieden. Kritik kam dagegen vom Deutschen Mieterbund (DMB), der das Geschäft „falsch“ nannte. „Angesichts der aktuellen Mietpreisentwicklung muss die Bundesregierung alles unternehmen, um preiswerte Wohnungsbestände zu sichern“, forderte DMB-Direktor Lukas Siebenkotten. Dagegen seien Preissteigerungen für die betroffenen Mieter nach dem Verkauf vorprogrammiert. „Mit ihrer Verkaufsentscheidung hat die Bundesregierung soziale Aspekte ausgeblendet“, sagte Siebenkotten. TAG erwartet nach eigenen Angaben, dass das Geschäft in den kommenden Wochen vollzogen wird. Danach werde der Konzern rund 69.000 Wohnungen besitzen. Die TAG-Aktie gab nach Bekanntwerden des Geschäfts zunächst deutlich nach, erholte sich im Verlauf aber wieder etwas. Gegen 13.45 wurde das im MDAX notierte Papier noch mit einem Abschlag von 1,4 Prozent bei 8,37 Euro gehandelt. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Deutsche-Bank-Chef warnt vor Renationalisierung des Bankgeschäfts

Deutsche-Bank-Chef warnt vor Renationalisierung des Bankgeschäfts Frankfurt/Main (dapd). Der Co-Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, warnt vor den Folgen einer Renationalisierung des Bankgeschäfts. Derzeit hätten die Finanzkrise und die zunehmende Regulierung zur Folge, dass die Banken sich verstärkt auf ihren Heimatmarkt zurückzögen, sagte Fitschen am Montag in Frankfurt am Main. Das sei aber gerade für Deutschland und Europa langfristig ein Nachteil, weil hierzulande die geringsten Renditen zu erwarten seien. Auch im Sinne der deutschen Sparer müsse mehr Geld in Schwellenländern angelegt werden. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Weidmann warnt vor falschen Erwartungen an Bankenunion

Weidmann warnt vor falschen Erwartungen an Bankenunion Frankfurt/Main (dapd). Eine europäische Bankenunion taugt nach Ansicht von Bundesbank-Präsident Jens Weidmann nicht zur Lösung der aktuellen Krise. Eine stärkere Zusammenarbeit der Europartner könne nur dazu dienen, die zukünftigen Risiken für das Finanzsystem zu reduzieren, sagte Weidmann am Montag in Frankfurt am Main. Die EU-Pläne für eine Bankenunion sehen eine gemeinsame Finanzaufsicht, eine geregelte Abwicklung angeschlagener Institute und unter Umständen eine gemeinsame Einlagensicherung vor. „Wenn die Bankenunion am Ende vor allem dazu dienen würde, durch die Hintertür eine umfassende gemeinsame Haftung einzuführen und schlicht dem Staat mehr Möglichkeiten zu geben, sich zu verschulden, dann wäre der Währungsunion ein Bärendienst erwiesen“, sagte Weidmann. „Diese Gefahr besteht, und ich glaube, wir sollten sie nicht unterschätzen.“ Wenn die Politik Finanzhilfen für die Krisenländer für notwendig halte, dann solle sie das offen sagen und nicht unter dem Deckmantel einer Bankenunion verbergen. Die gegenwärtige Debatte über die Details der Bankenunion könne sogar die notwendigen Bankreformen in den Krisenländern verzögern, warnte Weidmann. „Denn aus Sicht der Beteiligten kann es sich dann lohnen, die Bilanzbereinigung bis zum Inkrafttreten der Bankenunion rauszuzögern, und genau das wollen wir nicht.“ Die Zusammenlegung der Einlagensicherung bei der Bildung einer Bankenunion sei „völlig zu recht in den Hintergrund getreten“, sagte Weidmann. Besonders in Deutschland war diese Idee auf massive Kritik gestoßen. Denn die hiesige Branche fürchtet, dass die jahrelang aufgebaute deutsche Einlagensicherung zugunsten von Krisenbanken und deren Kunden verwendet werden könnten, etwa in Spanien. Trennung von Geldpolitik und Bankenaufsicht „schwierig“ Der Bundesbank-Präsident wies auch auf den Interessenkonflikt zwischen Bankenaufsicht und Geldpolitik hin, der entstehen könnte, falls die Europäische Zentralbank (EZB) die Oberaufsicht über die Institute in der Währungsunion bekommen sollte. Daher müsse beides strikt getrennt werden. Das sei „machbar, aber schwierig – schwierig aus organisatorischer Sicht und schwierig aus rechtlicher Sicht“, sagte Weidmann. Eine Bankenunion allein reiche indes nicht aus, um das Finanzsystem zu stabilisieren. Die Institute müssten auch davor geschützt werden, unter der Überschuldung von Staaten zu leiden. Zum einen forderte Weidmann eine Obergrenze für Kredite, die einzelne Banken einem Staat geben dürfen. Zum anderen sollten Banken Staatsanleihen oder Kredite an den Staat mit Eigenkapital unterlegen. Der Einsatz von Eigenkapital würde dazu führen, dass die Märkte stärker auf die Finanzlage der einzelnen Staaten reagierten. Sinkende Preise für Anleihen könnten die Probleme einzelner Staaten frühzeitig signalisieren. „Zusammen mit der gemeinsamen Aufsicht würde dies verhindern, dass Staaten trotz einer Schieflage im Haushalt weiter billige Kredite erhalten und so nicht nur sich selbst, sondern auch die Banken noch tiefer in Haushaltsproblemen verstricken“, sagte Weidmann. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Sixt wächst vor allem im Ausland

Sixt wächst vor allem im Ausland Pullach (dapd). Deutschlands größter Autovermieter Sixt strebt dank starker Zuwächse im Ausland eines der besten Ergebnisse seiner 100-jährigen Firmengeschichte an. „Wir werden 2012 sehr gut verdienen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Erich Sixt am Montag in Pullach bei München. Das Rekordergebnis aus dem Vorjahr werde das Unternehmen aber verfehlen. Grund sind unter anderem Millioneninvestitionen in den USA, Einbußen im Leasinggeschäft und Anlaufkosten für das Carsharing-Programm DriveNow, das Sixt gemeinsam mit BMW betreibt. Von Januar bis September verdiente der Autovermieter unter dem Strich 72,3 Millionen Euro und damit ein Zehntel weniger als im Vorjahr. Sixt sprach von einem „mehr als ordentlichen Ergebnis“. Sein Unternehmen wachse auch in einem schwierigen Konjunkturumfeld. So seien die Umsätze gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro gestiegen. „Die Marktführerschaft in Deutschland haben wir gefestigt, und den Konkurrenten in Europa sind wir nähergekommen“, sagte Sixt. Im Ausland sei Sixt um ein Fünftel gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Außerhalb Deutschlands erlöste der Autovermieter in diesem Jahr bisher 31 Prozent seines Umsatzes. Im Vorjahr waren es 27 Prozent. „Wir sind in allen Ländern außer den USA profitabel“, sagte Sixt. Im größten Mietwagenmarkt der Welt baut das Unternehmen seine Präsenz deutlich aus und machte deswegen seit Jahresbeginn einen Verlust in mittlerer einstelliger Millionenhöhe. An sieben großen US-Flughäfen errichtete Sixt eine Vermietstation, zuletzt in Phoenix/Arizona. Sixt setzt in den USA vor allem auf Franchise-System Um das Risiko möglichst gering zu halten, setzt Deutschlands ältester Autovermieter in den USA vor allem auf das Franchise-System. Mehr als 100 Interessenten gebe es bereits für eine Lizenz, sagte Sixt. Wie viele sich davon umsetzen ließen, sei aber noch offen. Außerdem sei der organisatorische Aufwand enorm. Für jeden Bundesstaat müsse Sixt eine eigene Lizenz beantragen. Das Unternehmen strebt in den USA auch in den kommenden Jahren ein starkes Wachstum an. Sixt betonte aber: „Wir werden nicht um jeden Preis Gas geben.“ Das künftige Geschäft in Europa schätzt der Unternehmenschef als äußerst schwierig ein. „Die Konjunkturlage ist natürlich absolut unerfreulich“, sagte Sixt. Im kommenden Jahr rechnet er mit einer Rezession in der Eurozone. Der Trend bei den Geschäftsreisen sei bereits rückläufig. Die Absatzkrise bei den Autoherstellern sorgt zwar für günstigere Einkaufspreise für sein Unternehmen, wie Sixt andeutete. So sei die Entwicklung bei den Rabatten „eher vorteilhaft“. Dennoch wünsche er sich im Hinblick auf die Wirtschaftslage in Deutschland, dass es den Herstellern bald wieder besser gehe. „Die EZB druckt in skandalöser Weise Geld“ Wegen ihrer Ankündigung, unbegrenzt Anleihen verschuldeter Staaten zu kaufen, kritisierte Sixt die Europäische Zentralbank (EZB) scharf: „Dass die EZB in skandalöser Weise Geld druckt, ist für mich katastrophal.“ Auch von der Politik des neuen französischen Präsidenten Francois Hollande erwartet er nichts Gutes. Mit einer Werbekampagne sorgte der Autovermieter in Frankreich zuletzt für Aufsehen. Sie zeigte Hollande vor und nach einer Cabriofahrt mit einem Sixt-Mietwagen – im zweiten Fall standen dem Präsidenten seine Haare zu Berge. „Leider hat uns Hollande nicht verklagt“, sagte der Vorstandsvorsitzende. Denn dann wäre der Bekanntheitsgrad in Frankreich deutlich gestiegen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Kartellbehörden geben grünes Licht für Douglas-Übernahme

Kartellbehörden geben grünes Licht für Douglas-Übernahme Hagen (dapd). Die EU-Kommission und die Schweizer Wettbewerbsbehörde Weko haben grünes Licht für die Übernahme der Handelskette Douglas durch den Finanzinvestor Advent International gegeben. Beide Behörden hätten die kartellrechtliche Freigabe erteilt, teilte der Finanzinvestor am Montag mit. Advent und die verbündete Douglas-Gründerfamilie Kreke haben damit ein wichtiges Zwischenziel erreicht. „Der nächste Meilenstein ist nun die Zustimmung der Aktionäre“, sagte Advent-Manager Ranjan Sen. Advent hatte das Übernahmeangebot am 31. Oktober vorgelegt. Vorstand und Aufsichtsrat von Douglas empfahlen den eigenen Aktionären die Annahme. Advent bietet einen Preis von 38 Euro je Aktie. Das entspricht einer Prämie von 41,6 Prozent auf den Durchschnittskurs vor Aufkommen der ersten Übernahmegerüchte. Voraussetzung für einen Vollzug der Übernahme ist eine Mindestannahmequote von 75 Prozent. Bei einem Erfolg des Übernahmeangebots will Advent den Angebotsunterlagen zufolge vor allem das Wachstum der Douglas-Parfümerien und der Schmucksparte Christ im In- und Ausland vorantreiben. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)