Hannover (dapd). Die Hightech-Schau Cebit hat für das Publikum eröffnet. Auf der Messe in Hannover zeigen ab (dem heutigen) Dienstag bis Samstag (9. März) 4.100 Unternehmen Neuheiten aus der Informations- und Kommunikationstechnik – vor allem rund um das Schwerpunktthema „Shareconomy“.
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Nivea-Hersteller Beiersdorf profitiert vom Konzernumbau
Hamburg (dapd). Der Nivea-Hersteller Beiersdorf hat im vergangenen Jahr dank des eingeleiteten Konzernumbaus deutlich mehr Geld verdient. Unter dem Strich steigerte das Hamburger Traditionsunternehmen 2012 seinen Gewinn im Jahresvergleich um etwa ein Zehntel auf 477 Millionen Euro, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Der Betriebsgewinn (Ebit) ohne Sondereffekte legte auf 735 Millionen Euro zu nach 646 Millionen Euro im Vorjahr. Der organische Umsatz ohne Zukäufe stieg um 4,7 Prozent auf gut sechs Milliarden Euro. Für 2012 will der von der Tchibo-Mutter Maxingvest kontrollierte Konsumgüterhersteller, dem neben Nivea auch Marken wie Eucerin, Hansaplast und Tesa gehören, eine unveränderte Dividende von 0,70 Euro je Aktie ausschütten. 2013 will Beiersdorf beim Umsatz stärker zulegen als der Markt und die Umsatzrendite weiter verbessern. Den Konzernumbau mit der Konzentration auf Kernmarken will der neue Vorstandsvorsitzende Stefan Heidenreich fortsetzen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Vor Gericht entstehen keine Bahnhöfe
Berlin (dapd-bwb). Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) sieht einer möglichen Klage der Deutschen Bahn auf eine Beteiligung an den Mehrkosten von „Stuttgart 21“ gelassen entgegen. „Ich kann nur sagen, vor Gericht entstehen keine Bahnhöfe“, sagte Hermann am Dienstag im ZDF-„Morgenmagazin“. Bei dem Projekt handele es sich um ein sogenanntes eigenwirtschaftliches Projekt der Bahn. Die Zuwendungen des Landes, der Stadt und der Region seien freiwillig, sagte der Grünen-Politiker. Die frühere schwarz-gelbe Landesregierung habe sich freiwillig bereiterklärt, 380 Millionen Euro der Kosten zu übernehmen, notfalls auch noch 930 Millionen Euro insgesamt. Dies sollte jedoch die Obergrenze sein. Er glaube nicht, dass man durch ein Gericht die Erhöhung einer freiwilligen Leistung erzwingen könne, sagte Hermann. dapd (Politik/Politik)
RWE leidet weniger unter der Energiewende
Essen (dapd). Deutschlands zweitgrößter Energiekonzern RWE hat im vergangenen Jahr nicht mehr so stark unter der Energiewende gelitten und sein Ergebnis verbessert. Nach einem Geschäftseinbruch im Vorjahr durch die politisch beschlossene Abkehr von der Atomkraft steigerte RWE 2012 den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um gut zehn Prozent auf rund 9,3 Milliarden Euro, wie der Konzern am Dienstag in Essen mitteilte. Ein Grund dafür war, dass RWE bessere Geschäfte mit seinen Kohlekraftwerken machte. Das für die Dividende entscheidende nachhaltige Nettoergebnis, aus dem Sondereffekte herausgerechnet werden, blieb nahezu unverändert bei rund 2,5 Milliarden Euro. Als Dividende sollen wie im Vorjahr 2,0 Euro je Aktie ausgeschüttet werden. Der Umsatz kletterte den Angaben zufolge um drei Prozent auf 53,23 Milliarden Euro. Das Geschäft von RWE leidet wie auch das des Konkurrenten E.on unter der Energiewende. RWE steuert mit Verkäufen von Konzernteilen und Stellenstreichungen dagegen an. Der Essener Konzern will sich nun aus der Exploration und Förderung von Erdöl und Erdgas zurückziehen und seine darauf spezialisierte Tochter Dea verkaufen. Der Plan stehe im Zusammenhang mit der strategischen Weiterentwicklung von RWE, erklärte das Unternehmen. Der Konzern will damit seine Investitionen senken und die Finanzkraft stärken. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Leutheusser-Schnarrenberger wirbt für Gleichstellung der Homo-Ehe
Berlin (dapd). Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) ruft die CDU auf, sich in der Frage der Gleichstellung homosexueller Paare der Realität zu stellen. „Es gibt immer mehr eingetragene Lebenspartnerschaften. Über 70 Prozent der Bürgerinnen und Bürger halten das für ganz normal“, sagte Leutheusser-Schnarrenberger am Dienstag auf NDR Info. Niemand dürfe davor die Augen verschließen. Die CDU-Spitze hatte am Montag den Parteitagsbeschluss vom Dezember bekräftigt, wonach eingetragene Lebenspartner nicht wie Eheleute in den Genuss des Ehegattensplitting kommen sollen. Lediglich das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Adoptionsrecht soll umgesetzt werden. dapd (Politik/Politik)
Brüderle gegen Funktionärsselbstbedienung
Berlin (dapd). FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle will in der Debatte über eine Begrenzung von Managergehältern dem Schweizer Modell folgen. Er halte es für richtig, dass die Aktionäre eines Unternehmens auf der Hauptversammlung entscheiden, was sie ihren führenden Mitarbeitern zahlen, sagte Brüderle am Dienstag im ZDF-„Morgenmagazin“. Es gehe „um die Stärkung von Eigentumsrechten“. Die Festlegung von Managergehältern dürfe „nicht eine Funktionärsselbstbedienung sein“, die im Aufsichtsrat ausgekungelt werde. In der Schweiz hatten sich am Sonntag 67,9 Prozent der Bürger für eine Initiative ausgesprochen, wonach Aktionäre börsennotierter Unternehmen in Zukunft über die Bezahlung der Geschäftsleitung und des Aufsichtsrates entscheiden sollen. Ein goldener Handschlag soll ebenso verboten werden wie Prämien bei Fusionen. Wer dagegen verstößt, muss mit hohen Geldbußen und sogar mit einer Gefängnisstrafe rechnen. Das Modell wird auch in Deutschland diskutiert. SPD und Linkspartei sprechen sich für eine gesetzliche Regelung aus. dapd (Politik/Politik)
De Maizière besucht Außenposten OP North
Pol-e Chomri (dapd). Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hat am Dienstag in Afghanistan auch den Bundeswehrstützpunkt OP North besucht. Dieser Ort in der Provinz Baghlan stehe für den „Rollenwandel“ der Bundeswehr im Einsatz, sagte der Minister. Dort waren deutsche Soldaten erstmals in Nordafghanistan massiv im sogenannten Baghlan-Korridor gegen Aufständische vorgegangen. Zudem ereignete sich dort Anfang 2011 der erste und bislang einzige Zwischenfall, bei dem Afghanen deutsche Soldaten innerhalb eines Feldlagers töteten. Drei Soldaten starben damals bei dem Amoklauf. Gegenwärtig sind noch gut 500 Bundeswehrsoldaten in OP North eingesetzt. Nachdem die deutschen ISAF-Truppen bereits im vergangenen Jahr in die zweite Reihe gerückt sind, soll der Stützpunkt im Frühjahr aufgegeben werden. Der OP North nahe der Provinzhauptstadt Pol-e Chomri liegt auf halbem Weg zwischen Kabul und Kundus und gilt wegen seiner ethnischen Vielfalt als „Klein Afghanistan“. Noch vor zwei Jahren galt ein Teil dieser Region als Taliban-Gebiet, mittlerweile konnten die afghanischen Sicherheitskräfte die Verantwortung selbst in die Hand nehmen. dapd (Politik/Politik)
Linke bietet SPD Zusammenarbeit bei Managergehältern an
Köln (dapd). Die Linke will mit der SPD gemeinsam eine gesetzliche Regelung der Managergehälter auf den Weg bringen. Es werde sicher nicht an ihrer Partei scheitern, in dieser Frage im Bundesrat zusammenzuarbeiten, sagte die Vizepartei- und fraktionschefin der Linken, Sahra Wagenknecht, am Dienstag im Deutschlandfunk. Rot-Grün verfügt gemeinsam mit den Stimmen der rot-roten Landesregierung in Brandenburg über eine Mehrheit im Bundesrat. Anders als in der Schweiz vorgesehen sollten in Deutschland nicht die Aktionäre börsennotierter Unternehmen über die Bezahlung der Geschäftsleitung und des Aufsichtsrates entscheiden, sagte Wagenknecht. Vielmehr sei dies ein Feld, auf dem der Gesetzgeber tätig werden sollte. Ihre Partei schlage vor, dass Manager etwa das 20-fache verdienen dürften wie die unteren Lohngruppen des Unternehmens. Am Sonntag hatte sich bei einer Volksabstimmung die Mehrheit der Schweizer für eine Initiative zur Begrenzung der Managergehälter ausgesprochen. Auch in Deutschland wird seitdem über eine Regelung debattiert. dapd (Politik/Politik)
Gewinnsprung bei der Deutschen Post
Bonn (dapd). Die Deutsche Post hat dank eines starken Paketgeschäfts zu Weihnachten ihren Gewinn im Schlussquartal des vergangenen Jahres mehr als verdreifacht. Unter dem Strich verdiente der Bonner Post- und Logistikkonzern im letzten Vierteljahr 2012 rund 542 Millionen Euro, wie die Deutsche Post DHL am Dienstag mitteilte. Ein Jahr zuvor waren es nur 175 Millionen Euro. Zu dem Gewinnsprung trug auch bei, dass 2011 noch Belastungen aus dem Verkauf der Postbank an die Deutsche Bank das Ergebnis gedrückt hatten. Der operative Gewinn (Ebit) legte im vierten Quartal 2012 auf Jahressicht um gut 38 Prozent auf 827 Millionen Euro zu. Der Umsatz kletterte um 3,2 Prozent auf fast 14,6 Milliarden Euro. Im Gesamtjahr 2012 stieg der Umsatz dank glänzender Geschäfte im Wachstumsmarkt Asien um 5,1 Prozent auf 55,5 Milliarden Euro, erklärte die Post. Das operative Ergebnis stieg um 9,4 Prozent auf rund 2,7 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieb den Angaben zufolge ein Gewinn von 1,66 Milliarden Euro. Das waren rund 500 Millionen Euro oder 42,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. „Wir liefern, wie versprochen“, sagte Vorstandschef Frank Appel. Für 2013 erwartet der Konzern weiter steigende Gewinne. Bei der Dividende für 2012 hielt sich die Post trotz der guten Zahlen zurück. An die Aktionäre sollen wie im Vorjahr 0,70 Euro je Anteilsschein ausgeschüttet werden. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Bananenlieferung nach Bremerhaven
Bremerhaven (dapd-nrd). Sie ist grün, fest und kalt: Die Banane, die Axel Krüger in der Hand hält, hat für ihn Idealform – nichts Gelbes, nichts Reifes. Die Frucht kommt gerade aus Panama und wurde bei Heuer Logistics aus dem Bauch eines Schiffs geholt. Jetzt dient die grüne, krumme Frucht als Kontrollstück. „Wir schauen nach, ob sie irgendwelche Stellen hat“, sagt Krüger, der Chefkontrolleur bei Chiquita, dem bekanntesten Bananenproduzenten, ist. Er begutachtet mit zwei Kollegen die Ware. Einmal pro Woche kommt ein Schiff mit Bananen in Bremerhaven an und liefert die beliebte Frucht ab – in Kartons auf Paletten. Bis vor kurzem waren es noch Container, deren Preise zuletzt aber wieder gestiegen sind. Vom Container-Terminal wurden die Früchte dann zu Heuer Logistics gefahren, die Firma ist seit Jahrzehnten auf Frischware spezialisiert. „Der Container lohnt sich nicht mehr, seit die Frachtraten wieder leicht anziehen“, sagt Krüger. Bremerhaven ist der einzige Standort, an dem Weltmarktführer Chiquita seine Bananen in Deutschland anlandet. „Andere Früchte werden viel in Hamburg umgeschlagen, aber wir sind hier“, sagt Krüger, der seit Jahrzehnten Kontrolleur ist und bereits bei der Ankunft aktiv wird. Noch ehe die Banane auf seinem Tisch landet, sind er und seine Kollegen schon an Bord der „Chiquita Schweiz“, um an den Belüftungsrohren der Ladedecks zu riechen. „Wenn etwas nach Banane riecht, dann bedeutet dass, dass wir gereifte Früchte hier haben.“ Sauerstoff wird entzogen, Stickstoff eingebracht Das ist nicht gewünscht, deshalb reisen die 17 bis 19 Tage alten Bananen unter einer Schutzatmosphäre: Sauerstoff wird entzogen, Stickstoff eingebracht. Das hält die Frucht frisch. Gereift wird sie dann in speziellen Reifereien nach Kundenwunsch. „In Spitzenzeiten wurden über eine Million Bananen pro Monat umgeschlagen, derzeit sind es über 800.000“, sagt Krüger. Tendenz steigend. Für Heuer ist es ein gutes Geschäft, zumal die direkte Anlandung dem Unternehmen wieder höhere Einnahmen bringt. Heuer ist gut im Bananengeschäft: 230.000 Tonnen standen 2011 in den Büchern. Dazu kamen 30.000 Tonnen anderer Früchte. „Es handelt sich dabei meistens um Zitrusfrüchte, Kartoffeln sowie Stein- und Kernobst“, sagt Jan Zobel, verantwortlich für Heuer Transport in Hamburg. 150.000 Tonnen sogenannter General Cargo haben das Geschäft stabilisiert. Die Farbe sollte ein kräftiges Grün haben In den Kühlhallen von Heuer ist Platz für 17.000 Paletten mit Bananen. Die Anzahl ist immer von der Ladung abhängig, aber kontrolliert werden sie alle. „Wir prüfen mindestens ein Promille der Ware, meistens aber mehr“, sagt Krüger. Dabei achten sie auf die Farbe, die ein kräftiges Grün haben sollte, außerdem auf die Festigkeit und die Temperatur. Bananen, die ein bestimmtes Qualitätslevel unterschreiten, werden zurückgeschickt und in den Herkunftsländern als Kompost verwendet. „Wenn Schalendefekte von mehr als einem halben Etikett drauf sind, ist das nicht mehr verkaufsfähig“, sagt Krüger. Erst wenn das stimmt und er das Okay gibt, können sie Bremerhaven verlassen – in Lastwagen, die schon am Ende der Halle warten. Beliefert wird nicht nur Deutschland, sondern auch die Schweiz, Österreich, Osteuropa und manchmal Kasachstan. Was die Kunden nicht im Karton finden werden, ist die berüchtigte Spinne. „Das ist ein Mythos“, sagt Krüger. Die Tiere würden schon bei der ersten Reinigung sterben oder später erfrieren, berichtet er. Äußerst selten allerdings gibt es andere Mitreisende: Geckos. Die kleben draußen an der Palette. Und wenn sie überleben, finden sie bei dem Kontrolleur vielleicht sogar ein Zuhause: Er hat ein Terrarium. „Das wäre aber ein Sechser im Lotto mit Zusatzzahl“, sagt Krüger und greift zur nächsten Banane. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
