Team der Job-Rutsche Ems-Achse mit Marina Skaredow, Silke Rakers, Dirk Brinkmann und Projektleiter Fabian Rode.
Das Team der Job-Rutsche Ems-Achse bilden (von links) Marina Skaredow, Silke Rakers, Dirk Brinkmann und Projektleiter Fabian Rode. Foto: Wachstumsregion Ems-Achse/Kea Klün

Job-Rutsche Ems-Achse unterstützt Ausbildungsbetriebe

Die Wachstumsregion Ems-Achse baut mit der Job-Rutsche Ems-Achse ein kostenfreies Unterstützungsangebot für kleine und mittlere Ausbildungsbetriebe auf. Unternehmen im Emsland und in der Grafschaft Bentheim sollen unter anderem bei Ausbildungsmarketing, Praktika und der Begleitung von Auszubildenden unterstützt werden. Die erste Workshop-Reihe beginnt am 6. Oktober 2026 in Nordhorn.

Ursachen für unbesetzte Ausbildungsplätze analysieren

Die Angebote setzen bei unterschiedlichen Gründen für unbesetzte Ausbildungsstellen an. Gemeinsam mit den Betrieben will das Projekt systematisch prüfen, an welchen Stellen im Ausbildungsprozess Herausforderungen entstehen. Dazu gehören die Sichtbarkeit eines Unternehmens als Ausbildungsbetrieb, der Bewerbungsprozess und die Passung zwischen Betrieb und Auszubildenden.

Aus der Analyse sollen konkrete Handlungsempfehlungen für die jeweilige betriebliche Situation entstehen. Das Vorhaben richtet sich insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen, die ihre Ausbildungsprozesse weiterentwickeln wollen, dafür im Arbeitsalltag aber nur begrenzte zeitliche oder personelle Ressourcen haben.

Angebote zum Ausbildungsmarketing

Ein Schwerpunkt der Job-Rutsche Ems-Achse liegt auf dem Ausbildungsmarketing. Das Projekt geht davon aus, dass Ausbildungsplätze auch dann unbesetzt bleiben können, wenn Jugendliche die Unternehmen und ihre Angebote kaum wahrnehmen.

Bereits verfügbar sind ein kostenfreier Online-Ratgeber mit Praxistipps und ein digitaler Selbstcheck. Mit dem Selbstcheck können Betriebe ihre Sichtbarkeit als Ausbildungsbetrieb überprüfen. Die Auswertung soll Ansatzpunkte für Verbesserungen aufzeigen, auch wenn nur ein begrenztes Marketingbudget vorhanden ist.

Neben diesen digitalen Angeboten sind individuelle Beratung und weitere Unterstützungsformate vorgesehen. Unternehmen können sich nach Angaben der Wachstumsregion Ems-Achse unverbindlich über die Angebote informieren oder an der Projektarbeit beteiligen. Für teilnehmende Unternehmen sollen die Angebote kostenfrei sein.

Workshop-Reihe startet in Nordhorn

Im Oktober 2026 startet eine kostenfreie Workshop-Reihe für Ausbilderinnen und Ausbilder sowie weitere Ausbildungsverantwortliche. Sie soll den Umgang mit veränderten Anforderungen in der Ausbildung und mit Fragen aus dem Ausbildungsalltag behandeln.

Die erste Reihe findet in Nordhorn statt und beginnt am 6. Oktober. Anmeldungen sind bis zum 29. September möglich. Das Format richtet sich an Personen, die junge Menschen während ihrer Ausbildung begleiten und dafür praxisnahe Unterstützung nutzen möchten.

Praktika als Übergang in die Ausbildung

Die Job-Rutsche Ems-Achse befasst sich außerdem mit der Frage, wie Praktika stärker in eine duale Ausbildung überführen können. Praktika bieten Jugendlichen und Betrieben die Möglichkeit, sich kennenzulernen und die fachliche sowie persönliche Passung zu prüfen. Ein Praktikum führt jedoch nicht automatisch zu einem Ausbildungsverhältnis.

Das Projekt unterstützt Betriebe deshalb bei Vorbereitung, Gestaltung und Begleitung von Praktika. Auch der anschließende Kontakt zu Praktikantinnen und Praktikanten soll in den Blick genommen werden. Gemeinsam mit einem Arbeitskreis werden dafür Ansätze entwickelt und erprobt.

Förderung über JOBvision

Das Vorhaben wird im Rahmen der Initiative „JOBvision“ des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Die Initiative unterstützt bundesweit Projekte, die für kleine und mittlere Unternehmen Lösungen zur nachhaltigen Besetzung offener Ausbildungsplätze, zur Deckung des Fachkräftebedarfs und zur Modernisierung der dualen Ausbildung entwickeln und erproben. Durchgeführt wird die Initiative vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

Träger des regionalen Projekts ist die Wachstumsregion Ems-Achse. Das 2006 gegründete Bündnis umfasst Unternehmen, Kommunen, Bildungseinrichtungen, Kammern und Verbände in Ostfriesland, im Emsland und in der Grafschaft Bentheim. Nach eigenen Angaben hat die Ems-Achse über 960 Mitglieder, die zusammen mehr als 120.000 Menschen beschäftigen. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten zählen Fachkräftesicherung, die Vernetzung regionaler Akteure und Lobbying für die Region.

Projektlink: info.emsachse.de

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