Talanx schätzt Belastung durch Hurrikan Sandy auf 300 Millionen Euro

Talanx schätzt Belastung durch Hurrikan Sandy auf 300 Millionen Euro Hannover (dapd). Der Versicherungskonzern Talanx hat seine Belastung durch den Wirbelsturm Sandy an der Ostküste der USA mit 306 Millionen Euro netto beziffert. Die Auswirkung auf das Geschäftsergebnis von Talanx bleibe damit im Rahmen der Erwartungen, teilte der Konzern am Montag in Hannover mit. „Aufgrund des im vergangenen Geschäftsjahr sehr moderaten Schadenanfalls ist das Budget des Talanx-Konzerns für derartige Großschäden ausreichend“, erklärte das im MDAX notierte Unternehmen. In der Summe sei der Schaden von 237,5 Millionen Euro enthalten, den zuvor die Tochter Hannover Rück mitgeteilt hatte. Talanx hält einen Anteil von 50,2 Prozent an dem Rückversicherer. Die Hannover Rück hält trotz der dreistelligen Millionenbelastung durch Sandy an ihrer Gewinnprognose fest. Die Belastung liege „komfortabel“ im Großschadenbudget für 2012. „Unsere Erwartung, für 2012 ein Konzernergebnis von mehr als 800 Millionen Euro erreichen zu können, wird durch diese Schadenbelastung nicht beeinträchtigt“, sagte der Vorstandsvorsitzende Ulrich Wallin. Damit würde der weltweit drittgrößte Rückversicherer nach Steuern einen Rekordgewinn machen. Am 7. März will der Konzern die Zahlen für 2012 vorlegen. Hurrikan Sandy hatte im Oktober vor allem an der Ostküste der USA Schäden in Milliardenhöhe angerichtet. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Aktionärsschützer geben Cromme Rückendeckung

Aktionärsschützer geben Cromme Rückendeckung Düsseldorf (dapd). Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) hat dem angeschlagenen ThyssenKrupp-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme Rückendeckung gegeben. Die Forderungen nach einem Rücktritt Crommes seien zwar angesichts der Milliardenverluste und der Skandale bei dem Essener Stahlkonzern populär, doch würde ein solcher Schritt dem Konzern nicht helfen, sagte der DSW-Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler am Montag der Nachrichtenagentur dapd. „Er soll aufräumen wie bei Siemens. Noch geben wir ihm eine Chance zur Klärung und Lösung der Probleme“, erklärte der Aktionärsschützer. Doch viel Zeit bleibe dem Manager nicht mehr, das Steuer herumzuwerfen. Wenn der Kurswechsel nicht bald gelinge, müsse Cromme tatsächlich seinen Platz räumen. Angesichts der horrenden Verluste bei ThyssenKrupp durch Stahlwerke in Übersee sowie die Skandale um Luxusreisen hatte die Vereinigung der Aufsichtsräte in Deutschland Cromme den Rücktritt nahegelegt. Der „Spiegel“ zitierte aus einem Brief des Verbands an Cromme, laut dem die Mehrheit der „verantwortungsbewussten Aufsichtsräte“ erwartet, „dass Sie selber über persönliche Konsequenzen nachdenken und Ihr Mandat als Aufsichtsratsvorsitzender der ThyssenKrupp AG niederlegen“. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Audi-Chef Stadler rechnet mit weiterem Wachstumsjahr

Audi-Chef Stadler rechnet mit weiterem Wachstumsjahr Detroit (dapd). Der Autohersteller Audi rechnet für 2013 nach einem Absatzrekord im vergangenen Jahr mit weiterem Wachstum. „Wir werden auf jeden Fall weiter wachsen“, kündigte Vorstandschef Rupert Stadler am Montag auf der Autoshow in Detroit an. Nach knapp 1,46 Millionen Fahrzeugen im vergangenen Jahr lehnte er aber eine genaue Vorhersage ab. „Wir werden die 1,5 Millionen vor 2015 packen“, sagte Stadler nur. Audi rechnet damit, dass der europäische Markt 2013 weiter leicht zurückgeht. Die Premiummarken und damit Audi würden vor allem in China, Russland oder Indien wachsen, weil dort eine kaufkräftige Mittelschicht entstehe. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Deutschland prüft Unterstützung für französische Soldaten in Mali

Deutschland prüft Unterstützung für französische Soldaten in Mali Berlin (dapd). Die Bundesregierung prüft mit Hochdruck Möglichkeiten zur Unterstützung der französischen Kampftruppen in Mali. Außenminister Guido Westerwelle (FDP) habe mit Kanzlerin Angela Merkel und Verteidigungsminister Thomas de Maizière (beide CDU) Maßnahmen „jenseits militärischer Kampfhandlungen“ verabredet, erklärte Außenamtssprecher Andreas Peschke am Montag. Denkbar seien medizinische, humanitäre oder logistische Hilfen. Regierungssprecher Steffen Seibert bekräftigte: „Ein Kampfeinsatz kommt nicht infrage für deutsche Soldaten.“ Peschke sprach von einem „schwierigen Einsatz“. Westerwelle und de Maizière hätten bereits deutlich gemacht, dass das militärische Eingreifen der Franzosen in dem westafrikanischen Staat richtig sei. Für die Bundesregierung sei klar, dass Deutschland „Frankreich in dieser schwierigen Situation nicht allein lässt“. Peschke mahnte zudem ein zügiges Vorgehen der Europäischen Union an. Die Planungen für eine EU-Mission zur Ausbildung des malischen Militärs müssten „mit erhöhter Dringlichkeit“ betrieben werden. Wünschenswert sei eine Entscheidung bereits in den kommenden Wochen. Westerwelle würde eine Sondersitzung der EU-Außenminister begrüßen, erklärte sein Sprecher. Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Stefan Paris, verwies auf Erfolge der französischen Truppen. Ihnen sei es offenbar gelungen, den Vormarsch der islamistischen Rebellen zu stoppen. Es habe sich auch gezeigt, dass die malischen Kräfte allein nicht in der Lage gewesen wären, die Rebellen aufzuhalten. Polenz: Gemeinsame Mission nicht Malta überlassen Verteidigungsminister de Maizière sagte im Deutschlandfunk, Frankreich habe „konsequent und richtig gehandelt“. Allerdings müsse das militärische Engagement langfristig überführt werden in eine nachhaltige Stabilisierung Malis. Eine mögliche Anfrage zur logistischen Unterstützung werde sorgfältig geprüft, sagte der CDU-Politiker. Auch der FDP-Vorsitzende Philipp Rösler schloss aus, dass sich Deutschland militärisch an der Lösung des Konfliktes in Mali beteiligt. Über logistische Hilfe könne man aber diskutieren. Bisher gebe es aber keine Anfrage, sagte der Wirtschaftsminister. Der CDU-Außenpolitiker Ruprecht Polenz sagte dagegen der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, sollte die EU Soldaten für eine gemeinsame Mission in dem westafrikanischen Land anfordern, werde sich Deutschland dem nicht verschließen. „Wir können das nicht Luxemburg und Malta überlassen. So funktioniert eine gemeinsame Europäische Außen- und Sicherheitspolitik nicht“, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag. Der SPD-Verteidigungsexperte Rainer Arnold wies im Nachrichtensender N24 auf das europäische Kommando für strategischen Lufttransport hin. Dort habe Deutschland seine Flieger angemeldet. „Wenn die angefragt werden, müssen wir schon sehr ernsthaft und zügig prüfen, ob wir nicht Luftunterstützung im Sinne von Transport leisten können“, sagte Arnold. Doch der Einsatz deutscher Soldaten in Mali sei ausgeschlossen. Linke entdeckt Züge des „Kriegs gegen den Terror“ Scharfe Kritik an der französischen Militärintervention kam von der Linkspartei. „Die völkerrechtswidrigen Luftangriffe Frankreichs in Mali sind entschieden zu verurteilen und tragen deutliche Züge eines ‚Kriegs gegen den Terror‘, an dem sich Deutschland auf keinen Fall beteiligen darf“, sagte die Außenexpertin Sevim Dagdelen. Frankreich mache bei seinen Angriffen keine Unterschiede zwischen Kämpfern und Zivilisten, sondern spreche nur davon, dass viele „Islamisten“ getötet worden seien. Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin forderte die Bundesregierung zu konkreten Hilfszusagen für das krisengeschüttelte Mali auf. „Deutschland sollte Anfragen seiner Partner oder der EU für Unterstützung – zum Beispiel im Bereich der Logistik oder bei der Ausbildung – konstruktiv prüfen“, sagte Trittin „Spiegel Online“. Anders als die außenpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Kerstin Müller, begrüßte Trittin auch Frankreichs Eingreifen in Mali. „Frankreich hat zu Recht auf Bitten der malischen Regierung und mit Zustimmung des Sicherheitsrates eingegriffen und einen weiteren Vorstoß der Islamisten in den Süden gestoppt“, sagte Trittin. Müller dagegen hatte den Einsatz Frankreichs als „hochriskante Aktion“ und als „falschen Weg“ bezeichnet. dapd (Politik/Politik)

Platzeck holt sich Vertrauen des Landtages

Platzeck holt sich Vertrauen des Landtages Potsdam (dapd). Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) genießt als künftiger Chefaufseher des Hauptstadtflughafens in Schönefeld die Rückendeckung des Potsdamer Landtages. 55 von 88 Abgeordneten sprachen dem 59-Jährigen am Montag auf einer Sondersitzung das Vertrauen aus. Die Ja-Stimmen kamen aus den Koalitionsfraktionen von SPD und Linke. Die Opposition, die von einem durchschaubaren Spektakel sprach, votierte geschlossen gegen Platzeck. Es war das erste Mal, dass ein brandenburgischer Regierungschef die Vertrauensfrage im Landtag stellte. Der SPD-Politiker will am Mittwoch den Vorsitz des Aufsichtsrats der Flughafengesellschaft von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) übernehmen, dessen Abwahl am Samstag im Abgeordnetenhaus gescheitert war. Brandenburgs CDU-Fraktionschef Dieter Dombrowski brandmarkte die Vertrauensfrage Platzecks als „Showveranstaltung mit absehbarem Ausgang“. Der Ministerpräsident hätte über die politischen Konsequenzen aus dem Debakel „lieber die Brandenburger befragen“ sollen, forderte der Oppositionsführer in einer lebhaften Debatte des Parlaments. Zugleich machte Dombrowski den Regierungschef in scharfer Form mitverantwortlich für die Pannen auf der Baustelle in Schönefeld. Platzeck tue so, als sei er mit dem Debakel „nur am Rande befasst“ gewesen, dabei habe er eine „Hauptrolle gespielt“. Der Ministerpräsident trage „ganz entscheidende Verantwortung am Misserfolg“ des Milliardenprojekts. Er habe „jahrelang zugesehen, wie getrickst und getäuscht wurde“. „Dieser Flughafen ist zu einer Last für diese Region geworden“, sagte Dombrowski und sprach Platzeck die Befähigung zum künftigen Chefaufseher der Flughafens ab. „Die einzige vernünftige Wahl“ wäre ein unabhängiger Experte. Grüne kritisieren „Verfassungsmissbrauch“ Der Grünen-Fraktionsvorsitzende Axel Vogel warf Platzeck „Verfassungsmissbrauch“ vor. Der Ministerpräsident inszeniere mit der Vertrauensfrage, für die eigentlich eine instabile Lage des Landes erforderlich wäre, „ein Politikspektakel, dessen Ergebnis von vorne herein feststeht“. Platzecks Aussage, nun Transparenz herstellen zu wollen, mache ihn „sprachlos“. Schließlich sei die Übernahme des Aufsichtsratsvorsitzes von Wowereit „in einer klassischen Hinterzimmerabsprache in trauter Männerrunde“ abgesprochen worden. Platzeck, der „als Ministerpräsident dieses Landes nicht mehr geeignet“ sei, habe zudem nicht erklärt, an welchen Kriterien er sein Scheitern oder seinen Erfolg in Schönefeld festmachen wolle. Stattdessen fordere er einen Blankoscheck. Daher sei das Nein der Opposition unumgänglich. FDP-Fraktionschef Andreas Büttner mahnte, den Blick nach vorne zu richten. Platzeck, der einen „großen Bogen um entstehende Kosten“ mache, müsse einen „Masterplan“ und einen Nachtragshaushalt vorlegen. „Dieser Flughafen muss so schnell wie möglich eröffnet werden. Wir brauchen diesen Flughafen“, sagte der FDP-Politiker und forderte einen Sonderausschuss des Landtages. Platzeck beklagt „ramponiertes Image“ Auch Platzeck beklagte ein „ramponiertes Image“ der Länder Berlin und Brandenburg sowie Deutschlands. Er wolle sich jedoch in schwieriger Lage nicht in die Büsche schlagen, sondern noch mehr Verantwortung übernehmen. Ein Ministerpräsident habe seinem Land gerade dann zu dienen, wenn die Zeiten schwierig seien. Nötig sei nun ein „Geist des gemeinsamen Anpackens“. Der SPD-Politiker will das Aufsichtsgremium um technischen und betriebswirtschaftlichen Sachverstand verstärken. Zudem werde die Geschäftsführung neu aufgestellt. Ferner wolle er eine transparentere Informationspolitik durchsetzen und Verkehrsstaatssekretär Rainer Bretschneider als Flughafenbeauftragten in die Staatskanzlei holen. Linksfraktionschef Christian Görke warnte vor „parteipolitischem Hickhack“ um den Flughafen. „Alle Parteien haben beim Thema BER ihre Unschuld verloren.“ Nur die Linke habe Schönefeld ursprünglich nicht gewollt. Inzwischen aber seien Milliarden investiert worden, Arbeiter hätten in Frost und Schlamm Bauten errichtet. Görke betonte daher: „Die Linke will keine Investitionsruine.“ Es müsse nun zügig geklärt werden, wann Schönefeld ans Netz kommt und welche Kosten entstehen. Die CDU dagegen wolle den Flughafen als „Wahlkampfkeule gegen Rot-Rot“ missbrauchen und mit Platzeck „offene Rechnungen begleichen“. SPD-Fraktionschef Ralf Holzschuher sagte, Verantwortung zu übernehmen in so einer schwierigen Situation sei keine Selbstverständlichkeit. Deshalb sei es auch legitim, dass der Ministerpräsident die Vertrauensfrage stelle. Platzeck sei der Richtige für den Aufsichtsratsvorsitz. dapd (Politik/Politik)

Platzeck hat den Rückhalt in der rot-roten Koalition

Platzeck hat den Rückhalt in der rot-roten Koalition Potsdam (dapd-lbg). Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) hat die Vertrauensabstimmung im Potsdamer Parlament erfolgreich überstanden. In einer Sondersitzung des Landtags zur Flughafenkrise sprachen ihm 55 der 88 Abgeordneten das Vertrauen aus. Die Stimmen kamen aus den Koalitionsfraktionen von SPD und Linke sowie von einem fraktionslosen Abgeordneten. Innerhalb der Koalition gab es keine Abweichler, die Opposition stimmte geschlossen gegen den Regierungschef. Der SPD-Politiker will am Mittwoch den Vorsitz des Aufsichtsrats der Flughafengesellschaft von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) übernehmen. Die Vertrauensfrage im Landtag hatte der Regierungschef damit begründet, dass er sich in dieser wichtigen Frage „der vollen Unterstützung der die Landesregierung tragenden Fraktionen“ sicher sein wolle. Es war das erste Mal, dass ein brandenburgischer Regierungschef die Vertrauensfrage im Landtag stellte. Vor der Abstimmung hatte Platzeck in einer Regierungserklärung eingeräumt, dass der Großflughafen in Schönefeld in einer sehr schwerwiegenden Weise in Not geraten sei. Die Hauptstadtregion sei jedoch auf einen funktionsfähigen, modernen Airport angewiesen. Deshalb wolle er künftig noch mehr Verantwortung übernehmen. Platzeck sagte, er knüpfe sein politisches Schicksal an die Zukunft des Flughafens. dapd (Politik/Politik)

Zeitplan für EEG-Reform bleibt umstritten

Zeitplan für EEG-Reform bleibt umstritten Berlin (dapd). Zwischen Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) und Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) bleibt der Ton rau. Eine Sprecherin Röslers sagte am Montag, ihr Ministerium gehe davon aus, dass eine getroffene Vereinbarung zur Reform der Förderung erneuerbarer Energien auch umgesetzt werde und der Umweltminister bis März „abgestimmte Vorschläge“ vorlegen werde. Eine Sprecherin Altmaiers hatte zuvor für März lediglich „erste Vorschläge“ für eine Überarbeitung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) in Aussicht gestellt. Zunächst solle eine Reihe von Gesprächen mit Beteiligten der Branche abgeschlossen werden. Aus Sicht des Bundeswirtschaftsministeriums unterstreichen aktuelle Zahlen den „akuten Handlungsbedarf für eine EEG-Reform in dieser Legislaturperiode“. Die derzeitige Form der Förderung der erneuerbaren Energien sei der Hauptkostentreiber beim Strom und sollte ersetzt werden durch ein System von mehr Markt und Wettbewerb. „Wir gehen davon aus, dass alle politischen Verantwortlichen dies erkennen und bereit sind, schnell zu handeln, so wie es die Koalition beschlossen hat“, betonte die Sprecherin. dapd (Politik/Politik)

Die Küche wird mobil

Die Küche wird mobil Köln (dapd). In jeder Einbauküche gibt es Probleme, wenn beide Partner unterschiedlich groß sind: Für den einen sind Kochfeld und Spüle zu niedrig, für den anderen zu hoch. In der modernen Küche ist das kein Problem mehr, denn die Elemente sind mobil. Auf Knopfdruck senken sie sich oder heben sich an. Die vom Pfullendorfer Küchenhersteller Alno vorgestellte „bewegte Küche“ ist eine der vielen Weltneuheiten auf der diesjährigen weltgrößten Möbelmesse imm cologne, die am Montag in Köln begann. Bis Sonntag zeigen mehr als 1.250 Unternehmen aus 50 Ländern über 100.000 Möbelstücke. Rund 140.000 Besucher werden erwartet. Im Trendmittelpunkt steht dabei insbesondere die Küche. „Die Küche ist nicht mehr nur ein Ort zum Kochen, sondern das Zentrum einer Wohnung oder des Hauses“, sagt der Präsident des Verbands der Deutschen Möbelindustrie (VDM), Alno-Geschäftsführer Elmar Duffner. Daher gebe es gerade bei Küchen viele Innovationen. „Das Wohnzimmer – immer noch der beliebteste Raum in der Wohnung – wird zunehmend privater Rückzugsort. Mit Freunden bleibt man heute bis spät in die Nacht in der Küche sitzen“, fügt VDM-Trendexpertin Ursula Geismann hinzu. Moderne Küchen, so zeigt es die Messe, kommen als Baukasten mit vielen kombinierbaren Gestaltungselementen daher, in deren Mittelpunkt eine Kochinsel mit Arbeitsplatte steht. Das Bedienungsdisplay der Geräte sieht, wie etwa bei den Modellen des Münchner Hausgeräteherstellers Gaggenau, immer mehr einem Smartphone ähnlich: Durch einfaches Antippen lassen sich so Temperatur und Garmethode leicht wählen. Kein eindeutiger Wohntrend Doch aus der Modernität heutiger Küchen lässt sich kein eindeutiger Wohntrend hin zu mehr Funktionalität ableiten. „Die Menschen sind gerne zu Hause, aber die verbindlichen Wohnleitbilder verlieren an Bedeutung. Die einen wollen ihrer Persönlichkeit durch Wohnen und Einrichten Ausdruck verleihen, die anderen bleiben bescheiden und begrenzen sich auf das wirklich notwendige Inventar“, sagt Geismann. Als zweiten großen Trend haben Wohnexperten dabei das Thema Natur ausgemacht. Möbel sollen möglichst aus natürlichen Materialien bestehen. „Das zeigt sich bei Echtholzmöbeln, bei furnierten Möbeln, bei Leder, Wollfilz und Tierfell als Bezugsstoff. Glas wird gegenüber Kunststoff als Frontscheibe bevorzugt“, sagt Geismann. Doch ob üppiger oder bescheidener Einrichtungsstil – unterm Strich bleibt Deutschland als drittgrößter Möbelmarkt weltweit bei den Pro-Kopf-Ausgaben führend: Statistisch 383 Euro gab jeder 2012 für neue Möbel aus – obwohl nach Feststellung der Möbelhersteller zunehmend im Ausland produzierte preiswerte Möbel gefragt sind und Möbel aus heimischer Fertigung eher exportiert werden. Doch angesichts der kriselnden Exportmärkte in Europa steht die heimische Kundschaft in der Branche ungebrochen hoch um Kurs. „Unsere Stütze sind derzeit die bundesdeutschen Verbraucher“, hebt Duffner hervor. Auch für das laufende Jahr gehe man von einem stabilen Inlandsmarkt aus. Insgesamt erwartet die Branche nach drei wachstumsstarken Jahren für 2013 eine schwarze Null – und stellt den Käufern dabei stabile Preise in Aussicht. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Einwohnerzahl in Deutschland erneut gestiegen

Einwohnerzahl in Deutschland erneut gestiegen Wiesbaden (dapd). Erneut mehr Einwohner in Deutschland: Trotz der niedrigen Geburtenrate hat die Bevölkerungszahl laut einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes 2012 das zweite Jahr in Folge zugenommen. Mit 82 Millionen Menschen lebten in der Bundesrepublik etwa 200.000 mehr als im Vorjahr, wie die Behörde am Montag in Wiesbaden mitteilte. Damit wuchs Deutschland vor allem aufgrund vieler Zuwanderer etwa um die Einwohnerzahl einer Stadt wie Mainz oder Rostock. Im Jahr 2011 war das Land nach jahrelangem Rückgang bereits um 92.000 Bürger gewachsen. Für 2012 zählten die Statistiker vorläufig 660.000 bis 680.000 Geburten und 860.000 bis 880.000 Sterbefälle. Es starben also etwa 200.000 Menschen mehr, als Babys geboren wurden. Der eigentlich daraus resultierende Rückgang der Bevölkerung konnte umgangen werden, weil etwa 340.000 Menschen mehr nach Deutschland umzogen als aus Deutschland wegzogen. Ein Plus bei den Wanderungsbewegungen von mehr als 300.000 hat es laut Statistik zuletzt im Jahr 1995 gegeben. (Bevölkerungszahlen des Statistischen Bundesamtes: http://url.dapd.de/cVGIy5 ) dapd (Politik/Politik)

Nordamerika bleibt auf Wachstumskurs

Nordamerika bleibt auf Wachstumskurs Detroit (dapd). Die deutschen Autohersteller wollen nach dem Absatzrekord in den USA im abgelaufenen Jahr nachlegen: Der deutsche Branchenverband VDA zeigte sich zu Beginn der Automesse in Detroit überzeugt davon, dass der Absatz von Mercedes, BMW, VW, Audi und Porsche 2013 erneut überdurchschnittlich steigen wird. „Nordamerika bleibt auf Wachstumskurs“, sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann am Montag. 2012 hatten die Deutschen ihre Verkäufe von Pkw und Geländewagen in den USA um mehr las 21 Prozent auf rund 1,27 Millionen erhöht. Der Markt wuchs mit 13 Prozent deutlich langsamer. Wissmann begründete seine Wachstumshoffnungen damit, dass der Automarkt in den USA auch 2012 trotz zweistelligem Wachstum mit 14,4 Millionen Stück noch weit unter dem langjährigen Durchschnitt von über 16 Millionen Stück lag. Hinzu komme das hohe Durchschnittsalter der amerikanischen Autos. Zugleich kündigte Wissmann an, die deutschen Hersteller würden auch 2013 versuchen, die US-Bürger vom Dieselmotor zu überzeugen. Bisher setzen die Kunden in Amerika beim Sparen eher auf Hybridautos, bei denen japanische Hersteller führend sind. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)