Berlin (dapd). Die Bahnstrecke zwischen Berlin und Hannover ist nach einem Oberleitungsschaden wieder vollständig befahrbar. Die Züge verkehrten seit Freitagmorgen wieder planmäßig, sagte ein Bahnsprecher auf dapd-Anfrage. Die Ursache für die Störung am Donnerstag sei aber weiterhin unklar. Bereits am Abend war ein Gleis wieder für den Fernverkehr freigegeben worden. Es kam dennoch zu Verspätungen. Ein mit 250 Reisenden besetzter ICE war am Donnerstagnachmittag aufgrund der beschädigten Oberleitungen zwischen Nennhausen und Buschow in Brandenburg liegen geblieben. Die Fahrgäste mussten in einen Ersatzzug umsteigen. Im Nahverkehr pendelten Busse auf dem betroffenen Streckenabschnitt. Erst vor knapp zwei Wochen war es auf der Bahnstrecke Berlin-Hannover zu einem Oberleitungsschaden gekommen. Grund dafür war ein von Vögeln verursachter Kurzschluss. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
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Nachfrage in Schwellenländern beflügelt Danone
Paris (dapd). Der Lebensmittelkonzern Danone hat dank guter Geschäfte in Schwellenländern Umsatz und Ertrag gesteigert. Im ersten Halbjahr stieg der Gewinn auf Jahressicht um 2,1 Prozent auf 911 Millionen Euro, wie Danone am Freitag in Paris mitteilte. Der Umsatz legte um fast sechs Prozent auf rund 10,5 Milliarden Euro zu. Während die Nachfrage vor allem in Südeuropa seit Ende des ersten Quartals deutlich sank, wuchs das Geschäft in Asien zweistellig. Glänzend war vor allem der Absatz von Babynahrung in China. Danone hatte die Ziele für das Geschäftsjahr wegen des schlechten Europa-Geschäfts bereits etwas zurückgenommen. Der Konzern wolle auf die bröckelnde Nachfrage in Südeuropa unter anderem mit Preissenkungen reagieren, erklärte Danone. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Verkaufszahlen von E-Bikes steigen
Bad Soden am Taunus (dapd). Das E-Bike erfreut sich ungebrochen großer Beliebtheit. „Wir schätzen, dass 2012 rund 400.000 Stück in Deutschland verkauft werden können“, sagte der Geschäftsführer des Zweirad-Industrie-Verbands (ZIV), Siegfried Neuberger, im dapd-Interview. 2011 wurden hierzulande 310.000 Elektrofahrräder verkauft. Beim E-Bike gebe es aktuell große Zuwachsraten, obwohl es häufig nur Zweitfahrrad sei. „Das E-Bike wird nicht ‚anstelle von‘, sondern zusätzlich gekauft“, sagte der Fahrradexperte. Der Kunde hat beim Kauf inzwischen die Qual der Wahl. „Nahezu jeder Hersteller hat neben den herkömmlichen Fahrrädern auch E-Bikes im Angebot“, erklärte Neuberger. Auf den im August startenden Fahrradmessen, der Münchner Ispo Bike und der Eurobike in Friedrichshafen, werden die Hersteller wieder einige Neuheiten präsentieren. Die Auswahl ist genauso groß wie die Preisspanne. Im Fachhandel starten die Preise laut Neuberger bei rund 1.400 bis 1.700 Euro pro Stück, nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Die Lebensdauer der integrierten Akkus ist allerdings begrenzt. „Ein hochwertiger Akku hat bei fachgerechter Nutzung eine Lebensdauer von etwa drei bis fünf Jahren. Dies entspricht rund 1.000 Ladezyklen“, sagte der ZIV-Geschäftsführer. Geladen werden die Energiespeicher an der heimischen Steckdose. Bei über 96 Prozent der E-Bikes könne der Akku mit einfachen Handgriffen entnommen und an einer gewöhnlichen Haushaltssteckdose geladen werden. Eine öffentliche Ladeinfrastruktur ist aus Sicht des Verbandes deshalb nicht nötig. „Nur im Bereich Tourismus ist es sinnvoll, da dadurch der Aktionsradius beispielsweise für eine Tour erweitert werden kann“, sagte Neuberger. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
EADS steigert Gewinn deutlich
Amsterdam/Hamburg (dapd-bay). Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS kommt trotz millionenteurer Probleme bei den Top-Modellen mit seinem Programm zur Gewinnsteigerung schnell voran: Der Umsatz erhöhte sich im ersten Halbjahr um 14 Prozent auf 24,9 Milliarden Euro. Der Nettogewinn stieg auf 594 Millionen Euro, nachdem es im Vorjahreszeitraum nur 109 Millionen Euro waren, wie der Konzern am Freitag in Amsterdam mitteilte. Der Konzern mit Töchtern wie Airbus, Eurocopter und dem Raketenhersteller Astrium erhöhte die Prognose für das Gesamtjahr und rechnet nun mit einem Umsatzwachstum von zehn Prozent und deutlich steigenden Gewinnen. „Der Konzern erzielte in den ersten sechs Monaten gute Ergebnisse, unsere Finanzkennzahlen bestätigen die anhaltende Dynamik“, erklärte der neue EADS-Vorstandsvorsitzende Tom Enders. Der Deutsche hatte Anfang Juni den Posten übernommen und will die Gewinne des Konzerns nachhaltig erhöhen und den Abstand zum Konkurrenten Boeing verkleinern. Allerdings läuft längst nicht alles rund, vor allem bei der mit Abstand wichtigsten Tochter Airbus: Die Auslieferung des Langstreckenflugzeugs A350 wurde zum wiederholten Mal verschoben und soll nun in der zweiten Jahreshälfte 2014 erfolgen. Der Konzern verbuchte dafür 124 Millionen Euro Rückstellungen. Beim größten Konzernmodell A380 stiegen die Belastungen wegen der technischen Probleme an den Flügeln auf 181 Millionen Euro. Bis zu 650 Bestellungen für Flugzeuge Die Kunden lassen sich von den schlechten Nachrichten aus der Technik aber nicht abschrecken: Airbus wird in diesem Jahr voraussichtlich rund 580 Zivilflugzeuge ausliefern, einschließlich 30 der auch in Hamburg gebauten A380. Die Zahl der Bestellungen soll sich zwischen 600 und 650 Flugzeugen bewegen und so die Zahl der Auslieferungen übersteigen. Allerdings sagte Enders, er habe „leichte Zweifel“ am Ziel der 30 A380. „Wir haben ein Problem mit den Flügeln“, das behindere auch die Bestellungen. Enders kündigte an, Airbus werde beim A380 die Flügel wie bei klassischen Flugzeugen wieder vollständig aus Metall herstellen, statt mit einem Anteil an Kohlefasern. 2013 werden die Auslieferungen deshalb unter 30 Stück fallen. Enders sagte, von der geplanten Verlagerung der EADS-Zentrale von den bisherigen Standorten Ottobrunn bei München und Paris an den Airbus-Hauptsitz in Toulouse sei nur „eine zweistellige Zahl“ von Mitarbeitern betroffen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Seehofer lobt gute Nachbarschaft zwischen Polen und Deutschland
Warschau (dapd). Bundesratspräsident Horst Seehofer (CSU) sieht die deutsch-polnischen Beziehungen auf einem guten Weg. Der bayerische Regierungschef sagte am Freitag in Warschau bei einem Gespräch mit Journalisten des Verlags Polskapresse, er könne bei seinem Polen-Besuch die gute Nachbarschaft beider Länder spüren. Er fügte hinzu: „Man kann von einer echten und sehr natürlichen Freundschaft sprechen.“ Seehofer lobte, Polen habe seit dem Fall des Eisernen Vorhangs eine „fantastische Entwicklung genommen“. Dies erinnere ihn an den Aufstieg Bayerns von einem „ärmeren“ zu dem „führenden Bundesland“. dapd (Politik/Politik)
Linde trotzt der Krise und wächst weiter
München (dapd). Die Wirtschaftskrise kann den Gasehersteller Linde nicht stoppen. Das DAX-Unternehmen steigerte in den ersten sechs Monaten des Jahres sein operatives Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr um mehr als sechs Prozent auf 1,66 Milliarden Euro, wie Linde am Freitag in München mitteilte. Der Konzernumsatz erhöhte sich um 5,9 Prozent auf 7,17 Milliarden Euro. Das Nachsteuerergebnis verbesserte Linde um 5,5 Prozent auf 631 Millionen Euro. Die Aktie legte zum Handelsauftakt um 0,7 Prozent auf 119,21 Euro zu. Der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Reitzle sprach von einem „soliden ersten Halbjahr“. Er bestätigte die Ziele für das gesamte Geschäftsjahr. Linde will sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Ergebnis zulegen. 2011 hatte Linde 1,2 Milliarden Euro Gewinn gemacht und 13,8 Milliarden Euro umgesetzt. „Durch unsere globale und ausgewogene Aufstellung können wir eine Nachfragezurückhaltung in einzelnen Märkten oder die Schwäche bestimmter Währungen gut kompensieren“, sagte Reitzle. So beeinträchtigte die Eurokrise das Geschäft auf dem Heimatkontinent. Dafür profitierte Linde von einer guten Konjunkturentwicklung in Osteuropa und im Mittleren Osten. Falls die Übernahme des US-amerikanischen Medizingaseanbieters Lincare klappen sollte, will Linde bereits im nächsten Jahr ein operatives Konzernergebnis von mindestens vier Milliarden Euro erzielen. Noch vor drei Monaten hatte Reitzle dieses Ziel erst für 2014 ausgegeben. Am Montag hatte die Wettbewerbsbehörde FTC in Washington Linde die Freigabe für die Lincare-Übernahme gegeben. Die Aktionäre des US-Unternehmens haben noch bis 7. August Zeit, das Barangebot von 41,50 Dollar je Aktie anzunehmen. Mit 4,6 Milliarden Dollar (3,7 Milliarden Euro) wäre es für Linde die größte Übernahme seit sechs Jahren. Umsatz im zweiten Quartal weiter gesteigert Im zweiten Quartal dieses Jahres legte der Gasehersteller trotz des konjunkturellen Abschwungs weiter zu. Der Umsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 6,4 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis stieg um 6,1 Prozent auf 847 Millionen Euro. Damit verbesserte sich Linde auch gegenüber den ersten drei Monaten dieses Jahres. Im größten Geschäftsbereich Gas erhöhte Linde im ersten Halbjahr den Umsatz um 7,2 Prozent auf 5,83 Milliarden Euro. Bereinigt um Währungseffekte und Preisschwankungen beim Erdgas betrug das Plus 3,4 Prozent. Das operative Ergebnis der Gase-Division verbesserte der DAX-Konzern um 7,8 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Durch die Übernahme des Europageschäfts des US-amerikanischen Medizingaseanbieters Air Products im Frühjahr steigerte Linde auch den Umsatz in der Region Europa, Naher Osten und Afrika. Im Bereich Anlagenbau (Engineering Division) stagnierte der Umsatz bei 1,23 Milliarden Euro. Linde musste hier einzelne Projekte abwickeln. Das operative Ergebnis in diesem Geschäft stieg um 7,1 Prozent auf 151 Millionen Euro. Den Auftragseingang für Anlagen erhöhte der Konzern gegenüber dem Vorjahr um rund ein Viertel auf 1,43 Milliarden Euro. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Westerwelle: Zeit Assads geht vorüber
Berlin (dapd). Außenminister Guido Westerwelle (FDP) erwartet von Russland und China ein Einlenken in der Syrien-Frage. „Die Tatsache, dass Russland und China bislang eine schützende Hand über das Regime von Assad halten, dass ist natürlich ein großes Problem“, sagte Westerwelle am Freitag im ZDF-„Morgenmagazin“. „Und deswegen rufen wir China und Russland dazu auf, doch zu erkennen, dass die Zeit des Regimes Assad vorübergeht, dass die Erosion längst begonnen hat“, fügte Westerwelle hinzu. Westerwelle kündigte an, die finanzielle Hilfe für Flüchtlinge aufzustocken. „Wir werden heute die humanitäre Hilfe für die Flüchtlinge, also die unmittelbare Versorgung der Flüchtlinge um weitere drei Millionen Euro aufstocken“, sagte Westerwelle. Damit beteilige sich Deutschland mit insgesamt elf Millionen Euro an humanitärer Hilfe in Syrien. dapd (Politik/Politik)
Lehrerverband: Schulen können Bubble Tea nicht verbieten
Landshut (dapd). Der Verzehr des umstrittenen Kultgetränks Bubble Tea an Schulen kann nach Einschätzung des Deutschen Lehrerverbands (DL) nicht verboten werden. Die Mitnahme solcher Getränke in die Schule sei „rechtlich wohl nicht zu verhindern“, sagte DL-Präsident Josef Kraus der Nachrichtenagentur dapd am Donnerstag in Landshut. Gleichwohl habe die Schule „unter anderem die Aufgabe, zu vernünftiger Ernährung zu erziehen – die Aufklärung über gesundheitliche Risiken solcher Bubble Teas gehört dazu“. Kraus sagte weiter, es sei auch anzunehmen, dass Schulen auf den internen Verkauf der Getränke verzichten. Bubble Tea erfreut sich in Deutschland zunehmender Beliebtheit. Inzwischen bietet auch McDonald’s das Trendgetränk an. Gesundheitsexperten, aber auch die Grünen halten es für sehr ungesund. Die Partei fordert von der Bundesregierung eine bessere Aufklärung über das Getränk. dapd (Politik/Politik)
Urteil: Berlin und Hamburg müssen Feuerwehrbeamte entschädigen
Leipzig (dapd-bln). Hamburg und Berlin müssen ihre Feuerwehrbeamten für zu viel geleistete Arbeit entschädigen. Beamte, die über die zulässige Höchstarbeitszeit von 48 Wochenstunden hinaus Dienst leisten mussten, haben einen Anspruch auf Freizeitausgleich, wie das Bundesverwaltungsgericht am Donnerstag in Leipzig entschied. Sei dies nicht binnen eines Jahres ohne Gefährdung der Einsatzbereitschaft der Feuerwehr möglich, müsse der Dienstherr, also das Land, ihnen eine angemessene finanzielle Entschädigung zahlen, hieß es. Auf Hamburg kommen nach ersten Schätzungen Kosten in Höhe von 20 Millionen Euro zu, wie die Innenbehörde mitteilte. Die Richter entschieden am Donnerstag über 23 Revisionsverfahren. Die Beamten in Hamburg mussten demnach von Januar 1999 bis einschließlich August 2005 zwei Stunden pro Woche länger arbeiten. In Berlin mussten sie von November 2001 bis Dezember 2006 sieben Stunden pro Woche zusätzlich Dienst leisten. Die Entschädigungen können sich in je nach Besoldungsgruppe in Berlin auf bis zu 30.000 Euro für jeden Beamten und in Hamburg auf bis zu 15.000 Euro belaufen. Das Urteil sei „das Ergebnis schwerwiegender Fehler“, sagte Innensenator Michael Neumann (SPD). Neben der Erhöhung der Arbeitszeit im Jahr 1998 sei es versäumt worden, nach deren Aufhebung durch den Europäischen Gerichtshof im Jahr 2005 Ausgleichsleistungen zu gewähren oder eine finanzielle Vorsorge für eine Entschädigung zu treffen. „Hamburg wird die maßgeblichen Urteilsgründe schnell und sorgfältig prüfen, um so zügig wie möglich die Zahlungen leisten zu können“, kündigte er an. (BVerwG 2 C 70.11, 14.11 – 26.11, 28.11 – 36.11 – Urteile vom 26. Juli 2012) dapd (Politik/Politik)
Südafrikaner wegen geplantem Mandela-Attentat schuldig gesprochen
Johannesburg (dapd). Mehr als zehn Jahre nach einem geplanten Attentat auf Ex-Staatspräsident Nelson Mandela ist der südafrikanische Rassist Mike du Toit am Donnerstag des Landesverrats schuldig gesprochen worden. Richter Eben Jordaan beschrieb den ehemaligen Universitätslehrer als „Schlüsselfigur“ in einem fehlgeschlagenen Plan, bei dem durch Bombenanschläge und die Tötung Mandelas in den 1990er Jahren die Regierung gestürzt werden sollte. Die Verkündung des Strafmaßes wird im August erwartet. Der Rechtsstreit um du Toit und seine Anhänger zieht sich bereits seit mehr als neun Jahren hin. Neben ihm sind auch 21 weitere Mitglieder der rechtsextremistischen Vereinigung „Boeremag“ angeklagt. Ihnen allen droht lebenslange Haft. © 2012 AP. All rights reserved (Politik/Politik)