Deutscher Wirtschaft fehlen 43.000 Computerspezialisten

Deutscher Wirtschaft fehlen 43.000 Computerspezialisten Berlin (dapd). Computerexperten sind auf dem deutschen Arbeitsmarkt so gefragt wie lange nicht mehr. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Aris im Auftrag des Branchenverbandes Bitkom hervor. Demnach gibt es in Deutschland derzeit rund 43.000 offene Stellen für IT-Experten. Das sind 5.000 Jobs oder 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Innerhalb von drei Jahren hat sich damit die Zahl der unbesetzten Stellen mehr als verdoppelt. „Die etwas eingetrübten Wachstumsaussichten der Gesamtwirtschaft haben noch keine Auswirkungen auf den IT-Arbeitsmarkt“, sagte Bitkom-Präsident Dieter Kempf in Berlin. Besonders Softwareprogrammierer und Systemadministratoren seien branchenübergreifend gefragt. Zugleich bleibe der IT-Fachkräftemangel ein gesamtwirtschaftliches Problem. Laut der Untersuchung beklagt jedes zweite deutsche Unternehmen, dass aktuell ein Mangel an Computerexperten besteht. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Polizeikontrollen wegen der Hautfarbe sind Diskriminierung

Polizeikontrollen wegen der Hautfarbe sind Diskriminierung Koblenz (dapd). Auch beim Kampf gegen illegale Einreise darf die Bundespolizei Menschen nicht allein wegen ihrer Hautfarbe kontrollieren. Ein solches Vorgehen sei rechtswidrig, weil es gegen das Diskriminierungsverbot verstoße. Das machte das Oberverwaltungsgericht (OVG) Koblenz nach Angaben vom Dienstag in einem Berufungsverfahren deutlich. Der Kläger, ein dunkelhäutiger Student, war im Dezember 2010 in einem Regionalzug nach eigenen Angaben von zwei Bundespolizisten aufgrund seiner Hautfarbe überprüft worden. Das räumten die Polizisten in dem Verfahren ein, wie ein Gerichtssprecher sagte. Nachdem die Richter deutlich machten, dass die Kontrolle rechtswidrig gewesen sei, entschuldigte sich die Bundespolizei und der Rechtsstreit wurde beendet. Das Verwaltungsgericht Koblenz hatte die Klage des 26-Jährigen zuvor abgewiesen und es der Bundespolizei erlaubt, Bahnreisende einzig aufgrund ihrer Hautfarbe verdachtsunabhängig zu kontrollieren. Dies gelte bei stichprobenartigen Überprüfungen zur Verhinderung einer unerlaubten Einreise. Menschenrechtler hatten das scharf kritisiert. Nach Ansicht der Verteidigung war die Klageabweisung mit einer Entscheidung des Menschenrechtsausschusses der Vereinten Nationen (UN) nicht vereinbar. Die UN hatte das sogenannte „racial profiling“, also die Auswahl von zu überprüfenden Personen nach ethnischen Merkmalen wie der Hautfarbe, für unrechtmäßig erklärt. dapd (Politik/Politik)

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Neun Flüge zwischen den USA und München wegen Sandy abgesagt

Neun Flüge zwischen den USA und München wegen Sandy abgesagt München (dapd). Der Wirbelsturm „Sandy“ beeinträchtigt weiter den Flugverkehr zwischen München und den USA. Insgesamt wurden am Dienstag neun Flüge gestrichen, wie der Flughafen München und die Lufthansa mitteilten. Abgesagt wurden demnach fünf Flüge aus den USA nach München und vier Flüge von München Richtung amerikanische Ostküste, nach New York, Washington und Philadelphia. dapd (Vermischtes/Wirtschaft)

Studie: Deutsches Schulsystem vor allem nach unten durchlässig

Studie: Deutsches Schulsystem vor allem nach unten durchlässig Berlin (dapd). Das deutsche Schulsystem ist einer Studie zufolge vor allem nach unten durchlässig. Im Schuljahr 2010/11 wurden in den Klassen fünf bis zehn doppelt so viele Schüler in eine niedrigere Schulart heruntergestuft (rund 50.000) als den Sprung in eine höhere Schulgattung schafften (rund 23.000). Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie der Bertelsmann Stiftung hervor. Starke Unterschiede sind dabei der Erhebung zufolge zwischen den einzelnen Bundesländern festzustellen: Während in Berlin auf einen „Schulaufsteiger“ sieben herabgestufte Schüler kommen, schaffen in Bayern als einzigem Bundesland sogar mehr Schüler den Sprung auf eine höhere Schulgattung als herabgestuft werden. Dies führen die Studienautoren allerdings auf den in Bayern sehr restriktiv gehandhabten Übergang von der Grundschule auf das Gymnasium zurück. dapd (Politik/Politik)

Mehrheit der Deutschen erhält Weihnachtsgeld

Mehrheit der Deutschen erhält Weihnachtsgeld Düsseldorf (dapd). Die Mehrheit der deutschen Arbeitnehmer kann sich in diesem Jahr über eine Sonderzahlung zu Weihnachten freuen. Rund 55 Prozent der Beschäftigen erhalten eine Jahressonderzahlung in Form eines Weihnachtsgeldes, wie eine am Dienstag veröffentlichte Umfrage der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung ergab. 17 Prozent bekommen demnach eine Gewinnbeteiligung, 21 Prozent sonstige Sonderzahlungen. Besonders hohe Weihnachtsgelder zahlen die Arbeitgeber im Bankgewerbe, in der Süßwarenindustrie, in der westdeutschen Chemieindustrie und in der Druckindustrie. Hier werden den Angaben zufolge 90 bis 100 Prozent eines Monatseinkommens ausgezahlt. Unterschiede gebe es jedoch immer noch zwischen Ost- und Westdeutschland. Während im Westen 59 Prozent der Beschäftigten Weihnachtsgeld bekommen, sind es im Osten lediglich 39 Prozent. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Bierabsatz stagniert im dritten Quartal

Bierabsatz stagniert im dritten Quartal Wiesbaden (dapd). Der Bierdurst der Deutschen ist im dritten Quartal des Jahres relativ konstant geblieben. Der Inlandsabsatz deutscher Brauereien und Bierlager ging um 0,1 Prozent auf rund 26,2 Millionen Hektoliter Bier zurück, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. In der Menge sind nach Angaben des Amtes alkoholfreie und aus Nicht-EU-Ländern eingeführte Biere nicht enthalten. Biermixgetränke machten im dritten Quartal mit 1,3 Millionen Hektolitern 5,1 Prozent aus. 83,5 Prozent des gesamten Bierabsatzes wurden im Inland abgesetzt. Im Jahresvergleich sank der Inlandsabsatz um 0,2 Prozent auf 21,8 Millionen Hektoliter. Den Export eingerechnet, verkauften deutsche Brauereien und Bierlager von Januar bis September nach Angaben des Amtes 74,4 Millionen Hektoliter Bier. Im Vorjahreszeitraum waren es 75,6 Millionen gewesen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Bayer leidet unter Klagewelle in Amerika

Bayer leidet unter Klagewelle in Amerika Düsseldorf (dapd). Die Welle von Klagen amerikanischer Frauen wegen möglicher Gesundheitsschäden durch die Anti-Baby-Pille Jasmin belastet das Ergebnis des Bayer-Konzerns. Im dritten Quartal sank das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) wegen weiterer Vorsorge des Unternehmens für Vergleichszahlungen und wegen Restrukturierungsaufwendungen um 23,7 Prozent auf 838 Millionen Euro, wie Bayer am Dienstag in Leverkusen mitteilte. Unter dem Strich lag der Quartalsgewinn demnach mit 528 Millionen Euro um 17,8 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert. Trotz des Gewinnrückgangs im dritten Quartal bekräftigte der Konzern aber seine Prognose für das Gesamtjahr 2012. Dabei befindet sich der Konzern weiter auf Wachstumskurs. Dank florierender Geschäfte in der Gesundheitssparte und im Pflanzenschutz stieg der Konzernumsatz im dritten Quartal um 11,5 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro. Auch währungsbereinigt lag das Plus noch bei 5,5 Prozent. Zukauf von Vitamin-Anbieter in den USA Zugleich will Bayer sein Geschäft mit rezeptfreien Arzneimitteln durch eine Akquisition weiter stärken: Der Chemie- und Pharmakonzern übernimmt dazu mit dem US-Unternehmen Schiff Nutrition International einen der führenden Anbieter von Vitaminen und Nahrungsergänzungsmitteln. Der in Salt Lake City ansässige Konzern werde bei der Transaktion mit rund 1,2 Milliarden Dollar (920 Millionen Euro) bewertet, hieß es. „Das Schiff-Geschäft stärkt unsere Präsenz und Stellung in den USA deutlich, wo mehr verschreibungsfreie Produkte und Nahrungsergänzungsmittel verkauft werden als in jedem anderen Land der Welt“, sagte Bayer-Chef Marijn Dekkers. Die Übernahme muss allerdings noch von den Kartellbehörden genehmigt werden, mit dem Vollzug werde aber bis Ende 2012 gerechnet. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Telefónica-Deutschland-Aktie steigt über Ausgabepreis

Telefónica-Deutschland-Aktie steigt über Ausgabepreis Frankfurt/Main (dapd). Die Aktie von Telefónica Deutschland ist bei ihrer Erstnotiz am Dienstag über ihren Ausgabepreis gestiegen. Nachdem die Anteilsscheine des Telekom-Unternehmens, das unter der Marke O2 auftritt, für 5,60 Euro an die Zeichner zugeteilt worden waren, notierten die Papiere kurz nach Handelsstart in Frankfurt am Main mit knapp zwei Prozent im Plus bei 5,78 Euro. Insgesamt spülte der Teilverkauf der deutschen Tochter dem spanischen Telefónica-Konzern inklusive der Mehrzuteilungsoption etwa 1,45 Milliarden Euro in die Kassen. Die Muttergesellschaft, die weiterhin 76,8 Prozent an Telefónica Deutschland halten wird, benötigt die Erlöse zum Abbau ihrer drückenden Schuldenlast von 58 Milliarden Euro. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Arbeitslosenzahl sinkt im Oktober nur schwach

Arbeitslosenzahl sinkt im Oktober nur schwach Nürnberg (dapd). Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Oktober nur leicht zurückgegangen. Insgesamt waren 2,753 Millionen Menschen ohne Job und damit 35.000 weniger als im September, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote verharrte damit bei 6,5 Prozent. Zugleich stieg die Zahl der Erwerbslosen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 16.000. Es war das erste Plus auf Jahressicht seit Februar 2010. „Die schwächere konjunkturelle Entwicklung macht sich auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar“, sagte der BA-Vorstandsvorsitzende Frank-Jürgen Weise. Insgesamt zeige sich der Arbeitsmarkt aber robust und in guter Verfassung. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

SPD verliert an Wählergunst

SPD verliert an Wählergunst Berlin (dapd). Der Sieg bei der Oberbürgermeisterwahl in Stuttgart beflügelt die Grünen auch bundesweit. Im Forsa-Wahltrend von „Stern“ und RTL kletterte die Partei im Vergleich zur Vorwoche um drei Punkte auf 15 Prozent. Es ist der beste Grünen-Wert seit acht Monaten, wie das Magazin und der Sender am Dienstag erklärten. Die SPD fällt in der bundesweiten Stimmung hingegen um einen Punkt auf 26 Prozent. Sie liegt damit wieder auf dem Niveau vor der Nominierung von Peer Steinbrück zum Kanzlerkandidaten. Auch die Linke verliert einen Punkt, sie rutscht auf acht Prozent. Die Werte der übrigen Parteien bleiben stabil. Der Union wollen unverändert 38 Prozent der Wähler ihre Stimme geben, der FDP nur drei Prozent, den Piraten fünf Prozent. Auf „sonstige Parteien“ entfallen fünf Prozent (minus ein Punkt). Mit jeweils zusammen 41 Prozent liegen Union und FDP sowie SPD und Grüne in der Wählergunst gleichauf. Befragt wurden vom 22. bis 26. Oktober 2.506 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger. dapd (Politik/Politik)

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