Die Koordinierungsstelle Schule-Beruf (Schu.B) hat ihr 20-jähriges Bestehen mit einer Fachtagung und Feierstunde gewürdigt. Mehr als 180 Fachkräfte, Netzwerkpartnerinnen und -partner sowie Gäste diskutierten im Kreis Lippe über den Übergang junger Menschen von der Schule in Ausbildung, Studium und Beruf.
20 Jahre Schu.B Kreis Lippe
Seit zwei Jahrzehnten bringt Schu.B Akteurinnen und Akteure aus Schule, Jugendhilfe, Wirtschaft, Verwaltung und Beratung zusammen. Ziel ist es, junge Menschen beim Übergang von der Schule in Ausbildung, Studium und Beruf zu unterstützen und ihnen berufliche Perspektiven zu eröffnen.
Die Jubiläumsveranstaltung verband eine fachliche Tagung mit einer Feierstunde. Im Mittelpunkt standen die bisherige Entwicklung des Netzwerks sowie aktuelle Herausforderungen in der Berufsorientierung.
Fachliche Impulse zu Ausbildung und Berufswahl
Den Auftakt des Fachtags gestaltete Naemi Johanning, Senior Project Manager im Bereich Bildung und Next Generation der Bertelsmann Stiftung. In ihrer Keynote „Übergänge in Ausbildung – Einblicke und Ausblicke“ ging sie auf Entwicklungen beim Übergang junger Menschen in Ausbildung und Beruf ein.
Anschließend behandelten Workshops zentrale Themen der Berufsorientierung. Dazu gehörten digitale Entwicklungen und Künstliche Intelligenz, interkulturelle Anforderungen, multiprofessionelle Zusammenarbeit, psychische Gesundheit junger Menschen, ländliche Räume, Pubertät und Berufswahl, geschlechtsspezifische Einflüsse, Inklusion sowie grundlegende kognitive Fähigkeiten.
Die Diskussionen zeigten, dass der Übergang in Ausbildung und Beruf stärker durch Vielfalt, Digitalisierung und gesellschaftlichen Wandel geprägt ist. Für Schulen, Betriebe und Beratungseinrichtungen bleiben abgestimmte Angebote daher ein wichtiger Faktor.
Netzwerk soll weiterentwickelt werden
In der Feierstunde wurde die Rolle der Koordinierungsstelle als verbindendes Element im Netzwerk hervorgehoben. Dirk Menzel, Leitung der Koordinierungsstelle Schule-Beruf, betonte: „Der Kreis Lippe zeigt seit 20 Jahren, wie kraftvoll regionale Zusammenarbeit wirken kann. Als Koordinierungsstelle sind wir stolz darauf, dieses Netzwerk zu begleiten.“
Auch Landrat Meinolf Haase verwies auf die Bedeutung vernetzter Strukturen. Jugendliche stünden heute vor komplexeren Entscheidungen als früher. Die Vielfalt an Bildungs- und Berufswegen sowie neue Anforderungen durch Digitalisierung und Arbeitswelt machten gut vernetzte Fachkräfte umso wichtiger.
Die Veranstalter ziehen eine positive Bilanz. Zugleich soll die Zusammenarbeit im Übergang Schule-Beruf weiterentwickelt werden, um junge Menschen im Kreis Lippe auch künftig bei Berufsorientierung und Ausbildung zu begleiten.
Unternehmens-/Veranstalterlink:
www.lippe-schub.de
