Wiesbaden (dapd). Die deutschen Campingplätze haben im vergangenen Jahr mehr als sieben Millionen Gäste verbucht. Die Camper verbrachten insgesamt knapp 25 Millionen Nächte auf den Zeltplätzen, wie eine am Freitag verbreitete Jahresschätzung des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden ergab. Die Zahl der Übernachtungen und Ankünfte habe damit dem Vorjahresniveau entsprochen. Die meisten Besucher kamen demnach aus Deutschland. Die inländischen Gäste seien auch länger geblieben: Durchschnittlich hätten sie fast vier Nächte auf den Campingplätzen verbracht. Ausländische Camper schlugen ihre Zelte im Schnitt für knapp drei Übernachtungen auf. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
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McAllister: Keine Wahlkampfhilfe für FDP
Berlin/Hannover (dapd). Der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister (CDU) lehnt Wahlkampfhilfe für die um den Wiedereinzug in den Landtag bangende FDP ab. „Ich werbe in diesem Wahlkampf um jede Erststimme für die CDU in den Direktwahlkreisen und um jede Zweitstimme für die CDU für die Landesliste“, sagte er am Freitag im ZDF-„Morgenmagazin“. Er sei zuversichtlich, dass der Koalitionspartner der CDU bei der Landtagswahl am 20. Januar den Sprung ins Parlament aus eigener Kraft schaffen werde. Einen „Plan B“ für den Falle einer Wahlniederlage habe er nicht. Angesichts der jüngsten Umfragewerte zeigte sich McAllister überzeugt, dass es ein „spannendes Rennen“ um die Macht geben werde. „Jetzt gilt es, auf den letzten Metern an Rot-Grün vorbeizuziehen“, sagte er. Ein Bündnis mit den Grünen hält er für unrealistisch. „Die Grünen in Niedersachsen sind auf strammem Linkskurs“, betonte McAllister. „Wir haben überhaupt keine inhaltliche Übereinstimmung, was eine Koalition rechtfertigen könnte“. Die größten Unterschiede lägen in der Verkehrs-, Schul- und Sicherheitspolitik. Zudem hätten die Grünen erklärt, sowieso nicht mit der CDU zusammenarbeiten zu wollen. Am Donnerstag hatte sich der Regierungschef ein TV-Duell mit dem SPD-Spitzenkandidaten Stephan Weil geliefert. Experten und Medien sahen die Politiker bei dem Schlagabtausch mehrheitlich gleichauf. Nach einer Umfrage des ZDF-Politbarometers liegt Rot-Grün derzeit mit 46 Prozent zwei Punkte vor Schwarz-Gelb. Die FDP bangt mit einem Wert von 5 Prozent um den Einzug in den Landtag. dapd (Politik/Politik)
Neuer Hochtief-Chef will Baukonzern auf Gewinn trimmen
Ratingen (dapd-nrw). Der neue Hochtief-Chef Marcelino Fernández Verdes will Deutschlands größten Baukonzern auf mehr Gewinn trimmen. „Schnelles Umsatzwachstum ist eindeutig nicht unser Ziel. Unser Ziel ist es, die Profitabilität zu erhöhen“, sagte der Manager in Ratingen. Dazu stelle der Konzern zurzeit alle Sparten auf den Prüfstand. Vor dem Unternehmen liege ein schwieriges Wegstück, doch sei er vom Erfolg überzeugt, sagte der Hochtief-Chef. Der Baukonzern aus Essen gilt bislang als eher margenschwach. Der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz, Marc Tüngler, sagte der Nachrichtenagentur dapd: „Das Problem bei Hochtief ist, dass sie seit langer Zeit beim Umsatz ein riesiges Rad drehen, aber am Ende kaum Gewinn übrig bleibt.“ Drei Konzernchefs hätten bereits vergeblich versucht, das zu ändern. Zukunftschancen für Hochtief sieht der Spanier Fernández Verdes nicht zuletzt im Nordamerikageschäft. Die USA müsse in den nächsten Jahrzehnten ihre gesamte Infrastruktur – Straßen, Schienen, Stromnetze, aber auch Hospitäler und Schulen – erneuern. Davon werde Hochtief dank seiner starken Marktposition in Amerika profitieren. Europa bleibt ein schwieriger Markt Auch in Asien und im Nahen Osten sieht der Hochtief-Chef durch den wachsenden Rohstoffhunger und den Bedarf an zusätzlicher Infrastruktur gute Perspektiven. Schwieriger sei das Geschäft in Europa, wo kleinere Anbieter die Preise verderben. Doch gebe es auch hier attraktive Nischen für den Konzern – etwa im Tunnel- oder Brückenbau. Details seiner Zukunftsstrategie will der Manager allerdings erst am 28. Februar veröffentlichten. Der Spanier hatte im vergangenen November überraschend die Führung des Essener Konzerns übernommen. Sein Vorgänger Frank Stieler verließ den Konzern nach nur anderthalb Jahren an der Konzernspitze. Die Berufung von Fernández Verdes hatte Ängste vor einer Zerschlagung des deutschen Traditionsunternehmens durch den hoch verschuldeten spanischen Mehrheitsaktionär ACS wiederaufleben lassen. Daran änderte auch ein Mitarbeiterbrief von Fernández Verdes wenig, in dem er beteuerte, eine Zerschlagung oder Filetierung der Hochtief AG werde kein Gegenstand der neuen Unternehmensstrategie sein. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Pfeiffer wirft Bistum München und Freising Vertuschung vor
Hannover (dapd). Im Streit über die Aufklärung der Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche wirft der Direktor des Kriminologischen Forschungsinstitutes Niedersachsen (KFN) der Erzdiözese München und Freising Vertuschung vor. Der Generalvikar des Bistums, Peter Beer, habe einen Anwalt mit der Analyse der Kirchenakten beauftragt, sagte Institutsleiter Christian Pfeiffer der Nachrichtenagentur dapd in Hannover. Damit sei Beer vielleicht der Einzige gewesen, der die möglichen Konsequenzen der Forschungsergebnisse für sein Bistum habe ermessen können. Beer war bis November 2011 Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Forschungsprojekts. Falls die Analyse „niederschmetternd schlimm“ ausgefallen wäre, hätte der Generalvikar nach Ansicht Pfeiffers das Institut dazu anhalten können, die Forschungsergebnisse nur mit Genehmigung veröffentlichen zu dürfen. „Und prompt kam ausgerechnet von ihm der Widerstand“, sagte der Kriminologe. Pfeiffer war beauftragt worden, die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche wissenschaftlich aufzuarbeiten. Überraschend hatte die Kirche die Zusammenarbeit mit dem Kriminalisten aufgekündigt und ihm mit einer Unterlassungsklage gedroht. Pfeiffer betonte, die Erklärung der Bischofskonferenz, sie wisse nichts über eine Aktenvernichtung, sei „eine Auskunft, die nicht weiterhilft“. Denn die einzelnen Bischöfe könnten Akten vernichten, ohne dies der Bischofskonferenz mitzuteilen. Pfeiffer vermutet, dass Akten vernichtet wurden, um eine Auswertung im Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen zu verhindern. dapd (Politik/Politik)
Nutzholzplantage wächst Landwirten über den Kopf
Rostock (dapd-lmv). Mit einem gequälten Lächeln blickt Gernot Schaak auf seine Weidenplantage. Eigentlich sollte sich derzeit kein einziger Ast in die Höhe strecken. Doch sie stehen dichter denn je beieinander, und viele sind inzwischen so dick, dass sie mit der firmeneigenen Erntetechnik nicht mehr abgeschnitten werden können. Den Holzabnehmer, auf den der Landwirt gesetzt hat, gibt es nicht mehr. Und das ist Schaaks Problem, der Geschäftsführer der KSG Agrargesellschaft im Landkreis Rostock ist. Vor nunmehr acht Jahren hatte die sächsische Choren-Gruppe damit begonnen, in Mecklenburg-Vorpommern Landwirte für den Anbau schnellwachsender Gehölze zu gewinnen. Aus dem Agrarholz sollte synthetischer Kraftstoff gewonnen werden. Damit wollten die Freiberger Entwickler Ölmultis Paroli bieten. 70 Euro pro Tonne versprach Geschäftsführer Tom Blades damals den Anbauern für den Rohstoff. Und viele machten mit. Doch die Produktion lief nie richtig an, Choren meldete Insolvenz an. Schaak ist seit Monaten auf der Suche nach einem neuen Abnehmer für sein Plantagenholz. Es sei geplant gewesen, die Weiden alle drei Jahre kräftig zurückzuschneiden. So sollte 30 Jahre lang im dreijährigen Rhythmus stets aufs Neue eine gute Ernte eingefahren werden. „Doch schon nach dem ersten und bislang einzigen Schnitt vor vier Jahren gab es Absatzprobleme“, sagt der Landwirt. Schaak blieb über Wochen auf seiner Ernte sitzen. Wiederholte Verzögerung bei Produkteinführung Choren hatte sich hinsichtlich der Markteinführung seines für die Umwelt maßgeschneiderten Kraftstoffs schlichtweg überschätzt. „Jetzt im Winter habe ich Zeit, mich um neue Abnehmer zu kümmern. Es gibt inzwischen einige interessante Angebote. Überraschenderweise auch von der Pharmaindustrie“, berichtet Schaak. Um den Preis werde gerungen, „ich habe schließlich nichts zu verschenken“. So eine Plantage anzupflanzen und zu pflegen, mache viel Arbeit, sagt Schaak. Hermann Hansen ist Energieexperte der Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe in Gülzow, in dieser Funktion hat er viele Landwirte von Anfang an bei der Holzproduktion beraten. „Plantagen mit schnellwachsenden Gehölzen sind eine Investition in die Zukunft. Erst recht, wenn man den internationalen Markt beobachtet. Vielerorts kann die Nachfrage schon gar nicht mehr gedeckt werden“, sagt Hansen. Nicht nur die Holzpreise steigen, auch die von Choren angestrebte Verfahrenstechnologie für einen Designerkraftstoff sei keine Utopie. „Die Erdölreserven sind endlich, Holz hingegen wächst fortlaufend nach“, sagt Hansen. An der von Choren über 20 Jahre lang weiterentwickelten sogenannten Fischer-Tropsch-Synthese hatten sich viele Autohersteller, aber auch Energieunternehmen über Jahre mit Millionenbeträgen beteiligt. Dass es am Ende dennoch nicht mit „Super Sun“ und „Sun Diesel“ geklappt hat, begründete der 2011 bestellte Choren-Insolvenzverwalter zuletzt mit Finanzierungsschwierigkeiten bei der Inbetriebnahme einer Demonstrationsanlage. Die Herstellung eines aus Holz gewonnenen Kraftstoffs kann aber durchaus funktionieren. Das machte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) deutlich, als sie kurz vor der Produktionsaufnahme schon mal ein Fläschchen mit dem sogenannten BtL-Kraftstoff in Kameras hielt. Viel geholfen hat es allerdings nicht mehr, wenig später kam das Aus. Mehr als 850 neue Arbeitskräfte allein in Mecklenburg-Vorpommern hatte Choren noch vor drei Jahren versprochen. Direkt am Hafen in Greifswald-Lubmin sollte für 500 Millionen Euro eine Raffinerie entstehen, von 230 Millionen Liter Diesel pro Jahr war die Rede. „Alles vergessen und vorbei. Trotzdem bin ich weiterhin überzeugt, aufs richtige Pferd gesetzt zu haben“, bilanziert Schaak und lässt den Blick über seine Plantage schweifen. Die meisten seiner Bäume der verschiedenen Arten haben stark ausgeschlagen, nur wenige musste er nachpflanzen. Viel Holz, viel Geld – nur den richtigen Abnehmer muss Schaak noch finden. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Millionenschwere Zusatz-Ausgaben für den Bund schon 2013 befürchtet
Berlin (dapd). Die FDP im Bundestag will verhindern, dass der Bund wegen der verspäteten Eröffnung des neuen Berliner Großflughafens zusätzliche Kosten übernimmt. „Die Verantwortung dafür liegt in erster Linie bei den Ländern Berlin und Brandenburg“, sagte der FDP-Obmann im Haushaltsausschuss, Jürgen Koppelin, der „Berliner Zeitung“ (Freitagausgabe) laut Vorabbericht. Berlins Regierungschef Klaus Wowereit (SPD) habe in seiner Aufsichtspflicht grob versagt. Die FDP werde im Bundestag andere Wege ansprechen, neue Kosten auszugleichen, etwa über Bankkredite, womöglich der öffentlichen KfW-Bank. Koppelin wandte sich zudem dagegen, dass Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) Wowereit im Vorsitz des Aufsichtsrats folgen soll. Er schlug stattdessen den Ex-Bundesumweltminister Klaus Töpfer (CDU) als überparteilich respektierten Politiker im Ruhestand vor. Der Vize-Vorsitzende des Haushaltsauschusses, Herbert Frankenhauser (CSU), sagte dem Blatt, die Union wolle schnell wissen, welche weiteren Regressforderungen denkbar seien und wer für Fehler schadensersatzpflichtig sei. Er befürchte Zusatzausgaben in dreistelliger Millionenhöhe für den Bund. Die Grünen betonten dagegen, auch der Bund trage eine Verantwortung für Terminverschiebung und Zusatzkosten. Neben einem Vertreter des Verkehrsministeriums habe das Finanzministerium einen Staatssekretär entsandt, der für die Kostenaspekte verantwortlich sei, sagte die Grünen-Obfrau im Ausschuss, Priska Hinz. dapd (Politik/Politik)
Steuerzahlerbund kritisiert reisefreudige Abgeordnete
Berlin (dapd). Der Bund der Steuerzahler hat die erneute Reise des Bundestagshaushaltsausschusses nach Kuba kritisiert. „Es ist völlig unklar, welche Erkenntnisse die Abgeordneten auf Kuba gewinnen wollen“, sagte Verbandspräsident Reiner Holznagel der „Bild“-Zeitung (Freitagausgabe). Die Reise sei ein kostspieliges Ärgernis für die Steuerzahler. Auch das Bundestagspräsidium müsse sich die Frage stellen, warum es die Reise genehmigt hat. Derzeit besuchen fünf Bundestagsabgeordnete die Karibikinsel, um sich dort unter anderem über die Entwicklungen der kubanischen Landwirtschaft zu informieren. Bereits zu Beginn des Jahres 2012 hatte eine Reise des Haushaltsausschusses nach Kuba für Kritik gesorgt. dapd (Politik/Politik)
Gröhe: FDP muss mehr aus sich machen
Hannover (dapd). CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe sorgt sich um die in der Wählergunst abgestürzte FDP. Zudem mahnte er den Koalitionspartner, mehr aus seinen Erfolgen in der Regierung zu machen. „Die FDP hat sich in den letzten Wochen zu stark mit sich selbst beschäftigt“, sagte Gröhe der Hannoverschen „Neuen Presse“. Inhaltliche Zugeständnisse an den schwächelnden Partner oder gar eine Zweitstimmenkampagne lehnte Gröhe jedoch ab. „Die FDP kann es aus eigener Kraft ins Parlament schaffen“, sagte Gröhe mit Blick auf die Landtagswahl in Niedersachsen am 20. Januar und die Bundestagswahl im Herbst. Ziel sei es, in Hannover wie in Berlin die Zusammenarbeit mit der FDP fortzusetzen. „Aber jeder wirbt für die eigene Partei“, sagte er. Als besonderen Erfolg der schwarz-gelben Bundesregierung strich Gröhe den Beschäftigungsrekord heraus. Vor allem auf das Konto der FDP gingen das Aussetzen der Wehrpflicht und die Abschaffung der Praxisgebühr. Der CDU-Politiker appellierte zugleich an die FDP, sich nicht länger einer Lohnuntergrenze zu verweigern, wie sie die Union anstrebt. „Eine Verständigung in dieser Sache würde auch der FDP gut tun“, sagte er. dapd (Politik/Politik)
FDP versprüht Optimismus zum Wahlkampfendspurt
Bissendorf (dapd). Angespornt von steigenden Umfragewerten ist die niedersächsische FDP in den Endspurt des Wahlkampfes gestartet. Spitzenkandidat Stefan Birkner gab sich am Donnerstag im Beisein von bundespolitischer FDP-Prominenz optimistisch, am 20. Januar mit seiner Partei wieder in den Landtag einzuziehen. „Das ist sicher“, sagte der Freidemokrat. Während er das schwarz-gelbe Regierungsbündnis in höchsten Tönen lobte, grenzte sich der FDP-Politiker mit scharfen Attacken von SPD und Grünen ab. Für gute Laune unter den Liberalen hatten zuvor schon die neusten Zahlen des ZDF-Politbarometers gesorgt. Demnach liegt die FDP erstmals seit Monaten wieder bei fünf Prozent und wäre auch im neuen niedersächsischen Landtag vertreten. Der Abstand zwischen Rot-Grün und Schwarz-Gelb ist mit nur zwei Prozentpunkten denkbar knapp. „Die Aufholjagd hat längst begonnen. Wir sitzen den Roten und Grünen im Nacken“, sagte Birkner in Bissendorf bei Osnabrück. Es zeichne sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen beiden Lagern ab. Der Umweltminister im Kabinett von Ministerpräsident David McAllister (CDU) warb vehement für eine Fortsetzung des schwarz-gelben Bündnisses. „Was wir hier in Niedersachsen haben, ist die am besten funktionierende FDP-CDU-Koalition bundesweit“, sagte er. Beide Parteien hätten seit der Regierungsübernahme 2003 die Arbeitslosigkeit und die Neuverschuldung gesenkt, das Wirtschaftswachstum und die Exporte gesteigert und die Bildungssituation im Land verbessert. „Niedersachsen ist auf der Überholspur – dank Schwarz-Gelb“, sagte Birkner. Die Wahl am 20. Januar rief der Liberale zu einer Richtungsentscheidung aus. Entweder werde die bisherige Politik von CDU und FDP fortgesetzt, „oder wir kriegen eine ideologische Politik, die uns behindern wird“, sagte Birkner. Die Wahlversprechen von SPD und Grünen kosteten jede Menge Geld, die nur durch höhere Steuern oder mehr Schulden finanziert werden könnten. Und im Bildungsbereich setze die politische Konkurrenz auf eine Einheitsschule, anstatt die Qualität der Bildung verbessern zu wollen. „Wir müssen Schluss machen mit Schulstrukturdebatten“, forderte der liberale Spitzenkandidat. Rösler und Brüderle unterstützen Wahlkämpfer Unterstützung erhielten die FDP-Wahlkämpfer aus Berlin. FDP-Parteichef Philipp Rösler war zusammen mit dem Vorsitzenden der FDP-Bundestagsfraktion, Rainer Brüderle, nach Bissendorf gekommen. Beide starteten Frontalangriffe auf das rot-grüne Lager. Nach 13 Jahren roter und rot-grüner Politik habe Niedersachsen bei der Regierungsübernahme durch CDU und FDP im Jahr 2003 „in allen wichtigen Feldern die rote Laterne in der Hand“ gehabt, sagte Rösler. Vor allem die Grünen wollten alle Probleme vom Staat lösen lassen und damit die Freiheit der Bürger einschränken. „Man muss die FDP wählen, wenn man die erfolgreiche Regierungskoalition fortsetzen will“, sagte der Bundeswirtschaftsminister. Fraktionschef Brüderle ging vor allem auf die rot-grünen Forderungen nach höheren Steuern wie etwa einer Vermögensabgabe ein. „Es ist unerträglich, wenn man permanent den Menschen mehr abkassieren will. Die Roten und Grünen kennen nur eine Richtung: Noch mehr dem Bürger abdrücken“, sagte er. Am Beispiel des Berliner Flughafendebakels zeige sich deren wahres Gesicht. „Sie können es nicht. In Berlin haben zwei Sozis bewiesen, dass sie unfähig sind, einen Flughafen zu bauen.“ Laut ZDF-Politbarometer vom Donnerstag liegt Rot-Grün mit 46 Prozent zwei Punkte vor Schwarz-Gelb mit 44 Prozent. Da die FDP im Vergleich zum Vormonat um einen Punkt auf fünf Prozent zulegt und damit im Landtag vertreten wäre, bahnt sich ein knappes Ergebnis im Kampf um die Macht in Niedersachsen an. dapd (Politik/Politik)
Kramp-Karrenbauer will 2013 zum Jahr der Entschlossenheit machen
St. Ingbert (dapd-rps). Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat zu gemeinsamen Anstrengungen angesichts der Herausforderung für das Land aufgerufen. „Machen wir das Jahr 2013 zum Jahr der Entschlossenheit“, sagte sie am Donnerstagabend beim Neujahrsempfang der Ministerpräsidentin vor rund 1.800 geladenen Gästen, darunter rund 300 ehrenamtlich tätige Saarländer, in St. Ingbert. Angesichts knapper Mittel gehe es darum, „aus der Not eine Tugend zu machen und das Land neu aufzustellen“. Die Entscheidung darüber, was unbedingt erhalten werden müsse und worauf verzichtet werden könne, werde „keine theoretische Diskussion, sondern eine ganz harte Auseinandersetzung“. Diese könne das Land bestehen, wenn alle die „Schützengräben, in denen wir heute noch sind, verlassen“. dapd (Politik/Politik)