Continental will automatisches Fahren bis 2025 erreichen

Continental will automatisches Fahren bis 2025 erreichen Hannover (dapd). Der Automobilzulieferer Continental will bis zum Jahr 2025 das automatische Fahren serienreif machen. Der Konzern habe „alle notwendigen Bausteine abgebildet, die schrittweise bis zum Jahr 2025 zum vollautomatisierten Fahren führen werden“, sagte der Vorstandsvorsitzende Elmar Degenhart am Dienstag in Hannover. Für Conti sei klar, „dass automatisiertes Fahren ein Kernelement der Mobilität der Zukunft sein wird“, fügte Degenhart hinzu. Der Konzern stellte einen Marschplan vor, der ab 2016 bis 2025 in mehreren Stufen zum selbstfahrenden Auto führen werde. Ab 2016 sollen teilautomatisierte Systeme den Fahrer im Stau bei Geschwindigkeiten bis 30 Kilometer pro Stunde auf der Autobahn entlasten. Ab 2020 soll das Auto sich auch bei höherem Tempo bis 130 Kilometer pro Stunde selbst lenken. Allerdings muss der Fahrer noch weiter die Straßenlage im Blick behalten. Ab 2025 dann sollen die Autos auf der Autobahn völlig selbstständig rollen, der Fahrer könnte Mails lesen oder mit dem Beifahrer Karten spielen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Weihnachtsgeschäft beschert Paketzentren der Post einen Umsatzrekord

Weihnachtsgeschäft beschert Paketzentren der Post einen Umsatzrekord Neustrelitz (dapd). Die 33 Paketzentren der Deutschen Post DHL steuern im diesjährigen Weihnachtsgeschäft auf einen Umsatzrekord zu. „Gegenwärtig werden an Spitzentagen bis zu sieben Millionen Pakete auf die Reise geschickt“, sagte DHL-Sprecher Jens-Uwe Hogardt am Dienstag in Neustrelitz in Mecklenburg-Vorpommern. Schon im November hätten die Umsätze um zehn Prozent über dem Niveau des Rekordjahres 2011 gelegen. Weil immer mehr Menschen über das Internet einkauften, nehme die Paketflut von Jahr zu Jahr zu. Allein in Mecklenburg-Vorpommern, wo etwa 3.000 DHL-Mitarbeiter in der Paketsortierung, der Zustellung und in Briefzentren tätig seien, habe die Post für die Adventszeit 110 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt. In dem 1994 in Betrieb genommenen teilautomatisierten Neustrelitzer Paketzentrum werden gegenwärtig bis zu 200.000 Sendungen pro Tag bewältigt. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

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Ein Patriarch

Ein Patriarch München (dapd). Der Insolvenzverwalter der Drogeriekette Schlecker, Arndt Geiwitz, hat den Firmengründer Anton Schlecker vor Kritik in Schutz genommen. „Wer Anton Schlecker kritisiert, sollte bedenken, dass er auch einmal 50.000 Arbeitsplätze in Europa aufgebaut hatte“, sagte Geiwitz der „Süddeutschen Zeitung“ (Dienstagausgabe). „Ich habe einen Mann kennengelernt, der sich ganz anders mit seinem Unternehmen identifiziert, als es ein Vorstandsvorsitzender tut. Ein Patriarch.“ Der Ehinger Unternehmer sei aber auch „eher ein beratungsresistenter Mensch“. Für Geiwitz selbst ging das Insolvenzverfahren bis an die Substanz. „Vor dem Hintergrund einer immens kritischen Öffentlichkeit und Politik, eines extrem veralteten Geschäftsmodells und eines gewaltigen Aufwands mit 6.000 Vermietern, Zehntausenden Mitarbeitern und Lieferanten war das sicher eine der schwierigsten Aufgaben unserer Kanzlei“, sagte er. Nachdem er im Juni im Gläubigerausschuss das endgültige Aus für Schlecker verkündet hatte, sei er zwei Stunden allein im Wald spazieren gewesen. „Sie brauchen eine Pufferzeit, sonst gehen Sie kaputt“, sagte der Insolvenzverwalter. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Zahl der Flugpassagiere gestiegen

Zahl der Flugpassagiere gestiegen Wiesbaden (dapd). Knapp 66 Millionen Passagiere sind während des Sommerflugplans von April bis Oktober an Deutschlands Flughäfen gestartet. Das waren 1,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Der Zuwachs basiert auf der steigenden Zahl von Fluggästen mit Zielen im Ausland. Sie nahm um drei Prozent auf 51,9 Millionen zu. Dagegen sank die Zahl der Fluggäste mit Zielen innerhalb Deutschlands um 3,6 Prozent auf 14 Millionen. Der Flugverkehr ins Ausland entwickelte sich dabei den Angaben zufolge unterschiedlich. Während etwa die Zahl der Passagiere mit dem Ziel griechische Inseln um 14,2 Prozent absackte, legte sie für Ägypten um 21,3 Prozent und für Tunesien um 44,7 Prozent zu. Allerdings war 2011 in beiden Ländern wegen der politischen Unruhen im Arabischen Frühling die Zahl der ankommenden Fluggäste stark gesunken. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Etihad erwirbt Mehrheit am Vielfliegerprogramm von Air Berlin

Etihad erwirbt Mehrheit am Vielfliegerprogramm von Air Berlin London (dapd). Air-Berlin-Großaktionär Etihad Airways hat die Mehrheit am Vielfliegerprogramm „Topbonus“ seines kriselnden deutschen Partners übernommen. Das Geschäft spült der verlustreichen Air Berlin 184,4 Millionen Euro in die Kasse, wie die deutsche Fluggesellschaft am Dienstag in London mitteilte. An der neuen Gesellschaft Topbonus Ltd. werden Etihad zunächst zu 70 Prozent und Air Berlin zu 30 Prozent beteiligt sein. Air Berlin hat demnach das Recht, zehn Prozent der Etihad-Anteile zurückzukaufen. Das Bundeskartellamt habe dem Geschäft bereits zugestimmt, erklärte Air Berlin. Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft nach der Lufthansa steckt tief in den roten Zahlen und fährt einen harten Sparkurs. Das Geld aus dem Verkauf des Bonusprogramms, der bereits im November angekündigt worden war, soll zum Schuldenabbau genutzt werden und das Jahresergebnis deutlich verbessern. Etihad hatte der finanziell angeschlagenen Air Berlin bereits vor einem Jahr aus einer Klemme geholfen. Die arabische Fluggesellschaft mit Sitz in Abu Dhabi war im Dezember 2011 mit einem Anteil von fast 30 Prozent bei Air Berlin eingestiegen und hatte dem deutschen Partner damit eine dringend benötigte Kapitalspritze verschafft. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Technologiekonzern 3M plant Ausbau der Produktion in Hilden

Technologiekonzern 3M plant Ausbau der Produktion in Hilden Düsseldorf (dapd-nrw). Der Technologiekonzern 3M baut sein Werk im nordrhein-westfälischen Hilden aus. Es sei geplant, 20 Millionen Euro zu investieren, um die Produktion von Klebebändern zu modernisieren und auszubauen, sagte der Geschäftsführer von 3M-Deutschland, Günter Gressler, der „Rheinischen Post“. 3M war im November in die Medien geraten, nachdem ein Mitarbeiter auf dem Fabrikgelände in Hilden vor Beginn seiner Nachtschicht auf Kollegen geschossen und sich danach selbst hingerichtet hatte. Zwei Mitarbeiter überlebten den Angriff schwer verletzt. Das Motiv der Tat ist laut Gressler weiterhin unklar. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

BaFin stuft 36 Banken in Deutschland als systemrelevant ein

BaFin stuft 36 Banken in Deutschland als systemrelevant ein Berlin (dapd). Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat einem Medienbericht zufolge 36 Banken in Deutschland als national systemrelevant eingestuft. Diese Institute benötigten aus BaFin-Sicht ein „Testament“, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“. Das gehe aus der Antwort auf eine Anfrage des Grünen-Bundestagsabgeordneten Gerhard Schick hervor. Bis Ende 2013 müssten diese Unternehmen der BaFin einen Sanierungsplan vorlegen, auf dessen Basis die Bankenaufsicht dann ein „Testament“ erstelle. Die Namen der betroffenen Banken würden nicht veröffentlicht. Die BaFin kommentierte die Liste gegenüber der Zeitung nicht. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Treibstoffreserve in Flugzeugen angeblich oft sehr gering

Treibstoffreserve in Flugzeugen angeblich oft sehr gering Frankfurt/Main (dapd). Nach einem Störfall bei einem Air-Berlin-Flug wegen Treibstoffmangels hat die Pilotenvereinigung Cockpit vor dem zu sparsamen Betanken von Flugzeugen gewarnt. Wenn nur das gesetzliche Minimum an Treibstoff mitgenommen werde, sei die Reserve für Unvorhergesehenes wie ein Gewitter oder ein Durchstarten nur sehr gering, sagte Cockpit-Vorstandsmitglied Markus Wahl am Montag auf dapd-Anfrage. Relativ schnell komme es dann dazu, dass eine Luftnotlage erklärt werde, um möglichst schnell landen zu können. Ein Flugzeug von Air Berlin hatte im September bei Kreta eine Luftnotlage erklärt, als nach einem Durchstartmanöver der Sprit knapp wurde. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen stufte den Vorfall als „Schwere Störung ohne Verletzte“ ein. Eine Luftnotlage sei zwar fliegerisch eine Routine, aber „Gott sei Dank ein Ausnahmefall“, sagte Wahl. Ein Flugzeug erkläre Luftnotlage, wenn ein „absoluter Notfall“ vorhanden sei. „Das heißt, wenn die Bedrohung an Bord so groß ist, dass ein Absturz durchaus möglich ist“, sagte Wahl weiter. Zuletzt sei es immer wieder vorgekommen, dass Geschäftsleitungen von Fluglinien ihre Piloten anhielten mit wenig Sprit zu fliegen, um Kosten zu sparen, sagte Wahl. Sicherheit habe aber immer erste Priorität. „Und dazu gehört dann auch die freie Entscheidung über die Spritmenge“, sagte Wahl weiter. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Die Vorfälle addieren sich nicht, sie potenzieren sich

Die Vorfälle addieren sich nicht, sie potenzieren sich Frankfurt/Main (dapd). Trotz der Festnahmen und Verdächtigungen im Steuerskandal der Deutschen Bank rät ein erfahrener Krisenexperte von der Kündigung der betroffenen Mitarbeiter ab. „Jemanden als Sofortreaktion rauszuschmeißen, ist fast immer falsch“, sagte Peter Höbel, Geschäftsführer der auf Krisenkommunikation spezialisierten Unternehmensberatung Crisadvice, im dapd-Interview. „Das ist oft ein Reflex, um die Öffentlichkeit zu befriedigen. Sie lösen damit aber kein Problem.“ Der Konzern solle verdächtige Mitarbeiter besser suspendieren, um den Zugriff auf sie nicht zu verlieren. Außerdem riskiere ein Unternehmen mit einem Rausschmiss auch immer, einen unwillkommenen Nebenkriegsschauplatz zu eröffnen, wenn dann der Gekündigte vors Arbeitsgericht gehe. Ein großes Problem der Deutschen Bank ist nach Höbels Ansicht die Vielzahl ihrer Skandale, die innerhalb kurzer Zeit auftraten. „Der neuerliche Fall ist bedenklich. Die Vorfälle addieren sich nicht, sie potenzieren sich“, sagte der ehemalige Journalist und Pressesprecher der Deutschen Bank. Hauptziel der Bank müsse nun sein, einen anhaltenden Schaden ihres Ansehens abzuwenden, erklärte Krisenexperte Höbel. „Solange die Reputation nicht nachhaltig beschädigt ist, gibt es auch keinen nachhaltigen wirtschaftlichen Schaden.“ Trotz des viel kritisierten Anrufs Fitschens beim hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU) sieht Höbel aber keine Parallele zum Fall von Ex-Bundespräsident Christian Wulff, der mit einem Telefonat bei einem Chefredakteur seinen Niedergang beschleunigt hatte. „Die Vorgänge können Sie gar nicht vergleichen“, sagte Höbel. Bei Wulff habe es sich um eine Personenkrise gehandelt, im aktuellen Fall gehe es aber um die Deutsche Bank als Institution. Das Interview Fitschens in der „Bild“-Zeitung direkt nach der Aufsehen erregenden Razzia sei ein vernünftiger Schritt gewesen. „Das war eine Form der aktiven Krisenkommunikation“, sagte Höbel. So habe Fitschen daran gearbeitet, den Bildern von Polizisten in der Konzernzentrale eine eigene Botschaft entgegenzustellen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Bankenverband hält an Fitschen fest

Bankenverband hält an Fitschen fest München/Düsseldorf (dapd). Der Bundesverband Deutscher Banken (BdB) will den in die Kritik geratenen Deutsche-Bank-Chef Jürgen Fitschen im nächsten Jahr weiterhin zum Verbandspräsidenten machen. BdB-Präsident Andreas Schmitz sagte der „Süddeutschen Zeitung“ (Dienstagausgabe), Fitschen werde wie vorgesehen sein Nachfolger. Die Frage nach einem Abrücken von diesem Plan stelle sich nicht. „Fitschen ist der Richtige an der Spitze des Verbandes.“ Fitschen war nach seiner telefonischen Intervention bei Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) wegen der Steuer-Razzia von Politikern heftig kritisiert worden. Derweil haben Spitzenpolitiker der SPD Fitschen den Verzicht auf den Chefposten im Bankenverband nahegelegt. „Der Bankenverband muss wissen, von wem er sich wie repräsentieren lassen möchte“, sagte der rheinland-pfälzische Finanzminister Carsten Kühl (SPD) „Handelsblatt Online“. Und Fitschen müsse „wissen, was in seiner Situation die angemessene Reaktion ist“. Ähnlich äußerte sich der Vorsitzende der SPD in Schleswig-Holstein, Ralf Stegner. „Dass der Chef der Deutschen Bank sich so eben mal beim hessischen Ministerpräsidenten beschwert, weil die Staatsanwaltschaft ihre Arbeit tut, ohne Herrn Fitschen vorher um Erlaubnis gebeten zu haben, zeigt ein merkwürdiges Rechtsstaatsverständnis“, sagte Stegner „Handelsblatt Online“. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)