Das Team Acorn von Osnabotics steht mit Feldrobotern auf der Bühne der DLG-Feldtage.
Wieder Weltmeister: Das Team Acorn des Osnabrücker Robotervereins Osnabotics holte beim Field-Robot-Event 2026 erneut den Gesamtsieg. Foto: DLG

Osnabotics beim Field-Robot-Event 2026 erneut Weltmeister

Das Team Acorn des Osnabrücker Robotervereins Osnabotics hat beim Osnabotics Field-Robot-Event 2026 den Gesamtsieg geholt. Die Studierenden und Promovierenden der Hochschule Osnabrück und der Universität Osnabrück verteidigten damit ihren Titel aus dem Vorjahr.

Osnabotics gewinnt vier von fünf Disziplinen

Beim internationalen Field-Robot-Event treten Hochschulteams mit selbst entwickelten Robotern in praxisnahen Aufgaben der Agrarrobotik gegeneinander an. Die Roboter müssen unter anderem im Maisfeld navigieren, den Boden gezielt behandeln sowie Tierarten und kranke Pflanzen erkennen.

Das Osnabotics Field-Robot-Event 2026 zieht Teilnehmer aus der ganzen Welt an und fördert innovative Ansätze in der Agrartechnologie.

Das Osnabrücker Team gewann vier der fünf Disziplinen. Platz zwei belegte Robatic Bullseye von der Universität Wageningen in den Niederlanden. Rang drei ging an das Team FREDT der TU Braunschweig.

Der Wettbewerb fand während der DLG-Feldtage im Internationalen DLG-Pflanzenbauzentrum in Bernburg in Sachsen-Anhalt statt. Insgesamt nahmen 16 Teams aus zehn Ländern teil.

Zwei Feldroboter aus Osnabrück im Einsatz

Die Osnabrücker bereiteten sich seit März auf den Wettbewerb vor. Das Team entwickelte, baute, programmierte und testete dafür zwei Roboter eigenständig.

Der Feldroboter Acorn verfügt über eine besonders schmale Fahrspur und einen 3D-Laserscanner. Dieser unterscheidet freie Fahrspuren von Pflanzen. Zwei seitlich angebrachte Tiefenkameras sollen kranke Pflanzen und Insekten erkennen.

Der zweite Roboter, Bcorn, ist auf die Bodenbehandlung ausgelegt. Er trägt einen Roboterarm mit Bohrer. Eine Tiefenkamera am Arm unterstützt die genaue Positionierung, eine 270-Grad-Kamera dient der Orientierung auf dem Feld.

„Acorn hat eine besonders schmale Fahrspur und einen 3D-Laserscanner, der die freie Fahrspur von den Pflanzen unterscheidet“, sagt Fabian Buitkamp, studentischer Teamkapitän und Informatik-Masterstudent an der Universität Osnabrück.

Verein bündelt Robotik-Kompetenz in der Region

Das Siegerteam besteht aus 22 Studierenden und Promovierenden der Hochschule Osnabrück und der Universität Osnabrück. Betreut wurde es von Christopher Sieh, Promovend und wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Osnabrück, sowie Eduard Gode von der Hochschule Osnabrück.

Nach dem Erfolg beim Wettbewerb in Mailand 2025 wurde im Herbst 2025 Osnabotics e. V. gegründet. Der Verein betreut das Team und soll Entwicklungsprojekte, Wettbewerbsteilnahmen und fachlichen Austausch im Bereich Robotik dauerhaft strukturieren. Mitglieder sind Studierende, Alumni, Forschende und Praxispartner.

Für Osnabrück stärkt der erneute Erfolg die Sichtbarkeit als Standort für angewandte Robotik und Agrartechnologie. Der Verein ist offen für Studierende beider Hochschulen aus allen Fachrichtungen. Neben technischen Aufgaben gibt es nach Angaben des Teams auch Themen wie Medienarbeit und Projektplanung.

Unternehmens-/Veranstalterlink:
www.osnabotics.org
www.hs-osnabrueck.de

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