FDP begrüßt Einigung zu Zypern-Rettung

FDP begrüßt Einigung zu Zypern-Rettung Berlin (dapd). Die FDP begrüßt das neue Rettungspaket für Zypern grundsätzlich, sieht aber noch Klärungsbedarf im Detail. Der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Otto Fricke, sagte am Montag im Deutschlandradio Kultur, die Vereinbarung gehe in die richtige Richtung. Man müsse sich vor einer endgültigen Zustimmung im Bundestag aber noch alle Details angucken. So müsse beispielsweise geklärt werden, wie sehr die Lösung den europäischen Stabilitätsmechanismus belaste. Ausdrücklich begrüßte Fricke, dass jetzt härter gegen die zyprischen Banken vorgegangen werden soll, ohne dass die Kleinsparer geschädigt werden. Die Vereinbarung sei weitaus klüger als die Beschlüsse von vor einer Woche, betonte Fricke. Der Vorsitzende der FDP-Gruppe im Europaparlament, Alexander Graf Lambsdorff, hat Kritik an der in der Nacht beschlossenen Zypern-Lösung zurückgewiesen. „Wir zahlen zwar für ein Land, das in der Tat ein fragwürdiges Geschäftsmodell betrieben hat“, sagte Lambsdorff am Montag im Deutschlandfunk. Jedoch habe sich während der Verhandlungen gezeigt, dass sich dieses Modell dem Ende nähere. Hinsichtlich der Frage der Systemrelevanz von Zypern sagte Lambsdorff, nicht das Volumen und die Größe der Zahlen seien ausschlaggebend. Vielmehr seien in einer Währungsunion das Vertrauen in die Stabilität der Union und das Vertrauen in die Stabilität der Währung wichtig. Wenn Zypern pleitegegangen wäre und aus dem Euro hätte ausscheiden müssen, hätte es möglicherweise zu einem Dominoeffekt kommen können. Lambsdorff zeigte sich erfreut, dass bei der neuen Lösung, anders als beim ersten Rettungspaketvorschlag, auch die Gläubiger und die Eigentümer der Banken einbezogen werden sollen, nicht nur die Sparkunden. Zudem seien die Einschnitte bei Bankkunden nun auf Spareinlagen über 100.000 Euro beschränkt. Somit sei der normale Kleinsparer nicht betroffen, sagte Lambsdorff. Dafür werde jedoch das russische Schwarzgeld und das griechische Fluchtgeld erfasst. Die Euro-Gruppe hatte in der Nacht zum Montag beschlossen, dass das finanziell schwer angeschlagene Zypern neue Kredite erhält. Streitpunkt war bis zuletzt die Zwangsabgabe für Spareinlagen bei zyprischen Banken. Darauf hatten die internationalen Geldgeber gedrungen. dapd (Politik/Politik)

Umsatz im Baugewerbe bricht ein

Umsatz im Baugewerbe bricht ein Wiesbaden (dapd). Der Boom in der Baubranche ebbt ab. Im Januar dieses Jahres sanken die Auftragseingänge im Vergleich zum Vorjahresmonat in dem Bereich preisbereinigt um 1,2 Prozent, die Umsätze um 10,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Vor allem im Hochbau nahm die Nachfrage mit 1,7 Prozent ab. Der Gesamtumsatz lag bei 3,9 Milliarden Euro. Die Zahl der Beschäftigten stieg im Januar demgegenüber um 1,3 Prozent auf 714.000. Ein Grund dafür könnte die deutliche Zunahme von Auftragseingängen im vergangenen Jahr sein. Diese legten 2012 im Jahresvergleich um 4,2 Prozent zu. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Kein Partikel im Getriebe?

Emsbüren. Das BvL Praxisseminar am 15. und 16. Mai zeigt Möglichkeiten, wie Unternehmen auf steigende Sauberkeitsanforderungen und höhere Durchsätze reagieren können. Automobilhersteller fordern die Einhaltung immer höherer Restschmutzvorgaben, sowohl in ihrer eigenen Fertigung als auch von ihren Zulieferern. Doch wie können diese Anforderungen dauerhaft sichergestellt werden?

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Aktionstag mit Informationen rund um CO2-neutrales Heizen

Stadtlohn. Vor etwa zwei Jahr hat döpik als münsterländische Werksvertretung des Heizungsherstellers Heizomat das „Informationszentrum für Holz- und Biomasseverbrennung“ an der Thyssenstraße in Stadtlohn eröffnet. Seither haben sich dort viele Endanwender und Fachbesucher über die Verbrennung von Holzpellets, Biomassepellets, Hackschnitzel, Miscanthus u.a. Brennstoffe informiert.

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Gigaset rechnet wieder mit Gewinn

Gigaset rechnet wieder mit Gewinn München (dapd). Der Schnurlostelefon-Hersteller Gigaset rechnet nach einem Verlust 2012 im laufenden Jahr zumindest mit einem Betriebsgewinn. Das sagte der Vorstandsvorsitzende Charles Fränkl der „Süddeutschen Zeitung“. Die Neuausrichtung, die 2012 begonnen habe, werde konsequent umgesetzt. Die frühere Siemens-Sparte, deren Aufsichtsrat am Freitag mit Bernhard Riedel einen neuen Vorsitzenden wählte, leidet darunter, dass immer mehr Menschen ihr Handy reicht und sie auf einen Festnetzanschluss verzichten. Der Rückgang verlaufe schneller als vorhergesehen, sagte Fränkl. Bei der Vorstellung der Jahresbilanz 2012 am Gründonnerstag will der Schweizer der Zeitung zufolge Details zu neuen Produkten nennen, dank derer das Unternehmen mit 1.600 Beschäftigten wieder wachsen soll. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Edathy: Netzwerk des NSU-Terrortrios könnte noch größer gewesen sein

Edathy: Netzwerk des NSU-Terrortrios könnte noch größer gewesen sein Berlin (dapd). Der Vorsitzende des NSU-Untersuchungsausschusses, Sebastian Edathy (SPD), befürchtet, dass es noch mehr Unterstützer der rechtsextremen Terrorgruppe gegeben haben könnte. Die am Wochenende bekannt gewordene Zahl von 129 Helfern und Helfershelfern sei „eine vorläufige Zahl“, die sich noch vergrößern könne, sagte Edathy am Montag im ZDF-„Morgenmagazin“. Die „Bild am Sonntag“ hatte unter Berufung auf eine dem Bundestags-Untersuchungsausschuss vorliegende Liste berichtet, dass 129 Personen aus der rechtsextremen Szene zum engeren und weiteren Umfeld des Nazi-Trios gehörten. Bislang war man von 100 Helfern ausgegangen, die dem Nationalsozialistischen Untergrund unter anderem Geld, falsche Papiere oder Waffen beschafften. Der Terrorgruppe werden zehn Morde zur Last gelegt. Edathy sagte, es gelte, jetzt schnell zu klären, was die 29 zusätzlich bekannt gewordenen Personen konkret getan hätten und ob darunter V-Leute der Sicherheitsbehörden gewesen seien. Briefe mit der Aufforderung zur Aufklärung seien an die Bundesregierung und die Landesregierungen verschickt worden, erklärte der SPD-Politiker. Er fügte hinzu, der Abschlussbericht des NSU-Untersuchungsausschusses werde voraussichtlich am 3. September im Bundestag vorgestellt und diskutiert. Ob der neue Bundestag nach der Wahl im Herbst einen neuen Untersuchungsausschuss zu den NSU-Morden einsetzt, müssten die Abgeordneten im Herbst entscheiden. Für eine Neuauflage des Untersuchungsausschusses im neu gewählten Parlament hatte sich am Wochenende die FDP stark gemacht. dapd (Politik/Politik)

Fusion der Reedereien Hapag-Lloyd und Hamburg Süd geplatzt

Fusion der Reedereien Hapag-Lloyd und Hamburg Süd geplatzt Hamburg (dapd). Die Reedereien Hapag Lloyd und Hamburg Süd haben Pläne für einen Zusammenschluss verworfen. Die Projektarbeiten für die Fusion seien auf Wunsch der Oetker-Seite, zu der Hamburg-Süd gehört, eingestellt worden, teilten die Gesellschafter von Hapag-Lloyd, die Seefahrtsbeteiligung „Albert Ballin“ und der Touristikkonzern TUI, am Sonntagabend mit. Beide Eigentümergruppen hätten „bislang keine Einigkeit über eine partnerschaftliche Ausgestaltung der Transaktion erzielen“ können, hieß es zur Begründung. Angesichts der tiefen Krise der Branche hatten die Eigentümer über den Zusammenschluss zur weltweit viertgrößten Linienreederei verhandelt. Die internationalen Reedereien stehen unter Druck, weil in den vergangenen Jahren zu viele neue Schiffe auf den Markt kamen und die Gewinnmargen verderben. Zudem drückt die Konjunkturflaute das Geschäft. Der Großaktionär der Containerreederei Hapag-Lloyd, Klaus-Michael Kühne, hatte in einem Interview Anfang März ein Scheitern der Gespräche nicht mehr ausgeschlossen. Ein Börsengang von Hapag-Lloyd sei allerdings allein schon wegen der Gesellschafter notwendig, sagte er weiter. So wolle etwa der Reisekonzern TUI seinen Anteil von 22 Prozent „so rasch wie möglich loswerden“, sagte Kühne. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Michelbach: Vorsichtige Erleichterung angesichts Zypern-Rettung

Michelbach: Vorsichtige Erleichterung angesichts Zypern-Rettung Berlin (dapd). Mit „vorsichtiger Erleichterung“ hat der CSU-Finanzexperte Hans Michelbach auf die vorläufige Rettung Zyperns reagiert. „Es muss sich jetzt zeigen, ob den Zusagen der zyprischen Seite auch Taten folgen und die Lösung rechtssicher umgesetzt wird“, sagte der Unions-Obmann im Finanzausschuss des Bundestages am Montag in Berlin. Er wies darauf hin, dass bereits einmal eine Vereinbarung im Parlament von Nikosia abgelehnt worden war. Auch müsse Zypern noch weitere Auflagen erfüllen, beispielsweise die Anhebung der Unternehmens- und Körperschaftssteuer sowie die Regulierung des Bankensektors. „Auch hier haben wir noch keine Taten gesehen“, betonte Michelbach. Geld könne jedoch nur fließen, wenn Zypern alle Bedingungen erfülle. Michelbach lobte, dass die Euro-Finanzminister bei der Suche nach einer Rettungslösung ihre klare Linie beibehalten hätten. „Der Rettungsplan für Zypern ist damit über sein unmittelbares Ziel hinaus ein starkes Stabilitätssignal“, sagte Michelbach. Die Euro-Zone wähle nicht den bequemen, aber schädlichen Weg des Gelddruckens, sondern gehe die notwendigen Reformen konsequent an. dapd (Politik/Politik)

Lufthansa plant neue Klasse in ihren Flugzeugen

Lufthansa plant neue Klasse in ihren Flugzeugen München (dapd). Die Lufthansa will ab kommenden Jahr mit einer neuen Klasse in ihren Flugzeugen mehr auf die Kundenwünsche eingehen. „Jetzt werden wir eine vierte Klasse einführen“, sagte Lufthansa-Vorstandschef Christoph Franz der „Süddeutschen Zeitung“. Die Klasse werde Premium Economy heißen. Im Frühjahr 2014 werde mit der Umrüstung der Flotte begonnen. So könnten die Kunden entscheiden, ob sie allein auf den Preis achten wollen oder auch auf den Komfort. Pro Flugzeug sollen ungefähr zehn Prozent der Sitze in der neuen Klasse angeboten werden. Franz bestätigte zugleich, dass in absehbarer Zeit ein Komplettkauf der belgischen Brussels Airlines geplant sein. „Eine vollständige Übernahme wird erfolgen, wenn der Turnaround abgeschlossen ist und Brussels fest auf beiden Beinen stehen kann“, sagte Franz. Derzeit hält Lufthansa 45 Prozent an Brussels Airlines. Zum Konzern gehören unter anderem bereits Swiss, Austrian Airlines und German Wings. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Allianz-Deutschland-Chef warnt EZB vor einer anhaltenden Niedrigzinspolitik

Allianz-Deutschland-Chef warnt EZB vor einer anhaltenden Niedrigzinspolitik Osnabrück (dapd). Der Vorstandsvorsitzende der Allianz Deutschland, Markus Rieß, warnt vor einer dauerhaften Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Notenbank habe mit ihren extrem niedrigen Leitzinsen zwar maßgeblich zur Beruhigung der Märkte in der Schuldenkrise beigetragen. „Als Dauerzustand richten Niedrigzinsen aber mehr Schaden an als sie nützen“, sagte Rieß der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Die realen Vermögen der Sparer würden so entwertet und Investitionsentscheidungen der Unternehmen fehlgeleitet. „Die EZB muss deshalb rechtzeitig den Ausstieg aus ihrer sehr lockeren Geldpolitik finden.“ Die EZB hatte ihren Leitzins am 5. Juli 2012 auf den Rekord-Niedrigwert von 0,75 Prozent gesenkt. Die europäischen Währungshüter versuchen damit, günstige Voraussetzung für ein stärkeres Wirtschaftswachstums in der Euro-Zone zu schaffen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)