Mitgliederversammlung der Wachstumsregion Ems-Achse in Aurich.
Gut besucht war die Mitgliederversammlung der Wachstumsregion Ems-Achse in Aurich. Foto: Wachstumsregion Ems-Achse

Ems-Achse plant zusätzliche Serviceangebote für Mitglieder

Die Wachstumsregion Ems-Achse zählt 964 Mitglieder und plant für das kommende Jahr zusätzliche buchbare Dienstleistungen. Das Netzwerk ist im Emsland und in der Grafschaft Bentheim aktiv und will sein bisheriges Veranstaltungsangebot mit 50 kostenfreien Terminen pro Jahr beibehalten.

Mitgliederzahl hat sich in zehn Jahren nahezu verdoppelt

Die Ems-Achse hat nach eigenen Angaben heute 964 Mitglieder. Damit hat sich die Zahl gegenüber dem Stand von vor zehn Jahren nahezu verdoppelt. Geschäftsführer Dr. Dirk Lüerßen stellte die weitere Entwicklung bei der 23. Mitgliederversammlung im Energie Erlebnis Zentrum Ostfriesland in Aurich vor.

Zur Mitgliedschaft des 2006 gegründeten Bündnisses gehören Unternehmen, Kommunen, Bildungseinrichtungen, Kammern und Verbände aus Ostfriesland, dem Emsland und der Grafschaft Bentheim. Die mehr als 960 Mitglieder beschäftigen nach Angaben der Ems-Achse zusammen mehr als 120.000 Menschen. Zu den Arbeitsschwerpunkten zählen Fachkräftegewinnung und -sicherung, die Vernetzung regionaler Akteure sowie die Interessenvertretung für die Region.

Zusatzleistungen unter dem Namen „Ems-Achse plus“ geplant

Für 2026 weist die Ems-Achse einen ausgeglichenen Haushalt von rund 2,4 Millionen Euro aus. Lüerßen zufolge ist die Organisation damit für die nächsten zwei bis drei Jahre aufgestellt. Angesichts der Finanzlage von Kommunen und einer unklaren Förderkulisse plant das Netzwerk jedoch, seine Finanzierung und sein Leistungsangebot breiter aufzustellen.

Unter dem Projektnamen „Ems-Achse plus“ sollen Mitglieder bei Bedarf zusätzliche Dienstleistungen buchen können. Als mögliche Angebote nannte Lüerßen Mitarbeiterbefragungen mit einem regionalen Benchmark, ein psychosoziales Beratungsangebot, „Azubi-Onboarding“ mit der Methode „Lego Serious Play“ sowie Unterstützung bei der Integration ausländischer Fachkräfte.

Die bestehenden Leistungen sollen nach den Planungen nicht eingeschränkt werden. Dazu gehören 50 kostenfreie Veranstaltungen jährlich. Die Ems-Achse beziffert die Zahl der Teilnehmenden an diesen Formaten auf über 3.000 pro Jahr. Das Spektrum reicht von Netzwerkbesuchen bei Betrieben und Mittagsgesprächen in Städten und Gemeinden bis zu Fachtagungen wie einer Bahnkonferenz und einem Parlamentarischen Abend in Hannover.

Fachkräfteprojekte und Infrastrukturarbeit

Neben den zusätzlichen Serviceangeboten führt die Ems-Achse mehrere Projekte zur Fachkräftesicherung und Berufsorientierung auf. Dazu zählen Job-Messen und die Heimathelden-Kampagne. Das jüngste Projekt trägt den Namen „Job-Rutsche“ und soll Jugendlichen den Weg in die duale Ausbildung erleichtern.

Kooperationen bestehen nach Angaben des Netzwerks unter anderem beim Aufbau der „Weiterbildungs-Agentur Nordwest“ mit den Agenturen für Arbeit in Emden/Leer und Nordhorn. Weitere Beispiele sind der Tag des Handwerks mit Handwerkskammern und Kreishandwerkerschaften sowie die Roboter-Fabrik mit dem Landkreis und der Wirtschaftsvereinigung Grafschaft Bentheim.

Die Ems-Achse verfolgt zudem Infrastrukturthemen. Holger Heymann, stellvertretender Vorsitzender der Ems-Achse, verwies auf den Vorsitz und die Geschäftsführung des Fördervereins Pro E 233 für die Trasse zwischen Meppen und Cloppenburg. Das Netzwerk steht nach seinen Angaben auch für den Förderverein B 210n, der die Ortsumgehung und den Autobahnzubringer in Aurich betrifft. Im Fokus der Interessenvertretung stehen der Ausbau von Schienen-, Wasser- und Straßennetzen in der Region.

Vorstand mit zwei neuen Mitgliedern

Die Mitgliederversammlung verabschiedete sämtliche Beschlussvorschläge einstimmig. Ebenfalls einstimmig erfolgte die Neubesetzung von zwei Positionen im Vorstand. Marianne Hanneken, Geschäftsführerin der Johann Bunte-Logistik GmbH, und Klaus Fröhling, Bildungsleiter des Werkes Emden der Volkswagen AG, treten an die Stelle von Thorsten Klein von der Volkswagen AG und Klaus Reimann von UPM Nordland Papier GmbH.

Olaf Meinen, Landrat im Landkreis Aurich, thematisierte bei der Versammlung die Lage des Volkswagen-Werkes in Emden. Er äußerte Sorge über dessen Entwicklung und eine mögliche Schließung. „Wir als Ostfriesen stehen geschlossen hinter dem Werk“, sagte Meinen.

Unternehmenslink: Wachstumsregion Ems-Achse

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.