„Talent trifft Ausbildung“ hat in Hasbergen sein zehnjähriges Bestehen gefeiert. Bei der Ausbildungsmesse konnten Schülerinnen und Schüler der achten und neunten Klassen aus Hasbergen, Hagen und Georgsmarienhütte Kontakte zu 43 regionalen Unternehmen knüpfen. Veranstaltungsort war die Schule am Roten Berg.

Arbeitsproben und Gespräche statt bloßer Informationen
Organisiert wurde die Veranstaltung von der Servicestelle Schule-Wirtschaft der Maßarbeit gemeinsam mit der Gemeinde Hasbergen und der Schule. Zum Konzept gehören kleine Messestände, Auszubildende als Gesprächspartner und praktische Aufgaben, die einen ersten Eindruck von einem Beruf vermitteln.
Der Berufsorientierungsparcours am Vormittag wird durch einen Nachmittag für Jugendliche und ihre Eltern am Vortag ergänzt. Dort ermöglichen terminierte Speed-Meetings vertiefte Gespräche. Beim Parcours geht es dagegen zunächst darum, Betriebe und Berufe kennenzulernen. Kerstin Hüls von der Servicestelle Schule-Wirtschaft beschreibt diese Verbindung als besondere Stärke des Formats.
Auch kleine Ausbildungsbetriebe gewinnen Sichtbarkeit
Zu den teilnehmenden Unternehmen gehörten große Arbeitgeber ebenso wie kleinere Handwerksbetriebe. Malermeister Christoph Tiesmeyer aus Georgsmarienhütte war erstmals dabei. An seinem Stand konnten die Jugendlichen ein Brett mit einer Tapete ihrer Wahl gestalten. Nach eigener Aussage haben alle fünf Gesellen seines Betriebs dort auch ihre Ausbildung absolviert; künftig möchte er jährlich zwei Auszubildende einstellen.
Henrik Tobien, der beim Hasbergener Diabetes-Fachgroßhandel TK Pharmatrade ausgebildet wurde, berichtete von seinem eigenen Einstieg über einen persönlichen Messekontakt. Für ihn sei bereits das erste Gespräch ausschlaggebend gewesen, weil sich die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen richtig angefühlt habe.
Vorbereitung mit einem persönlichen Laufbuch
Ein gedrucktes Laufbuch unterstützt die Jugendlichen vor und während der Messe. Es enthält eine Übersicht der Betriebe und Ausbildungsberufe sowie Visitenkartenvordrucke und kurze Fragebögen. Darin lassen sich Erfahrungen mit Arbeitsproben und die jeweiligen Ansprechpartner festhalten. Die Organisatoren haben sich bewusst für diese analoge Form entschieden.
Schulen, Kommunen und Unternehmen wollen mit dem Format den Übergang in eine Ausbildung erleichtern. Eine konkrete Wirkung auf die regionale Arbeitslosenquote lässt sich aus dem Veranstaltungsbericht nicht ableiten. Über das Konzept berichtete WIR bereits im Beitrag „Talent trifft Ausbildung“ stellt Weichen für berufliche Zukunft.