Essen (dapd). Deutschlands drittgrößter Chemiekonzern Evonik hält trotz der konjunkturellen Abkühlung in Europa an seiner Ergebnisprognose für 2012 fest. Konzernchef Klaus Engel sagte am Freitag bei der Präsentation der Quartalszahlen in Essen: „Evonik ist auch im schwierigen Umfeld gut unterwegs.“ Nach wie vor rechnet der Konzern für 2012 – bereinigt um den Verkauf des Carbon-Black-Geschäftes – mit einem leicht höheren Umsatz als 2011. Die operativen Ergebnisse würden voraussichtlich auf oder leicht über dem Niveau des Vorjahres liegen, berichtete das Unternehmen. Allerdings geht die Konjunkturschwäche auch an dem Essener Konzern nicht spurlos vorbei. Die seit dem Ende des zweiten Quartals bemerkbare Nachfrageabschwächung insbesondere aus Europa habe sich auch im dritten Quartal weiter fortgesetzt, sagte Engel. Der Konzernumsatz ging zwischen Juli und September – auch durch die Entkonsolidierung des Carbon-Black-Geschäfts – um sechs Prozent auf 3,4 Milliarden Euro zurück. Bereinigt um die Portfolioveränderung lag das Umsatzminus bei zwei Prozent. Das Konzernergebnis stieg dagegen um 5 Prozent auf 355 Millionen Euro an. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
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EnBW gleicht Stromrückgänge nach dem Atomausstieg aus
Karlsruhe (dapd). Der Stromversorger EnBW hat durch ein stärkeres Gasgeschäft den Rückgang der Stromerzeugung nach der Abschaltung zweier Atomkraftwerke ausgeglichen. „Angesichts der strukturellen Herausforderungen und des vielfach schwierigen Marktumfelds verlief die Geschäftsentwicklung des EnBW-Konzerns in den ersten neun Monaten 2012 im Rahmen unserer Erwartungen“, sagte Finanzvorstand Thomas Kusterer am Freitag in Karlsruhe. Insgesamt stieg der Umsatz nach Firmenangaben von Januar bis September um 4,4 Prozent. Vor allem der Gashandel legte demnach mit einem Plus von 28,8 Prozent auf 1,64 Milliarden Euro deutlich zu. Der Stromumsatz ging dagegen empfindlich zurück, nachdem im vergangenen Jahr zwei Blöcke der Atomkraftwerke in Neckarwestheim und Philippsburg vom Netz genommen worden waren. Der um Sondereffekte bereinigte Konzernüberschuss sei um 7,6 Prozent auf knapp 600 Millionen Euro gesunken, teilte das Unternehmen mit. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
BMW steigert Verkäufe um mehr als 13 Prozent
München (dapd). Der Autobauer BMW hat im vergangenen Monat so viele Fahrzeuge verkauft wie noch nie in einem Oktober. Der Absatz der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce stieg gegenüber dem Vorjahr um 13,2 Prozent auf 157.618 Stück, wie der DAX-Konzern am Freitag in München mitteilte. Vertriebsvorstand Ian Robertson sagte: „Wir sind auf einem guten Weg, im Jahr 2012 einen neuen Absatzrekord zu erzielen – trotz des momentanen Gegenwinds in einigen europäischen Märkten.“ Seit Jahresbeginn verkaufte der Konzern nach eigenen Angaben knapp 1,5 Millionen Autos und damit neun Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. In Europa verkaufte BMW im Oktober wegen der Schuldenkrise allerdings mit 71.368 Fahrzeugen 0,3 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Dafür steigerte der Hersteller seine Verkäufe in anderen wichtigen Märkten deutlich. In Nordamerika seien die Auslieferungen im vergangenen Monat um ein Fünftel auf knapp 40.000 Stück gestiegen, in Asien sogar um gut 36 Prozent auf 41.000. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Wirtschaftsministerium erwartet schwache Konjunktur im Winter
Berlin (dapd). Der deutschen Wirtschaft steht nach dem Wachstum in den ersten drei Quartalen des Jahres ein schwacher Winter bevor. Das geht aus dem Bericht zur wirtschaftlichen Lage im November hervor, den das Bundeswirtschaftsministerium am Freitag in Berlin veröffentlichte. „Hierzu tragen vornehmlich die Verunsicherung durch die Euroschuldenkrise sowie das rezessive Umfeld in der Eurozone bei“, hieß es. Wegen einer sich bereits im dritten Quartal abschwächende Nachfrage in der Industrie sei im Winterhalbjahr mit Zurückhaltung bei den Investitionen zu rechnen. Zudem dürften außenwirtschaftliche Impulse in den kommenden Monaten ausbleiben. Zunehmende Konsumausgaben in Deutschland und eine langsam anziehende Weltkonjunktur sollten im kommenden Jahr aber für ein höheres Wachstumstempo sorgen, prognostizierte das Ministerium. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Gigaset startet Sparprogramm
München (dapd). Die in Europa gesunkene Nachfrage nach Schnurlostelefonen hat den Hersteller Gigaset weiter in die roten Zahlen gedrückt. Der Konzern erwirtschaftete von Juli bis September aus dem fortzuführenden Geschäft einen Fehlbetrag von 15,0 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Freitag in München mitteilte. Das erste Halbjahr 2012 hatte Gigaset nach 3,8 Millionen Verlust im zweiten Quartal insgesamt noch mit einer schwarzen Null beenden können. Der Umsatz des Telefonherstellers blieb vom Juli bis September mit 90,4 Millionen Euro klar hinter den Erlösen der Vorjahresmonate von 105,7 Millionen Euro zurück. Im dritten Quartal habe sich die Unsicherheit aufgrund der Wirtschafts- und Staatsschuldenkrise und das sich eintrübende Konsumklima bemerkbar gemacht, erklärte Gigaset. Der Gesamtmarkt für Schnurlostelefon in europäischen Ländern sei gegenüber dem Vorjahreszeitraum um knapp elf Prozent zurückgegangen. Der Betriebsverlust (Ebitda) des Unternehmen belief sich im dritten Quartal auf 11,0 Millionen Euro. Er gehe vor allem auf 19,2 Millionen Euro einmalige Aufwendungen für eine angestoßene Restrukturierung zurück, hieß es. Das Unternehmen startete ein Sparprogramm, das spätestens ab 2014 zu jährlichen Kostensenkungen von 30 Millionen Euro führen soll. Im Gesamtjahr 2012 erwartet Gigaset ein „geringfügig negatives“ Betriebsergebnis (Ebitda). (Transparenzhinweis: Mitglied des Aufsichtsrates der Gigaset AG ist der Gesellschafter der Nachrichtenagentur dapd, Dr. Dr. Peter Löw.) dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Rheinmetall senkt die Prognosen
(dapd). Die Konjunkturkrise in Europa hat auch den Rüstungs- und Autozulieferkonzern Rheinmetall erreicht. Der Bonner Konzern senkte seine Ergebnisprognose für das laufende Jahr am Freitag um rund 15 Prozent. Der Konzern rechnet nun nur noch mit einem Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) von rund 300 Millionen Euro. Bislang war das Unternehmen von einem Gewinn auf dem Rekordniveau des Vorjahres von 354 Millionen Euro ausgegangen. Auch der Umsatz soll mit 4,8 Milliarden Euro um zwei Prozent niedriger ausfallen als zuvor erwartet. In den ersten neun Monaten des Jahres steigerte Rheinmetall den Konzernumsatz nach eigenen Angaben zwar um 5 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) lag demnach aber mit 177 Millionen Euro um 13 Prozent unter dem Vorjahreswert. Vor allem die Rüstungssparte habe unter den Einsparungen in vielen westlichen Verteidigungshaushalten gelitten, hieß es. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Der prominenteste Tag in der deutschen Geschichte
Berlin (dapd). Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hat an die Bedeutung des 9. Novembers in der deutsche Geschichte erinnert. „Um kein anderes Datum gruppieren sich Glanz und Elend, das es in der deutschen Geschichte gegeben hat, in einer auch nur vergleichbaren Art und Weise“, sagte Lammert zum Auftakt der Plenarsitzung am Freitag im Bundestag. „Es ist der prominenteste Tag in der deutschen Geschichte“, sagte er. Auf den 9. November fällt unter anderem der Fall der Berliner Mauer 1989, der Beginn der Novemberpogrome 1938, der gescheiterte Hitler-Ludendorff-Putsch 1923 und die Novemberrevolution 1918 mit Ausrufung einer deutschen Republik in der damaligen Reichshauptstadt Berlin. dapd (Politik/Politik)
Weniger Pleiten im August
Wiesbaden (dapd). Die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland ist im August zurückgegangen. Insgesamt meldeten in dem Monat 2.390 Unternehmen bei den Amtsgerichten Insolvenz an. Das waren 7,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Die Zahl der Insolvenzen von privaten Verbrauchern schrumpfte demnach im August auf Jahressicht um 5,2 Prozent auf 8.594. Die gesamten offenen Forderungen der Gläubiger seien jedoch deutlich auf 4,2 Milliarden Euro gestiegen, nachdem es im August vor einem Jahr nur 2,4 Milliarden Euro gewesen waren. Als Grund nannten die Statistiker, dass im August dieses Jahres mehr wirtschaftlich bedeutende Unternehmen zahlungsunfähig geworden seien. In den ersten acht Monaten 2012 sei die Zahl der Firmenpleiten hierzulande auf Jahressicht um 2,9 Prozent auf 19.746 Fälle gesunken, teilten die Statistiker mit. Unter Privatleuten sei die Zahl der Insolvenzen in diesem Zeitraum um 3,2 Prozent auf 67.304 zurückgegangen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Steinbrück kritisiert die schwarz-gelbe Haushaltspolitik
Berlin (dapd). Der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hält die geplanten Einsparungen im Bundeshaushalt 2013 für nicht ausreichend. „Nie sind die Zeiten so günstig gewesen für einen Bundesfinanzminister und eine Bundesregierung, die Nettokreditaufnahme deutlich zurückzuführen“, sagte Steinbrück am Freitag im Deutschlandfunk. Die Steuerquellen sprudelten und es gebe enorme Entlastungen auf dem Arbeitsmarkt. Die Zielmarke, ohne Neuverschuldung auszukommen, könne „sehr viel früher erreicht werden als 2016“. Der frühere Finanzminister fügte hinzu, er hätte sich „gewünscht, dass die Bundesregierung hier ihren Ankündigungen sehr viel stärker Rechnung trägt“. Steinbrück kritisierte den Subventionsabbau als ungenügend. „Bei den direkten Zahlungen und bei den steuerlichen Erleichterungen“ gebe es nach wie vor „Spielräume, um in der Tat Ausgaben zu senken“. Der Haushaltsausschuss des Bundestags hatte sich zuvor auf letzte Änderungen am Bundesetat für 2013 geeinigt. Die Abgeordneten beschlossen am frühen Morgen, dass der Bund im kommenden Jahr 17,1 Milliarden Euro neue Schulden aufnehmen soll – 1,7 Milliarden weniger als im Regierungsentwurf vorgesehen. Verändert wurden demnach auch die geplanten Gesamtausgaben des Bundes, und zwar von 302,2 auf 302,0 Milliarden Euro. dapd (Politik/Politik)
Verbraucherpreise steigen um zwei Prozent
Wiesbaden (dapd). Die Inflationsrate verharrt in Deutschland bei zwei Prozent. Im Oktober hätten die Verbraucherpreise genau 2,0 Prozent höher gelegen als ein Jahr zuvor, teilte das Statistischen Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mit und bestätigte eine frühere Schätzung. Die Teuerungsrate fiel damit genauso hoch aus wie im September, nachdem sie im August noch bei 2,1 Prozent gelegen hatte. Erneut trieben die um 5,5 Prozent gestiegenen Energiepreise die Kosten der Lebenshaltung nach oben. Haushaltsenergie verteuerte sich im Oktober auf Jahressicht um 5,6 Prozent, Kraftstoffe um 5,4 Prozent. Ohne Einbeziehung der Energiepreise hätte die Inflationsrate nach Angaben des Bundesamts nur bei 1,6 Prozent gelegen. Die Preise für Nahrungsmittel lagen im Oktober 3,3 Prozent höher als zwölf Monate zuvor. Alle Verbrauchsgüter waren im Schnitt 3,6 Prozent teurer. Unterdurchschnittlich um 1,1 Prozent stiegen die Kaltmieten und die Preise der Dienstleistungen insgesamt. Bildung wurde wegen der Abschaffung der Studiengebühren in Baden-Württemberg im Schnitt um 4,7 Prozent billiger. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
