DIHK-Chefanalyst Volker Treier bewertet den EZB-Zinsentscheid mit einer Zinspause als richtig. Er warnt davor, dass eine zu frühe Anhebung der Leitzinsen Investitionen an deutschen und europäischen Standorten bremsen könne.
Bewertung der Zinspause
Volker Treier bezeichnet die Zinspause als richtige Entscheidung. Eine weitere Zinserhöhung wäre nach seiner Einschätzung angesichts leicht gesunkener Inflationsraten im Euroraum und bislang schwacher Zweitrundeneffekte bei den Preisen nicht passend.
Die preisdämpfenden Wirkungen der Juni-Anhebung griffen erst zeitversetzt, so Treier. Zugleich verwies er auf wieder zunehmenden Druck auf die Energiepreise infolge der jüngsten Zuspitzung im Nahen Osten.
Folgen für Investitionen
Treier verweist auf eine schwierige Lage der deutschen Konjunktur, die von geoökonomischen Unsicherheiten und wirtschaftspolitischen Herausforderungen geprägt sei. Zinsentscheidungen wirkten sich auf Preise, Zinsen, Wechselkurse und damit auf Investitionen an deutschen und europäischen Standorten aus.
Eine zu frühe Anhebung der Leitzinsen könne in der fragilen Situation konjunkturelle Bremswirkungen auslösen, erklärte der DIHK-Chefanalyst. Die Bundesregierung habe erste Reformmaßnahmen auf den Weg gebracht, deren schnelle und konsequente Umsetzung die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessern könne.
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