Mehrere hundert Beschäftigte bei Neckermann streiken

Mehrere hundert Beschäftigte bei Neckermann streiken Frankfurt/Main (dapd). Mehrere hundert Beschäftigte des angeschlagenen Versandhändlers Neckermann haben am Montag die Arbeit niedergelegt. Am Morgen versammelten sich nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di rund 250 Beschäftigte vor der Frankfurter Neckermann-Zentrale. Für einen Protestmarsch am Vormittag rechnete Neckermann-Aufsichtsratsmitglied Wolfgang Thurner mit bis zu 400 Teilnehmern. Mit den Streiks will die Gewerkschaft den Druck auf die Geschäftsführung und den Eigentümer Sun Capital Partners erhöhen, die Verhandlungen über einen Sozialtarifvertrag mit Abfindungen und Qualifizierungsregelungen wieder aufzunehmen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Allianz reduziert Spenden für deutsche Parteien deutlich

Allianz reduziert Spenden für deutsche Parteien deutlich München (dapd). Europas größter Versicherer Allianz hat den im Bundestag vertretenen Parteien außer der Linken zusammen 150.000 Euro gespendet. Bündnis 90/Die Grünen, CDU, CSU, FDP und SPD erhielten jeweils 30.000 Euro, wie die Allianz am Montag mitteilte. Der Versicherungskonzern zahle allen die freie Marktwirtschaft unterstützenden Parteien die gleiche Summe und knüpfe daran keine Bedingungen, sagte Wolfgang Ischinger, Generalbevollmächtigter der Allianz. Gegenüber dem Vorjahr sind dies pro Partei 20.000 Euro weniger. Die Allianz habe die Parteispenden reduziert, um internationale, europapolitische, umweltpolitische und gesellschaftspolitische Projekte zu fördern. Dazu gehöre beispielsweise die Third Generation Initiative, die Begegnungen jüdischer US-Amerikaner und Deutscher aus der Generation der Enkel fördert. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

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Woolworth setzt auf Expansion

Woolworth setzt auf Expansion Frankfurt (dapd). Die deutsche Kaufhauskette Woolworth will rund zwei Jahre nach ihrer Insolvenz wieder wachsen. Mittel- bis langfristig gebe es Potenzial für 500 Filialen in Deutschland, sagte Woolworth-Geschäftsführer Dieter Schindel der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Montagausgabe). „Wir wollen dann möglichst in jeder Kleinstadt vertreten sein“, sagte er. Derzeit betreibt die Unternehmensgruppe hierzulande mehr als 200 Standorte. Woolworth setze als Zielgruppe auf ältere Menschen, die ihre Einkäufe gern in der Nachbarschaft erledigten, sagte Schindel weiter. Sämtliche Erträge würden reinvestiert, um die Marke zu stärken. Anders als vor der Insolvenz im April 2009 soll mittlerweile kein Woolworth-Geschäft größer als 2.000 Quadratmeter sein. Die in Unna ansässige Woolworth-Gruppe setzt etwa 400 Millionen Euro pro Jahr um und beschäftigt knapp 5.000 Mitarbeiter. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Verfassungsschutzpräsident Fromm bittet um Entlassung

Verfassungsschutzpräsident Fromm bittet um Entlassung Berlin (dapd). Der Präsident des Bundesverfassungsschutzes, Heinz Fromm, hat Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) zum Ende des Monats um seine Entlassung gebeten. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur dapd in Berlin am Montag aus Sicherheitskreisen, die damit einen entsprechenden Bericht der „Rheinischen Post“ bestätigten. Fromms Behörde war wegen zahlreicher Pannen bei den Ermittlungen gegen die Neonazi-Zelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) in die Kritik geraten. Die im November vergangenen Jahres aufgeflogene Terrorgruppe lebte mehr als ein Jahrzehnt unentdeckt von den Sicherheitsbehörden im Untergrund und ermordete bundesweit zehn Menschen. Am vergangenen Mittwoch war bekannt geworden, dass der Verfassungsschutz noch nach Auffliegen der Terrorzelle Akten vernichtete, aus denen hervorging, wie mit V-Leuten aus dem NSU-nahen Thüringer Heimatschutz zusammengearbeitet wurde. Fromm ist seit Juni 2000 Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz. Zuvor leitete den Verfassungsschutz in Hessen und eine Justizvollzugsanstalt Kassel. Zudem war er Staatssekretär im hessischen Innenministerium. Fromm ist Mitglied der SPD. Am kommenden Donnerstag soll er vor dem NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages aussagen. dapd (Politik/Politik)

Westerwelle lehnt Euro-Bonds weiter ab

Westerwelle lehnt Euro-Bonds weiter ab Berlin (dapd). In der Debatte über die künftige Haftung für Schulden in Europa hat Außenminister Guido Westerwelle Euro-Bonds erneut strikt abgelehnt. „Deutschland kann nicht für die Schulden von ganz Europa haften“, sagte Westerwelle am Montag im ARD-„Morgenmagazin“. Dies sei nicht nur die Sicht der FDP, sondern auch der Bundesregierung. „Wir wollen eine Stabilitätsunion“, betonte er. Dies habe Bundeskanzlerin Angela Merkel „klipp und klar gesagt“, und dabei müsse es bleiben. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte im Bundestag die Einführung von Euro-Bonds in Zusammenhang mit dem Erreichen einer Fiskalunion gestellt und als eine Frage der Zeit bezeichnet. dapd (Politik/Politik)

Innenminister verlangt Bericht zur NSU-Akten-Affäre

Innenminister verlangt Bericht zur NSU-Akten-Affäre Berlin (dapd). Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich fordert vom Bundesverfassungsschutz Aufklärung über die Vernichtung von Akten über den „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU). „Ich habe Verfassungsschutzpräsident Heinz Fromm angewiesen, den Vorfall umfassend aufzuklären und mir rasch zu berichten“, sagte der CSU-Politiker der „Bild“-Zeitung (Onlineausgabe). „Herr Fromm hat zudem die Prüfung disziplinarrechtlicher Konsequenzen in seinem Hause angekündigt.“ Ein Referatsleiter hatte kurz nach Bekanntwerden der Mordserie der NSU, der bundesweit zehn Tote zur Last gelegt werden, sieben Ordner mit Details zur geheimen Operation „Rennsteig“ schreddern lassen. Bei der Operation ging es um den Einsatz von V-Leuten im rechtsextremistischen „Thüringer Heimatschutz“. dapd (Politik/Politik)

Oettinger für Vereinigte Staaten von Europa

Oettinger für Vereinigte Staaten von Europa Berlin (dapd). EU-Kommissar Günther Oettinger hat sich für eine grundlegende Erneuerung der Europäischen Union ausgesprochen. „Wir müssen die EU zu einer politischen Union, zu Vereinigten Staaten von Europa weiterentwickeln“, sagte der CDU-Politiker der Zeitung „Die Welt“ (Montagausgabe) laut Vorabbericht. Er regte eine Ergänzung des Grundgesetzes an, sollte es „zu einer eigenen Staatlichkeit der EU“ kommen. Oettinger lobte die Beschlüsse des EU-Gipfels. „Die Eurozone musste sich verändern – und sie hat sich verändert“, sagte er. „Die Schritte, die jetzt beschlossen wurden, sind richtig und notwendig.“ Spanien, Italien und andere Krisenstaaten könnten den Rettungsfonds ESM in Zukunft effektiver nutzen. Das ermögliche es ihnen, stringent ihre Haushalte zu konsolidieren. dapd (Politik/Politik)