HeidelbergCement kann hohe Rohstoffpreise ausgleichen

HeidelbergCement kann hohe Rohstoffpreise ausgleichen Heidelberg (dapd). Der Baustoffkonzern HeidelbergCement hat sein operatives Ergebnis deutlich verbessern können. Dieses steigerte sich im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12,3 Prozent auf 495 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag in Heidelberg mitteilte. Zum einen war es dem Konzern gelungen, die hohen Rohstoffpreise über Preiserhöhungen an die Kunden weiterzugeben. Zum anderen zog die Nachfrage nach Zement insbesondere in den Regionen Asien-Pazifik und Nordamerika weiter an. Der Konzernüberschuss stieg im zweiten Quartal um 19,3 Prozent auf 248,6 Millionen Euro. Im ersten Quartal hatte der Konzern noch mit den hohen Kosten zu kämpfen und musste einen Verlust von 204 Millionen Euro ausweisen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

EZB soll Euro-Krisenfeuerwehr spielen

EZB soll Euro-Krisenfeuerwehr spielen (dapd). Allein die Europäische Zentralbank (EZB) kann nach Auffassung des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) kurzfristig die Existenz des Euros sichern. „Derzeit ist die EZB die einzige europäische Institution, die die akute Krise der Währung kurzfristig lösen kann“, sagte der HWWI-Währungsexperte Henning Vöpel der Nachrichtenagentur der dapd. Deutschland, Frankreich und Italien hätten zwar glaubwürdig Willen zur Rettung des Euro dokumentiert. „Den Regierungen fehlen aber noch die politischen Instrumente.“ Die jüngsten Erklärungen zeigten, „dass sich Deutschland, Frankreich und Italien ihrer historischen Verantwortung für den Euro bewusst sind“, sagte Vöpel. Europa sei politisch aber nur begrenzt handlungsfähig. „Entscheidungen müssen an nationale Parlamente zurückgegeben werden und unterliegen der Kontrolle nationaler Verfassungsgerichte“, sagte er. Das brauche sehr viel Zeit. Europa sei institutionell auf die Eurokrise nicht vorbereitet. „Deswegen muss die EZB kurzfristig eingreifen“, sagte der HWWI-Experte. In ihren Erklärungen zur Eurorettung hätten sich Deutschland, Frankreich und Italien vergangene Woche bewusst auf das Grundsätzliche beschränkt. Für die Rettung seien zahlreiche Details zu regeln. Das erfordere mehr Zeit als es die kurzen Statements nahelegten. „Das zu bekennen, würde aber nicht zur Beruhigung der Märkte beitragen“, sagte Vöpel. Kurzfristig könne daher nur die EZB den Euro sichern. „Falls es zu Zuspitzungen der Krise kommt, wird die EZB verstärkt Staatsanleihen kaufen“, sagte Vöpel. Bei einem Zinsanstieg könne die Zentralbank durch Aufkäufe spanischer oder italienischer Anleihen eine Zinsobergrenze einziehen und so die Spekulation beenden. Die EZB könne die Defizite des Euroraums aber nicht langfristig ausgleichen, sondern nur Zeit für notwendige politische Entscheidungen schaffen. „Neben der wie immer auch gearteten Transferunion braucht die Eurozone eine gemeinsame Bankenaufsicht und eine Fiskalunion, der Eingriffsrechte in die nationalen Staatshaushalte zustehen“, sagte Vöpel. Mittelfristig müsse die Politik die EZB wieder aus der Rolle des Krisenhelfers entlassen. Dem Euroraum fehlten noch wichtige Voraussetzungen für einen langfristig stabilen gemeinsamen Währungsraum. „Eine Transferunion ist kein Schreckgespenst, sondern kurzfristig notwendig“, sagte der Währungsexperte. Der Euroraum brauche derzeit Ausgleichsmechanismen, die in der Krise die Kosten der gemeinsamen Währung umverteilten. „Das ist dann die Transferunion“, sagte er. Deutsche Befürchtungen, auf Dauer zum Zahlmeister der Eurozone zu werden, seien allerdings berechtigt. Es sei verständlich, dass die Bundesrepublik Hilfszusagen von weiteren Reformen in Krisenländern abhängig mache. Informell existiere die Transferunion bereits, da der deutsche Steuerzahler über die EZB und die Rettungsschirme schon Risiken der Krisenländer übernommen. „Der Aufkauf von Staatsanleihen durch die EZB wäre ein weiterer Schritt in diese Richtung“, sagte Vöpel. Die deutsche Wirtschaft profitiere aber auch außerordentlich vom einheitlichen europäischen Binnenmarkt ohne Währungsgrenzen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

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Hugo Boss wächst in allen Weltregionen

Hugo Boss wächst in allen Weltregionen Metzingen (dapd). Der Modekonzern Hugo Boss hat sein Geschäft im zweiten Quartal in allen Regionen der Welt ausgebaut. Der Umsatz stieg von April bis Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum währungsbereinigt um 14 Prozent, wie das Unternehmen am Dienstag in Metzingen mitteilte. In Euro legten die Erlöse sogar bei einem Fünftel auf 485 Millionen Euro zu. Unter dem Strich stand so ein um 27 Prozent höherer Konzerngewinn von 42 Millionen Euro. Zweistellige Wachstumsraten erzielte das Unternehmen dabei in Europa und Amerika, in Asien legte Hugo Boss um vier Prozent zu. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern unverändert mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von bis zu zehn Prozent. Beim operativen Ergebnis wird ein Anstieg zwischen zehn und zwölf Prozent erwartet. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Neuer Opel-Chef: Opel so stark wie nie zuvor

Neuer Opel-Chef: Opel so stark wie nie zuvor Rüsselsheim (dapd). Der Übergangs-Chef von Opel, Thomas Sedran, ist zuversichtlich, dass der Autobauer bald zu alter Stärke zurückkehren wird. Der „Bild“-Zeitung sagte er: „Wir haben ein neues Vorstandsteam, das so schlagkräftig ist wie nie zuvor. Zusammen mit Betriebsrat und IG Metall werden wir zu alter Stärke zurückkehren. Wir haben einen klaren Plan für die Zukunft, den wir konzentriert Punkt für Punkt umsetzen.“ Dabei habe er auch als Übergangs-Chef „jede Unterstützung, die man für diese Aufgabe braucht“. Sedran betonte das starke Image des Autobauers: „Opel ist eine starke Marke mit 150 Jahren Tradition, tollen Modellen und vielen treuen Fans. Wir sind die Marke für Menschen, die jeden Tag hart arbeiten.“ Zugleich räumte er aber auch Management-Fehler in der Vergangenheit ein. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Metro kämpft weiter mit Verlusten

Metro kämpft weiter mit Verlusten Düsseldorf (dapd). Der vom neuen Metro-Chef Olaf Koch vorangetriebene Umbau des größten deutschen Handelskonzerns hinterlässt tiefe Spuren in der Bilanz. Für das erste Halbjahr wies das Unternehmen in seinem am Dienstag veröffentlichten Zwischenbericht unter dem Strich einen Verlust von 110 Millionen Euro aus. Dabei drückten vor allem Wertberichtigungen in dreistelliger Millionenhöhe im Zusammenhang mit dem Verkauf der britischen Großhandelssparte ins Minus auf die Bilanz. Zudem lasteten Rückstellungen für die Restrukturierung und Preissenkungen auf Metro. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte der Konzern noch einen Gewinn von 54 Millionen Euro ausgewiesen. Inzwischen sieht Konzernchef Koch aber erste Anzeichen einer Trendwende. „Wir haben trotz Gegenwind Fahrt aufgenommen: Unser Fokus auf nachhaltiges Wachstum zahlt sich aus“, sagte er bei der Präsentation der Zahlen. So stieg das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) den Angaben zufolge im zweiten Quartal um 2,5 Prozent auf 314 Millionen Euro. Der Umsatz legte im ersten Halbjahr um zwei Prozent auf 31,5 Milliarden Euro zu. „Dies bestärkt uns, den eingeschlagenen Kurs fortzusetzen“, sagte Koch. Zugleich bekräftigte der Metro-Chef die Erwartung, im Gesamtjahr ein Umsatzplus und ein Ebit vor Sonderfaktoren „auf Vorjahresniveau“ zu erreichen. Dazu werde der Handelskonzern seine Sparpläne konsequent fortsetzen. Die Metro hatte in den vergangenen Wochen bereits den Abbau von mehr als 1.000 Arbeitsplätzen angekündigt. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Erzbischof Schick warnt vor Panzerdeal mit Katar

Erzbischof Schick warnt vor Panzerdeal mit Katar Bamberg (dapd-bay). Bambergs Erzbischof Ludwig Schick hat mögliche Panzerverkäufe aus Deutschland nach Katar scharf kritisiert. Die Bundesregierung dürfe keine Waffenlieferungen in Krisenregionen zulassen, sagte Schick der Nachrichtenagentur dapd. „Es muss in jedem Fall verhindert werden, dass deutsche Waffen als Tötungsmaschinen missbraucht werden, indem sie für aggressive Kriegshandlungen oder gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt werden.“ Die laut Medienberichten geplante Lieferung von 200 Leopard-Panzern nach Katar sei daher sehr bedenklich, mahnte der Erzbischof. Die Vorstellung, dass mit deutschen Panzern in Krisenregionen Menschen getötet werden, sei auch angesichts der deutschen Vergangenheit nicht akzeptabel. Es müsse nachdenklich machen, dass Deutschland der fünftgrößte Waffen-Exporteur der Welt sei. Schick, der auch Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Bischofskonferenz ist, macht sich für eine Regulierung des Waffenhandels auf UN-Ebene stark. Lieferungen in Länder, die auf dem Weg zur Demokratie seien, seien besonders kritisch zu betrachten. In instabilen Regionen könne sich die Lage schnell ändern und die gelieferten Waffen könnten möglicherweise in falsche Hände geraten, warnte der Erzbischof. dapd (Politik/Politik)

Commerzbank steigert operatives Ergebnis

Commerzbank steigert operatives Ergebnis Frankfurt/Main (dapd). Die Commerzbank hat ihr operatives Ergebnis gesteigert. Wie das Frankfurter Institut am Montagabend überraschend mitteilte, wird für das zweite Vierteljahr hier mit einem Plus von rund 450 Millionen Euro erwartet. Im Vorjahresquartal hatte es lediglich 55 Millionen Euro betragen. Verglichen mit dem Jahresstart waren die nun vorgestellten vorläufigen Zahlen allerdings eine Verschlechterung. In den ersten drei Monaten 2012 hatte das Institut einen operativen Gewinn von 584 Millionen Euro eingefahren. Für das erste Halbjahr rechnet das Geldhaus mit einem operativen Ergebnis von rund einer Milliarde Euro nach knapp 1,2 Milliarden Euro im Jahr zuvor. Vor Steuern erwartet das Institut in den ersten sechs Monaten ein Ergebnis von rund 900 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte es noch bei mehr als einer Milliarde Euro gelegen. Detaillierte Geschäftszahlen für das erste Halbjahr will die Commerzbank wie geplant am 9. August darlegen. Wie das Geldhaus weiter mitteilte, setzt es seine Schlankheitskur in Osteuropa fort. Nach dem Verkauf seiner Beteiligung an der russischen Promsvyazbank trennt sich das Institut nun auch von der ukrainischen Bank Forum. Die „dynamische Entwicklung der Ukraine“ habe sich nicht wie erwartet eingestellt, hieß es zur Begründung. Für die nahe Zukunft sei mit keiner Besserung zu rechnen, daher sei entschieden worden, die Beteiligung zu veräußern. Käufer des rund 96-Prozent-Anteils ist demnach die aus dem Land kommende Smart Group. Über die vertraglichen Details wurde Stillschweigen vereinbart. Die Aufsichtsbehörden müssen der Transaktion noch zustimmen. Das Vorsteuerergebnis wird demnach bis zum Abschluss des Geschäfts mit rund 286 Millionen Euro belastet. Die Frankfurter Bank hatte sich erst Mitte Juli von dem Institut in Russland getrennt. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Commerzbank trennt sich von ukrainischem Institut

Commerzbank trennt sich von ukrainischem Institut Frankfurt/Main (dapd). Die Commerzbank verschlankt sich weiter in Osteuropa: Nach dem Verkauf ihrer Beteiligung an der russischen Promsvyazbank trennt sich das Institut nun auch von der ukrainischen Bank Forum. Käufer des rund 96-Prozent-Anteils ist die aus dem Land kommende Smart Group, wie die Commerzbank am Montagabend mitteilte. Über die vertraglichen Details wurde Stillschweigen vereinbart. Die Aufsichtsbehörden müssen der Transaktion noch zustimmen. Wie die Commerzbank weiter mitteilte, wird das Vorsteuerergebnis bis zum Abschluss des Geschäfts mit rund 286 Millionen Euro belastet. Die Frankfurter Bank hatte sich Mitte Juli von dem Institut in Russland getrennt. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Gabriele Pauli darf offenbar nicht zurück in die CSU

Gabriele Pauli darf offenbar nicht zurück in die CSU München (dapd-bay). Die als Parteirebellin bekannt gewordene ehemalige Fürther Landrätin Gabriele Pauli darf einem Medienbericht zufolge nicht zurück in die CSU. Wie der „Münchner Merkur“ am Montag vorab berichtete, scheiterte die parteilose Landtagsabgeordnete mit einem Schreiben an den CSU-Fraktionsvorsitzenden Georg Schmid. D Der Parteivorstand habe das Ansinnen am Sonntag abgelehnt. CSU-Chef Horst Seehofer erinnerte dem Bericht zufolge während der internen Sitzung daran, dass „sie uns das alles eingebrockt“ hat. Pauli hatte im Winter 2006/2007 den Sturz des damaligen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU) ins Rollen gebracht. dapd (Politik/Politik)

Chancen für Sovello sinken

Chancen für Sovello sinken Magdeburg/Thalheim (dapd). Für den angeschlagenen Solarmodulhersteller Sovello aus Sachsen-Anhalt sind die Überlebenschancen weiter gesunken. Über das Vermögen der Sovello GmbH wird am Mittwoch ein förmliches Insolvenzverfahren eröffnet, wie das Wirtschaftsministerium am Montag in Magdeburg mitteilte. Aufgrund der Unternehmenssituation und rechtlicher Restriktionen werde das Land keine weiteren finanziellen Mittel zur Verfügung stellen. Hilfe vom Land könne wegen beihilferechtlicher Regelungen der EU, nach der Unternehmen in Schwierigkeiten nicht unterstützt werden können, nicht gewährt werden, hieß es. Zudem lägen weder tragfähige Konzepte vor, noch seien die gegenwärtigen Vorstellungen des Investors akzeptabel. Das mit einem potenziellen Investor aus China entwickelte Modell eines Joint Ventures könne vom Land nicht mitgetragen werden, begründete das Ministerium. Das Land hätte die liquiden Fehlbeträge finanzieren und die Kosten einer Transfergesellschaft für etwa 550 Mitarbeiter tragen müssen. Nach den Planungen sollte künftig überwiegend in China produziert werden. Das Land hätte für eine Liquiditätslücke in Höhe von 3,4 Millionen Euro zahlen sollen, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Michael Richter. Für Sovello seien Ende 2011 bereits Darlehen in Höhe von 37 Millionen Euro ausgegeben worden, sagte der zuständige Abteilungsleiter der Investitionsbank Sachsen-Anhalt, Joachim Zepernick. Die Solarfirma hatte bereits am 14. Mai wegen Zahlungsunfähigkeit einen Insolvenzantrag gestellt und zunächst in Eigenverwaltung betrieben. Die Insolvenz war bereits auf ein Drittel zurückgefahren worden. Damals waren etwa 1.250 Mitarbeiter für den integrierten Solarmodulhersteller tätig, der Solarscheiben, -zellen und -module unter einem Dach produziert. Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) sagte: „Ich bin von der Geschäftsführung der Sovello GmbH tief enttäuscht.“ Trotz erheblicher Unterstützung durch das Land sei bislang kein zukunftsfähiges Unternehmenskonzept von Sovello vorgelegt worden. Einen eigenen finanziellen Beitrag habe der Gesellschafter abgelehnt. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

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