Steiff will unabhängiger vom Teddy werden

Steiff will unabhängiger vom Teddy werden Giengen/Brenz (dapd-bwb). Zwei Löwen stehen mit wallender Mähne nebeneinander. Auf den Regalen sitzen Bären, Affen, Tiger. Eine Katze liegt auf einem Verteilerkasten und lässt eine Pfote lässig herabhängen. Es geht zu wie im Zoo in Halle F der Margarete Steiff GmbH. Nur leben diese Tiere nicht – sie sind aus Stoff. Halle F ist das Entwicklungszentrum des Plüschtierherstellers. Hier entstehen die Tiere, die vielleicht in einem Jahr in den Handel kommen. „Das ist wie eine Bastelwerkstatt“, sagt Sunnhild Walzer, die das Entwicklungszentrum leitet. Wenn die Designer den Entwurf bringen und die Näherinnen sich ans Werk machen, braucht es oft zig Versuche, bis der erste Prototyp steht, erzählt Walzer, die schon seit 23 Jahren im Unternehmen ist. „Dann ist ein Bein zu lang, der Po zu dick, das Ohr zu groß.“ Und erst ganz am Schluss, wenn wirklich alle zufrieden sind, kommt der Knopf ins Ohr. Der ist das Markenzeichen der Steiff-Plüschtiere und auf der ganzen Welt bekannt. Angefangen hatte der Siegeszug des Stofftieres für Kinder 1880. Margarete Steiff, seit ihrer Kindheit an den Rollstuhl gefesselt, besaß ein kleines Filzkonfektionswarengeschäft im Haus des Vaters. Dort nähte sie ein kleines „Elefäntle“, das eigentlich als Nadelkissen gedacht war, bei den Kindern aber viel besser ankam. Also wurde es zum Spielzeug umfunktioniert. Weitere Tiere folgten und schon bald musste Margarete Steiff ihr Geschäft ausbauen, damit sie in Serie produzieren konnte. Das wohl bekannteste Produkt – der Teddybär – erblickte 1903 das Licht der Welt: Der von Margaretes Neffen Richard ein Jahr zuvor entwickelte Bär sollte auf der Leipziger Frühjahrsmesse verkauft werden. Das Interesse hielt sich in Grenzen, bis ein amerikanischer Geschäftsmann zugriff und 3.000 Stück auf einmal kaufte. Benannt nach US-Präsident Theodore Roosevelt wurde er zum Renner. Bereits ein Jahr später verkaufte Steiff 12.000 Exemplare. Emotionen gehören dazu Bekannt wurde die Geschichte auch durch den Film „Margarete Steiff“ mit Heike Makatsch in der Hauptrolle aus dem Jahr 2005. Auch heute gingen die Klickzahlen der Webseite noch nach oben, wenn eine Wiederholung gezeigt werde, sagt Geschäftsführer Martin Hampe. Einmal quer über das Giengener Fabrikgelände geht der Weg von Gebäude F zu seinem Büro, gleich neben dem Museum und der Teddybärklinik. Steiff will mehr sein als nur eine Marke. Das Unternehmen will die Kunden emotional mitnehmen. „Über Steiff zu reden, ohne darüber eine gewisse Emotionalität zu haben, das geht eigentlich nicht“, findet Hampe. Und die soll Steiff nun über das ganze Jahr hinweg bei Kunden wecken und nicht mehr nur zur Weihnachtszeit. Angebote für Einsteiger und Sammler „Das Geschäft mit den Spielwaren ist zu saisonlastig“, sagt Hampe. Er schätzt, dass Steiff rund 40 Prozent seines Umsatzes kurz vor Weihnachten macht. Eine Prognose für dieses Jahr sei deswegen schwierig. Der Chef erwartet einen Umsatz etwa auf Vorjahresniveau. Da lag er für die gesamte Gruppe bei 91 Millionen Euro, 36 Millionen davon mit Spielzeug. Die ungleiche Verteilung will Hampe nun aufbrechen. „Was uns vielleicht so ein bisschen fehlt, sind diese klassischen Mitnahmeartikel, wie sie viele andere haben, die in der Größenordnung von 10 bis 15 Euro liegen und die man auch gerne mal zum Kindergeburtstag verschenkt.“ Deshalb soll es künftig mehr Einstiegsangebote und mehr Kinderbekleidung von Steiff geben. Da arbeite die Firma derzeit an einer Lösung, die vielleicht schon Weihnachten 2013 auf den Markt kommen könnte, sagt Hampe. Daneben sind Sammler wichtige Kunden für Steiff – auch wenn ihre Bedeutung schon einmal größer war. Regelmäßig legt die Firma limitierte Editionen auf, oft nur für die Mitglieder des Steiff Clubs. Um sein wichtigstes Produkt, den Teddy, macht sich Hampe trotz aller Veränderungen keine Sorgen: „Ich bin der festen Überzeugung, und das kann man auch wissenschaftlich nachweisen, dass Plüschtiere eine extrem wichtige Funktion auf Neugeborene ausüben, bei denen die Mutter das erste Mal ein wenig weiter weg ist.“ Die Kinder projizierten all ihre Emotionen wie Wünsche, Ängste oder Hoffnungen auf dieses Plüschtier. Darauf setzt Steiff auch in einem aktuellen Werbespot: Der Bär besiegt die bösen Träume eines Kindes. „Protecting children since 1902“ heißt es am Ende des Films – „Beschützt Kinder seit 1902“. (Werbespot bei Youtube: http://url.dapd.de/qF8jSh) dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

SPD will Ökostrom-Förderung gründlich überarbeiten

SPD will Ökostrom-Förderung gründlich überarbeiten Osnabrück (dapd). Die SPD will angesichts steigender Strompreise das Erneuerbare-Energie-Gesetz gründlich überarbeiten. Der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstagausgabe) sagte Parteichef Sigmar Gabriel, die größte Gefahr für Wirtschaft und Arbeitsplätze in Deutschland bestehe darin, dass die Energiewende vor die Wand gefahren werde. Als Folge würden die Kosten für die Verbraucher und die Industrie explodieren. Dass Erneuerbare-Energie-Gesetz sei gut dafür gewesen, alternative Energien aus einer Nische heraus langsam zu fördern. „Bald sollen die erneuerbaren Energien aber den Großteil des Stroms stellen. Das passt aber überhaupt nicht mehr mit dem derzeitigen Strommarkt zusammen“, sagte Gabriel. Der SPD-Chef forderte die Schaffung eines Energieministeriums. „Zurzeit streiten sich sechs Minister um die Zuständigkeit in der Bundesregierung. Das Ergebnis: Es passiert gar nichts“, klagte Gabriel. Künftig müssten erst die Netze gebaut und dann die erneuerbaren Energien dort zugebaut werden, wo es Stromleitungen gebe. „Zurzeit geschieht das zum Teil umgekehrt: Wir bauen, ohne zu wissen, wie wir hinterher den Strom transportieren.“ dapd (Politik/Politik)

Lammert: Risiken eines NPD-Verbotsantrags sind zu hoch

Lammert: Risiken eines NPD-Verbotsantrags sind zu hoch Berlin (dapd). Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hat erneut vor den Risiken eines NPD-Verbotsverfahrens gewarnt. „Ich bin weder von der Notwendigkeit noch von der Klugheit eines solchen Verbotsverfahrens überzeugt“, sagte Lammert in einem Interview der Nachrichtenagentur dapd in Berlin. Zwar leuchteten ihm die Argumente der Innenminister der Länder ein, die rechtsextreme Partei verbieten zu lassen. Auch halte er die Schlussfolgerung der Materialsammlung der Länder, nämlich dass die NPD verfassungswidrige Ziele verfolgt, für „hochgradig plausibel“. Neben der juristischen Beurteilung müsse aber auch politisch entschieden werden, „ob es eher hilfreich oder möglicherweise eher mit zusätzlichen Problemen verbunden ist, wenn man ein solches Verbotsverfahren betreibt“, begründete Lammert seine Skepsis. Die Bundesrat hatte am 14. Dezember beschlossen, beim Bundesverfassungsgericht ein Verbot der rechtsextremen Partei zu beantragen. Die Bundesregierung will darüber im ersten Quartal 2013 entscheiden. Im Bundestag gibt es unterschiedliche Stimmen. 2003 war ein Verbotsantrag, den alle drei Verfassungsorgane angestrengt hatten, gescheitert, weil im Beweismaterial auch Äußerungen von NPD-Mitgliedern zitiert wurden, die zugleich für den Verfassungsschutz arbeiteten. In der aktuellen Materialsammlung der Länder für den Verbotsantrag taucht Material von sogenannten V-Leuten nicht auf. Lammert hatte seine Skepsis bereits kurz nach dem Beschluss der Länderinnenminister kundgetan. Der Antrag der Länder sei „nicht durchdacht“ und lediglich ein „Reflex“ auf die Mordanschläge des rechtsextremen Terrortrios NSU, hatte der Bundestagspräsident der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ gesagt. Die Zweifel bekräftigte Lammert nun. Das Thema sei nicht allein ein juristisches. Folglich müssen auch Parlament und Regierung politisch abwägen, ob ihnen ein solcher Antrag notwendig und zweckmäßig erscheint. Er wisse, dass viele Abgeordnete seiner Meinung seien. Viele seien aber anderer Ansicht. Für Lammert ist dies Ausdruck dafür, dass das Parlament repräsentativ für die Bandbreite der Auffassungen auch in der Bevölkerung ist. „Mir gefällt, das sowohl die Befürworter wie die Skeptiker die Debatte mit dem Ernst betreiben, den das Thema auch verdient“, sagte Lammert. Der Bundestagspräsident warf zugleich eine Reihe von Fragen auf, um seine Zweifel zu untermauern: „Hätte es die NSU-Mordserie nicht gegeben, wenn die NPD verboten gewesen wäre? Hätten wir den Rechtsextremismus erfolgreich bekämpft, wenn jetzt die NPD verboten würde? Wird es bei einem nicht entschiedenen Verbotsverfahren bei der Bundestagswahl 2013 einen geringeren oder einen höheren Wahlerfolg der NPD geben – einschließlich der damit verbundenen Finanzierungsansprüche?“ Für Lammert ist die Schlussfolgerung klar: „Ich halte die Risiken eines Verbotsantrags für zu hoch.“ dapd (Politik/Politik)

Deutschland bei europäischen Spitzenkräften beliebt

Deutschland bei europäischen Spitzenkräften beliebt Berlin (dapd). Deutschland ist für hochqualifizierte Ingenieure und IT-Fachkräfte im europäischen Ausland der bei weitem attraktivste Arbeitsmarkt in Europa. Das ergab eine Untersuchung des Marktforschungsunternehmens Trendence unter europäischen Studenten, die kurz vor dem Examen stehen. Die Studie liegt der Zeitung „Die Welt“ (Samstagausgabe) vor. In der Untersuchung, die in 24 Ländern durchgeführt wurde, gaben 44 Prozent der Ingenieursabsolventen an, am liebsten in Deutschland arbeiten zu wollen. Erst mit weitem Abstand folgen Großbritannien und dahinter die Schweiz, Frankreich, Schweden und die Niederlande. Deutsche Unternehmen und ihre Verbände klagen seit Langem, dass ihnen ausreichend qualifizierte Ingenieure fehlen. Besonders bei Ingenieuren in Nord- und Osteuropa ist Deutschland als Arbeitsplatz sehr beliebt. In Bulgarien, Dänemark, Schweden, der Schweiz und Ungarn würden mehr als die Hälfte der mobilen Ingenieursabsolventen für die erste Stelle nach Deutschland ziehen. In Österreich, Finnland, Polen, Rumänien und der Tschechischen Republik sind es sogar mehr als 60 Prozent – und in Russland gar mehr als 70 Prozent. Veränderte Einstellung zu deutschen Arbeitgebern in Südeuropa In den südeuropäischen Ländern hat sich in den vergangenen Monaten offenbar die Einstellung zu deutschen Arbeitgebern gewandelt: In Griechenland, Italien, Portugal und Spanien kann sich mehr als die Hälfte der mobilen Ingenieursabsolventen vorstellen, die erste Stelle in der Bundesrepublik anzutreten. Auch unter angehenden Wirtschaftswissenschaftlern ist Deutschland beliebt: Zwar würde jeder dritte europäische Absolvent der Wirtschaftswissenschaften für den ersten Arbeitsplatz am liebsten nach Deutschland ziehen, aber Großbritannien und die Schweiz sind bei den Wirtschaftswissenschaftlern immer noch beliebter. Außerhalb Europas sind weiterhin die USA der beliebteste Arbeitsmarkt bei Absolventen aller Fachrichtungen. Trendence hat von Oktober 2011 bis Februar 2012 in 24 europäischen Ländern rund 344.000 Studenten der Ingenieurs- und IT-Wissenschaften sowie der Wirtschaftswissenschaften befragt, die kurz vor dem Examen stehen. In die der „Welt“ vorliegende Auswertung flossen nur die Daten der rund 5.200 Höchstqualifizierten ein: Studenten, die zu den besten 20 Prozent ihres Jahrgangs gehören und bereits Auslands- und Praxiserfahrung vorweisen können. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Studie: Offshore-Kosten höher als von der Regierung prognostiziert

Studie: Offshore-Kosten höher als von der Regierung prognostiziert Berlin (dapd). Die Verzögerungen beim Bau der Stromleitungen zu den Windparks auf hoher See kommen die deutschen Verbraucher vermutlich deutlich teurer zu stehen als von der Bundesregierung prognostiziert. Laut einer Studie im Auftrag der Grünen im Bundestag, die der „Berliner Zeitung“ (Samstagausgabe) vorliegt, sind bis zu 2,7 Milliarden Euro Entschädigung für die Betreiber von Offshore-Windparks bis 2015 zu erwarten. Im Gesetz, das vorige Woche auch vom Bundesrat verabschiedet wurde, ist dagegen von einer Milliarde Euro die Rede. In dem Gutachten des Instituts ERA sind zwei Szenarien berechnet worden. Die erste Annahme geht davon aus, dass sich bis 2015 der Anschluss von elf Offshore-Windparks verzögern wird, im Durchschnitt um 15 Monate. Die entgangenen Einnahmen werden den Betreibern größtenteils ersetzt. Der Stromnetzbetreiber Tennet, der für einen Großteil der Anschlüsse verantwortlich ist, kommt mit dem Bau der Stromleitungen nicht hinterher. Die Kosten von 2,7 Milliarden Euro müssen laut Gesetz die Verbraucher tragen. In einem zweiten Szenario wird angenommen, dass nur acht Windparks Entschädigungen erhalten, weil es beim Bau der Anlagen wie bei den Leitungen zu Verzögerungen kommt. Dann läge die Entschädigungssumme aber mit 2,2 Milliarden Euro immer noch doppelt so hoch wie vorhergesagt. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Bahnchef Grube schließt trotz Mehrkosten Abstriche bei S 21 aus

Bahnchef Grube schließt trotz Mehrkosten Abstriche bei S 21 aus Berlin (dapd). Trotz erheblicher Mehrkosten schließt Bahnchef Rüdiger Grube Abstriche beim Bahnhofsprojekt „Stuttgart 21“ aus. „Wir haben uns im Rahmen der Schlichtung alle Optionen angeguckt, uns als Bahn-Vorstand mit Gutachten zusätzlich abgesichert. Fest steht, dass ein Bahnhof light keinen Sinn macht“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn der „Bild am Sonntag“. Spekulationen darüber, dass die Mehrkosten für den Stuttgarter Tiefbahnhof an anderer Stelle eingespart werden, wies er zurück: „Mehr Geld für Stuttgart geht definitiv nicht zu Lasten eines anderen Projektes.“ Stuttgart 21 habe eine eigene Finanzierung, betonte Grube. „Die Mehrkosten führen dazu, dass wir in den Jahren 2017, 2018, 2019 unsere Verschuldung etwas langsamer abbauen als geplant.“ Vergangene Woche hatte der Vorstand den Aufsichtsrat der Deutschen Bahn darüber informiert, dass „Stuttgart 21“ sich wegen Planungsfehlern mindestens um 1,1 Milliarden auf 5,6 Milliarden Euro verteuern wird. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

General Motors verkauft Getriebewerk in Straßburg

General Motors verkauft Getriebewerk in Straßburg Straßburg (dapd). Der Automobilhersteller General Motors (GM) verkauft seine Getriebefabrik im französischen Straßburg. Der Investor Punch Metals übernehme das Werk mit etwa 1.000 Beschäftigten, wie das Opel-Mutterunternehmen am Freitagabend mitteilte. An das Werk ist eine Entwicklungsabteilung angeschlossen. GM wolle bei der Getriebefabrik bis 2013/14 Kunde bleiben, hieß es weiter. Mit dem Abschluss sei die Produktion langfristig gesichert. Der Vertrag beinhalte ein langfristiges Lieferabkommen mit dem deutschen Autozulieferer ZF Friedrichshafen AG. Das Geschäft soll Anfang 2013 abgeschlossen werden. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Steinbrück kritisiert deutsche Rüstungsexporte

Steinbrück kritisiert deutsche Rüstungsexporte Berlin (dapd). SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat die Rüstungspolitik der Bundesregierung scharf kritisiert. „Es ist skandalös und hoch gefährlich, dass Deutschland zum drittgrößten Waffenexporteur geworden ist“, sagte Steinbrück der „Passauer Neuen Presse“ (Samstagausgabe). „Wir exportieren auch in Spannungsgebiete und Regionen, die die Menschenrechte nicht achten.“ Im Falle eines Wahlsiegs würde er bei den Rüstungsexporten anders agieren. „Eine rot-grüne Regierung unter meiner Führung würde den Hebel bei Waffenexporten umlegen“, betonte Steinbrück. dapd (Politik/Politik)

Kirchen wollen Ehrenhaine für gefallene Soldaten in Potsdam

Kirchen wollen Ehrenhaine für gefallene Soldaten in Potsdam Berlin (dapd). Mit dem Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan sollen auch die dort für gefallene Soldaten errichteten Ehrenhaine nach Deutschland verlegt werden. Die Militärbischöfe beider Konfessionen haben Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) jetzt Potsdam als Standort empfohlen, berichtet die Zeitung „Die Welt“ (Samstagausgabe). „Wir favorisieren eindeutig die Idee, dass dort die Gegenstände aus den Ehrenhainen auf dem Gelände des Einsatzführungskommandos in geeigneter Weise gesammelt und ausgestellt werden“, sagte der evangelische Bischof Martin Dutzmann dem Blatt. „Potsdam ist der zentrale Ort, von dem aus alle Auslandsmissionen der Bundeswehr gesteuert werden.“ Auf diesen Vorschlag habe er sich mit dem katholischen Militärbischof Franz-Josef Overbeck geeinigt. Seit Beginn des Einsatzes vor elf Jahren sind in Afghanistan 52 deutsche Soldaten ums Leben gekommen. Für sie hat die Bundeswehr mehrere Gedenkstätten aus Steinen gebaut oder gemauert. Neben Potsdam ist auch Berlin als künftiger zentraler Ort des Gedenkens im Gespräch. Möglicher Standort dort wäre das Ehrenmal der Bundeswehr am Bendlerblock. dapd (Politik/Politik)

Wohlfahrtsverband für Umverteilung von bis zu 50 Milliarden Euro

Wohlfahrtsverband für Umverteilung von bis zu 50 Milliarden Euro Berlin (dapd). Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbands, Ulrich Schneider, setzt sich für die Umverteilung von 40 bis 50 Milliarden Euro in Deutschland ein. Mit dem Geld könnten die Finanzprobleme in den Bereichen Bildung, vorschulische Erziehung, Pflege und Altersarmut gelöst werden, sagt Schneider der Zeitung „Die Welt“ (Samstagausgabe). Große Probleme bei dieser „Umfairteilung“ sieht der Chef des Wohlfahrtsverbands, der auch den jährlichen Armutsbericht herausgibt, nicht. Denn „die Reserven sind so groß, dass wir – ohne dass irgendein Mensch in Deutschland das auch nur merken müsste – die Aufgaben finanzieren können“. Schneider will für die großen gesellschaftlichen Vorhaben die Vermögenssteuer wieder einführen und die Erbschaftssteuer erhöhen. Vor allem bei den wirklich großen Vermögen müsse angesetzt werden. Ein Aufkommen von 40 bis 50 Milliarden Euro aus einer „Masse von vier bis fünf Billionen Euro“ sei möglich. dapd (Politik/Politik)

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