Frankfurt/Main (dapd). Wegen des Hurrikans „Sandy“ sind am Montag zunächst zwölf Flüge aus Frankfurt am Main in die USA gestrichen worden. Wie ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport auf dapd-Anfrage sagte, waren darunter vier nach New York, je drei weitere nach Washington und Newark sowie je einer nach Boston und Philadelphia. Flüge aus den Vereinigten Staaten nach Frankfurt waren hingegen noch nicht betroffen, sie waren alle am Montagmorgen noch vor dem Unwetter gestartet. Am Dienstag rechnet die Fraport hingegen damit, dass auch Verbindungen von der amerikanischen Ostküste nach Frankfurt annulliert werden. Neben dem Unwetter gebe es das logistische Problem, dass die Maschinen, die am Montag in den USA hätten landen sollen, dort am Dienstag nicht für den Rückflug nach Frankfurt zur Verfügung stünden. Wie viele Passagiere betroffen sind und ob es Ausweichrouten gebe, war der Fraport nicht bekannt. Prognosen zufolge soll „Sandy“ am Montagabend an der Ostküste der USA auf Land treffen. dapd (Vermischtes/Wirtschaft)
Bertelsmann und Pearson fusionieren Buchverlage
Gütersloh/London (dapd). Der Gütersloher Medienkonzern Bertelsmann und das britische Verlagshaus Pearson planen gemeinsam den größten Buchverleger der Welt. Dazu sollen die beiden Konzerntöchter Random House und Penguin in ein Gemeinschaftsunternehmen eingebracht werden, teilten beide Unternehmen am Montag mit. Die Fusion ermögliche es ihnen, „noch effektiver ihre Bücher zu verlegen, und das in traditionellen wie in digitalen Formaten und für die Vertriebswege der Zukunft“, sagte der Vorstandsvorsitzende von Bertelsmann, Thomas Rabe. An dem neuen Branchenprimus im Buchmarkt soll Bertelsmann den Angaben zufolge 53 Prozent halten, 47 Prozent sollen bei Pearson liegen. Nach dem Zusammenschluss solle der bisherige Random-House-Chef Markus Dohle das operative Geschäft des neuen Unternehmens als Vorstandsvorsitzender leiten, Penguin-Chef John Makinson übernehme den Posten als Verwaltungsratsvorsitzender. Wenn die Kartellbehörden grünes Licht geben, solle das Geschäft voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2013 vollzogen werden. Nicht von der Fusion betroffen ist den Angaben zufolge die deutsche Verlagsgruppe Random House in München, die ganz bei Bertelsmann verbleibe. Dagegen werde die neue Verlagsgruppe alle Geschäftseinheiten von Random House und Penguin in den USA, Kanada, Großbritannien, Australien, Neuseeland, Indien und Südafrika sowie die Penguin-Aktivitäten in China und die Random-House-Verlage in Spanien und Lateinamerika umfassen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
IG Metall fordert neues Konjunkturpaket
Hamburg (dapd). Die IG Metall fordert ein Konjunkturpaket, um den drohenden wirtschaftlichen Abschwung zu bremsen. Gewerkschaftschef Berthold Huber schrieb in einem Gastbeitrag für die „Financial Times Deutschland“: „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, beherzt einzugreifen.“ Konkret schlägt Huber unter anderem Sonderabschreibungen für ökologische Investitionen vor.
Stiftung Warentest muss erstmals rote Zahlen schreiben
Berlin (dapd). Die gemeinnützige Stiftung Warentest wird nach Angaben ihres Vorstandes erstmals ein Geschäftsjahr mit Verlust abschließen. Wegen geringer Zinseinkünfte aus dem Stiftungskapital sei schon der Wirtschaftsplan für 2012 von einem Minus von 1,35 Millionen Euro ausgegangen, sagte am Sonntag Stiftungsvorstand Hubertus Primus der Nachrichtenagentur dapd und bestätigte einen Bericht der „Welt am Sonntag“.
Hahn lobt Beitrag der Bäderwirtschaft zum Tourismus
Bad Homburg (dapd-hes). Mehr als jede vierte Übernachtung in Hessen verdankt sich den Kur- und Heilbädern. Im Jahr 2011 fanden von insgesamt 29 Millionen Übernachtungen in ganz Hessen 7,5 Millionen in den Heilbädern und Kurorten statt, wie der stellvertretende Ministerpräsident Jörg-Uwe Hahn (FDP) auf dem 108. Deutschen Bädertag am Wochenende in Bad Homburg sagte.
Unternehmen skeptisch gegenüber Investitionen in Griechenland
London (dapd). Die Schuldenkrise in Europa bestimmt international weiterhin das Geschäftsklima. Wie aus einer jährlichen Umfrage des internationalen Wirtschaftsprüfungsnetzwerks BDO unter Finanzvorständen mittelgroßer Unternehmen hervorgeht, gilt Griechenland als riskanterer Ort für Investitionen als das Bürgerkriegsland Syrien. Lediglich Iran und Irak werden als noch riskanter gesehen als Griechenland. Finanzvorstände „sind zunehmend auf der Hut vor Südeuropa, von dem sie Teile als ebenso risikobehaftet wie die politisch instabilen Länder des Nahen Ostens sehen“, erklärte BDO-Chef Martin Van Roekel. Zu den zehn Ländern mit dem höchsten Risiko für Investitionen zählt laut Umfrage auf Platz sieben auch Spanien. Befragt wurden 1.000 Finanzvorstände mittelgroßer Unternehmen, die gegenwärtig Investitionen im Ausland planen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Koalition uneinig über Sparziele
Berlin (dapd). Die Forderung der FDP-Spitze nach einem ausgeglichenen Haushalt bereits im Jahr 2014 stößt bei der Union auf Skepsis. „Wunsch und Wirklichkeit sind nicht immer deckungsgleich“, sagte der haushaltspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Norbert Barthle (CDU), der „Passauer Neuen Presse“ (Montagausgabe). Der CDU-Wirtschaftsflügel drängte gar auf neue Entlastungen für die Bürger. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte dagegen am Sonntag den Wunsch des FDP-Vorsitzenden Philipp Rösler nach einer schwarzen Null 2014 begrüßt. Die bisherige Finanzplanung sieht einen ausgeglichenen Bundeshaushalt erst für 2016 vor. Bislang steht im Finanzplan für 2014 noch eine Nettokreditaufnahme von 13,1 Milliarden Euro. Es wäre das erste Mal seit 1969, dass eine Bundesregierung ohne neue Schulden auskommt. Das robuste Wirtschaftswachstum beschert dem Staat derzeit steigende Einnahmen. Von Januar bis September stieg das Steueraufkommen um 5,6 Prozent auf 403,4 Milliarden Euro. Zum Jahresende zeichnet sich nun ab, dass die Steuereinnahmen des Gesamtstaats erstmals die 600-Milliarden-Marke knacken könnten. Am Montag sollte der Arbeitskreis Steuerschätzung mit seinen mehrtägigen Beratungen beginnen. Barthle erwägt Stopp der Steuerreform Barthle bleibt dennoch skeptisch. „Wer den Wunsch nach Konsolidierung obenan stellt, muss alle anderen Gestaltungsspielräume vergessen“, sagte er. „Wir könnten uns dann weder Mindereinnahmen noch Mehrausgaben leisten“, warnt der CDU-Politiker. Wer schneller einen ausgeglichenen Haushalt wolle, müsste auch auf die schwarz-gelbe Steuerreform, die im Bundesrat anhängig ist, verzichten, sagte Barthle weiter: „Das Vorhaben Steuerentlastung müsste man dann wieder einsammeln.“ Fuchs will „Gesamtkonzept für Entlastung“ Der CDU-Wirtschaftsflügel und Teile der Unionsfraktion fordern vor dem Koalitionsgipfel am 4. November dagegen weitere Entlastungen der Bundesbürger. Fraktionsvize Michael Fuchs (CDU) sagte dem „Handelsblatt“: „Wann, wenn nicht jetzt müssen wir in der Koalition eine spürbare Entlastung der Menschen ermöglichen.“ Er warnte vor sozialen Versprechungen, „die deutlich ins Geld gehen“. Fuchs forderte ein „Gesamtkonzept für Entlastung“. Neben der bereits beabsichtigten Senkung der Rentenbeiträge um 0,7 Prozentpunkte will der Fraktionsvize auch die Krankenversicherungsbeiträge um 0,3 Prozentpunkte reduzieren. Hinzu komme auch noch die Abschaffung der Praxisgebühr. Gegen den Widerstand von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) will Fuchs endlich auch „Ernst machen mit einer Reduzierung des Solidaritätszuschlags“. Er fordert eine Senkung um zwei Prozentpunkte auf 3,5 Prozent. dapd (Politik/Politik)
BOGE Italia schärft sein Profil
Bielefeld. BOGE steht für Markenqualität „Made in Germany“. Um diese Positionierung im italienischen Markt stärker zu verankern, führt BOGE Italia umfassende strategische und strukturelle Neuerungen durch. So setzt der Druckluftspezialist mit seiner Premium-Markenstrategie auf klar definierte Geschäftsfelder und Nischenmärkte, für die das Unternehmen passgenaue Druckluftlösungen bereit hält. Auch der Ausbau von Standardgeschäft und Aftermarket wird zukünftig stärker forciert. An den traditionellen Stärken im Anlagenbau und in der Auslegung von großen Druckluftstationen hält BOGE Italia hingegen weiterhin fest.
CSU schließt weiteres Hilfsprogramm für Griechenland nicht aus
Berlin (dapd-bay). Die CSU lehnt neue Hilfszusagen für Griechenland nicht grundsätzlich ab. Wenn die Troika-Kommission zum Ergebnis komme, die Griechen seien auch beim besten Willen nicht in der Lage gewesen, ihre Sparzusagen einzuhalten, dann werde sich natürlich die Frage nach einem neuen Hilfsprogramm stellen, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe, Stefan Müller, am Montag im Deutschlandfunk.
itelligence veröffentlicht detaillierte Kennzahlen
Bielefeld. Mit der Vorlage des Neunmonatsberichtes bestätigt die itelligence AG die positive Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr 2012. Bei einer Steigerung des Gesamtumsatzes um 21,9 Prozent auf 292,5 Mio. Euro (Vorjahr 239,9 Mio. Euro) zeigt vor allem das Segment Westeuropa mit einem Plus von 39,5 Prozent von 44,6 Mio. Euro auf 62,2 Mio. Euro weiterhin ein sehr starkes Wachstum innerhalb der itelligence-Gruppe.
