Berlin (dapd). Der Bundestag erwartet vom Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, ein klares Bekenntnis zur Geldwertstabilität. Unmittelbar vor einem „Informationsbesuch“ am Mittwoch im Parlament wurde vor allem aus der Unionsfraktion die Forderung laut, die Zentralbank dürfe in der Eurokrise auf keinen Fall marode Staaten finanzieren. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) nahm Draghi vor Kritik in Schutz, die EZB überschreite ihre Kompetenzen. FDP-Eurorebell Frank Schäffler nannte Draghi einen Brandstifter. An dem Gespräch im Bundestag nehmen am Nachmittag Mitglieder des Haushalts-, des Finanz- und des EU-Ausschusses teil. Daneben sind „alle interessierten Abgeordneten des Bundestages“ eingeladen. Das Treffen findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Draghi selbst hatte angeboten, dem Parlament Rede und Antwort zu stehen – einen Auftritt des obersten Währungshüters im Plenum wünschte der Bundestag allerdings nicht. Der EZB-Präsident ist in Deutschland umstritten. CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt warf ihm vor, die Zentralbank als Schaufelrad zu missbrauchen, um Geld vom stabilen Norden Europas in die defizitären Staaten des Südens zu schaffen. Draghi sei ein „Falschmünzer“, schimpfte Dobrindt. Mit Bundesbankpräsident Jens Weidmann liegt der Italiener oft über Kreuz. Auch in der schwarz-gelben Koalition gibt es Kritik an seinem Euro-Rettungskurs. So stellte er zur Stabilisierung von Banken dreijährige Kredite zu Minizinsen zur Verfügung. Besonders strittig sind Draghis Pläne, notfalls Anleihen angeschlagener Eurostaaten zu kaufen, um deren Zinslast zu senken. Meister: Draghi muss Staatsfinanzierung durch EZB ablehnen Unionsfraktionsvize Michael Meister (CDU) sagte der „Rheinischen Post“: „Ich erwarte von Draghi ein klares Bekenntnis zur Geldwertstabilität und eine klare Ablehnung der Staatsfinanzierung durch die EZB.“ Auch der haushaltspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Norbert Barthle (CDU), betonte, für die EZB sei es das „wichtigste Ziel, für Preisstabilität in der Eurozone zu sorgen“. Bundesfinanzminister Schäuble nahm in der „Zeit“ die Zentralbank vor Kritik aus Deutschland in Schutz: „Der EZB zu unterstellen, sie sei nicht stabilitätsbewusst, hieße, die Realität zu ignorieren“, sagte der CDU-Politiker. „Sie agiert innerhalb ihres Mandats.“ Mit deutlichen Worten meldete sich dagegen der FDP-Finanzexperte Schäffler zu Wort: „Herr Draghi muss einen Gang nach Canossa antreten oder gehen“, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Der EZB-Chef solle bei seinem Besuch klarstellen, dass er den von ihm eingeschlagenen „geldpolitischen Irrweg“ verlässt und die Unabhängigkeit der Institution „unverzüglich wiederherstellt“. Schäffler warf Draghi vor, die Europäische Zentralbank in der Schuldenkrise zum „Brandstifter“ gemacht zu haben. Der Ankauf südeuropäischer Staatsanleihen im Mai 2010 sei der „Schritt über den Rubikon“ gewesen. Seitdem sei die EZB keine unabhängige Institution mehr, wie verfassungsrechtlich vorgeschrieben, sondern begehe fortwährend Rechtsbruch. Höhere Inflation kein gangbarer Weg Kritik kam auch vom FDP-Haushaltsexperten Otto Fricke. Er will von Draghi wissen, unter welchen Bedingungen der Kauf von Staatsanleihen angeschlagener Euro-Länder ablaufen soll. Fricke sagte dem Bayerischen Rundfunk, er könne „noch nicht erkennen, warum die Idee von Herrn Draghi, Deutschland unter eine gemeinsame Haftung zu bringen, der richtige Weg ist“. Die Eurokrise über mehr Geld und damit wahrscheinlich über eine höhere Inflation lösen zu wollen, sei für Deutschland kein gangbarer Weg, sagte Fricke. Der Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Stefan Müller, forderte, Draghi müsse im Detail darlegen, wie das EZB-Programm zum Ankauf von Staatsanleihen aussehen soll. Die Deutschen hätten sowohl ein Interesse an einem stabilen Euro als auch an Hilfe für notleidende Länder, sagte Müller im SWR. „Aber eben nicht zum Nulltarif, sondern diese Länder müssen sich dann eben auch zu Gegenleistungen verpflichten.“ dapd (Politik/Politik)
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DAX-Chefaufseher bekommen acht Prozent mehr Geld
Frankfurt/Main (dapd). Die Aufsichtsratsvorsitzenden der DAX-Unternehmen bekommen für das laufende Geschäftsjahr im Schnitt 312.000 Euro. Das sind acht Prozent mehr als im Vorjahr, wie aus einer Studie des Beratungsunternehmens Towers Watson hervorgeht, die am Mittwoch in Frankfurt am Main vorgestellt wurde. Gründe für den Anstieg seien die gestiegenen Gewinne, die manche Konzerne über eine erfolgsabhängige Vergütung an die Kontrolleure ausschütten, höhere Fixgehälter und der gestiegene Arbeitsaufwand. Aktuell werde die Ausgestaltung der Aufsichtsratsvergütung kontrovers diskutiert. Das eine Lager sei für erfolgsabhängige Zahlungen, das andere strikt dagegen. „Im Kern geht es darum, inwieweit Aufsichtsräte, die für die langfristigen Geschicke des Unternehmens mitverantwortlich sind, den Geschäftserfolg auch an ihrer Vergütung merken sollen“, sagte Towers-Watson-Bereichsleiter Olaf Lang. Bei den vorgestellten Zahlen handele es sich um eine Prognose, erklärten die Berater. In den Vorjahren seien die Schätzungen aber im Schnitt nur um fünf Prozent von den tatsächlichen Vergütungen abgewichen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Deutsche Firmen immer unzufriedener mit ihrer Lage
München (dapd). Die Stimmung der deutschen Wirtschaft hat sich entgegen den Erwartungen nochmals verschlechtert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex, der wichtigste Gradmesser für die deutsche Konjunktur, fiel im Oktober deutlich um 1,4 Punkte auf 100,0 Zähler, wie das Münchner Ifo-Institut am Mittwoch mitteilte. Das ist der sechste Rückgang in Folge. Der Ifo-Index steht damit auf dem niedrigsten Stand seit Februar 2010. Der deutsche Konjunkturhimmel verdunkle sich, sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. Die etwa 7.000 befragten Firmen bewerteten ihre aktuelle Geschäftslage deutlich schlechter als im vergangenen Monat. Der entsprechende Wert fiel um drei Punkte auf 107,3. Ihre Erwartungen für die kommenden sechs Monate blieben auf dem niedrigen Niveau von 93,2 Zählern. Der DAX gab unmittelbar nach der Veröffentlichung des Konjunkturbarometers spürbar nach, erholte sich dann aber wieder. In der Industrie trübte sich die Stimmung weiter ein. Die derzeitige Lage bewerteten die vom Ifo-Institut befragten Unternehmen spürbar schlechter als im September. Dafür blicken sie zum ersten Mal seit einem halben Jahr wieder etwas positiver in die Zukunft. Für den Handel gab es nach einer Erholung im vergangenen Monat wieder einen Rückschlag. Zwar waren die Einzelhändler mit ihrer Geschäftslage zufriedener, allerdings sind sie erheblich pessimistischer im Bezug auf die kommende Entwicklung. Im Großhandel ist es genau umgekehrt. Insgesamt fiel das Ergebnis beider Branchen negativ aus. Im Bauhauptgewerbe gab es erneut einen Rückgang. Die Erwartungen für die kommenden sechs Monate fielen zwar besser aus, mit ihrer aktuellen Lage waren die befragten Firmen jedoch deutlich unzufriedener. Deutliches Minus auch im Dienstleistungsgewerbe Der Ifo-Geschäftsklimaindikator für das Dienstleistungsgewerbe Deutschlands büßte nach einer Erholung im Oktober ebenfalls massiv an Wert. Erstmals seit Juni 2009 beurteilten die Firmen ihre Geschäftsaussichten mehrheitlich leicht pessimistisch. Mit der aktuellen Lage sind die meisten zwar weiterhin zufrieden, allerdings ging auch dieser Wert zurück. Trotzdem planen die Unternehmen, die Zahl der Mitarbeiter leicht zu erhöhen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Reisepreise bleiben stabil
Köln (dapd). Urlauber müssen in der Sommersaison 2013 im Durchschnitt nicht mehr für ihren Urlaub ausgeben. Die Preise für wichtige Zielen wie Griechenland, Ägypten und Tunesien blieben stabil, teilte der deutsche Veranstalter Rewe Touristik (ITS, Jahn Reisen, Tjaereborg) am Mittwoch mit. Mit einem leichten Anstieg von knapp zwei Prozent müssten Reisende allerdings für Ferien in Mittelmeerländern wie Spanien und Portugal sowie der Türkei rechnen. Die Kosten für eine Fernreise steigen den Angaben zufolge im Schnitt um drei Prozent, während Autoreisen im Schnitt günstiger würden. Für das am 31. Oktober endende Touristikjahr 2011/12 erwartet Rewe Touristik ein Umsatzplus von vier Prozent, wobei die Gästezahlen auf Vorjahresniveau bleiben sollen. Wachstumstreiber nach Buchungen seien vor allem Tunesien (+40 Prozent), die Türkei (+33 Prozent) und das spanische Festland (+21 Prozent) gewesen. Auch für den Sommer 2013 setzt Rewe Touristik auf die Türkei und Tunesien. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Kartellamt verhängte 2012 rund 220 Millionen Euro an Bußgeldern
Hamburg/Bonn (dapd). Das Bundeskartellamt hat in diesem Jahr wegen Wettbewerbsverstößen bereits Bußgelder von 220 Millionen Euro verhängt. Insgesamt seien in den vergangenen zehn Monaten 13 Kartellverfahren gegen 53 Unternehmen zu Ende gebracht worden, sagte der Behördenpräsident Andreas Mundt in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit „Manager Magazin online“. Trotz dieser Erfolgsbilanz drängte Deutschland oberster Wettbewerbshüter auf eine weitere Verschärfung der gesetzlichen Bestimmungen. Die geltenden Gesetze enthielten nach wie vor Schlupflöcher, mit denen sich Unternehmen – etwa durch eine geschickte Umstrukturierung im Konzern – ganz legal der Haftung für ihre Kartellverstöße entziehen könnten. „Die müssen wir dringend schließen“, sagte Mundt. Der Kartellamtschef plädierte dabei für eine Anlehnung an das europäische Recht. Die EU mache Konzerne für Verfehlungen bei ihren Töchtern verantwortlich. „Da ist die Muttergesellschaft also auch immer in der Haftung“, betonte er. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Petra Roth vermisst urbane Modernität bei der CDU
München/Frankfurt (dapd). Die langjährige Frankfurter Oberbürgermeisterin und Städtetagspräsidentin Petra Roth (CDU) hat sich besorgt über die Schwäche ihrer Partei in Großstädten geäußert. Nach der Niederlage des von der CDU aufgestellten Kandidaten bei der Stuttgarter OB-Wahl forderte sie mehr „urbane Modernität“. Dies fehle den CDU-Landesverbänden, sagte sie der „Süddeutschen Zeitung“. Roth, die im Juli ihr Amt als Stadtoberhaupt an den Sozialdemokraten Peter Feldmann abgegeben hat, beklagte, dass die CDU in drei Jahren sieben Oberbürgermeisterposten verloren hat, darunter Hamburg, Köln, Duisburg, Frankfurt und Stuttgart. Bei diesen Wahlen gehe es weniger um Parteien, es handele sich um Persönlichkeitswahlen. „Gewählt wird derjenige, der den Bürgern die größte Authentizität vermittelt“, sagte Roth. Sie selbst habe als „liberale, nicht auf Partelinie fixierte Oberbürgermeisterin“ Wahlen gewonnen. dapd (Politik/Politik)
Stimmung der Unternehmen laut DIHK-Umfrage schlechter
Berlin (dapd). Die Geschäftserwartungen der deutschen Unternehmen bleiben gedämpft. Das hat negative Auswirkungen auf Stellen- und Investitionspläne, wie aus der Herbst-Konjunkturumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) hervorgeht, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. „Neben der Gewissheit einer länger dauernden Staatsschuldenkrise drückt die langsamere Weltkonjunktur auf die Stimmung der deutschen Unternehmen“, sagte DIHK-Geschäftsführer Martin Wansleben bei der Vorstellung der Umfrage unter 28.000 Unternehmen in Berlin. Für 2013 erwartet der DIHK ein Wirtschaftswachstum von 0,7 Prozent nach 1,0 Prozent in diesem Jahr. „Damit vermeidet Deutschland auch im nächsten Jahr eine Rezession“, sagte Wansleben. Die Industrie sieht sich laut Verband mit einer zurückhaltenden Nachfrage konfrontiert, die vor allem die Chemie-, Auto- und Metallindustrie trifft. Im Inland liefen die Geschäfte jedoch insgesamt weiterhin gut. Die Bautätigkeit brumme zudem. Noch beurteilten 38 Prozent der Unternehmen ihre Geschäftslage als gut. Im Frühsommer waren es aber 42 Prozent gewesen. Elf Prozent sehen ihre Geschäftslage als schlecht an. Das ist ein Prozentpunkt mehr als im Sommer. Die Geschäfts- und Exporterwartungen gingen laut Umfrage ebenso zurück wie die Investitionspläne der Unternehmen. Gleichzeitig planten weniger Firmen, zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Krise der Solarbranche belastet Wacker Chemie
München (dapd). Dem Münchner Konzern Wacker Chemie macht die Solarkrise weiter zu schaffen. Der Nettogewinn brach im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr um fast 80 Prozent auf 27 Millionen Euro ein, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Die Erlöse seien um sechs Prozent auf 1,2 Milliarden Euro zurückgegangen. Die im MDAX geführte Aktie verlor in der ersten Handelsstunde 1,4 Prozent auf 43,77 Euro. Während das Unternehmen im Chemiegeschäft leicht zulegte, sorgte die Solarsparte für den Gewinneinbruch. Die Preise für Polysilizium, das das Unternehmen an Solarhersteller liefert, hätten sich wegen der schwachen Nachfrage binnen eines Jahres um rund 40 Prozent verbilligt. Für rund 650 der 1.800 Beschäftigten im bayerischen Burghausen hatte Wacker Chemie bereits Kurzarbeit angemeldet. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen ein deutlich schwächeres Ergebnis als 2011. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen soll bei etwa 750 Millionen Euro liegen. Im Vorjahr waren noch 1,1 Milliarden Euro verbucht worden. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Haseloff sieht in Hanwha-Engagement Zeichen für Solarstandort
Thalheim (dapd). Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat das Engagement des südkoreanischen Konzerns Hanwha beim einstigen Vorzeigeunternehmen der Solarbranche Q-Cells als „wichtiges Zeichen für den Solarstandort Deutschland“ bezeichnet. Er zeigte sich am Mittwoch in Thalheim bei der Präsentation des neuen Unternehmens Hanwha Q.Cells erleichtert, dass Forschung und Entwicklung an dem ostdeutschen Standort erhalten blieben. Durch die Übernahme werde Hanwha zum weltweit drittgrößten Solarhersteller, sagte der neue Vorstandschef von Hanwha-Q.Cells, Charles Kim. Hanwha könne damit jährlich Anlagen mit einer Leistung von 2,3 Gigawatt in Deutschland, Malaysia und China herstellen. Q-Cells hatte am 3. April Insolvenz angemeldet und wurde von der Solar-Tochter der Hanwha-Gruppe übernommen. Der Kaufvertrag war am 26. August unterzeichnet worden. Am 29. August stimmten die Gläubiger zu. Am 19. Oktober wurde der Verkauf abgeschlossen. Im Rahmen einer übertragenden Sanierung werden nach Firmenangaben rund 1.300 der rund 1.500 früheren Q-Cells Mitarbeiter durch die Südkoreaner weiter beschäftigt. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
FDP liegt im Wahltrend nur noch bei drei Prozent
Berlin (dapd). Schlechte Nachrichten für FDP-Chef Philipp Rösler: Rund drei Monate vor der Landtagswahl in Niedersachsen steckt seine Partei weiter im Umfragetief. Nach dem am Mittwoch veröffentlichten repräsentativen Wahltrend von „Stern“ und RTL fallen die Liberalen bundesweit im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf drei Prozent zurück. Es ist ihr schlechtester Wert in der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa seit vier Monaten. Der FDP-Fraktionsvorsitzende im schleswig-holsteinischen Landtag, Wolfgang Kubicki, kritisierte angesichts der schlechten Zahlen das Erscheinungsbild der Partei. „Offensichtlich haben wir es versäumt, unsere Politik glaubhaft zu vermitteln“, sagte er laut einer Vorabmeldung in der am Donnerstag erscheinenden Ausgabe des Hamburger Magazins „Stern“. Niedersachsen wählt am 20. Januar 2013 ein neues Landesparlament. Mit Blick auf die Landtagswahl in Niedersachsen im Januar hatte Rösler am Wochenende in einem Interview gesagt: „Die schwarz-gelbe Regierung in Niedersachsen hat eine großartige Bilanz vorzuweisen. Jede andere Konstellation als Schwarz-Gelb wirft das aufstrebende Land zurück. Die Niedersachsen wissen zu schätzen, was sie haben.“ Kubicki erwiderte nun: „Die Menschen sehen nicht, was unsere Regierungsbeteiligung für den Einzelnen im Alltag bedeutet.“ SPD rutscht weiter ab Auch für die SPD geht es rund drei Wochen nach der Nominierung von Peer Steinbrück zum Kanzlerkandidaten im Wahltrend weiter nach unten: Sie büßte zwei Punkte ein und liegt nun bei 27 Prozent. Nur 12 Prozent der Bürger sagen der Umfrage zufolge, die SPD könne die Probleme des Landes am besten lösen. 28 Prozent trauen dies der Union zu. Auf die Frage, ob Steinbrück nicht das Kompetenzdefizit seiner Partei ausgleichen könne, sagte Forsa-Chef Manfred Güllner dem „Stern“: „Nein, er wird nicht so positiv bewertet, dass er diese Schwächen überdecken kann.“ Aktuell würden den Angaben zufolge 29 Prozent der Deutschen Steinbrück direkt zum Kanzler wählen. Vor zwei Wochen waren es noch 35 Prozent gewesen. Union, Grüne und Linke im Aufwind Union, Grüne und Linke legten den Angaben zufolge zu: Die Union kletterte um einen Punkt auf 38 Prozent, die Grünen stiegen um einen Punkt auf 12 Prozent, und die Linke verbesserte sich um ebenfalls einen Punkt auf neun Prozent. Die Piraten müssen mit unverändert fünf Prozent um ihren Einzug in den nächsten Bundestag bangen. Die Umfrage fand vom 15. bis 19. Oktober 2012 unter 2.503 Personen statt. dapd (Politik/Politik)