Detmold. Die Jowat AG, international agierender Hersteller von Klebstoffen für Industrie und Handwerk, besetzt mit Christer Ekstrand die Position des Managing Directors bei der Jowat Scandinavia AB, der schwedischen Niederlassung der Jowat AG mit Sitz in Malmö.
Peer-Michael Preß
Telekom legt besseres Angebot für Fusion mit MetroPCS vor
Bonn (dapd). Angesichts des Widerstands von Investoren hat die Deutsche Telekom ihr Angebot für die Fusion ihrer kriselnden US-Tochter T-Mobile mit dem Rivalen MetroPCS aufgebessert. Die neue Gesellschaft soll nun etwa nur 11,2 Milliarden Dollar (rund 8,6 Milliarden Euro) an Schulden von T-Mobile USA übernehmen statt wie zunächst vorgesehen 15 Milliarden Dollar, wie die Telekom in der Nacht zum Donnerstag in Bonn mitteilte. Das erhöhe das Eigenkapital der neuen Firma. Mit dem Zugeständnis gibt die Telekom einer Forderung von Großaktionären der MetroPCS nach, die wegen der hohen Schulden ihre Zustimmung zu dem Zusammenschluss verweigern wollten. Auch einflussreiche Beratungsfirmen hatten Front gegen die Fusion gemacht, weil sie die Bedingungen für unfair hielten. Die Telekom stellte zugleich klar, dass sie ihr Angebot nicht weiter verbessern wird. Die Offerte sei „endgültig“, erklärte der Konzern. Die Telekom besteht weiter darauf, dass sie 76 Prozent an der neuen Gesellschaft hält, die Aktionäre von MetroPCS 24 Prozent. Nach der Zustimmung aller zuständigen Behörden sollten die Aktionäre von MetroPCS, dem fünftgrößten Mobilfunkanbieter der USA, eigentlich an diesem Freitag (12.4.) über die geplante Fusion abstimmen. MetroPCS kündigte aber nun an, dass die Versammlung auf den 24. April verschoben wird, um den Aktionären mehr Zeit für die Prüfung des Angebots zu geben. Die Telekom könnte mit der Fusion eines ihrer drängendsten Probleme lösen. Denn Abschreibungen auf das kriselnde USA-Geschäft hatten dem Konzern 2012 einen Verlust von 5,3 Milliarden Euro eingebrockt. Ein Scheitern der Fusion wäre eine zweite herbe Niederlage für die Bonner. 2011 war die Telekom mit dem Verkauf ihrer US-Tochter an AT&T für 39 Milliarden Dollar am Widerstand der Behörden gescheitert. Um den MetroPCS-Aktionären die Fusion schmackhafter zu machen, soll laut der neuen Offerte der Zinssatz für die verbleibenden 11,2 Milliarden Dollar Schulden um 0,5 Prozentpunkte sinken. Zudem verpflichtete sich die Telekom, Aktien der neuen Firma nun mindestens eineinhalb Jahre nach der Fusion zu halten. Bislang war eine Frist von nur sechs Monaten vereinbart. „Mit dem verbesserten Angebot unterstreicht die Deutsche Telekom das Ziel und den Willen, nachhaltig eine neue, starke Gesellschaft auf dem US-Mobilfunkmarkt zu schaffen“, erklärte der Konzern. Auch das Management vom MetroPCS hatte bei den Anteilseignern immer wieder für die Fusion mit T-Mobile USA, der viertgrößten Mobilfunkfirma des Landes, geworben. Der Zusammenschluss sei „die beste strategische Lösung für unsere Aktionäre“, hieß es zuletzt in einem Brief. Die Telekom und MetroPCS hatten im vergangenen Jahr vereinbart, gemeinsam auf dem lukrativen, aber hart umkämpften US-Mobilfunkmarkt anzugreifen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Spezialisiert auf Architektur- visualisierungen
Lingen. Von Mettingen nach Lingen hat es Ende letzten Jahres die beiden Architekturbüros „TAAO“ und „SPLINEDOCK“ gezogen. In erster Linie hätten private und familiäre Gründe für einen Umzug gesprochen, erzählt einer der Inhaber, Thomas Adam, im Gespräch. Doch auch die ideale Lage an der Haselünner Straße als Ausfahrtstraße, die gute Größe des freistehenden Gebäudes, die Parkplätze vor der Tür und die schnelle Internetverbindung vor Ort waren überzeugende Argumente für den Standort Lingen, der sich bezahlt gemacht hat. „Mit dem Umzug konnten wir bereits einige neue Lingener Auftraggeber gewinnen“, erklärt Frank Niehus.
Bayerns Landwirtschaftsminister fordert mehr Hilfen für kleine Höfe
Passau (dapd). Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) plädiert dafür, kleineren Bauernhöfe im Zuge der EU-Agrarreform mehr zu helfen. „Kleinere Betriebe müssen künftig überdurchschnittlich unterstützt werden“, sagte der Minister und Vorsitzende der deutschen Agrarministerkonferenz der „Passauer Neuen Presse“. „Das wäre ein Stück mehr Gerechtigkeit, denn kleinere Betriebe haben pro Hektar deutlich höhere Produktionskosten als große und sie leisten allein schon durch die Struktur einen wichtigen Beitrag zu einer vielfältigen und artenreichen Kulturlandschaft“. Brunner will bei der Agrarministerkonferenz dafür werben, „die Flächenprämie für die ersten 30 bis 50 Hektar eines Betriebs um bis zu 30 Prozent aufzustocken“. Bei künftig rund 200 Euro pro Hektar Basisprämie würde das einen Zuschlag von rund 60 Euro bedeuten. Zudem will er sich für eine Kleinlandwirte-Regelung einsetzen, die kleinere Betriebe wirksam von Bürokratie entlastet. Dies sei notwendig, damit in Zukunft Nahrungsmittel nicht nur in Gunstlagen produziert werden, sondern auch in Regionen, die wegen ihrer kleinräumigen Strukturen schwieriger zu bewirtschaften sind. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Arbeitgeberpräsident Hundt hält Gefahr der Altersarmut für überschätzt
Düsseldorf (dapd). Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hält eine Rentenreform zur Vorbeugung gegen Altersarmut für unnötig. „Das Thema Altersarmut wird überschätzt“, sagte Hundt der „Rheinischen Post“. Aktuell seien 2,5 Prozent der Bürger im Rentenalter auf Grundsicherung angewiesen. Auch wenn das Rentenniveau wie geplant sinke, werde dieser Anteil nach Berechnungen dadurch nur auf drei bis vier Prozent steigen. „Damit wird Altersarmut nicht zum Massenphänomen, sondern weiter die Ausnahme bleiben“, sagte Hundt. In Bezug auf die verschiedenen Reformmodelle von Union, SPD und Grünen betonte der Arbeitgeberpräsident: „Wir brauchen weder eine Lebensleistungs- noch ein Solidar- oder eine Garantierente. Deutschland braucht keines dieser drei Modelle.“ dapd (Politik/Politik)
SPD-Rechtsexperte Lischka mahnt Schulung des Gefängnispersonals an
Halle (dapd). SPD-Rechtsexperte Burkhard Lischka hat angesichts der Nachrichten über ein rechtsextremes Netzwerk in deutschen Haftanstalten die Schulung der Gefängnismitarbeiter angemahnt. „Sie müssen die Symbole und Codes der Szene kennen. Sonst wird man solchen Strukturen nicht auf die Spur kommen“, sagte er der „Mitteldeutschen Zeitung“. Außerdem müsse versucht werden, die Mitläufer vom harten Kern der Szene abzuspalten, forderte der SPD-Politiker. dapd (Politik/Politik)
Zu viele Krankenhausbetten in Deutschland?
Dortmund (dapd). Aus Sicht der AOK wird in deutschen Krankenhäusern zu häufig operiert. „Patienten können nicht mehr sicher sein, dass ein Eingriff ausschließlich aus medizinischen Gründen durchgeführt wird“, sagte der Chef des AOK-Bundesverbandes, Jürgen Graalmann, der „Frankfurter Rundschau“. Grund dafür sei, dass es in Deutschland zu viele Krankenhausbetten gebe. Um diese Betten voll zu besetzen und wirtschaftlich arbeiten zu können, werde mehr operiert als nötig. Die AOK beruft sich auf eine aktuelle Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), nach der in kaum einem anderen Land so oft operiert wie in Deutschland. Graalmann forderte, das Vergütungssystem der Kliniken zu reformieren: „Die Bezahlung muss so verändert werden, dass es sich nicht mehr lohnt, die Zahl der Operationen unnötig zu erhöhen.“ dapd (Politik/Politik)
Schäuble für mehr Befugnisse des Bundes im Kampf gegen Steuersünder
Berlin (dapd). Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wünscht sich mehr Kompetenzen für den Bund im Kampf gegen die Steuerhinterziehung. „Wenn die Länder wollen, dass das Bundeszentralamt für Steuern im Kampf gegen Steuervermeidung mehr Befugnisse erhalten soll, wäre das sicherlich ein zu begrüßender Schritt“, sagt Schäuble in einem Interview der „Süddeutschen Zeitung“ (Donnerstagausgabe). Es müsse aber klar sein, dass eine stärkere Konzentration von Befugnissen beim Bund allein nicht ausreiche. „Der Kern des Problems ist die Tatsache, dass sich die Staaten durch Steuervermeidungsstrategien gegeneinander ausspielen lassen – und nicht die mangelhafte Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern“, betonte er. dapd (Politik/Politik)
Hessens Grüne schließen Zwischenlagerung in Biblis nicht aus
Frankfurt (dapd). Der hessische Grünen-Chef Tarek Al-Wazir hat die ablehnende Haltung vieler Bundesländer zur Zwischenlagerung von Atommüll kritisiert. „Union und FDP waren immer für die Atomkraft und wollen jetzt mit den Ergebnissen ihrer eigenen Politik nichts mehr zu tun haben. Das ist geradezu abenteuerlich“, sagte er der „Frankfurter Rundschau“. Eine Bund-Länder-Runde hatte sich am Dienstag nicht einigen können, wo der wiederaufbereitete Nuklearabfall aus dem britischen Sellafield und dem französischen La Hague zwischengelagert werden soll, nachdem keine Castor-Transporte mehr nach Gorleben rollen sollen. Auch Hessen ist bisher nicht bereit, einen Teil der insgesamt 26 Atommüllbehälter im Lager Biblis aufzunehmen. Die hessische Landesregierung dürfe sich nicht hinter Formalien verstecken, sagte Al-Wazir. Er schloss nicht aus, dass auch das Atomkraftwerk Biblis als Zwischenlager infrage kommen könne: „Niemand darf sich aus der Verantwortung stehlen.“ dapd (Politik/Politik)
Schäuble warnt Athen vor Reparationsforderungen
Osnabrück (dapd). Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat vor einer Irreführung der Menschen in Griechenland aufgrund angeblich berechtigter Reparationsforderungen an Deutschland gewarnt. „Ich halte solche Äußerungen für unverantwortlich. Viel wichtiger, als die Leute mit solchen Geschichten in die Irre zu führen, wäre es, ihnen den Reformweg zu erklären und zu erläutern und sie auf diesem zu begleiten“, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Griechenland hat schon viel geschafft, aber hat auch noch einen längeren Weg vor sich. Davon sollte man nicht ablenken.“ Er sehe für die Forderungen im Übrigen keine Chance, da die Entschädigungsfragen längst geklärt seien. Griechischen Medienberichten zufolge soll eine Kommission zu dem Schluss gekommen sein, dass Griechenland niemals irgendwelche Entschädigungen für die Zerstörungen und Massaker der deutschen Besatzer im Zweiten Weltkrieg erhalten habe. dapd (Politik/Politik)