Die Stadtwerke Lemgo haben 2025 einen Jahresüberschuss von 631.000 Euro erzielt, obwohl der Wirtschaftsplan ein ausgeglichenes Ergebnis vorsah. Das Unternehmen verband die Geschäftsentwicklung mit Investitionen in Energie, Infrastruktur und Mobilität in Lemgo.
Unterschiedliche Ergebnisse in den Versorgungssparten
Bei den Stadtwerke Lemgo schloss die Wassersparte 2025 trotz höherer Absatzmengen und Erlöse mit einem Fehlbetrag von 529.000 Euro ab. Als Ursache nennt das Unternehmen anhaltend hohe Investitionen in die Infrastruktur für eine zukunftssichere Wasserversorgung.
Auch in den weiteren Sparten entwickelten sich die Ergebnisse unterschiedlich. Die Energieerzeugung erzielte trotz gestiegener Material- und Personalkosten ein positives Ergebnis. In der Fernwärme stiegen Absatzmenge und Erlöse, während die Erzeugungskosten überproportional zunahmen und das Spartenergebnis leicht zurückging. Im Stromgeschäft lag das Ergebnis wegen gesunkener Marktpreise sowie gestiegener Beschaffungs- und Netzentgelte unter dem Vorjahreswert. Beim Gas stieg die abgesetzte Menge witterungsbedingt; höhere Beschaffungskosten und Aufwendungen für CO2-Emissionszertifikate verringerten diesen Effekt weitgehend.
Jahresüberschuss über dem Wirtschaftsplan
Die Stadtwerke Lemgo haben das Geschäftsjahr 2025 mit einem Jahresüberschuss von 631.000 Euro abgeschlossen. Im Wirtschaftsplan war ein ausgeglichenes Ergebnis vorgesehen. Parallel setzte das Unternehmen mehrere Investitionsvorhaben um oder bereitete sie vor.
Zu den Projekten zählen der Baubeginn für einen Großwärmespeicher am Liemer Weg, der Ausbau des Fernwärmenetzes und der Start der Sanierung der Parkpalette Bruchweg. Zudem investierten die Stadtwerke in das Eau-Le Freizeitbad und Saunaland sowie in IT-Projekte. Die Arbeiten an der Parkpalette sollen voraussichtlich bis 2027 andauern.
Wärmeprojekte und Beteiligung am Großwärmespeicher
Der Großwärmespeicher am Liemer Weg ist Teil der Fernwärmeplanung. Für 2026 nennen die Stadtwerke außerdem die Umsetzung einer Luft-Wärmepumpe und einer Power-to-Heat-Anlage. Die Anlagen sollen Strom aus überwiegend erneuerbaren Energien in Wärme für das Fernwärmenetz umwandeln. Die Wärme kann im Speicher zwischengelagert und bei Bedarf abgerufen werden.
Zur Finanzierung des Großwärmespeichers boten die Stadtwerke über eine digitale Plattform Nachrangdarlehen an. Energie-Kund*innen und weitere Interessierte konnten Beträge zwischen 500 und 25.000 Euro zeichnen. Das zunächst vorgesehene Volumen von 1 Mio. Euro wurde auf 2 Mio. Euro erhöht und nach Angaben des Unternehmens innerhalb weniger Tage vergeben.
Elektrobusse seit Dezember 2025
Gemeinsam mit der SLG Stadtbus Lemgo GmbH stellten die Stadtwerke die Stadtbusflotte auf Elektrobetrieb um. Seit Dezember 2025 fahren E-Busse im Stadtgebiet. Damit umfasst das Investitionsprogramm der Stadtwerke neben Energie- und Infrastrukturvorhaben auch den öffentlichen Nahverkehr.
Im Eau-Le Freizeitbad • AquaSports • Saunaland erhöhte sich der Fehlbetrag gegenüber dem Vorjahr. Als Gründe werden gestiegene Energie-, Personal- und Unterhaltungskosten genannt. Für eine neue Filtertechnik wurde ein Gebäude errichtet; die Technik wird nach Unternehmensangaben eingebaut. Zudem sollen die Schwimmbecken des Hallenbads noch 2026 mit Edelstahl ausgekleidet werden. Im Saunagarten ist eine neue Aufgusssauna vorgesehen, die bereits 2025 geplant wurde.
Investitionsprogramm auch 2026
Mehrere Vorhaben reichen nach Angaben der Stadtwerke in das Jahr 2026 hinein. Dazu gehören insbesondere die weiteren Arbeiten an den Anlagen für die Wärmeversorgung sowie Maßnahmen im Eau-Le. Die Geschäftsentwicklung 2025 verbindet das Unternehmen mit einem Investitionsprogramm in Energieerzeugung, Fernwärme, Mobilität, Wasserinfrastruktur und Freizeiteinrichtungen in Lemgo.
Unternehmenslink: www.stadtwerke-lemgo.de
