Das Großstadt-Problem der CDU

Das Großstadt-Problem der CDU Berlin (dapd). Einen wie Ole von Beust könnte die CDU jetzt gut gebrauchen. Von 2001 bis 2010 regierte der heute 57-Jährige Hamburg. Er schmiedete das erste schwarz-grüne Bündnis auf Landesebene und er bekannte sich, wenn auch spät, offen zu seiner Homosexualität. Von Beust kennt sich aus mit der Lebenswirklichkeit in großen Städten. Und genau hier hat die CDU ein Problem und das seit langem. Am Sonntagabend ging mal wieder eine große Stadt für die Christdemokraten verloren. Nach 42 Jahren Regentschaft musste die CDU bei der Oberbürgermeisterwahl in Karlsruhe den obersten Rathaussessel der SPD und ihrem Kandidaten Frank Mentrup räumen. Es war nicht der erste Nackenschlag dieser Art in diesem Jahr. Mit Peter Feldmann hat nach 17 Jahren wieder ein Sozialdemokrat in Frankfurt am Main das Ruder übernommen, nachdem die beliebte Oberbürgermeisterin Petra Roth von der CDU nicht mehr antrat, und der CDU-Kandidat Boris Rhein chancenlos war. Fast noch bitterer war, dass in Stuttgart die lange Regentschaft der CDU durch den Grünen Fritz Kuhn beendet wurde. Die Liste lässt sich fortsetzen, Hamburg, Köln und Duisburg gingen jüngst ebenfalls an SPD-Kandidaten. „Bei der Union bröckelt es und zwar ganz gezielt in den Großstädten“, kommentierte SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles die Entwicklung. Von den 16 Landeshauptstädten stellt die CDU nur noch in Dresden mit Helma Orosz, in Düsseldorf mit Dirk Elbers und in Wiesbaden mit Helmut Müller Oberbürgermeister. Elf Stadtoberhäupter haben ein SPD-Parteibuch. In Stuttgart regiert mit Kuhn ein Grüner, in Schwerin mit Angelika Gramkow eine Linke-Politikerin. Urbane Modernität vermisst Das Großstadtproblem ist für die CDU nicht neu, seit den Zeiten von Konrad Adenauer sei das so, wiegelte der ehemalige Ministerpräsident Erwin Teufel unlängst ab und warnte davor, bei allem Bemühen um Modernität die Stammwähler zu vernachlässigen. Das sehen CDU-Politiker mit Großstadterfahrung anders. Petra Roth vermisste unlängst eine „urbane Modernität“ ihrer Partei. Von Beust glaubt, dass Schwarz-Grün das Lebensgefühl in den Großstädten widerspiegelt. Die ökonomische Vernunft der Union und der ökologisch-moralische Impetus der Grünen passten gut zusammen“, meinte Beust vor zwei Jahren, wenige Monate vor seinem Rücktritt. Vielleicht fehlen der CDU aber auch die richtigen Politiker, um in großen Städten Wahlen zu gewinnen. Die künftige CDU-Vizechefin Julia Klöckner warnte am Montag in Hannover zwar davon, dass die CDU sich treu bleiben müsse und nicht zwei Gesichter – eines für die Landbewohner und eines für die Städter – zeigen dürfe. Allerdings sollte sich die Partei auch „unkonventionellen Köpfen“ öffnen. Betreuungsgeld als „fatales Symbol“ „Ja natürlich kann die CDU Großstadt“, hielt Generalsekretär Hermann Gröhe im SWR am Montag den Kritikern entgegen und verwies auf die OB-Posten in Dresden, Düsseldorf und in einer ganzen Reihe von Universitätsstädten. Als kontraproduktiv für das Bemühen der CDU in großen Städten dürfte sich allerdings das jüngst vom Bundestag verabschiedete Betreuungsgeld erweisen. Ein „fatales Symbol“ sieht von Beust in der Maßnahme, weil sie vor allem in Großstädten „völlig an der Lebenswirklichkeit der Leute vorbeigeht“. Besser als die CDU treffen offenbar die Grünen den Nerv der Großstadtbewohner. „Wir reden heute mit DAX-Vorständen über die Einführung einer Frauenquote und beraten morgen mit Umweltaktivisten über unser Vorgehen gegen Gentechnik. Wir sind eine viel offenere Partei als die Union“, beschrieb Grünen-Fraktionschefin Renate Künast im dapd-Interview das Herangehen ihrer Partei. Das sehen auch einige Unions-Politiker so, die unlängst in einem Papier die Grünen als Lifestyle-Partei der bürgerlichen Mitte bezeichneten. Dass andere die Probleme schneller erfassen als die CDU, zeigte sich unlängst auch, als der Mieterbund wegen der galoppierenden Mieten in großen Städten Alarm schlug. Es war die SPD und nicht die CDU, die sofort reagierte. SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück nahm den Ball noch am selben Tag auf und riet seiner Partei, sich mit Blick auf ein Regierungsprogramm mit dieser Frage zu befassen und den sozialen Wohnungsbau wiederzuleben. Erfolgreiche Oberbürgermeister können auch eine Reserve der Parteien für höhere Posten sein. Das zeigt sich an Bayern und Niedersachsen. Dort fordern aktuell mit dem Münchner Oberbürgermeister Christian Ude und seinem Hannoveraner Amtskollegen Stephan Weil zwei Sozialdemokraten die jeweiligen Ministerpräsidenten der Union bei den anstehenden Landtagswahlen heraus. Vorgemacht hat es Torsten Albig: Der Sozialdemokrat und vormalige Oberbürgermeister von Kiel löste den CDU-Mann Peter Harry Carstensen im Juni als Ministerpräsident von Schleswig-Holstein ab. dapd (Politik/Politik)

Empörung über möglichem Rüstungsdeal mit Saudi-Arabien

Empörung über möglichem Rüstungsdeal mit Saudi-Arabien Berlin (dapd). Die Opposition im Bundestag empört sich über einen möglichen Verkauf von mehreren Hundert Radpanzern an Saudi-Arabien. Deutsche Panzer hätten in autoritären Staaten nichts zu suchen, sagte der Vizechef der SPD im Bundestag, Gernot Erler, am Montag in Berlin. Grünen-Chefin Claudia Roth kritisierte, Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mache sich zur „Kumpanin von Menschenrechtsverletzern, im Fall Saudi-Arabien sogar von militanten Fundamentalisten“. Die Linke forderte ein Totalverbot von Waffenexporten, einschließlich von Kleinwaffen wie Panzerfäuste und Sturmgewehre. Das Königreich Saudi-Arabien hat laut „Spiegel“ offiziell wegen des Kaufs von mehreren Hundert Truppentransportern vom Typ „Boxer“ für die Königliche Garde angefragt. Im geheim tagenden Bundessicherheitsrat, dem Merkel vorsitzt, sei das Thema aber zunächst verschoben worden. Dem Kabinettsausschuss gehören unter anderem auch Vizekanzler Philipp Rösler (FDP) und Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) an. Der gepanzerte „Boxer“ hat acht Räder, ist 33 Tonnen schwer und fast acht Meter lang. An Bord finden bis zu zehn Soldaten Platz. Ausgerüstet werden kann er mit einem Maschinengewehr, das über Monitor und Joystick bedient wird. Wärmebild- und Nachtsichtkameras ermöglichen den Kampf zu jeder Tageszeit und bei jedem Wetter. Die Bundeswehr hat beim Hersteller-Konsortium Rheinmetall und Krauss-Maffei Wegmann 272 Exemplare bestellt. Einige sind schon in Afghanistan im Kriegseinsatz. Roth sagte der „Süddeutschen Zeitung“, Merkel bewege sich weg von der in Deutschland traditionell restriktiven Rüstungsexportpolitik und „hin zu einer Doktrin, die auf Waffen und Militär setzt“. Der Spitzenkandidat der Grünen, Jürgen Trittin, warnte, die Lage in Saudi-Arabien sei geprägt von Spannungen und Auseinandersetzungen um demokratische Reformen. „In so eine Region darf man keine Waffen liefern“, sagte Trittin in Hannover. Erst Ende Juli hatte der „Spiegel“ berichtet, dass 200 Leopard-II-Panzer nach Katar exportiert werden sollen, zum Preis von rund zwei Milliarden Euro. Die Bundesregierung wollte am Montag keine Auskunft zu dem Geschäft mit Saudi-Arabien geben. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte zur Begründung, der Bundessicherheitsrat tage geheim. Bei seinen Beratungen berücksichtige das Gremium menschenrechtliche, sicherheitspolitische, friedenspolitische und stabilitätspolitische Kriterien. Saudi-Arabien sei „durchaus ein Stabilitätsfaktor in der Region“, sagte Seibert. Das Land habe sich Verdienste bei dem Versuch erworben, nicht nur im Jemen, sondern auch im Nahen Osten zu einer friedlichen Lösung beizutragen. Dabei sei das Existenzrecht Israels explizit anerkannt worden. Der stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion, Jan van Aken, erklärte dagegen, Waffenexporte sicherten weder Frieden noch Stabilität, sondern allenfalls die Profite der deutschen Rüstungsindustrie. Sein Fazit lautete: „Angela Merkel macht Außenpolitik mit der Waffe in der Hand.“ Nach Einschätzung der Menschrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) erstickt die saudische Regierung „jede reformerische Regung bereits im Keim“. Zu den schwerwiegendsten Menschenrechtsproblemen gehöre, dass die Regierung alle Formen des friedlichen Protests verbiete, keine politischen Parteien zugelassen seien und die Meinungsfreiheit stark beschränkt sei. Der SPD-Politiker Erler kritisierte, unter Schwarz-Gelb floriere das deutsche Rüstungsexportgeschäft wie noch nie. Dies zeige auch der jüngst veröffentlichte Rüstungsexportbericht für 2011. „Die Merkel-Doktrin ‚Deutsche Waffen in alle Welt‘ hat in der Vorweihnachtszeit Hochkonjunktur.“ Die Bundeskanzlerin entziehe sich aber jeder inhaltlichen Debatte, kritisierte er. Dringend müssten Rüstungsexportentscheidungen transparenter werden. „Monatelange Geheimhaltung und nur eine scheibchenweise Preisgabe von Informationen passen nicht mehr in unsere Zeit. Der Bundestag muss frühzeitig informiert und damit eingebunden werden.“ Auch der ehemalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) hatte die freizügige deutsche Rüstungspolitik kritisiert. „Die deutsche Zurückhaltung in der Rüstungsexportpolitik hat sich auch rückblickend als richtig erwiesen. Man sollte daran festhalten“, sagte Genscher dem „Spiegel“. (Die Bundeswehr zum „Boxer“: http://url.dapd.de/gsbu01 ) dapd (Politik/Politik)

Merkel will von Schuldenschnitt doch nichts wissen

Merkel will von Schuldenschnitt doch nichts wissen München (dapd). Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) fühlt sich beim Thema Schuldenschnitt für Griechenland falsch verstanden. Es gebe „keinen Sinneswandel“ der Kanzlerin, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag. Merkel befürworte keinen Schuldenschnitt. Sie habe nichts anderes erklärt als zuvor die Eurogruppe. „Daraus mehr zu machen, ist sehr fantasievoll“, meinte der Sprecher. Die Kanzlerin hatte auf die Frage von „Bild am Sonntag“ nach einem Schuldenschnitt für das gebeutelte Griechenland erklärt: „Das derzeitige Hilfsprogramm für Griechenland läuft bis 2014, für die Erreichung bestimmter Haushaltsziele haben wir den Griechen zwei Jahre mehr Zeit gegeben, bis 2016“. Wenn die Regierung in Athen mit den Einnahmen wieder ohne neue Schulden auskomme, müsse die Lage neu bewertet werden. „Das ist nicht vor 2014/15 der Fall, wenn alles nach Plan läuft.“ Seibert sagte, auch die Eurogruppe habe Griechenland keinen Schuldenschnitt in Aussicht gestellt. Sie habe über 2014 hinaus zwei Möglichkeiten genannt, um zu einer Reduzierung des griechischen Schuldenstands zu kommen: die Möglichkeit einer Senkung des Kofinanzierungsanteils, den Griechenland bei Strukturfonds aufzubringen hat, und die Möglichkeit einer weiteren Senkung der Zinsen. Auch sei die Bundesregierung in dieser Frage geschlossen, sagte Seibert. „Es gibt eine vollkommen einheitliche Haltung zwischen Bundeskanzlerin und Bundesfinanzminister in der Frage, wie jetzt gerade das zweite Griechenlandpaket wieder auf Kurs gebracht werden konnte.“ CSU-Chef Horst Seehofer bestreitet ebenfalls Meinungsverschiedenheiten mit Merkel in der Debatte über einen Schuldenschnitt. „Wir haben da überhaupt keine unterschiedliche Auffassung.“ Wenn man die Interviews von Merkel und ihm vom Wochenende genau lese, dann seien sie „total übereinstimmend“. Seehofer lehnte zugleich einen Schuldenschnitt erneut ab. Schon das „Gesetz der Logik“ gebiete es, dass Auflagen für Hilfen auch eingehalten werden müssten. Sonst würden Länder, die tatsächlich Sparanstrengungen unternehmen, letztlich bestraft. Nur eine Woche nach der Einigung auf die Griechenland-Rettung trifft sich die Eurogruppe am (heutigen) Montag abermals in Brüssel. Dabei werden sich der Bundesfinanzminister und seine Kollegen insbesondere über den geplanten Anleihenrückkauf informieren lassen, mit dem Athen seine Schuldenlast drücken will. Die Aktion ist eine Kernbedingung, damit die Griechenland-Rettung aufgeht. dapd (Politik/Politik)

Nahles: Bei der Union bröckelt es

Nahles: Bei der Union bröckelt es Berlin (dapd). Die CDU hat aus Sicht der SPD ein Großstadtproblem. „Bei der Union bröckelt es und zwar ganz gezielt in den Großstädten“, sagte SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles am Montag nach einer Sitzung der SPD-Parteigremien in Berlin. „Köln, Hamburg, Stuttgart, Frankfurt, die Kette ist lang.“ Mit dem Wahlsieg des Sozialdemoraten Frank Mentrup bei der Karlsruher Oberbürgermeisterwahl am Sonntag habe die CDU auch in der drittgrößten Stadt Baden-Württembergs die Macht abgeben müssen. Nahles bezeichnete diese Entwicklung als „Trend“. Das Konservative habe die CDU aufgegeben, sei aber deswegen „noch lange nicht modern“. Das zeige das Beispiel der steuerlichen Gleichstellung von Homo-Ehen. Da die CDU auf Konservative Rücksicht nehme, könne eine wirkliche Gleichstellung nicht vollzogen werden. „Frau Merkel klemmt zwischen Baum und Borke.“ dapd (Politik/Politik)

Verbraucher profitieren vom Wettbewerb beim Recycling

Verbraucher profitieren vom Wettbewerb beim Recycling Bonn (dapd). Die Verbraucher in Deutschland haben nach einer Untersuchung des Bundeskartellamtes von der Öffnung des Entsorgungsmarkts für den Wettbewerb spürbar profitiert. Die Recyclingkosten in Deutschland hätten sich dadurch mehr als halbiert, sagte der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, am Montag in Bonn. Statt rund zwei Milliarden Euro müssten die Verbraucher nur noch weniger als eine Milliarde Euro für die Verpackungsentsorgung aufbringen. Für eine vierköpfige Familie bedeute dies eine Ersparnis von 50 Euro pro Jahr. Befürchtungen, dass der Wettbewerb negative Folgen für die Qualität und Verlässlichkeit des Systems haben könnte, hätten sich nicht bestätigt, fasste Mundt das Ergebnis der Sektoruntersuchung der Aufsichtsbehörde zusammen. Die Sammlung in gelben Tonnen und Glascontainern funktioniere nach wie vor zuverlässig, und die Recyclingquoten seien nicht gesunken. Diese Einschätzung der Wettbewerbshüter stieß allerdings beim Verband kommunaler Unternehmen (VKU) auf heftigen Widerspruch. VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck kritisierte, der Kostendruck bei der Verpackungsentsorgung gehe zulasten von Umwelt und Beschäftigten. „Die eigentlichen Ziele der Verpackungsverordnung, dass weniger Verpackungen im Umlauf sind und mehr recycelt wird, konnten kaum erreicht werden“, kritisierte er. Angesichts der „ökologischen Ineffektivität“ werde mit der Verpackungsentsorgung ein unvertretbarer Aufwand betrieben. Kartellamtschef Mundt warnte seinerseits vor Forderungen von kommunalen Entsorgern und Teilen der privaten Entsorgungswirtschaft nach einer Abschaffung des Wettbewerbs der dualen Systeme. Die Folge wären nach Einschätzung der Wettbewerbshüter höhere Entsorgungskosten und ein Verlust an Innovationen. Ausdrücklich wies er darauf hin, dass die Kosten der haushaltsnahen Verpackungssammlung und des anschließenden Recyclings „über die Produktpreise letztlich vom Verbraucher getragen“ würden. Kritik am derzeitigen System kam allerdings auch von Umweltschützern. Die Deutsche Umwelthilfe warf einzelnen dualen Systemen „gesetzeswidrige Entsorgungspraktiken vor“. Die Menge der von Kunden in den Läden zurückgelassenen Verpackungen würden von einzelnen Anbietern offenbar künstlich hochgerechnet, um sich so Vorteile im Wettbewerb zu verschaffen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Spritpreise im November weiter gesunken

Spritpreise im November weiter gesunken München (dapd). Die Spritpreise sind im November weiter zurückgegangen, das Niveau bleibt im Vorjahresvergleich aber hoch. Ein Liter Super E10 kostete im November 1,555 Euro und damit 4,7 Cent weniger als im Oktober, wie der ADAC am Montag in München mitteilte. Vergleichsweise gering fiel demnach der Rückgang beim Diesel aus: Der Durchschnittspreis pro Liter verringerte sich im gleichen Zeitraum um 1,7 Cent auf 1,490 Euro im Monatsmittel. Trotz der zuletzt sinkenden Kraftstoffpreise weist der ADAC darauf hin, dass 2012 das mit Abstand teuerste Tankjahr aller Zeiten wird. Im Durchschnitt der ersten elf Monate kostete E10 demnach im Jahresmittel 1,604 Euro pro Liter. Das ist im Vergleich zum gesamten Jahr 2011 ein Plus von 8,2 Cent. Der Dieselpreis lag im bisherigen Jahresverlauf bei 1,481 Euro – ein Anstieg von 7 Cent im Vergleich zu 2011. (Informationen des ADAC zur Spritpreisentwicklung im Internet: http://url.dapd.de/DmFtIH ) dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Internetportal kath.net nicht im Visier der Ermittler

Internetportal kath.net nicht im Visier der Ermittler Berlin (dapd). Die Berliner Staatsanwaltschaft hat Medienberichte zurückgewiesen, sie habe im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen das rechtsradikale Internetportal „kreuz.net“ auch den Betreiber des Portals „kath.net“, Roland Noé, im Visier. „Bei uns werden keine Ermittlungen gegen ‚kath.net‘ geführt, und auch keine Ermittlungen gegen Herrn Noé“, sagte der zuständige Staatsanwalt Norbert Winkler am Montag auf dapd-Anfrage. Auch Noéäußerte sich empört und sprach von Falschmeldungen „bar jeglichen Fundaments“. Zuvor hatte der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet, Noé sei „im Visier“ der Berliner Anklagebehörde. dapd (Politik/Politik)

Göring-Eckardt kritisiert CDU in Sachen Homo-Ehe

Göring-Eckardt kritisiert CDU in Sachen Homo-Ehe Hannover (dapd). Grünen-Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt hat die Haltung der CDU zur steuerlichen Gleichstellung der Ehe von Homosexuellen als nicht akzeptabel kritisiert. „Die Gleichstellung von Schwulen und Lesben macht sich auch daran fest, ob sie bei solchen Instrumenten wie dem Ehegattensplitting, so lange es das noch gibt, auch tatsächlich gleichgestellt sind“, sagte Göring-Eckardt vor dem Parteirat der Grünen am Montag in Hannover. Die Grünen wollen das Verfahren zur Berechnung der Einkommensteuer von Ehepaaren (Ehegattensplitting) abschaffen. Für den CDU-Bundesparteitag in Hannover, der am Dienstag beginnt, sind Initiativanträge für und gegen eine steuerliche Gleichstellung von Homo-Ehen angekündigt. dapd (Politik/Politik)

Kühe in Deutschland geben mehr Milch als je zuvor

Kühe in Deutschland geben mehr Milch als je zuvor Hamburg/Bonn (dapd). Die Milchkühe in Deutschland sind produktiver als je zuvor. In der Saison 2011/12 gab ein Tier im Durchschnitt 8.237 Kilogramm Milch, das sind 64 Kilogramm mehr als im vorangegangenen Zeitraum, wie der Deutsche Verband für Leistung- und Qualitätsprüfungen (DLQ) am Montag in Bonn der Nachrichtenagentur dapd mitteilte. Der DLQ prüft die Milchqualität von 3,56 Millionen Milchkühen, das sind 85 Prozent des gesamten deutschen Bestands, wie Geschäftsführer Folkert Onken sagte. „Die Milchleistung der deutschen Kühe ist nie höher gewesen“, fügte er hinzu. Der Verband erfasst die Produktion im Zeitraum von Oktober bis Oktober. Onken führte den Anstieg darauf zurück, dass der Trend zu immer größeren Herden anhalte und Landwirte mit vielen Kühen ihre Tiere professioneller betreuten, als Kleinbauern es könnten. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Flut der Anträge zur Einsicht in Stasi-Akten reißt nicht ab

Flut der Anträge zur Einsicht in Stasi-Akten reißt nicht ab Erfurt (dapd-lth). Das Interesse an den Unterlagen der Staatssicherheit bleibt ungebrochen. Monatlich gebe es rund 8.000 Anträge auf Akteneinsicht, sagte der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, am Montag in Erfurt. Bis Ende Oktober habe sich die Zahl auf etwa 78.000 für dieses Jahr belaufen. Einer der Spitzenreiter sei Erfurt. Im Vorjahr waren bundesweit mehr als 80.000 Anträge gestellt worden. Jahn nahm in der thüringischen Landeshauptstadt an der feierlichen Eröffnung der Gedenkstätte im Gebäude der ehemaligen Stasi-Untersuchungshaftanstalt teil. Bei vielen der Anträge gehe es darum, Klarheit über die Eingriffe der Stasi in die Familien zu erhalten. Etwa jedes zehnte Ersuchen werde von Angehörigen gestellt, sagte er weiter. Zugleich sprach sich der aus Thüringen stammende Jahn dafür aus, vermehrt authentische Orte wie die Erfurter Andreasstraße zum Gedenken und Erinnern zu nutzen. Gerade durch die Besetzungen in der Wendezeit seien sie nicht nur ein Symbol der Unterdrückung, sondern auch der Befreiung. dapd (Politik/Politik)