Studie: Geringverdiener sorgen nur selten privat fürs Alter vor

Studie: Geringverdiener sorgen nur selten privat fürs Alter vor Nürnberg (dapd). Geringverdiener und Hartz-IV-Empfänger sorgen nur in geringem Maße privat fürs Alter vor. Dies geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor, die am Montag veröffentlicht wurde. Demnach zahlen nur 17 Prozent der Hartz-IV-Empfänger in eine private Altersvorsorge ein. Bei Geringverdienern ohne Hartz-IV-Bezug sind es immerhin 35 Prozent, die privat für das Alter vorsorgen, in der Gesamtbevölkerung 48 Prozent. Bei der Riester-Rente ist der Unterschied den Forschern zufolge allerdings deutlich kleiner. Hartz-IV-Empfänger zahlen mit einem Anteil von 14 Prozent nur etwas seltener in einen Riester-Vertrag ein als Niedrigeinkommensbezieher außerhalb von Hartz IV (18 Prozent). Kritisch äußerten sich die Autoren auch mit Blick auf die geplante Pflicht zur privaten Altersvorsorge im Konzept der Zuschussrente von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Die Zuschussrente werde nur einen Teil der Personen im Niedrigeinkommensbereich vor Sozialhilfebedürftigkeit schützen, da die Anforderungen an die Mindestdauer der Einzahlungen relativ hoch seien. (Die IAB-Studie: http://url.dapd.de/rilvKb ) dapd (Politik/Wirtschaft)

Vor allem ältere Menschen beschäftigen Haushaltshilfen illegal

Vor allem ältere Menschen beschäftigen Haushaltshilfen illegal Berlin (dapd). Jeder zehnte deutsche Haushalt hat einer Umfrage zufolge schon einmal illegal eine Haushaltshilfe beschäftigt. Insgesamt seien das mehr als vier Millionen Haushalte, ergab eine repräsentative Studie des Forsa-Instituts im Auftrag der Minijobzentrale der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See, die der Nachrichtenagentur dapd vorliegt. Zunächst hatte die „Welt Kompakt“ (Montagausgabe) vorab aus dem Zahlenwerk berichtet. Die Hälfte der betroffenen Haushalte habe demnach bereits mehrmals Schwarzarbeiter beschäftigt. Weitere elf Prozent könnten sich zudem vorstellen, künftig illegal einen Helfer zu engagieren. Dabei steigt die Tendenz zur unangemeldeten Beschäftigung den Angaben zufolge mit dem Alter. Während vier Prozent der unter 30-Jährigen bereits Schwarzarbeiter angestellt hätten, erreiche der Anteil bei den über 60-Jährigen 13 Prozent. Insgesamt waren im Juni 242.743 Minijobber in deutschen Haushalten bei der Minijobzentrale gemeldet. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Weiterer Rückschlag für die deutsche Wirtschaft

Weiterer Rückschlag für die deutsche Wirtschaft München (dapd). Die Talfahrt der deutschen Wirtschaft hält an: Der Ifo-Geschäftsklimaindex, der wichtigste Gradmesser für die deutsche Konjunktur, ging von 102,3 Punkten im August auf nun 101,4 Punkte zurück, wie das Münchner Ifo-Institut am Montag mitteilte. Das ist der fünfte Rückgang in Folge. Experten hatten mit einem gleichbleibenden Wert gerechnet. Der Ifo-Index steht damit auf dem niedrigsten Stand seit Anfang 2010. Für die Erhebung befragt das Ifo-Institut monatlich etwa 7.000 Firmen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Göring-Eckardt: Frauenquote bei den Grünen gut aufgehoben

Göring-Eckardt: Frauenquote bei den Grünen gut aufgehoben Berlin (dapd). Für Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Grüne) ist ihre Partei bei der Frauenförderung gut aufgestellt. Auch wenn bei der Urwahl der beiden Spitzenkandidaten nur drei Frauen und zwölf Männer antreten, seien die jungen Frauen durchaus in den Landtagsfraktionen und in der Bundestagsfraktion präsent, sagte Göring-Eckardt am Montag im ARD-„Morgenmagazin“. „Bei den Grünen ist das mit den Frauen ganz gut aufgehoben, inklusive der Quote.“ Göring-Eckardt (46), die selbst auch kandidiert, hält einen Generationenwechsel an der Spitze der Grünen nicht für nötig. Auch stehe ihr Amt als Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) nicht ihrer Kandidatur entgegen, sagte sie. „Allerdings, wenn ich Spitzenkandidatin werde, dann werde ich dieses Amt ruhen lassen, damit es nicht zu Verwechslungen und zu Vermischungen kommt.“ Die Grünen bestimmen derzeit in einer Urwahl ihr Spitzenduo für die Bundestagswahl 2013. Neben Göring-Eckardt bewerben sich Parteichefin Claudia Roth (57), die Fraktionsvorsitzende Renate Künast (56) und zwölf Männer, darunter Künasts Ko-Vorsitzender Jürgen Trittin (58). dapd (Politik/Politik)

Steinbrück verteidigt seine Sponsorenwerbung bei Post und Telekom

Berlin (dapd). Der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hat seine Bitte um finanzielle Unterstützung für ein Schachturnier an die Vorstandschefs von Post und Telekom unter dem Briefkopf seines Ministeriums verteidigt. „Es kann nicht sein, dass sich Telekom und Post unter Druck gesetzt fühlten – schließlich haben sie sich ja gegen ein Sponsoring entschieden“, sagte Steinbrück der „Bild“-Zeitung (Onlineausgabe).

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SPD-Linke hadert mit Rentenkonzept der Parteiführung

Berlin (dapd). Der SPD-Vorstand kann sich einer Mehrheit für sein Rentenkonzept nicht sicher sein. Der SPD-Arbeitnehmerflügel und der Parteinachwuchs forderten am Montag vor allem einen Verzicht auf die geplante Senkung des Rentenniveaus auf 43 Prozent des Nettodurchschnittsverdienstes. Auch die vom Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel angestrebten Änderungen bei der Rente mit 67 stellte die Kritiker nicht zufrieden.

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Opposition rügt Hebelung des Rettungsschirms ESM

Passau (dapd). Die Opposition im Bundestag kritisiert Pläne der Euro-Länder, im Kampf gegen die Schuldenkrise die Kapazität des dauerhaften Rettungsschirms ESM auszuweiten. Auch wenn der Bürgschaftsrahmen zwar konstant bleibe, die Ausleihsumme aber über „Hebel“ steige, müsse der Bundestag neu entscheiden, sagte der SPD-Haushaltsexperte Carsten Schneider der „Passauer Neuen Presse“.

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Post rechnet mit Genehmigung der Portoerhöhung

Berlin (dapd). Ungeachtet der Kritik an der geplanten Portoerhöhung rechnet die Deutsche Post fest einer Genehmigung. „Für solche Preisanpassungen gibt es ein von der Behörde vorgeschriebenes Verfahren. An dieses haben wir uns exakt gehalten“, sagte Brief-Vorstand Jürgen Gerdes dem „Tagesspiegel“ (Montagausgabe).

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Bahn erwartet offenbar Lieferprobleme bei neuen ICE-Zügen

Berlin (dapd). Bei der Lieferung neuer ICE-Züge für die Deutsche Bahn gibt es angeblich Probleme. Wie „Bild am Sonntag“ berichtete, glaubt der Konzern nicht mehr daran, die Züge wie geplant zum Winterfahrplan 2012 einsetzen zu können. Laut einem internen Protokoll aus dem Aufsichtsrat, das der Zeitung vorliege, „seien erste Züge für den Deutschlandeinsatz laut Siemens-Terminplan erst im Februar 2013 verfügbar“.

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Telekom wehrt massive Hacker-Attacke ab

Hamburg/Bonn (dapd). Die Deutsche Telekom war Anfang September Ziel eines massiven Hacker-Angriffs. In diesem Zeitraum hätten bislang unbekannte Täter versucht, Systemrechner lahmzulegen, die üblicherweise für die Zuordnung von IP-Adressen zu Domain-Namen zuständig sind, berichtete das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“.

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