Krise der Solarbranche belastet Wacker Chemie

Krise der Solarbranche belastet Wacker Chemie München (dapd). Dem Münchner Konzern Wacker Chemie macht die Solarkrise weiter zu schaffen. Der Nettogewinn brach im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr um fast 80 Prozent auf 27 Millionen Euro ein, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Die Erlöse seien um sechs Prozent auf 1,2 Milliarden Euro zurückgegangen. Die im MDAX geführte Aktie verlor in der ersten Handelsstunde 1,4 Prozent auf 43,77 Euro. Während das Unternehmen im Chemiegeschäft leicht zulegte, sorgte die Solarsparte für den Gewinneinbruch. Die Preise für Polysilizium, das das Unternehmen an Solarhersteller liefert, hätten sich wegen der schwachen Nachfrage binnen eines Jahres um rund 40 Prozent verbilligt. Für rund 650 der 1.800 Beschäftigten im bayerischen Burghausen hatte Wacker Chemie bereits Kurzarbeit angemeldet. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen ein deutlich schwächeres Ergebnis als 2011. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen soll bei etwa 750 Millionen Euro liegen. Im Vorjahr waren noch 1,1 Milliarden Euro verbucht worden. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Haseloff sieht in Hanwha-Engagement Zeichen für Solarstandort

Haseloff sieht in Hanwha-Engagement Zeichen für Solarstandort Thalheim (dapd). Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat das Engagement des südkoreanischen Konzerns Hanwha beim einstigen Vorzeigeunternehmen der Solarbranche Q-Cells als „wichtiges Zeichen für den Solarstandort Deutschland“ bezeichnet. Er zeigte sich am Mittwoch in Thalheim bei der Präsentation des neuen Unternehmens Hanwha Q.Cells erleichtert, dass Forschung und Entwicklung an dem ostdeutschen Standort erhalten blieben. Durch die Übernahme werde Hanwha zum weltweit drittgrößten Solarhersteller, sagte der neue Vorstandschef von Hanwha-Q.Cells, Charles Kim. Hanwha könne damit jährlich Anlagen mit einer Leistung von 2,3 Gigawatt in Deutschland, Malaysia und China herstellen. Q-Cells hatte am 3. April Insolvenz angemeldet und wurde von der Solar-Tochter der Hanwha-Gruppe übernommen. Der Kaufvertrag war am 26. August unterzeichnet worden. Am 29. August stimmten die Gläubiger zu. Am 19. Oktober wurde der Verkauf abgeschlossen. Im Rahmen einer übertragenden Sanierung werden nach Firmenangaben rund 1.300 der rund 1.500 früheren Q-Cells Mitarbeiter durch die Südkoreaner weiter beschäftigt. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

FDP liegt im Wahltrend nur noch bei drei Prozent

FDP liegt im Wahltrend nur noch bei drei Prozent Berlin (dapd). Schlechte Nachrichten für FDP-Chef Philipp Rösler: Rund drei Monate vor der Landtagswahl in Niedersachsen steckt seine Partei weiter im Umfragetief. Nach dem am Mittwoch veröffentlichten repräsentativen Wahltrend von „Stern“ und RTL fallen die Liberalen bundesweit im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf drei Prozent zurück. Es ist ihr schlechtester Wert in der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa seit vier Monaten. Der FDP-Fraktionsvorsitzende im schleswig-holsteinischen Landtag, Wolfgang Kubicki, kritisierte angesichts der schlechten Zahlen das Erscheinungsbild der Partei. „Offensichtlich haben wir es versäumt, unsere Politik glaubhaft zu vermitteln“, sagte er laut einer Vorabmeldung in der am Donnerstag erscheinenden Ausgabe des Hamburger Magazins „Stern“. Niedersachsen wählt am 20. Januar 2013 ein neues Landesparlament. Mit Blick auf die Landtagswahl in Niedersachsen im Januar hatte Rösler am Wochenende in einem Interview gesagt: „Die schwarz-gelbe Regierung in Niedersachsen hat eine großartige Bilanz vorzuweisen. Jede andere Konstellation als Schwarz-Gelb wirft das aufstrebende Land zurück. Die Niedersachsen wissen zu schätzen, was sie haben.“ Kubicki erwiderte nun: „Die Menschen sehen nicht, was unsere Regierungsbeteiligung für den Einzelnen im Alltag bedeutet.“ SPD rutscht weiter ab Auch für die SPD geht es rund drei Wochen nach der Nominierung von Peer Steinbrück zum Kanzlerkandidaten im Wahltrend weiter nach unten: Sie büßte zwei Punkte ein und liegt nun bei 27 Prozent. Nur 12 Prozent der Bürger sagen der Umfrage zufolge, die SPD könne die Probleme des Landes am besten lösen. 28 Prozent trauen dies der Union zu. Auf die Frage, ob Steinbrück nicht das Kompetenzdefizit seiner Partei ausgleichen könne, sagte Forsa-Chef Manfred Güllner dem „Stern“: „Nein, er wird nicht so positiv bewertet, dass er diese Schwächen überdecken kann.“ Aktuell würden den Angaben zufolge 29 Prozent der Deutschen Steinbrück direkt zum Kanzler wählen. Vor zwei Wochen waren es noch 35 Prozent gewesen. Union, Grüne und Linke im Aufwind Union, Grüne und Linke legten den Angaben zufolge zu: Die Union kletterte um einen Punkt auf 38 Prozent, die Grünen stiegen um einen Punkt auf 12 Prozent, und die Linke verbesserte sich um ebenfalls einen Punkt auf neun Prozent. Die Piraten müssen mit unverändert fünf Prozent um ihren Einzug in den nächsten Bundestag bangen. Die Umfrage fand vom 15. bis 19. Oktober 2012 unter 2.503 Personen statt. dapd (Politik/Politik)

SAP wächst und hebt den Ausblick für das Gesamtjahr an

SAP wächst und hebt den Ausblick für das Gesamtjahr an Walldorf (dapd). Operativ läuft alles rund bei Europas größtem Softwarekonzern SAP mit einem Rekordquartal bei den Softwareerlösen. Aber Betriebsergebnis und Ergebnis nach Steuern gingen durch Sondereffekte zurück. Die SAP-Führung ist dennoch zufrieden. „Wir sind das am schnellsten wachsende Unternehmen am Markt“, sagte Vorstandssprecher Bill McDermott am Mittwoch in Walldorf. Von Juli bis September wuchs der DAX-Konzern das elfte Quartal in Folge zweistellig bei den Software- und softwarebezogenen Serviceerlösen. Die Softwareerlöse stiegen im dritten Quartal um 17 Prozent auf 1,03 Milliarden Euro, währungsbereinigt betrug das Wachstum 12 Prozent. Die Umsatzerlöse insgesamt kletterten um 16 Prozent auf 3,95 Milliarden Euro. Optimistisch schaut der Softwarekonzern auch auf das Gesamtjahr und hebt den Ausblick leicht an. SAP erwartet nun, dass die Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse für das Gesamtjahr 2012 ohne Berücksichtigung der Wechselkurse um 10,5 Prozent bis 12,5 Prozent steigen werden. Zuvor betrug die Erwartung 10,0 bis 12,0 Prozent. Nach Erwartung des Konzerns wird sich das Wachstum am oberen Ende der Spanne bewegen. 2011 erlöste das Unternehmen hier 11,35 Milliarden Euro. In den neuen Ausblick ist vor allem der jüngste Neuerwerb des Unternehmens eingerechnet: der US-Informationsdienstleister Ariba. SAP hatte die letzte Genehmigung zur milliardenschweren Übernahme des Anbieters von Online-Handelsnetzwerken Ende September erhalten. Durch den Kauf will SAP „zum führenden Unternehmen im schnell wachsenden Segment cloud-basierter Geschäftsnetzwerke“ werden, wie es Co-Vorstandssprecher Jim Hagemann Snabe einmal ausdrückte. Weniger rosig lesen sich die Zahlen zum Gewinn nach Steuern und zum Betriebsergebnis. Der Nachsteuergewinn brach im Vergleich zum Vorjahresquartal um mehr als die Hälfte auf 618 Millionen Euro ein. Als Grund nannte SAP unter anderem die Währungsabsicherung der Ariba-Übernahme. Das Betriebsergebnis gemäß der internationalen Rechnungslegungsvorschrift IFRS fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zwar ebenfalls deutlich um 23 Prozent. Nach Darstellung von Finanzvorstand Werner Brandt hat dies jedoch nichts mit dem operativen Geschäft zu tun. Vielmehr sei im Vorjahreszeitraum dadurch ein Sondereffekt angefallen, dass SAP eine Rückstellung von 723 Millionen Euro aus einem Rechtsstreit aufgelöst habe. Vorstandssprecher wollen Transformation der Branche anführen Die beiden Vorstandssprecher sehen SAP auf einem guten Weg. „Wir sind zuversichtlich, was unseren Ausblick für das Gesamtjahr angeht“, sagte McDermott. Das Angebot des Konzerns für das vierte Quartal sei stark. Hagemann Snabe sagte, jetzt zeige sich, dass die Innovationsstrategie des Unternehmens die richtige sei. „Die Branche geht durch eine riesige Transformation, und SAP führt sie an“, sagte er. Die Walldorfer haben neben ihrem klassischen Softwareangebot, das bei Kunden vor Ort installiert wird, drei Wachstumsfelder ausgemacht, in die sie kräftig investieren: Das sind das Cloud-Computing, bei dem Daten oder Rechnerleistung online zur Verfügung gestellt werden, mobile Lösungen für Smartphones oder Tablets sowie schnelle Datenbanken. „Die Innovationen helfen auch dem Wachstum im Kerngeschäft“, sagte Hagemann Snabe. Im Geschäft mit Anwendungen und Analytik weise SAP ein solides einstelliges Wachstum aus. Vor allem das Cloud-Computing wächst rasant. Inklusive des Anfang des Jahres übernommenen Anbieters Successfactors seien die Buchungen aus dem Neugeschäft um 116 Prozent gestiegen. Die Erlöse in dem Bereich sind den Angaben nach um das zwanzigfache auf 80 Millionen Euro gestiegen. Bis 2015 strebt der Anbieter von Unternehmenssoftware hier einen Umsatz von zwei Milliarden Euro an. Der Gesamtumsatz soll bis dahin auf 20 Milliarden Euro wachsen. Hagemann Snabe sagte, SAP sei mit den Zukäufen von Successfactors und Ariba bereits der zweitgrößte Anbieter von Cloud-Diensten nach Umsätzen. „Bis 2015 wollen wir der erste Cloud-Anbieter sein, der profitabel arbeitet“, kündigte er an. Das schaffe bisher nämlich kein Wettbewerber. Durch die Übernahmen stieg auch die Zahl der Mitarbeiter im Konzern rasant an. Sie wuchs um etwa 6.000 auf 61.344. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

NRW fordert Ausweitung des Kurzarbeitergelds

Düsseldorf (dapd-nrw). Nordrhein-Westfalens Arbeitsminister Guntram Schneider (SPD) hat die Bundesregierung aufgerufen, das Kurzarbeitergeld auf 24 Monate zu verlängern. „Die Kurzarbeit war während der letzten großen Krise das zentrale Instrument, mit dem verhindert wurde, dass der Arbeitsmarkt in Deutschland eingebrochen ist“, teilte Schneider am Mittwochmorgen in Düsseldorf mit.

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GM will mit Peugeot vier Autos entwickeln

GM will mit Peugeot vier Autos entwickeln Rüsselsheim/Paris (dapd). Der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) und Peugeot Citroen haben ihre im Februar vereinbarte Zusammenarbeit konkretisiert. Das US-Unternehmen und der französische Konzern wollen Autos auf vier gemeinsam entwickelten Fahrzeugplattformen bauen, wie Opel am Mittwoch in Rüsselsheim mitteilte. Darunter sind ein Mittelklasseauto und ein Kleinwagen für die GM-Marken Opel und Vauxhall sowie Peugeot und Citroen. Die ersten Autos aus den gemeinsamen Projekten sollen bis Ende 2016 auf den Markt kommen. Zudem vereinbarten die Partner laut der Mitteilung die nächsten Schritte für ihre gemeinsame Einkaufsorganisation. Sie bestätigten, durch die Zusammenarbeit in spätestens fünf Jahren jährlich 2 Milliarden Dollar (rund 1,5 Milliarden Euro) einsparen zu wollen. GM und Peugeot Citroen wollen zudem weitere Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit ausloten. Zuletzt war immer wieder über eine Fusion der angeschlagenen GM-Tochter Opel mit Peugeot spekuliert worden. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Ettersburg steht ganz im Zeichen der Energiewende

Erfurt (dapd-lth). Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) hat den Vorsitz in der Runde der deutschen Länderchefs übernommen. Thüringen steht turnusmäßig der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) vor. Die Chefs aller 16 Bundesländer treffen sich ab Mittwoch auf Schloss Ettersburg bei Weimar. Lieberknecht will dabei wichtige Großprojekte voranbringen.

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Union sieht in der Vergrößerung des Bundestages kein gutes Signal

(dapd). Die Unionsfraktion hat eingeräumt, dass die mit der geplanten Wahlrechtsreform einhergehende Vergrößerung des Parlaments kein Ruhmesblatt für den Bundestag ist. „Das ist kein gutes Signal“, sagte der parlamentarische Geschäftsführer Michael Grosse-Brömer (CDU) am Mittwoch im ARD-„Morgenmagazin“.

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