Stadtlohn. Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften war der gebürtige Düsseldorfer fünf Jahre in der Unternehmensberatungsbranche tätig, ehe er als Führungskraft zu einem mittelständischen Unternehmen in Bocholt wechselte. Daher kennt er sich in der Region Westmünsterland bestens aus: „In diesen zwei intensiven Jahren habe ich Land und Leute nicht nur kennen sondern auch schätzen gelernt“, so Dreyer.
Peer-Michael Preß
effect sagt Red Bull Kampf an
Paderborn (ugw). Kein anderes Getränkesegment wächst derzeit schneller als Energy Drinks. Sowohl Handel als auch Gastronomie sehen im Contest der großen classic-taste-Marken noch hohe Umsatzpotenziale in 2013. Erst jüngst haben in einer Onlineumfrage bundesweit über 20.000 Gastronomen entschieden: effect® ist die „wachstumsstärkste Marke“ (81 Prozent / bei Mehrfachnennungen), noch vor dem Marktführer Red Bull (75 %) und Verfolger Black 28 (30 %).
conluto bringt neue Lehmfarben auf den Markt
Blomberg. Zum zweiten Mal in Folge präsentierte sich conluto als einer der führenden Hersteller im Bereich der Lehmbaustoffe auf der Farbe – Ausbau & Fassade in Köln. Bei seiner ersten Teilnahme vor drei Jahren zeigte das Unternehmen dem Fachpublikum mit seinen Lehmfarben die ersten conluto Produkte zur Oberflächengestaltung und hat sich damit einen Namen in diesem Segment gemacht.
Bürgerwindpark Weiberg wird in Kürze in Betrieb genommen
Büren-Weiberg. Die Betontürme für die fünf Windenergieanlagen im Sintfeld zwischen Weiberg und Hegensdorf sind fast fertiggestellt. Wegen des langen Winters hatte es ein paar Verzögerungen gegeben. Friedbert Agethen vom geschäftsführenden Vorstand der betreibenden Bürgerwindpark Weiberg GmbH & Co.KG geht dennoch davon aus, dass die rund 180 Meter hohen 2,3 Megawatt-Anlagen im April oder Mai in Betrieb gehen. Die Endmontage soll noch in dieser Woche beginnen.
Das Wissen über gesundes Wasser vor sich hertragen
Bad Driburg. Aus ganz Deutschland kamen sie in den vergangenen fünf Monaten zusammen und lernten Wissenswertes über Wasser, das kaum einer weiß, obwohl es doch so wichtig ist. Seit dem 4. März dürfen sich nun 15 Wasserspezialisten offiziell „Wassersommelier“ nennen – unter Ihnen auch Antje Mergard, Mitarbeiterin der Bad Driburger Naturparkquellen und zuständig für die Qualitätssicherung dort.
Neue Bodenaushub- und Bauschuttdeponie mit Fernwärmenetz
Kreis Paderborn. Unübersehbar sind die kräftigen Erdbewegungen auf dem Freigelände des Entsorgungszentrums „Alte Schanze“ in Paderborn-Elsen, die direkt nach Ostern begonnen haben. Mit einem offiziellen „Spatenstich“ haben jetzt Landrat Manfred Müller, AV.E-Betriebsleiter Martin Hübner sowie AV.E-Betriebsausschussvorsitzender Wolfgang Scholle den offiziellen Start für den 1. Bauabschnitt der neuen Bodenaushub- und Bauschuttdeponie eingeleitet, der auch die Errichtung eines neuen Fernwärmenetzes von 1,7 Kilometer Länge vorsieht.
Michael Hellmann verstärkt Vertrieb von Nieburg Küchen im Ausland
Löhne. Michael Hellmann übernimmt ab sofort die Leitung des Auslands-Vertriebs beim Traditionsunternehmen Nieburg Küchen. Als Assistent der Geschäftsführung verstärkt der 49-Jährige die erfahrene Führungsriege um Alexandra Robeck, deren Familie das Unternehmen vor fünf Jahren übernommen und neu aufgestellt hat. Der Vertrieb im Inland wird weiterhin von Stefan Tiemann geleitet, unter dessen Führung der Umsatz in den letzten Jahren von acht auf 12 Mio. Euro gewachsen ist.
Saftiges aus der Sahara
Dakhla (dapd). Dakhla, Westsahara, knapp 2.000 Kilometer südlich der Meerenge von Gibraltar. Dank riesiger Grundwasservorkommen gedeihen unter der ergiebigen Wüstensonne Früchte und Gemüse auch dann, wenn es weiter nördlich in Agadir, in Spanien oder Südfrankreich schon wieder oder immer noch zu kühl ist. Hier bauen Landwirtschaftskonzerne in riesigen Gemüsefabriken Tomaten und Charentais-Melonen an – und die landen auch in den Einkaufskörben der Kunden großer Einzelhandelsunternehmen in Europa. Die Käufer wissen dabei meist nichts von den blutigen Auseinandersetzungen, die im Anbaugebiet ausgetragen werden. Afrikas letzte Kolonie Denn die Westsahara ist ein vergessenes Konfliktgebiet. Seit bald 40 Jahren schwelt ein Streit um die 266.000 Quadratkilometer Wüste. Für die Besatzungsmacht Marokko gehört die Westsahara zu ihrem Territorium. Viele der indigenen Sahraouis hingegen unterstützen die Befreiungsfront Polisario, die – wie in zahlreichen Resolutionen der Vereinten Nationen (UNO) vorgesehen – auf einem Referendum über die Unabhängigkeit beharrt. Immer wieder fließt Blut auf beiden Seiten. Marokkos Anspruch wird von keinem Land der Welt anerkannt. Die UNO sieht die Westsahara als letztes nicht-entkolonisiertes Gebiet Afrikas. Eine Abstimmung über die Unabhängigkeit wird auch deshalb immer unwahrscheinlicher, weil Marokko durch seine Wirtschaftspolitik Fakten schafft: Hunderttausende Siedler hat die Regierung mit der Aussicht auf günstigen Wohnraum, Arbeitsplätze und höhere Löhne aus dem Kernland nach Süden gelockt. Subventionen, ein teurer Sicherheitsapparat sowie Steuergeschenke für Investoren: Für den marokkanischen Staat ist die Besetzung der Westsahara ein Minusgeschäft. Doch den großen Unternehmen – darunter auch jene der Königsfamilie – füllen Fischerei, Phosphatabbau und die Hors-Sol-Landwirtschaft (Treibhauskultur auf Substraten) die Kassen. Die grüne Industrie ist der aufstrebende Wirtschaftszweig in der Wüste. Laut den aktuellsten Zahlen von 2010 produzierten die Anlagen um Dakhla rund 60.000 Tonnen Tomaten. Und Marokko treibt das Geschäft im Eiltempo voran. Dieses Jahr sollen bereits 116.000 Tonnen Tomaten im Wert von 130 Millionen Euro Dakhla in Richtung Norden verlassen, für 2020 sieht der Plan der Regierung knapp 200.000 Tonnen vor. Herkunft wird verschleiert Tatsächlich sind die Konflikttomaten nicht leicht als solche zu erkennen. Bereits in den Industriezonen des Badeortes Agadir, 1.200 Kilometer nördlich von Dakhla, wandern sie in den Abpackstationen der Großunternehmen in eingeschweißte Plastikkörbchen mit dem Aufdruck Marokko. Wenn die Tomaten noch einmal Tausende Kilometer weiter nördlich die Grenze passieren, zeugt auf den ersten Blick nichts mehr von ihrer wahren Herkunft. Dass in Agadir Früchte und Gemüse aus den Treibhäusern im besetzten Gebiet verpackt werden, bestätigt ein leitender Angestellter der französisch-marokkanischen Firma Idyl. Und: „Von hier aus beliefern wir auch die Schweiz, wo wir mit Migros und Coop arbeiten.“ Die Schweiz importierte laut Staatssekretariat für Wirtschaft 2012 für rund 30 Millionen Franken Früchte und Gemüse aus Marokko – zum größten Teil Tomaten. Von Waren aus Afrikas letzter Kolonie weiß man in Bern allerdings nichts: Am Schweizer Zoll habe man „in den letzten Jahren keine Importe aus der Westsahara registriert“, richtet das Staatssekretariat aus. Migros weiß offenbar genau, welche Tomate oder Melone wo gewachsen ist. Der größte Schweizer Einzelhändler, die von den französisch-marokkanischen Firmen Idyl und Azura beliefert wird, will jedenfalls „zukünftig diese Produkte aus der Westsahara nicht mehr mit Marokko deklarieren, sondern entsprechend kennzeichnen.“ Doch das Problem betrifft nicht nur die Schweiz. Ob andere europäische Einzelhändler folgen werden, ist noch offen. UNO überwacht Waffenstillstand Der Konflikt um die Westsahara begann in den letzten Jahren der spanischen Kolonialherrschaft Mitte der 70er Jahre. Marokko sieht das Gebiet als integralen Bestandteil seines Territoriums. Die Befreiungsfront Polisario will einen unabhängigen Staat. Ein seit 1991 geltender Waffenstillstand wird von der UNO überwacht. Ein Referendum, in dem sich die Bevölkerung zwischen einem Anschluss an Marokko oder einem eigenen Staat entscheiden soll, wird seit Jahrzehnten durch die Frage verhindert, wer zum Urnengang zugelassen wird. dapd (Politik/Politik)
Sie sind hier willkommen
Berlin (dapd). Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat indische Studenten aufgerufen, als Studienort stärker auch Deutschland in Betracht zu ziehen. Hier gebe es ebenfalls Studienangebote in Englisch, sagte Merkel am Donnerstag zum Abschluss der zweiten deutsch-indischen Regierungskonsultationen in Berlin. Das gegenwärtig nur rund 6.000 Inder an deutschen Hochschulen studierten, sei ausbaufähig. „Sie sind hier willkommen“, sagte die Kanzlerin. Indische Studenten bevorzugen für ihre Ausbildung vor allem Großbritannien und die USA. Ausdrücklich begrüßte Merkel zugleich die von der indischen Regierung unterstützte Initiative, an 1.000 Schulen des Landes Deutsch als erste Fremdsprache einzuführen. Nach offiziellen Angaben ist dies bereits an 300 Schulen in Indien geschehen, weitere 500 sollen noch in diesem Jahr folgen. Insgesamt lernen derzeit etwa 35.000 indische Kinder Deutsch als erste Fremdsprache. dapd (Politik/Politik)
Der Einzelhandel ist keine Wachstumsbranche
Düsseldorf (dapd). Der lange und harte Winter hat der Stimmung im deutschen Einzelhandel nichts anhaben können. Im Gegenteil: Die Branche blickt sogar wieder etwas optimistischer in die Zukunft. „Die Stimmung ist im Vergleich zum Jahresende 2012 spürbar gestiegen, mehr als zwei Drittel der Händler erwarten für 2013 stabile oder steigende Umsätze“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Stefan Genth, am Donnerstag in Düsseldorf unter Berufung auf eine aktuelle Branchenumfrage. Auf deutliche Umsatzzuwächse wagt die Branche aber auch 2013 nicht zu hoffen. Für das Gesamtjahr erwartet der HDE für den Einzelhandel unverändert lediglich ein nominales Umsatzplus von einem Prozent. Preisbereinigt werden die Umsätze 2013 damit voraussichtlich leicht unter Vorjahresniveau liegen. „Der Handel ist keine Wachstumsbranche“, sagte Genth. Der Hintergrund: Der Anteil des Einzelhandels am privaten Konsum sinkt seit Jahren kontinuierlich. Mit gut 28 Prozent liegt er heute um über sechs Prozentpunkte niedriger als noch zur Jahrtausendwende. Hier spiegeln sich steigende Ausgaben der Bundesbürger für Energie, Wohnen und Gesundheit wider. Online-Handel boomt Doch gibt es eine Ausnahme von der Stagnation im Einzelhandel: den boomenden Online-Handel. Der HDE geht davon aus, dass die Umsätze des Online-Handels in diesem Jahr erneut um 12 Prozent auf 33 Milliarden Euro steigen. Das entspräche einem Marktanteil von fast acht Prozent. Die Branche stehe hier vor großen Strukturveränderungen, sagte Genth. Denn der zu verteilende Kuchen werde nicht größer. Und der Einzelhandel reagiert: Rund 20 Prozent der Einzelhändler in Deutschland bieten laut HDE inzwischen ihre Produkte sowohl stationär als auch im Internet an. Für die Studie hatte der HDE 1.300 Einzelhandelsbetriebe aller Standorte, Größen und Branchen befragt. Schwierig verlief der Jahresauftakt demnach insbesondere für den Textilhandel, dem der lange Winter Probleme bereitete. Deutlich besser liefen die Geschäfte im Lebensmittelhandel, bei Möbeln sowie Bau- und Heimwerkerartikeln. Trotz der Umsatzstagnation rechnet der HDE in diesem Jahr mit stabilen Beschäftigtenzahlen in der Branche. Es gebe keine Indizien für einen Beschäftigungsabbau, sagte Genth. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)