Gründerfamilie und Finanzinvestor übernehmen Handelskette Douglas

Gründerfamilie und Finanzinvestor übernehmen Handelskette Douglas Hamburg (dapd). Entscheidung im Machtkampf um den Handelskonzern Douglas: Der US-Finanzinvestor Advent und die Gründerfamilie Kreke haben 50,5 Prozent des Grundkapitals hinter sich gebracht. Die Großaktionäre Oetker und Müller steigen aus und verkaufen ihre Aktien für 38 Euro pro Stück an Advent, wie aus einer Pressemitteilung von Advent und der Familie vom Montag hervorgeht. Das Übernahmeangebot gilt auch für alle noch ausstehenden Aktien. Damit endet ein monatelanges Gezerre um den Handelsriesen (Parfüm, Christ, Thalia-Bücher), der zuletzt gegen wegbrechende Gewinne zu kämpfen hatte. Die Familie Kreke sowie die Großaktionäre Oetker (26 Prozent Aktienanteil) und der Drogerieunternehmer Erwin Müller (11 Prozent) haben laut Mitteilung schon vertraglich zugesichert, das 38-Euro-Angebot anzunehmen. Die Familie Kreke wiederum beteiligt sich mit 20 Prozent an der Advent-Bietergesellschaft, über die das Geschäft abgewickelt wird. Das Geschäft kommt aber nur zustande, wenn Advent insgesamt 75 Prozent der Douglas-Aktien einsammeln kann. Das Angebot von 38 Euro liegt 40 Prozent über dem Douglas-Kurs, ehe die ersten Übernahmegerüchte auftauchten. Auch gegenüber dem Kurs der vergangenen Woche sind es noch 3 Euro mehr. Nach dem Übernahmeangebot am Montagmorgen schoss die im MDAX notierte Aktie um über sieben Prozent auf 37,46 Euro. Die Familie Kreke um den Gründer und Aufsichtsratschef Jörn Kreke und Advent wollen nach eigenen Angaben das Wachstum der Parfüm- und Schmucksparte beschleunigen, auch im Ausland. Die Sanierung des Thalia-Buchgeschäfts soll weitergehen. Douglas kämpft seit Monaten gegen fallende Gewinne, da die Buchhandelssparte Thalia unter der wachsenden Konkurrenz von Online-Händlern wie Amazon leidet. Dagegen laufen die Christ-Juweliergeschäfte und die Parfümerien deutlich besser. Aufsichtsratschef Kreke sagte, er sei „überzeugt, mit Advent International den richtigen Partner an unserer Seite zu haben, um die Douglas-Gruppe strategisch neu auszurichten und im Interesse der gesamten Firmengruppe und ihrer engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu weiterem erfolgreichem Wachstum zu verhelfen“. Advent-Geschäftsführer Ralf Huep sagte, gemeinsam mit der Familie Kreke „werden wir den Vorstand und die Mitarbeiter unterstützen, den Wachstumskurs der Douglas-Gruppe erfolgreich fortzusetzen und die Chancen des strukturellen Wandels in der Einzelhandelsbranche aktiv zu nutzen“. Advent ist ein US-Finanzinvestor, der unter anderem schon mit der Beteiligung am Modehaus Takko Erfahrungen im deutschen Einzelhandel sammelte. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Siemens könnte 1,3-Milliarden-Angebot für Ansaldo Energia abblasen

Siemens könnte 1,3-Milliarden-Angebot für Ansaldo Energia abblasen München (dapd). Die milliardenschweren Kaufpläne des Siemens-Konzerns für den italienischen Kraftwerkbauer Ansaldo Energia stehen vor dem Scheitern. Das Münchner Unternehmen sei nicht gewillt, sein Kaufangebot über 1,3 Milliarden Euro in Reaktion auf ein Gegenangebot zu erhöhen, berichtete die „Financial Times“ am Montag unter Verweis auf Firmenkreise. Am Freitag hatte der italienische Staatsfonds Fondo Strategico Italiano ein Gegenangebot über vier Milliarden Euro vorgelegt. Ansaldo Energia gehört zu 55 Prozent dem italienischen Konglomerat Finmeccanica. Der italienische Staat wiederum hält 32 Prozent an Finmeccanica. Siemens nahm am Montagvormittag auf dapd-Anfrage vorerst keine Stellung. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Dresdner Solarunternehmen Sunstrom nach Pleite verkauft

Dresdner Solarunternehmen Sunstrom nach Pleite verkauft Dresden (dapd-lsc). Das insolvente Dresdner Solarunternehmen Sunstrom ist gerettet. Die beiden bisherigen Geschäftsführer erwarben das Unternehmen, wie Insolvenzverwalter Rüdiger Wienberg am Montag mitteilte. Der Geschäftsbetrieb sei auf eine neue Gesellschaft, die MR Sunstrom GmbH, übertragen worden. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Sunstrom hatte Ende Juli Insolvenz angemeldet. Von den 145 Mitarbeitern erhielten rund 80 die Kündigung. Wienberg sagte, im extrem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld der Solarbranche sei es ein großer Erfolg, dass der operative Kern des Unternehmens habe erhalten werden können. Die Firma entwickelt und projektiert Solarstromanlagen und erwirtschaftete zuletzt einen Umsatz von rund 25 Millionen Euro. Sunstrom ist eine Tochter der Solarwatt AG, die im Juni selbst Insolvenz angemeldet hatte und anschließend saniert wurde. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

DGB verlangt Steuerbefreiung der Ökostrom-Umlage

DGB verlangt Steuerbefreiung der Ökostrom-Umlage Frankfurt/Main (dapd). Angesichts der Erhöhung der Ökostrom-Umlage hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) eine stärkere Beteiligung des Bundes an den Kosten der Energiewende verlangt. „Der Verzicht auf die Mehrwertsteuer auf die Umlage kann dabei ein erster Schritt sein, um private Haushalte zu entlasten“, sagte DGB-Vorstandsmitglied Dietmar Hexel am Montag in Berlin. Eine solche Steuerbefreiung müsse aber auch bei den Endkunden ankommen. Dazu müssten sich die Stromlieferanten verpflichten. Zu einer fairen Kostenverteilung gehöre es, dass die Bundesregierung einen größeren Teil der Kosten übernehme, sagte Hexel. Der Umbau der Energieversorgung sei nicht zum Nulltarif zu bekommen. Die Markteinführung der erneuerbaren Energien sei jedoch eine wichtige Investition in eine künftig kostengünstigere und sichere Energieversorgung. Der Gewerkschafter sprach sich dafür aus, das Erneuerbare-Energien-Gesetz zwei Jahre lang nicht zu ändern und erst eine Debatte über die künftige Gestaltung des Strommarkts zu führen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Merkel gibt Schavan Rückendeckung

Merkel gibt Schavan Rückendeckung Berlin (dapd-nrw). Die durch Plagiatsvorwürfe unter Druck geratene Bildungsministerin Annette Schavan hat volle Rückendeckung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (beide CDU). Schavan sei eine „hervorragende und erfolgreiche“ Ressortchefin, die „für Bildung und Forschung viel erreicht“ habe, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin und betonte: „Die Bundeskanzlerin hat volles Vertrauen zu ihr“. Der Promotionsausschuss der Universität Düsseldorf arbeite nach „eigenem Zeitplan“, zudem habe Schavan ein „Recht auf Stellungnahme“, sagte Seibert und fügte hinzu: „Wir sollten der Entscheidung nicht vorgreifen“. dapd (Politik/Politik)

Sozialverband fordert Runden Tisch gegen Strompreisdesaster

Sozialverband fordert Runden Tisch gegen Strompreisdesaster Berlin (dapd). Der Sozialverband Deutschland fordert einen Runden Tisch gegen Energiearmut. Ziel müsse es sein, den dramatischen Strompreisanstieg mit einem Hilfspaket für Menschen mit wenig Einkommen abzufedern, sagte Präsident Adolf Bauer am Montag der dapd in Berlin. Insbesondere Hartz-IV-Bezieher könnten schon jetzt kaum alle Kosten decken. Unternehmen, Politik und Verbände müssten gemeinsam beraten, um das „Strompreisdesaster“ abzuwenden. „Wer jetzt nicht die richtigen Schlüsse zieht, nimmt in Kauf, dass Menschen im Dunklen sitzen und von der Energieversorgung abgeschnitten sind. Das wäre ein unglaublicher Skandal“, sagte Bauer. Der Sozialverband Deutschland vertritt Rentner, Patienten, gesetzlich Krankenversicherte, Pflegebedürftige und Behinderte und hat nach eigenen Angaben rund 540.000 Mitglieder. dapd (Politik/Politik)

NRW-Schulministerin fordert rasche Aufklärung von Schavan

NRW-Schulministerin fordert rasche Aufklärung von Schavan Düsseldorf (dapd). NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) verlangt eine rasche Klärung der Plagiatsvorwürfe gegen Annette Schavan (CDU), damit die Bundeswissenschaftsministerin ihr Amt weiter ausfüllen kann. Die Vorwürfe müssten „zeitnah, zweifelsfrei und nachvollziehbar geklärt und widerlegt werden“, sagte Löhrmann am Montag in Düsseldorf. Dies müsse im Einvernehmen mit der Universität Düsseldorf passieren. „Ansonsten kann Frau Schavan ihr Amt als Bundeswissenschaftsministerin nicht mehr glaubwürdig ausüben“, fügte die stellvertretende NRW-Ministerpräsidentin hinzu. Nach Medienberichten kommt ein Gutachter der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität zu dem Schluss, dass etliche Stellen von Schavans Dissertation das „charakteristische Bild einer plagiierenden Vorgehensweise“ trügen. Insgesamt soll es auf 60 der 351 Seiten langen Doktorarbeit beanstandete Textstellen geben. Schavan will den Vorwurf durch eine umfassende Stellungnahme für die Universität Düsseldorf ausräumen. dapd (Politik/Politik)

Chemieindustrie fordert bezahlbare Energiewende

Chemieindustrie fordert bezahlbare Energiewende Frankfurt/Main (dapd). Die deutsche Chemieindustrie hat angesichts der kräftig gestiegenen Ökostrom-Abgabe eine schnelle Kostenbegrenzung für den Ausbau erneuerbarer Energien hierzulande verlangt. „Die Kosten für Verbraucher und die Industrie steigen durch den Strompreisaufschlag für erneuerbare Energien auf ein kaum noch erträgliches Maß“, sagte der Präsident des Verbands der Chemischen Industrie (VCI), Karl-Ludwig Kley, am Montag in Frankfurt am Main. Zuvor hatten die vier Betreiber der deutschen Stromübertragungsnetze mitgeteilt, dass die über den Strompreis gezahlte Abgabe zur Förderung erneuerbarer Energien für 2013 auf 5,277 Cent pro Kilowattstunde steigen wird. Das sind 47 Prozent mehr als die 3,59 Cent für das laufende Jahr. Kley warnte davor, Verbraucher und Industrie gegeneinander auszuspielen. Es sei falsch zu behaupten, dass die notwendigen Entlastungen für die Industrie die Kosten für die Energiewende nach oben trieben. „Die Politik muss jetzt parteiübergreifend handeln, damit die Energiewende bezahlbar bleibt“, erklärte der VCI-Präsident. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Ökostrom-Umlage steigt auf Rekordhoch

Ökostrom-Umlage steigt auf Rekordhoch Berlin (dapd). Die deutschen Haushalte bekommen die Kosten für die Energiewende im kommenden Jahr deutlich stärker zu spüren. Die über den Strompreis erhobene Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien wird um fast 50 Prozent auf den Höchstwert von 5,277 Cent pro Kilowattstunde steigen, wie die vier Betreiber der deutschen Hochspannungsnetze am Montag in Berlin mitteilten. Für 2012 hatte die Abgabe bei 3,59 Cent gelegen. Ein Vierpersonenhaushalt mit einem Stromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden müsste demnach im kommenden Jahr gut 184 Euro für den Ausbau erneuerbarer Energien zahlen, etwa 60 Euro mehr als 2012. Die Netzbetreiber Amprion, Tennet, 50Hertz und TransnetBW begründeten die Erhöhung unter anderem mit der weiter steigenden Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien in das Netz. Den Umlagebetrag für 2013 bezifferten sie auf 20,36 Milliarden Euro. Darin enthalten sei eine Summe von knapp 2,6 Milliarden Euro zum Ausgleich der Differenz zwischen Prognose und tatsächlichen Einnahmen und Ausgaben aus dem Vorjahr. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Übernahmeangebot für Handelskette Douglas

Übernahmeangebot für Handelskette Douglas Hamburg (dapd). Nächste Runde im Übernahmepoker um den Handelskonzern Douglas: Der US-Finanzinvestor Advent hat am Montag in Hamburg ein Übernahmeangebot in Höhe von 38 Euro pro Aktie vorgelegt, wie aus einer Börsenpflichtmitteilung hervorgeht. Das sind drei Euro mehr, als der Kurs in der vergangenen Woche betrug. Douglas kämpft gegen fallende Gewinne, da die Buchhandelssparte Thalia unter der wachsenden Konkurrenz von Online-Händlern wie Amazon leidet. Dagegen laufen die Christ-Juweliergeschäfte und die Parfümerien deutlich besser. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

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