Berlin (dapd). Forschungsministerin Annette Schavan (CDU) muss aus Sicht der Grünen-Bundestagsfraktion zurücktreten, wenn die Universität Düsseldorf ihr den Doktorgrad aberkennt. Das wisse Schavan auch selbst, sagte die wissenschaftspolitische Sprecherin Krista Sager am Mittwoch im Deutschlandfunk. Plagiieren sei in der Wissenschaft kein Kavaliersdelikt. Dass nun der Fakultätsrat ein förmliches Verfahren einleite, sei „ein gravierender Hinweis“, dass die Vorwürfe offenbar Substanz haben. Kritisch kommentierte Sager, dass die Prüfung der Universität nun schon neun Monate dauert, und immer noch ohne konkreten Zeitplan und laut Uni ergebnisoffen geprüft wird. Sie forderte bundesweit einheitliche Prüfstandards für solche Fälle. Bisher hätten die einzelnen Universitäten verschiedene Regeln. Am Dienstag hatte die philosophische Fakultät ein offizielles Verfahren zur Aberkennung des Doktortitels eingeleitet. Den Stein ins Rollen gebracht hatte im Frühjahr ein anonymer Blogger. Im Internet warf er Schavan vor, an mehreren Stellen ihrer Doktorarbeit abgeschrieben und Quellen nicht genannt zu haben. In der 1980 verfassten Arbeit widmete sich Schavan dem Thema „Person und Gewissen“. dapd (Politik/Politik)
Siemens sieht sich in einem Jahr des Übergangs
München (dapd-bay). Trotz eines Gewinnrückgangs im ersten Quartal sieht Siemens-Chef Peter Löscher sein Unternehmen auf Kurs. „In einem unsicheren konjunkturellen Umfeld sind wir solide in das Geschäftsjahr 2013 gestartet“, sagte der Vorstandsvorsitzende am Mittwoch unmittelbar vor der Hauptversammlung seines Konzerns. Im ersten Geschäftsquartal von Oktober bis Dezember 2012 verdiente das DAX-Unternehmen unter dem Strich 1,21 Milliarden Euro und damit zwölf Prozent weniger als ein Jahr zuvor. In den Geschäften, die Siemens fortführen wird, fiel das Minus deutlich geringer aus. Den Umsatz steigerte Siemens um zwei Prozent auf 18,13 Milliarden Euro. Ein Drittel davon kam allein aus den Schwellenländern. Die Jahresprognose bestätigte der Konzern. Siemens will demnach im fortgeführten Geschäft einen Gewinn von 4,5 bis 5,0 Milliarden Euro erzielen. Allerdings stehe der Konzern vor einigen Herausforderungen, sagte Löscher. Dazu gehörten auch die Probleme mit der Anbindung der Windparks in der Nordsee und die verzögerte Auslieferung der neuen ICE-Züge an die Deutsche Bahn. Die Probleme im Bahngeschäft belasteten Siemens im zurückliegenden Quartal mit 115 Millionen Euro. Wann die acht Züge, die ursprünglich rechtzeitig zum laufenden Winterfahrplan kommen sollten, ausgeliefert werden, ist noch unklar. Bei den Windparks soll es laut Löscher keine weiteren Verzögerungen geben. Drei würden im kommenden Jahr ans Netz gehen, der vierte soll 2015 folgen. Sparprogramm kostet Milliardensumme Der Siemens-Chef bezeichnete 2013 als „Jahr des Übergangs“. Im Mittelpunkt stehe das Sparprogramm, mit dem der Konzern die Kosten bis 2014 um jährlich sechs Milliarden Euro senken will. „Wir wollen an Schlagkraft gewinnen“, sagte Löscher. Im Gesamtjahr rechnet der Konzern dafür mit Aufwendungen von einer Milliarde Euro. Zur Zahl der Arbeitsplätze, die wegfallen, äußerte sich Siemens bisher nicht. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte der Konzern seine ursprünglichen Ziele deutlich verfehlt. Statt der geplanten sechs Milliarden Euro Gewinn im fortgeführten Geschäft verdiente Siemens nur knapp 5,2 Milliarden Euro. Auf der Hauptversammlung in der Münchner Olympiahalle muss die Siemens-Führung nicht nur deshalb mit kritischen Fragen rechnen. Bereits im Vorfeld stand Vorstandschef Löscher im Fokus. Zur Kritik an seinem Führungsstil sagte er: „Siemens ist erfolgreich unterwegs und ich bin ruhig und gelassen.“ Und er fügte hinzu, auch die kommenden Jahre werde er gemeinsam mit der übrigen Konzernführung „ruhig und gelassen“ angehen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
BEUMER Group für Bestleistung ausgezeichnet: Innovativ und einzigartig!
Beckum. Die BEUMER Group mit Hauptsitz in Beckum wurde im Rahmen der Standortmarketingkampagne „Germany at its best: Nordrhein-Westfalen“ als ‚International führender Hersteller der Intralogistik‘ mit einer Urkunde des Wirtschaftsministeriums von Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.
Bosch will nach enttäuschendem Jahr 2012 Kosten reduzieren
Stuttgart (dapd-bwb). Umsatzziele verfehlt, niedriges Wachstum, schwache Rendite: Die Bosch-Gruppe ist 2012 voll von der schwachen Konjunktur in Europa getroffen worden. Zusätzlicher Klotz am Bein war erneut die Photovoltaiksparte, die Bosch allein im vergangenen Jahr mehr als eine Milliarde Euro Verlust brachte. Konzernchef Volkmar Denner sagte am Mittwoch in Stuttgart: „Wir können mit dem Geschäftsjahr 2012 trotz einer leichten Umsatzerhöhung nicht zufrieden sein.“ Der Vorsitzende der Geschäftsführung will nun reagieren. „2013 wird ein Jahr der harten Kosten- und Prozessarbeit werden“, kündigte Denner an, der erst im Juli Franz Fehrenbach an der Konzernspitze abgelöst hatte. Das heißt: Fixkosten herunterschrauben, schneller auf Auftragsrückgänge reagieren, die teuren europäischen Werke in einen harten Wettbewerb stellen und mehr auf Innovationen setzen. Die vorläufigen Zahlen zeigen deutlich, dass Bosch etwas tun muss: Der Umsatz des Technologiekonzerns und weltgrößten Automobilzulieferers kletterte im vergangenen Jahr lediglich um 1,6 Prozent auf 52,3 Milliarden Euro. Erwartet hatte das Unternehmen ein Wachstum von drei bis fünf Prozent. Das operative Ergebnis lag bei 1,1 Milliarden Euro – das sind etwa zwei Prozent vom Umsatz. Für das Wachstum aus eigener Kraft ist laut Denner dauerhaft aber eine Rendite von acht Prozent notwendig. Bosch ist stark abhängig von Europa Die Stellschrauben erscheinen klar: Zum einen wächst die Bosch-Gruppe nicht so stark wie die Weltwirtschaft. Das liegt vor allem an der Staatsschuldenkrise in Europa und der hohen Abhängigkeit von Bosch von dem Kontinent. In Europa gingen die Umsätze 2012 um zwei Prozent zurück, der Umsatzanteil betrug aber mit 29,7 Milliarden Euro knapp 57 Prozent. Aber auch in China war das Wachstum deutlich geringer als in den Jahren zuvor. Zum anderen erweist sich die Photovoltaik immer mehr als Milliardengrab. Der Preisverfall in dem Bereich habe 2012 etwa 40 Prozent betragen, betonte Denner. Operativ schrieb Bosch einen Verlust bei der Solarenergie von rund 450 Millionen Euro und musste zusätzlich eine Sonderabschreibung von 600 Millionen Euro in die Bilanz aufnehmen. Denners Vorgänger Fehrenbach hatte vor einem Jahr betont, dass sich der Bereich im Jahr 2012 beweisen müsse. Passiert ist bislang – so scheint es – noch nichts. „Wir prüfen alle Optionen, die wir für möglich halten“, sagte Denner. Ob dazu ein Komplettverkauf der Sparte zählt, wollte er nicht verraten. Er versicherte aber: „Druck machen wir uns selber.“ Laufender Bewährungskampf für europäische Standorte Die Probleme in Europa will Denner angehen, indem er die Standorte einem „laufenden Kampf der Bewährung“ aussetzt. „Das ist nicht als Angstszenario, sondern als Chancenszenario gemeint“, sagte er. Es gehe darum, durch Produktivitätssteigerung, höhere Flexibilität oder bessere Qualität hohe Lohnkosten auszugleichen. Zudem sollen die Kosten im gesamten Konzern heruntergefahren werden, etwa durch die Deckelung der Investitionen. Eine Gesamtsumme wollte Bosch nicht nennen. Nur an den Investitionsausgaben will Bosch nicht drehen. Sie liegen seit Jahren bei über acht Prozent vom Umsatz. Durch eine größere Vernetzung der Mitarbeiter über soziale Medien oder das Intranet erhofft sich Denner weitere Potenziale. Zudem startete der Konzern ein Programm, bei dem verstärkt nach Innovationen außerhalb des Unternehmens Ausschau gehalten werden soll. Auch die Mitarbeiter müssen Opfer bringen: So werde ihre Ergebnisbeteiligung entsprechend der Konzernentwicklung wohl geringer ausfallen, kündigte Denner an. Zudem hatte der Konzern mit dem Betriebsrat im Dezember eine Vereinbarung geschlossen. Demnach sollen bei entsprechenden Umsatzrückgängen Mitarbeiter betroffener Bereiche in Kurzarbeit geschickt werden können. Bereits im vergangenen Jahr schickte Bosch zahlreiche Mitarbeiter in Kurzarbeit. Allein im Dezember waren es laut Denner etwa 6.000. Das Klima für die über 306.000 Mitarbeiter im Bosch-Konzern wird also wohl rauer – dennoch will das Unternehmen weiter einstellen. Personalgeschäftsführer Christoph Kübel sagte, er gehe für 2013 von einem leichten weltweiten Wachstum aus. Für Deutschland erwartet er jedoch einen stagnierenden Personalbestand. Heute arbeitet mehr als ein Drittel der Beschäftigten hierzulande. Denner geht davon aus, dass sich die Bedingungen 2013 leicht bessern. „In Europa dürften sich die Perspektiven aufhellen“, sagte er. Auch in China dürfte das Wachstum wieder anziehen. Unter den Voraussetzungen werde das Umsatzwachstum etwas besser ausfallen als 2012 und das Ergebnis deutlich nach oben gehen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Zahl der Passagiere am Nürnberger Flughafen 2012 weiter gesunken
Nürnberg (dapd-bay). Das Passagieraufkommen auf dem finanziell angeschlagenen Flughafen in Nürnberg hat sich 2012 weiter deutlich reduziert. Vor allem wegen des zurückgeschraubten Angebots von Air Berlin und gesunkener Fluggastzahlen bei Lufthansa habe sich die Zahl der Passagiere im Vergleich zum Vorjahr um 9,2 Prozent auf 3,6 Millionen verringert, teilte die Flughafengesellschaft am Mittwoch mit. Die Flugbewegungen seien um 4,9 Prozent auf 64.376 zurückgegangen. Zahlen zu Umsatz und Ertrag wurden nicht genannt. Sie sollen nach Angaben eines Sprechers im April vorgelegt werden. Bayerns zweitgrößter Flughafen verwies auf den Eintritt der Billigfluglinie Ryan Air, die mit dem Sommerflugplan regelmäßig von Nürnberg aus starten wird und dem Flughafen ein neues Marktsegment erschließt. Zudem würden über die Air France-Tochter CityJet vom 28. Januar an Direktflüge nach London City angeboten. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Atomkraftgegner wollen bei Endlagersuche Vetorecht für Niedersachsen
Gorleben (dapd-nrd). Bei den Verhandlungen zum Endlagersuchverfahren muss Niedersachsen nach Ansicht von Atomkraftgegnern ein Einspruchsrecht bekommen. Das Land trage mit der Asse, dem Schacht Konrad und dem geplanten Gorleben-Projekt seit Jahrzehnten eine große Last bei der Atommüllentsorgung, erklärte am Mittwoch die Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz Lüchow-Dannenberg. „Wir erwarten, dass Rot-Grün ein Vetorecht bei den Verhandlungen in Berlin durchsetzt, um endlich die gesamtgesellschaftliche Atommülldebatte zu ermöglichen, die einem Gesetz vorgeschaltet sein muss“, sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Niedersachsens designierter Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hatte sich dafür ausgesprochen, Gorleben aus dem Suchverfahren herauszunehmen. dapd (Politik/Politik)
TripleWin – Drei gewinnen!
Bielefeld. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) und die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) kooperieren im Pilotprojekt TripleWin bei der Gewinnung von Pflegekräften aus Staaten außerhalb der Europäischen Union.Auf dem deutschen Arbeitsmarkt besteht ein hoher Bedarf an qualifizierten Krankenpflegekräften.
Krause Imposition Days in Bielefeld und Berlin
Krause wird im März 2013 in Bielefeld sowie in Berlin interessierten Kunden die Krause Imposition Manager Ausschießsoftware mit der PerfectPlan Bogenoptimierung vorstellen.
Siemens liefert schlüsselfertiges Tramsystem für Doha (Katar)
Sassenberg, 23. Januar 2013
Siemens Infrastructure & Cities hat einen Auftrag über die Errichtung
eines schlüsselfertigen Tramsystems in Katars Hauptstadt Doha erhalten.
Ab Herbst 2015 werden 19 Straßenbahnen oberleitungsfrei auf einer
Strecke von 11,5 Kilometern mit 25 Stationen fahren.
Sie werden mit einem Energiespeichersystem von Siemens ausgerüstet, das selbst bei
kürzesten Stopps an den Haltestellen aufgeladen wird. Zusätzlich
können durch Rückspeisung von Bremsenergie bis zu 30 Prozent der
eingesetzten Energie erneut für den Fahrbetrieb genutzt werden. Zudem
werden die Wagen auf die extremen klimatischen Bedingungen der Region
ausgerichtet. Eine leistungsfähige Klimaanlage und eine spezielle
Isolierung auf dem Dach schützen vor der Sonnenstrahlung und den hohen
Außentemperaturen.
Die Entwicklung spezialisierter Kühlelemente für die Energiespeicher
der innovativen Züge wurde nun zwischen Siemens und technotrans
vereinbart. Neben dem besonderen Know-how von technotrans qualifizierte
das Unternehmen sich auch durch das weltweite Sales- und
Service-Netzwerk, das eine kontinuierliche Betreuung der Fahrzeuge
gewährleistet.
*Das Projekt hat für technotrans einen sehr großen Stellenwert, denn
nachhaltige Mobilitätskonzepte, die Energie effizienter nutzen und CO2
einzusparen, sind Themen, die in den nächsten Jahren noch erheblich an
Bedeutung gewinnen werden*, sagt Henry Brickenkamp, Vorstandssprecher
der technotrans AG. *Wir sind stolz, als Partner von Siemens dieses
Thema mit voran zu treiben.*
Siemens wird 19 Straßenbahnen basierend auf der Avenio-Plattform, der
modernsten Straßenbahn der Welt, mit jeweils drei Wagen liefern, die
jeweils bis maximal 239 Passagiere aufnehmen können. Der Energiespeicher
zur Optimierung des Energieverbrauchs und der oberleitungslose Betrieb
machen den Avenio zum Vorbild für einen nachhaltigen, schienengebundenen
Nahverkehr.
Reisekonzern TUI will keinen Zusammenschluss mit britischer Tochter
Hannover (dapd). Der Reisekonzern TUI will seine britische Tochter TUI Travel nicht übernehmen. Das teilte die TUI AG am Mittwoch in Hannover mit. Der Konzern begründete die Absage damit, „dass eine aktienbasierte Transaktion auf dem gegenwärtigen Austauschverhältnis nicht den Interessen der TUI-Aktionäre entspricht“. Die unabhängigen Direktoren von TUI Travel hatten am 16. Januar mitgeteilt, dass der Konzern aus Hannover mit der Idee für einen möglichen Zusammenschluss an sie herangetreten sei. Die TUI AG erklärte nun, „dass die Gesellschaft nicht beabsichtigt, ein Angebot für TUI Travel abzugeben“. TUI, Europas größter Reisekonzern, hält als Mehrheitsaktionär von TUI Travel nach Firmenangaben 56,4 Prozent an der britischen Tochter. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)