Halle (dapd). Die forschungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Petra Sitte, hat sich zu den Vorwürfen gegen Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) zurückhaltend geäußert. „Ich möchte das Verfahren abwarten“, sagte sie der in Halle erscheinenden „Mitteldeutschen Zeitung“ (Montagausgabe). Für Rücktrittsforderungen sei es noch zu früh. Sitte betonte jedoch: „Wenn Frau Schavan die Vorwürfe nicht entkräften kann, dann hat sie praktisch keinen Handlungsspielraum mehr.“ Nach Berichten des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ und der „Süddeutschen Zeitung“ kommt ein Gutachter der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität zu dem Schluss, dass etliche Stellen von Schavans Dissertation das „charakteristische Bild einer plagiierenden Vorgehensweise“ trügen. Schavan will den Vorwurf durch eine umfassende Stellungnahme für die Universität Düsseldorf ausräumen. dapd (Politik/Politik)
Energiewende nicht zum Nulltarif
Berlin (dapd). Unmittelbar vor Bekanntgabe der Ökostromumlage für das kommende Jahr hat Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) der FDP-Forderung nach Senkung der Stromsteuer eine Absage erteilt. „Ich bin von dieser Maßnahme nicht überzeugt“, sagte der CDU-Politiker am Montag im ZDF-„Morgenmagazin“. Durch die von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) geforderte Senkung würden „genau diejenigen, die wenig Strom verbrauchen und Schwierigkeiten mit dem Bezahlen haben, am wenigsten entlastet“. Diejenigen, die viel Strom verbrauchen, würden den Löwenanteil der Entlastung bekommen. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) bekräftigte unterdessen seine Forderung nach Senkung der Stromsteuer. Die SPD wollte dies vom Stromverbrauch abhängig machen. Der Versorger EWE verteidigte die erwartete Anhebung der Umlage für Öko-Energie. Die vier Betreiber der deutschen Strom-Übertragungsnetze geben am heutigen Montag (10.00 Uhr) bekannt, wie viel Deutschland für die Förderung von Solar-, Wasser- und Windkraft, Ökogas, Biomasse und Geothermie im kommenden Jahr voraussichtlich bezahlen muss. Daraus berechnet sich die sogenannte EEG-Umlage, die die Verbraucher tragen müssen. Wie vorab aus Regierungskreisen bekannt wurde, wird die Umlage von knapp 3,6 Cent je Kilowattstunde auf 5,3 Cent steigen. Altmaier gab SPD und Grünen eine Mitschuld an den steigenden Kosten. Der Grundfehler sei bereits im Jahr 2000 von Rot-Grün gemacht worden, sagte Altmaier der „Bild“ Zeitung. „Damals wurde nicht überlegt, wie sich die Kosten für den Ausbau der erneuerbaren Energien im Griff halten lassen“, sagte er. „Der Zubau mit Solaranlagen war in den letzten beiden Jahren dreimal so stark wie erwartet.“ Mit der geplanten EEG-Reform solle erreicht werden, dass die Kosten für den Ausbau der erneuerbaren Energien insgesamt erträglich blieben. Die Energiewende sei nicht zum Nulltarif zu haben. Rösler fordert kurzfristige Entlastungen Die FDP hat für die Zukunft des EEG eigene Vorstellungen. Deutschland könne auf Dauer nicht bei einem System bleiben, dass jedem einen Mindestpreis für Strom aus erneuerbaren Energien garantiere, sagte der umweltpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Michael Kauch, im Deutschlandfunk. Das EEG in seiner jetzigen Form nannte Kauch ein planwirtschaftliches Gesetz. Parteichef Rösler dringt zudem auf eine Sofortmaßnahme. „Kurzfristig können wir die Stromsteuer senken, um die Verbraucher zu entlasten“, sagte er der „Passauer Neuen Presse“. Altmaier lehnte das als Schnellschuss ab. Die SPD will Steuern senken Auch die SPD forderte Steuererleichterungen, allerdings abhängig vom Verbrauch. „Alle Stromversorger sollten Niedrigverbrauchertarife zum günstigsten Privatkundentarif anbieten. Der Staat kann diese dann zusätzlich durch Steuersenkung fördern“, sagte der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Ulrich Kelber. Kritik an Ausnahmen von der EEG-Umlage für Firmen mit hohem Energieverbrauch wies Rösler zurück. „Das ist ein durchsichtiges politisches Manöver von SPD und Grünen. Von den 3,6 Cent EEG-Umlage werden nur 0,6 Cent durch die Ausnahmen für energieintensive Unternehmen verursacht“, sagte er. Diese Unternehmen hielten 850.000 Arbeitsplätze aufrecht. Energieversorger EWE hofft auf Akzeptanz Auch der Vorstandsvorsitzende des Energieversorgers EWE, Werner Brinker, verteidigte die Ausnahmen. Wanderten Betriebe in energie- und wettbewerbsintensiven Branchen wie Metall und Papier ab, ergäben sich für die übrigen Verbraucher automatisch höhere Netznutzungsentgelte. „Wir können also froh darüber sein, dass wir sie am Netz haben“, sagte der Chef des Oldenburger Unternehmens der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Ferner sei wichtig, dass solche Betriebe rund um die Uhr Strom abnähmen. Außerdem wolle ein Großteil der Bevölkerung die erneuerbaren Energien. Er sei überzeugt, dass ein darauf beruhender Preisanstieg von den Verbrauchern im Großen und Ganzen getragen werde, sagte Brinker. dapd (Politik/Politik)
Volker Beck fordert Zollitsch zum Eingreifen gegen kreuz.net auf
Berlin (dapd). Der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Bundestagsfraktion, Volker Beck, verlangt von der katholischen Kirche ein härteres Vorgehen gegen Unterstützer der Internetseite kreuz.net. „Ich fordere Sie auf, kirchenrechtliche Maßnahmen gegen die Betreiber und Autoren von kreuz.net zu ergreifen“, schreibt Beck nach Angaben der „Berliner Zeitung“ an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, den Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch. Das Online-Portal rühme sich, von kirchlichen Mitarbeitern betrieben zu werden. „Ich bitte Sie daher, öffentlich zu erklären, dass diese Menschen aus der Kirche exkommuniziert sind und vom Abendmahl ausgeschlossen werden, sowie zu erklären, dass die Mitarbeit bei kreuz.net eine Loyalitätspflichtverletzung für Mitarbeiter der Kirche darstellt, die bei Bekanntwerden zur Kündigung im kirchlichen Dienst führt“, schreibt Beck weiter. Die Webseite, in der Juden, Muslime und Homosexuelle regelmäßig attackiert werden, war erneut ins Gerede gekommen, weil der verstorbene schwule Komiker Dirk Bach dort verhöhnt worden war. dapd (Politik/Politik)
Lieberknecht will drohende Altersarmut thematisieren
Erfurt/Berlin (dapd-lth). Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) hat die Bundesregierung zum Handeln gegen die drohende Altersarmut in Deutschland aufgefordert. Noch in dieser Legislatur müsse etwas unternommen werden, sagte Lieberknecht der „Thüringer Allgemeinen“ (Montagausgabe). Die aktuellen Zahlen seien ein Alarmzeichen. Sie erwarte nun von der Bundesregierung, dass Antworten entwickelt würden. Dies betreffe auch die Angleichung der Ost-Renten an das Westniveau, fügte die Ministerpräsidentin hinzu. Lieberknecht will dem Bericht zufolge das Thema auf die Agenda der Ministerpräsidentenkonferenz Ende Oktober setzen. Die Runde trifft sich unter ihrem Vorsitz in Weimar. Zuvor war aus der Antwort einer Kleinen Anfrage der Linke-Bundestagsfraktion bekannt geworden, dass die Kaufkraft der ostdeutschen Rentner seit 2000 um rund 22 gesunken ist. In den alten Ländern betrug das Minus rund 17 Prozent. dapd (Politik/Politik)
Landwirtschaftliche Fläche in Deutschland nimmt ab
Wiesbaden (dapd). Die von Landwirten genutzte Fläche in Deutschland ist im vergangenen Jahr erneut leicht zurückgegangen. Im Oktober 2012 dienten noch 16,7 Millionen Hektar als landwirtschaftliche Nutzfläche, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahr ging sie um 37.000 Hektar zurück. Seit 1995 sank die landwirtschaftliche Nutzfläche demnach mit 700.000 Hektar um vier Prozent. Mit 11,9 Millionen Hektar entfällt der weitaus größte Teil dieser Fläche auf den Ackerbau. Der Anteil ist den Statistikern zufolge seit 1995 relativ konstant geblieben. Während beim Ackerbau die Fläche für Getreide mit 6,5 Millionen Hektar ebenfalls relativ gleich geblieben ist, ging die Anbaufläche für Kartoffeln seit 1995 um 77.000 auf 238.000 Hektar zurück. Besonders gewachsen ist dagegen die Fläche für Silomais von rund 1,3 Millionen auf knapp 2,1 Millionen Hektar. Dies begründeten die Statistiker mit der unter anderem steigenden Nutzung als Energiepflanze für Biogasanlagen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Versicherer Ergo streicht noch mehr Jobs
Düsseldorf (dapd-nrw). Der Stellenabbau beim Versicherungskonzern Ergo soll offenbar noch höher ausfallen als bisher bekannt. Die Düsseldorfer „Rheinische Post“ (Montagausgabe) berichtete vorab, in den nächsten drei Jahren sollten noch einmal 600 Arbeitsplätze gestrichen werden. In den kommenden Wochen wollten die Konzernführung und der Betriebsrat darüber verhandeln, ob und wie viele Mitarbeiter über Abfindungs- und Vorruhestandsregeln aus dem Unternehmen ausscheiden könnten. Ende Juli hatte das Düsseldorfer Unternehmen angekündigt, dass bis Anfang 2014 bis zu 1.350 der 5.000 Stellen im Vertrieb abgebaut werden sollten. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
MODUS Consult nimmt Kunden mit in eine neue Logistikwelt
Gütersloh. Neue Einblicke in die Zukunft der Logistik erhielten Kunden und Interessenten von MODUS Consult im Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML in Dortmund. Innovative Entwicklungen aus Automatisierung, Lagerwirtschaft und der Unternehmenssoftware Microsoft Dynamics standen auf der Agenda des Branchenmeetings MODUS FOODVISION.
Globale Aufstellung schafft Sicherheit
Hannover/Hameln. Mit einer moderaten Umsatzsteigerung von 567,0 Mio. Euro auf 576,9 Mio. Euro konnte die Lenze SE im Geschäftsjahr 2011/ 2012 (1. Mai 2011 bis 30. April 2012) einem schwieriger werdenden Marktumfeld trotzen. Maßgeblich bedingt durch höhere Energie- und Rohstoffkosten sowie einem moderaten Anstieg des Personalaufwands ist das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 48,0 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf 39,5 Mio. Euro gesunken.
Bielefelder Vermögensverwalter überzeugen
Bielefeld. Der vermögensverwaltende Investmentfonds CONCEPT Aurelia Global konnte sein Volumen im vierten Geschäftsjahr, das am 30.9.2012 endete, weiter steigern. Die unabhängigen Anlageprofis aus Bielefeld sind seit 15 Jahren am Markt. Allein mit ihrem 2008 aufgelegten Publikumsfonds steuern sie mittlerweile 85 Mio. Euro.
Arbeitgeberattraktivität als Erfolgsrezept gegen Fachkräftemangel
Paderborn. Mit seinem Impulsreferat „Arbeitgeberattraktivität als Erfolgsrezept gegen Fachkräftemangel“ fesselte Prof. Dr. Gunther Olesch, Geschäftsführer der Phoenix Contact GmbH & Co.KG, 90 Arbeitgeber und Personalentscheider heimischer Unternehmen und Institutionen, die sich auf Einladung der Arbeitsagentur in der Hauptstelle Paderborn der Volksbank-Paderborn-Höxter-Detmold eingefunden hatten.