Berlin (dapd). Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) lehnt Pläne Zyperns ab, zur Krisenbewältigung unter anderem die Renten der Bevölkerung zu verpfänden. Im ARD-„Morgenmagazin“ sagte Kauder am Freitag, das sei noch schlimmer als die vergleichsweise kleine Zwangsabgabe für Sparer. Rentner zu belasten sei kein zielführender Vorschlag. Kauder mahnte: „Die Regierung in Zypern muss den Menschen die Wahrheit sagen“. Die ursprünglich geplante Abgabe von 9 oder 6 Prozent von Sparguthaben sei vergleichsweise wenig zu dem was passiere, wenn die Banken pleitegingen. Dann dürften 70 bis 80 Prozent der Einlagen weg sein. Zypern müsse jetzt einen Vorschlag machen. „Sonst wird es ganz eng“, warnte der CDU-Politiker und fügte hinzu: „Zypern spielt mit dem Feuer.“ Das Parlament in Nikosia Das Land muss 5,8 Milliarden Euro auftreiben, um Hilfszahlungen von 10 Milliarden Euro von den europäischen Partner und dem Internationalem Währungsfonds (IWF) zu ermöglichen. Dieses Geld über eine einmalige Steuer auf Bankguthaben zu besorgen, hatte das Parlament abgelehnt. Es soll nun am Freitag über einen neuen Rettungsplan abstimmen. Dieser sieht einen Solidaritätsfonds vor, zu dem auch die Rentenkassen und die Kirchen beitragen sollen. dapd (Politik/Politik)
Peer-Michael Preß
Jobcenter feiert Premiere bei „Theater macht Arbeit“
Kreis Lippe. Helena liebt Demetrius. Demetrius liebt Hermia. Hermia liebt Lysander, doch der liebt Helena. – Alles ganz schön verwirrend beim SommerNachtTraum. Frei nach Shakespeare haben 20 arbeitslose Jugendliche und junge Erwachsene ein eigenes Theaterstück entwickelt, das die Zuschauer die Irrungen und Wirrungen der Liebenden verfolgen lässt. Nun feierte es Premiere vor geladenem Publikum im Hangar 21.
Jobcenter feiert Premiere bei „Theater macht Arbeit“
Kreis Lippe. Helena liebt Demetrius. Demetrius liebt Hermia. Hermia liebt Lysander, doch der liebt Helena. – Alles ganz schön verwirrend beim SommerNachtTraum. Frei nach Shakespeare haben 20 arbeitslose Jugendliche und junge Erwachsene ein eigenes Theaterstück entwickelt, das die Zuschauer die Irrungen und Wirrungen der Liebenden verfolgen lässt. Nun feierte es Premiere vor geladenem Publikum im Hangar 21.
Miele erhält neunmal den red dot Award
Gütersloh. Schon vor ihrer Markteinführung wurden die neuen Einbaugeräte von Miele (Generation 6000) gleich achtfach mit dem „red dot design award“ ausgezeichnet. Prämiert wurde zudem eine Wasch-Trocken-Säule für gewerblichen Einsatz. Der red dot wird seit 1955 verliehen und zählt zu den begehrtesten Design-Auszeichnungen weltweit.
Dr. Michael Fantini zum Honorarprofessor an der FHM berufen
Bielefeld. Dr. Michael Fantini (51) ist zum Honorarprofessor im Fachbereich Personal, Gesundheit und Soziales an der staatlich anerkannten, privaten Fachhochschule des Mittelstands (FHM) ernannt worden. Er vertritt das Fach Management in der Gesundheitswirtschaft. Professor Dr. Fantini ist als Chefarzt und ärztlicher Direktor des Krankenhauses Lübbecke-Rahden in den Mühlenkreiskliniken tätig. Seit einigen Jahren hat er einen Lehrauftrag an der FHM inne. Mit der Berufung von Herrn Dr. Fantini zum Professor wird der Fachbereich Personal, Gesundheit und Soziales an der FHM weiter ausgebaut.
Merkel will sich nicht zur Ehren- und Vereinspolin machen lassen
Rostock (dapd). Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist zwar nach dem neuesten Stand der biografischen Enthüllungen Viertel-Polin, dank des Großvaters Ludwik Kazmierczak, will sich aber nicht demonstrativ zur Ehren- und Vereinspolin machen lassen. Der in Berlin ansässige Verein „Polnische Frauen in der Wirtschaft und Kultur e.V.“ hatte Merkel bereits die Ehrenmitgliedschaft angetragen. Ein Regierungssprecher sagte der „Ostsee-Zeitung“ (Freitagausgabe), die Bundeskanzlerin „ist dem Wohlergehen aller in der Bundesrepublik Deutschland lebenden Menschen gleich welcher Herkunft und Nationalität verpflichtet“ und begrüße daher grundsätzlich alle Aktivitäten zur Völkerverständigung. Aber „Ehrenmitgliedschaften in einzelnen national geprägten Vereinigungen würden hier so nicht beabsichtigte Akzente setzen“. Zudem lasse der enge Terminplan der Kanzlerin eine Teilnahme an Diskussionen und Vereinstreffen nicht zu. dapd (Politik/Politik)
Sozialverband VdK pocht auf Inflationsausgleich für Rentner
Stuttgart (dapd). Der Sozialverband VdK beharrt auf einem Inflationsausgleich für Rentner in den alten Bundesländern. In der „Stuttgarter Zeitung“ (Freitagausgabe) nannte VdK-Vizepräsident Roland Sing die zur Jahresmitte geplante Rentenanhebung um 0,25 Prozent für Ruheständler im Westen ein „trauriges Ergebnis“. Sing kritisierte, dass die Rentenerhöhungen seit dem Jahr 2000 äußerst mäßig ausgefallen seien. „Die Kaufkraft der Rentner sinkt.“ Vor diesem Hintergrund sei die massive Beitragssenkung in der Rentenversicherung unverständlich. „Unsere Mitglieder sind empört, dass sieben Milliarden Euro der Rentenversicherung entzogen wurden, weil die Beiträge zum 1. Januar 2013 gesenkt wurden“, sagte Sing. Auch die Rentner hätten Anspruch auf eine Beteiligung. Der Sozialverband will auf Veranstaltungen überall in Deutschland das kleine Rentenplus zum Thema machen. dapd (Politik/Politik)
Energieexpertin rügt Regierungspläne zur Strompreisbremse
Passau (dapd). Die Energieexpertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Claudia Kemfert, kritisiert die Pläne der Bundesregierung bei der Strompreisbremse als unzureichend. „Ein großer Wurf ist das nicht, weil die Pläne der Bundesregierung nicht an den eigentlichen Ursachen ansetzen“, sagte sie der „Passauer Neuen Presse“ (Freitagausgabe). Die Ökostrom-Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) werde mit den vorgeschlagenen Maßnahmen kaum sinken, rügte die Wirtschaftsprofessorin den Quasi-Stillstand beim Energiegipfel von Bund und Ländern am Donnerstag in Berlin. „Es kann nicht sein, dass die Energiewende dauernd als Sündenbock für exorbitante Strompreiserhöhungen herhalten muss.“ Laut Kemfert berechnet sich die EEG-Umlage aus der Differenz zum immer weiter sinkenden Börsenstrompreis. Und der sei auch deshalb so niedrig, weil der Emissionshandel nicht funktioniere und Kohlestrom künstlich verbilligt werde. „Hier müsste eingegriffen werden“, forderte die DIW-Energieexpertin. Je höher der Preis für CO2-Zertifikate, desto höher wäre auch der Börsenpreis. Zu geplanten Ausnahmen für die Wirtschaft bei der EEG-Umlage sagte Kemfert, für Unternehmen, die wirklich im internationalen Wettbewerb stünden, seien hohe Stromkosten ein Nachteil. Darüber hinaus spreche aber viel für eine gut ausbalancierte Lastenverteilung. „Es kann nicht sein, dass immer nur die Privathaushalte zur Kasse gebeten werden und die Industrie von Kosten befreit.“, sagte Kemfert. dapd (Politik/Wirtschaft)
Von der Leyen: Mittelfristig Angleichung von West- und Ostrenten
Berlin (dapd). Im Streit um unterschiedliche Rentenniveaus in Ost und West rechnet Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) mittelfristig mit einer Angleichung. Der „Bild“-Zeitung (Freitagausgabe) sagte von der Leyen: „Nach der Wiedervereinigung lagen die Ostrenten bei 51 Prozent des Westwertes, jetzt sind sie bereits bei 91 Prozent. Hält der Trend bei den Löhnen an, dann ist die vollständige Angleichung nur noch eine Frage der Zeit.“ Die Ministerin betonte, im aktuellen Rentensystem seien „die Vor- und Nachteile für Rentner aus beiden Teilen Deutschlands klug austariert“. Mit den Löhnen im Osten seien auch die Ostrentenpunkte kontinuierlich im Wert gestiegen. Zum 1. Juli 2013 werden die Renten im Osten um 3,29 Prozent angehoben. Im Westen gibt es dagegen nur ein Plus um 0,25 Prozent. dapd (Politik/Politik)
Bundesagentur für Arbeit macht 2013 deutlich weniger Defizit
Berlin (dapd). Die Bundesagentur für Arbeit (BA) wird in diesem Jahr weniger Verlust machen als erwartet. Wie die „Bild“-Zeitung (Freitagausgabe) unter Berufung auf BA-Kreise meldet, dürfte das Defizit rund 350 Millionen Euro niedriger ausfallen. Das hätten interne Schätzungen der Behörde ergeben. Bislang war die BA offiziell von einem Fehlbetrag von 1,2 Milliarden Euro für 2013 ausgegangen. Grund für das geringere Defizit sei die sich bessernde Lage am Arbeitsmarkt, schreibt das Blatt. Danach dürfte die Arbeitslosigkeit in diesem Jahr um weitere 40.000 Personen sinken. Bislang war das BA-nahe Institut für Arbeit- und Berufsforschung von einem Anstieg der Erwerbslosenzahl um rund 40.000 ausgegangen. dapd (Politik/Politik)
