Die digitale Brieftasche d-you soll am 2. Januar in Deutschland starten. Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung stellte den Namen für die EUDI-Wallet vor. Nach Angaben von Bitkom wollen 170 Unternehmen die Technik in eigenen Angeboten nutzen. Auch für Unternehmen in Ostwestfalen-Lippe, Münster und Osnabrück kann d-you relevant werden. Betriebe sollten frühzeitig prüfen, in welchen Kunden- und Geschäftsprozessen sich digitale Identitätsnachweise künftig sinnvoll einsetzen und bestehende Abläufe vereinfachen lassen.
Dokumente in einer App bündeln
Mit der d-you digitalen Brieftasche sollen sich Ausweis, Führerschein und weitere Dokumente auf dem Smartphone bündeln und EU-weit einsetzen lassen. Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst verbindet den Start mit der Erwartung, dass digitale Angebote dadurch leichter nutzbar werden. Für eine breite Nutzung seien jedoch Anwendungsfälle mit konkretem Mehrwert erforderlich.
Unternehmen sagen Nutzung zu
170 Unternehmen haben bislang in einem von Bitkom und Bundesdigitalministerium initiierten Memorandum of Understanding zugesagt, die Technik in eigenen Angeboten einsetzen zu wollen. Wintergerst fordert für die Zeit bis zum Start praktische Unterstützung für diese Bereitschaft. Als mögliche Einsatzfelder nannte er neben Kontakten zu Ämtern und Behörden auch Unternehmensangebote.
Befragungen zur geplanten Nutzung
In einer Bitkom-Befragung im Frühjahr erklärten 54 Prozent der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger, die digitale Brieftasche ab Januar nutzen zu wollen. Ende vergangenen Jahres gaben 82 Prozent der Unternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland an, die Wallet einsetzen zu werden. 13 Prozent hatten sich nach diesen Angaben noch nicht mit dem Thema beschäftigt, 2 Prozent waren nicht interessiert. Angaben zu Methode, Stichprobe und Erhebungszeitraum der Befragungen liegen nicht vor.
Projektlink: Bitkom: EUDI-Wallet Deutschland d-you
