Umbauprogramm lässt Merck-Ergebnis schrumpfen

Umbauprogramm lässt Merck-Ergebnis schrumpfen Darmstadt (dapd). Das ehrgeizige Umbauprogramm von Merck-Chef Karl-Ludwig Kley hat im vergangenen Jahr tiefe Spuren in der Bilanz des Pharma- und Spezialchemiekonzerns hinterlassen. Restrukturierungskosten von einer halben Milliarde Euro sorgten dafür, dass der Konzerngewinn nach Steuern 2012 um 6,6 Prozent auf 567 Millionen Euro sank, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Die Gesamterlöse der Merck-Gruppe stiegen dagegen um 8,7 Prozent auf 11,2 Milliarden Euro. Doch zahlt sich das Umbauprogramm für das Darmstädter Unternehmen bereits aus. Im vierten Quartal 2012 verdiente Merck unter dem Strich rund 272 Millionen Euro und damit mehr als doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. Die Gesamterlöse von Oktober bis Dezember wuchsen um acht Prozent auf gut 2,8 Milliarden Euro. Und auch der Blick in die Zukunft fällt optimistisch aus. Für 2013 und 2014 erwartet der Konzern zwar nur ein moderates organisches Umsatzwachstum, aber dank der Sparbemühungen einen überproportionalen Anstieg des Betriebsergebnisses (Ebitda vor Sondereinflüssen) und einen deutlichen Anstieg des Konzernergebnisses. Merck-Chef Karl-Ludwig Kley betonte: „Wir haben nicht nur eines der umfangreichsten Veränderungsprogramme der 345-jährigen Unternehmensgeschichte weit vorangetrieben. Es ist uns auch gelungen unser Geschäft in einem herausfordernden konjunkturellen Umfeld weiter auszubauen.“ Der Manager bezifferte die Netto-Einsparungen durch das Effizienzsteigerungsprogramm im Jahr 2012 auf rund 115 Millionen Euro. Das Unternehmen habe damit das ursprüngliche Sparziel von 55 Millionen Euro deutlich übertroffen. Die Aktionäre sollen davon profitieren. Der DAX-Konzern will die Dividende von zuletzt 1,50 Euro auf 1,70 Euro je Anteilsschein erhöhen. An der Börse kamen die Nachrichten aus Darmstadt gut an. Der Konzern war am Donnerstagvormittag der größte Gewinner im DAX. Der Wert der Merck-Aktie stieg bis zum Mittag um fast vier Prozent. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Bundeskartellamt prüft überhöhte Fernwärmepreise

Bundeskartellamt prüft überhöhte Fernwärmepreise Bonn (dapd). Wegen des Verdachts überhöhter Fernwärmepreise hat das Bundeskartellamt Verfahren gegen sieben Versorgungsunternehmen eingeleitet. Auslöser waren die Ergebnisse der im August 2012 abgeschlossenen Sektoruntersuchung Fernwärme, teilte die Wettbewerbsbehörde am Donnerstag mit. Dabei hatte das Bundeskartellamt festgestellt, dass die durchschnittlichen Preise einiger Unternehmen deutlich über dem Durchschnitt lagen. Dem dadurch begründeten Anfangsverdacht geht die Behörde nun nach. Die Verfahren richten sich gegen die Unternehmen: E.on Hanse Wärme, RWE Energieleistungen, Dalkia, Danpower, Energie SaarLor Lux sowie die Stadtwerke Leipzig und Rostock. Betroffen seien rund 30 Versorgungsgebiete in fast allen Bundesländern, erklärte das Bundeskartellamt. Allerdings weisen nach Angaben der Behörde nicht alle Versorgungsgebiete der betroffenen Unternehmen auffällig hohe Erlöse auf. Kartellamtspräsident Andreas Mundt betonte, Fernwärmekunden hätten lediglich vor der erstmaligen Entscheidung für ein bestimmtes Heizsystem die Auswahl zwischen verschiedenen Versorgungswegen. Danach bestehe für sie auf lange Sicht keine Wechselmöglichkeit. „Daher sind bei überhöhten Preisen Missbrauchsverfahren des Bundeskartellamts erforderlich, um die Verbraucher zu schützen“, sagte Mundt. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Westerwelle verurteilt Geiselnahme von UN-Blauhelmen in Syrien

Westerwelle verurteilt Geiselnahme von UN-Blauhelmen in Syrien Berlin (dapd). Außenminister Guido Westerwelle hat die Geiselnahme von 21 UN-Blauhelmsoldaten durch syrische Rebellen scharf verurteilt. „Ich fordere die Verantwortlichen auf, die Beobachter unverzüglich freizulassen“, sagte Westerwelle am Donnerstag. Neutrales Personal der Vereinten Nationen dürfe nicht zum Spielball der Interessen im syrischen Bürgerkrieg werden. Am Mittwoch waren die 21 Beobachter der Vereinten Nationen auf den Golan-Höhen nahe der israelischen Grenze Opfer einer Geiselnahme geworden. Syrische Kämpfer hatten die Mitarbeiter in ihre Gewalt genommen, um damit die syrischen Regierungstruppen zum Rückzug aus dem Gebiet zu zwingen. dapd (Politik/Politik)

Traumschiff macht in diesem Jahr 22-mal in Deutschland fest

Traumschiff macht in diesem Jahr 22-mal in Deutschland fest Neustadt/München (dapd). Die aus der ZDF-Reihe „Traumschiff“ bekannte MS „Deutschland“ steuert ab dem Frühjahr regelmäßig die Heimat an. Der Luxusliner läuft von Mai bis September insgesamt 22-mal einen deutschen Hafen an, wie eine Sprecherin der norddeutschen Traditionsreederei Peter Deilmann am Donnerstag in München mitteilte. Auf dem Fahrplan stünden die Hansestadt Hamburg, die Nordseeinsel Amrum und das Ostseebad Binz ebenso wie Helgoland, Kiel, Sylt, Travemünde und Wismar. „Für unser Programm sind deutsche Häfen ideale Ausgangspunkte, ob für Kurzreisen in die Nordsee, Nordland-Expeditionen oder die große Ostseereise mit der ‚Deutschland'“, sagte Reederei-Geschäftsführer Konstantin Bissias. Auch für 2014 sei eine starke Präsenz in deutschen Häfen geplant. Zwischen Mitte Mai und Mitte Juli 2014 starte jede „Traumschiff“-Reise in Deutschland. Die MS „Deutschland“ mit rund 500 Passagieren ist das Flaggschiff der Reederei Peter Deilmann, die vor 40 Jahren in Neustadt an der Ostsee gegründet worden war. Seit Sommer gehört das Unternehmen der Münchner Aurelius-Gruppe. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Friedrich schlägt Rumänen und Bulgaren Tür zu Schengenraum zu

Friedrich schlägt Rumänen und Bulgaren Tür zu Schengenraum zu Brüssel (dapd). Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich hat Rumänien und Bulgarien die Tür zum Schengenraum vorerst wieder zugeschlagen. „Derzeit ist die Zeit noch nicht reif“ für den Wegfall der Grenzkontrollen, sagte Friedrich am Donnerstag vor Beratungen mit seinen EU-Kollegen in Brüssel. Es gebe in beiden Ländern noch Schwachstellen, insbesondere bei der Funktionsfähigkeit der Justiz. Damit kassierte Friedrich auch den deutschen Vorschlag aus dem vergangenen Jahr einer stufenweise Aufnahme in den Schengenraum. Demnach sollten zunächst an den Flug- und Seehäfen die Kontrollen abgeschafft werden, und erst in einem zweiten Schritt an den Landesgrenzen. Geht es nach Friedrich, dann wird die Schengenaufnahme für Sofia und Bukarest in diesem Jahr vollständig auf Eis gelegt. Zum Jahresende will die EU-Kommission neue Berichte über die Fortschritte in der Justiz, im Kampf gegen organisierte Kriminalität und Korruption vorlegen. Man sollte schauen, wie die Berichte ausfallen, „und dann werden wir erneut darüber diskutieren“, sagte der CSU-Politiker. Der Aufnahme von Rumänien und Bulgarien in den Schengenraum müssen alle 26 Mitgliedsstaaten zustimmen, womit Berlin ein Vetorecht hat. dapd (Politik/Politik)

Pakistan-Afghanistan: Tradition des Misstrauens überwinden

Pakistan-Afghanistan: Tradition des Misstrauens überwinden Islamabad (dapd). Die „Schweiz Pakistans“ könnte ein Vorbild für die Lösung des Taliban-Problems in Afghanistan sein: das Swat-Tal. Jahrelang war die Region im Nordwesten von Pakistan in den Händen radikaler Islamisten. Erst eine längere Militäraktion konnte die Schreckensherrschaft der Taliban dort beenden. Am Donnerstag besuchte Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) das Gebiet etwa 70 Kilometer von der afghanischen Grenze entfernt. „Das Swat-Tal war schwer getroffen durch den Terrorismus“, sagte de Maizière. Es habe eine Auflösung staatlicher Strukturen mit allen Folgen gegeben. Mittlerweile sei es aber gelungen, die Region zu befrieden und viele Menschen zur Rückkehr zu bewegen. Insgesamt waren Schätzungen zufolge etwa zwei Millionen Menschen geflüchtet. Im Herbst 2007 hatten die Taliban mit einem Aufstand im Swat-Tal begonnen und wollten von dort aus ihre Macht auf ganz Pakistan ausbauen. In einem ersten Schritt wurde im Swat-Tal mit der radikalen Form der Scharia ein „Steinzeit-Islamismus“ eingeführt. Die Regierung in Islamabad ließ die Taliban zunächst gewähren, vertrieb sie aber im Frühjahr 2009. Mittlerweile wird versucht, die gemäßigten pakistanischen Taliban wieder in die Gesellschaft einzugliedern. „Tradition des Misstrauens überwinden“ Ein ähnlicher Prozess vollzieht sich derzeit in Afghanistan, wo die Taliban über Jahre hinweg als Aufständische bekämpft wurden und nun in eine Friedenslösung eingebunden werden sollen. De Maizière rief Pakistan auf, dabei eine aktivere Rolle einzunehmen. Schließlich liegt das Siedlungsgebiet der Paschtunen zu beiden Seiten der afghanisch-pakistanischen Grenze. Vor allem die pakistanische Bergregion Waziristan gilt als Rückzugsgebiet der Taliban, die ethnisch den Paschtunen zugerechnet werden. Der Verteidigungsminister, der vor Pakistan zunächst zwei Tage lang das Nachbarland Afghanistan besucht hatte, appellierte an beide Länder, die „lange Tradition von Misstrauen“ zu überwinden. Nur mit der Hilfe von Pakistan werde es gelingen, auch in Afghanistan einen stabilen Friedensprozess in Gang zu bringen, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag nach seinen Gesprächen mit pakistanischen Spitzenpolitikern und hohen Militärs in Islamabad. Für eine Friedenslösung für die vom islamistischen Terrorismus erschütterte Region gebe es jetzt ein „Fenster der Möglichkeiten“, fügte der Minister mit Blick auf die Wahlen in Afghanistan im kommenden Jahr und den geplanten Abzug der ISAF-Kampftruppen vom Hindukusch bis Ende 2014 hinzu. Doch mahnte der CDU-Politiker zugleich: „Die Zeit ist knapp.“ Auch Katar-Gespräche mit Taliban Chance geben Nach Einschätzung des deutschen Verteidigungsministers sind bestimmte Taliban-Gruppen zu einem Ende des Krieges bereit. „Sie haben ein Interesse an geordneten Verhältnissen“, sagte de Maizière. Das sollte genutzt werden, und auch der sogenannte Katar-Prozess „verdient eine Chance“. In dem Öl-Emirat hatten die USA mit Vertretern der Taliban verhandelt. Die Gespräche waren aber im Streit um die Freilassung von Häftlingen aus dem US-Gefangenenlager Guantanamo von den Taliban abgebrochen worden. Nun geht es mit Hilfe einer Sondierung von Pakistan wieder darum, unter welchen Bedingungen hochrangige inhaftierte Taliban-Führer entlassen werden könnten. dapd (Politik/Politik)

Studie: Misshandlungen im Kloster Ettal Teil eines Gewaltsystems

Studie: Misshandlungen im Kloster Ettal Teil eines Gewaltsystems München (dapd). Nach den Vorwürfen zu Misshandlungen und sexuellem Missbrauch im Benediktinerkloster Ettal (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) bescheinigt jetzt ein aktueller Untersuchungsbericht dem Internat ein „System der Unterdrückung“. Bis in die 80er Jahre hinein sei Gewalt „gezielt als pädagogisches Mittel eingesetzt“ worden, heißt es in dem Bericht, der der „Süddeutschen-Zeitung“ vorliegt und am Donnerstagnachmittag offiziell vorgestellt werden soll. Demnach sind sexuelle Übergriffe Teil dieses Gewaltsystems gewesen. Vor drei Jahren war offenbar geworden, dass Mönche in Ettal zahlreiche Schüler misshandelt und sexuell missbraucht hatten. Im Internat verbrachten dem Blatt zufolge die Söhne deutscher Spitzenpolitiker, Adeliger und Industrieller über Jahrzehnte ihre Schulzeit. Den Missbrauchsvorwürfen wurde in einem 150-seitigen Bericht des sozialwissenschaftlichen Instituts IPP in München und des Sozialpsychologen Heiner Keupp nachgegangen. Keupp und seine Mitarbeiter haben den Angaben zufolge für die Studie mehr als 40 Interviews mit ehemaligen Schülern und Mitgliedern des Klosters geführt, auch mit Mönchen, denen sexuelle Übergriffe und Misshandlungen vorgeworfen wurden. Die Mönche hätten diese Elite „durch Selektion und schmerzvolle Bestrafung der Leistungsschwachen“ geformt, heißt es in dem Bericht. Körperliche Züchtigungen seien „gezielt als pädagogisches Mittel eingesetzt“ worden. Die Heftigkeit der Gewalt lasse keinen anderen Schluss zu, „als dass die Täter entweder die Kontrolle über ihre Affekte verloren oder auf der Basis sadistischer Motivation handelten“. Die sexuellen Übergriffe seien „eine spezifische Variante der Gewalt“ gewesen, „die sich in sexualisierter Weise manifestierte“. dapd (Politik/Politik)

Osram verkauft große Fabrik in China

Osram verkauft große Fabrik in China München (dapd). Der Leuchtmittelhersteller Osram trennt sich von einem seiner großen Werke in China. Das Unternehmen will die Fabrik in Shaoxing, wo bisher rund 2.000 Mitarbeiter vor allem traditionelle Lampen fertigen, an die Firma Super Trend Lighting in Hongkong verkaufen, wie die Siemens-Tochter am Donnerstag in München mitteilte. Die Transaktion soll noch im Frühjahr über die Bühne gehen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Der Verkauf ist Teil des Konzernumbaus, bei dem Osram bis 2014 bis zu 8.000 Arbeitsplätze abbauen will. Mit der Veräußerung der Fabrik in Shaoxing und bereits rund 2.000 abgebauten Stellen an anderen Standorten werde das Unternehmen die Hälfte davon erreichen, teilte Osram weiter mit. Den Fabrikverkauf bezeichnete der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Dehen als einen „weiteren Meilenstein in der Neuausrichtung des Unternehmens“. Osram will den LED-Anteil weiter ausbauen. Zuletzt lagen die Umsätze aus diesem Bereich bei einem Viertel der Gesamterlöse. Die Siemens-Tochter muss wegen des technologischen Wandels in der Lichtbranche und der starken Konkurrenz in Asien massiv Kosten senken. Von 2013 bis 2015 will Osram insgesamt eine Milliarde Euro einsparen. In Deutschland sollen bis 2014 1.400 Arbeitsplätze gestrichen werden. Ein Teil davon ist bereits abgebaut. Im Wesentlichen sind die Standorte Augsburg und Berlin betroffen. Im Herbst 2012 hatte Osram weltweit rund 39.000 Mitarbeiter. Die Konzernmutter Siemens hatte bei der Hauptversammlung im Januar die Abspaltung von Osram beschlossen. Wegen Klagen von Aktionären ist es allerdings fraglich, ob das Tochterunternehmen Ende April an die Börse kommt. Eine Verschiebung ist wahrscheinlich. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Pakistan will deutsche Militär-Hubschrauber

Pakistan will deutsche Militär-Hubschrauber Islamabad (dapd). Pakistan hat Deutschland um weitere Unterstützung für sein Militär gebeten. Dabei geht es um Hubschrauber zur Rettung von Verwundeten, sagte Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) am Donnerstag nach einem Treffen mit der pakistanischen Außenministerin Hina Rabbani Khar in Islamabad. Nach Angaben des Verteidigungsministers ist die Bundeswehr gerade dabei, ältere Modelle auszumustern. Pakistan gehört neben Indien und Südkorea zu den drei größten Rüstungsimporteuren der Welt. Zugleich rief de Maizière Pakistan und Afghanistan auf, ihre Streitigkeiten beizulegen und gemeinsam nach einer stabilen Friedenslösung für die vom islamistischen Terrorismus erschütterte Region zu suchen. Dafür gebe es jetzt ein „Fenster der Möglichkeiten“, sagte der Minister mit Blick auf die Wahlen in Afghanistan im kommenden Jahr und den geplanten Abzug der Kampftruppen vom Hindukusch bis Ende 2014. © 2013 dapd (Politik/Politik)

Altmaier geht von rascher Einigung auf Strompreisbremse aus

Altmaier geht von rascher Einigung auf Strompreisbremse aus Berlin (dapd). Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) rechnet damit, dass die geplante Strompreisbremse im Sommer in Kraft tritt. Vor einem Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit wichtigen Akteuren der Energiewende sagte Altmaier am Donnerstag im ZDF-„Morgenmagazin“, Bund und Länder könnten es schaffen, sich bis zum 21. März zu einigen. Dann wollen Merkel und die Länderchefs erneut über eine Eindämmung der Strompreiserhöhungen beraten. Komme es zu einer Einigung, könnte das Gesetz laut Altmaier zum 1. August in Kraft treten. Am (heutigen) Donnerstag will Merkel zusammen mit Vertretern aus Wirtschaft, Gesellschaft, Wissenschaft und von Gewerkschaften Lösungsvorschläge zur Umsetzung der Energiewende diskutieren. Dabei geht es unter anderem um Themen wie Netzausbau, den Ausbau erneuerbarer Energien und der Energieeffizienz von Gebäuden. An den Gesprächen sollen neben Altmaier auch die Minister für Wirtschaft, Verbraucherschutz, Verkehr, und Forschung, Philipp Rösler (FDP), Ilse Aigner, Peter Ramsauer (beide CSU) und Johanna Wanka (CDU) teilnehmen. Nach dem Scheitern der Befreiung energieintensiver Unternehmen von den Netzengelten forderte der Umweltminister rasches Handeln des Gesetzgebers. Das Oberlandesgericht Düsseldorf hatte am Mittwoch die entsprechende Verordnungsregelung für nichtig erklärt. Altmaier sagte, nach seinen Vorstellungen zur Energiewende sollten energieintensive Unternehmen in einer Größenordnung von 700 Millionen Euro belastet werden. dapd (Politik/Politik)