Deutsche Bahn muss 1.900 Haltestellen nachrüsten

Deutsche Bahn muss 1.900 Haltestellen nachrüsten Köln (dapd). Die Bahn muss 1.900 ihrer 5.400 Bahnhöfe mit elektronischen Hinweistafeln und Lautsprechern ausstatten. Ein Urteil des Kölner Verwaltungsgerichts verpflichte das Unternehmen, Fahrgäste aktiv über Ausfälle und Verspätungen zu informieren, sagte ein Sprecher der Bahn am Dienstag und bestätigte damit Berichte der „WAZ“-Mediengruppe. Die Bahn habe bereits in den vergangenen Jahren bundesweit 3.000 Stationen mit insgesamt 4.500 Geräten ausgerüstet, sagte er weiter. Für die weitere Nachrüstung könnten Kosten in Höhe von mehreren Millionen Euro entstehen. Das Eisenbahnbundesamt als staatliche Aufsichtsbehörde habe die Entscheidung gegen die Bahn erstritten. Nach Angaben des Unternehmenssprechers wird die Entscheidung weitestgehend akzeptiert. Für Stationen mit wenig Zugbewegung will die Bahn allerdings gegen die Nachrüstungspflicht klagen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Computermesse Cebit öffnet ihre Tore

Hannover (dapd). Die Hightech-Schau Cebit hat für das Publikum eröffnet. Auf der Messe in Hannover zeigen ab (dem heutigen) Dienstag bis Samstag (9. März) 4.100 Unternehmen Neuheiten aus der Informations- und Kommunikationstechnik – vor allem rund um das Schwerpunktthema „Shareconomy“.

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Nivea-Hersteller Beiersdorf profitiert vom Konzernumbau

Nivea-Hersteller Beiersdorf profitiert vom Konzernumbau Hamburg (dapd). Der Nivea-Hersteller Beiersdorf hat im vergangenen Jahr dank des eingeleiteten Konzernumbaus deutlich mehr Geld verdient. Unter dem Strich steigerte das Hamburger Traditionsunternehmen 2012 seinen Gewinn im Jahresvergleich um etwa ein Zehntel auf 477 Millionen Euro, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Der Betriebsgewinn (Ebit) ohne Sondereffekte legte auf 735 Millionen Euro zu nach 646 Millionen Euro im Vorjahr. Der organische Umsatz ohne Zukäufe stieg um 4,7 Prozent auf gut sechs Milliarden Euro. Für 2012 will der von der Tchibo-Mutter Maxingvest kontrollierte Konsumgüterhersteller, dem neben Nivea auch Marken wie Eucerin, Hansaplast und Tesa gehören, eine unveränderte Dividende von 0,70 Euro je Aktie ausschütten. 2013 will Beiersdorf beim Umsatz stärker zulegen als der Markt und die Umsatzrendite weiter verbessern. Den Konzernumbau mit der Konzentration auf Kernmarken will der neue Vorstandsvorsitzende Stefan Heidenreich fortsetzen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

RWE leidet weniger unter der Energiewende

RWE leidet weniger unter der Energiewende Essen (dapd). Deutschlands zweitgrößter Energiekonzern RWE hat im vergangenen Jahr nicht mehr so stark unter der Energiewende gelitten und sein Ergebnis verbessert. Nach einem Geschäftseinbruch im Vorjahr durch die politisch beschlossene Abkehr von der Atomkraft steigerte RWE 2012 den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um gut zehn Prozent auf rund 9,3 Milliarden Euro, wie der Konzern am Dienstag in Essen mitteilte. Ein Grund dafür war, dass RWE bessere Geschäfte mit seinen Kohlekraftwerken machte. Das für die Dividende entscheidende nachhaltige Nettoergebnis, aus dem Sondereffekte herausgerechnet werden, blieb nahezu unverändert bei rund 2,5 Milliarden Euro. Als Dividende sollen wie im Vorjahr 2,0 Euro je Aktie ausgeschüttet werden. Der Umsatz kletterte den Angaben zufolge um drei Prozent auf 53,23 Milliarden Euro. Das Geschäft von RWE leidet wie auch das des Konkurrenten E.on unter der Energiewende. RWE steuert mit Verkäufen von Konzernteilen und Stellenstreichungen dagegen an. Der Essener Konzern will sich nun aus der Exploration und Förderung von Erdöl und Erdgas zurückziehen und seine darauf spezialisierte Tochter Dea verkaufen. Der Plan stehe im Zusammenhang mit der strategischen Weiterentwicklung von RWE, erklärte das Unternehmen. Der Konzern will damit seine Investitionen senken und die Finanzkraft stärken. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Gewinnsprung bei der Deutschen Post

Gewinnsprung bei der Deutschen Post Bonn (dapd). Die Deutsche Post hat dank eines starken Paketgeschäfts zu Weihnachten ihren Gewinn im Schlussquartal des vergangenen Jahres mehr als verdreifacht. Unter dem Strich verdiente der Bonner Post- und Logistikkonzern im letzten Vierteljahr 2012 rund 542 Millionen Euro, wie die Deutsche Post DHL am Dienstag mitteilte. Ein Jahr zuvor waren es nur 175 Millionen Euro. Zu dem Gewinnsprung trug auch bei, dass 2011 noch Belastungen aus dem Verkauf der Postbank an die Deutsche Bank das Ergebnis gedrückt hatten. Der operative Gewinn (Ebit) legte im vierten Quartal 2012 auf Jahressicht um gut 38 Prozent auf 827 Millionen Euro zu. Der Umsatz kletterte um 3,2 Prozent auf fast 14,6 Milliarden Euro. Im Gesamtjahr 2012 stieg der Umsatz dank glänzender Geschäfte im Wachstumsmarkt Asien um 5,1 Prozent auf 55,5 Milliarden Euro, erklärte die Post. Das operative Ergebnis stieg um 9,4 Prozent auf rund 2,7 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieb den Angaben zufolge ein Gewinn von 1,66 Milliarden Euro. Das waren rund 500 Millionen Euro oder 42,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. „Wir liefern, wie versprochen“, sagte Vorstandschef Frank Appel. Für 2013 erwartet der Konzern weiter steigende Gewinne. Bei der Dividende für 2012 hielt sich die Post trotz der guten Zahlen zurück. An die Aktionäre sollen wie im Vorjahr 0,70 Euro je Anteilsschein ausgeschüttet werden. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Bananenlieferung nach Bremerhaven

Bananenlieferung nach Bremerhaven Bremerhaven (dapd-nrd). Sie ist grün, fest und kalt: Die Banane, die Axel Krüger in der Hand hält, hat für ihn Idealform – nichts Gelbes, nichts Reifes. Die Frucht kommt gerade aus Panama und wurde bei Heuer Logistics aus dem Bauch eines Schiffs geholt. Jetzt dient die grüne, krumme Frucht als Kontrollstück. „Wir schauen nach, ob sie irgendwelche Stellen hat“, sagt Krüger, der Chefkontrolleur bei Chiquita, dem bekanntesten Bananenproduzenten, ist. Er begutachtet mit zwei Kollegen die Ware. Einmal pro Woche kommt ein Schiff mit Bananen in Bremerhaven an und liefert die beliebte Frucht ab – in Kartons auf Paletten. Bis vor kurzem waren es noch Container, deren Preise zuletzt aber wieder gestiegen sind. Vom Container-Terminal wurden die Früchte dann zu Heuer Logistics gefahren, die Firma ist seit Jahrzehnten auf Frischware spezialisiert. „Der Container lohnt sich nicht mehr, seit die Frachtraten wieder leicht anziehen“, sagt Krüger. Bremerhaven ist der einzige Standort, an dem Weltmarktführer Chiquita seine Bananen in Deutschland anlandet. „Andere Früchte werden viel in Hamburg umgeschlagen, aber wir sind hier“, sagt Krüger, der seit Jahrzehnten Kontrolleur ist und bereits bei der Ankunft aktiv wird. Noch ehe die Banane auf seinem Tisch landet, sind er und seine Kollegen schon an Bord der „Chiquita Schweiz“, um an den Belüftungsrohren der Ladedecks zu riechen. „Wenn etwas nach Banane riecht, dann bedeutet dass, dass wir gereifte Früchte hier haben.“ Sauerstoff wird entzogen, Stickstoff eingebracht Das ist nicht gewünscht, deshalb reisen die 17 bis 19 Tage alten Bananen unter einer Schutzatmosphäre: Sauerstoff wird entzogen, Stickstoff eingebracht. Das hält die Frucht frisch. Gereift wird sie dann in speziellen Reifereien nach Kundenwunsch. „In Spitzenzeiten wurden über eine Million Bananen pro Monat umgeschlagen, derzeit sind es über 800.000“, sagt Krüger. Tendenz steigend. Für Heuer ist es ein gutes Geschäft, zumal die direkte Anlandung dem Unternehmen wieder höhere Einnahmen bringt. Heuer ist gut im Bananengeschäft: 230.000 Tonnen standen 2011 in den Büchern. Dazu kamen 30.000 Tonnen anderer Früchte. „Es handelt sich dabei meistens um Zitrusfrüchte, Kartoffeln sowie Stein- und Kernobst“, sagt Jan Zobel, verantwortlich für Heuer Transport in Hamburg. 150.000 Tonnen sogenannter General Cargo haben das Geschäft stabilisiert. Die Farbe sollte ein kräftiges Grün haben In den Kühlhallen von Heuer ist Platz für 17.000 Paletten mit Bananen. Die Anzahl ist immer von der Ladung abhängig, aber kontrolliert werden sie alle. „Wir prüfen mindestens ein Promille der Ware, meistens aber mehr“, sagt Krüger. Dabei achten sie auf die Farbe, die ein kräftiges Grün haben sollte, außerdem auf die Festigkeit und die Temperatur. Bananen, die ein bestimmtes Qualitätslevel unterschreiten, werden zurückgeschickt und in den Herkunftsländern als Kompost verwendet. „Wenn Schalendefekte von mehr als einem halben Etikett drauf sind, ist das nicht mehr verkaufsfähig“, sagt Krüger. Erst wenn das stimmt und er das Okay gibt, können sie Bremerhaven verlassen – in Lastwagen, die schon am Ende der Halle warten. Beliefert wird nicht nur Deutschland, sondern auch die Schweiz, Österreich, Osteuropa und manchmal Kasachstan. Was die Kunden nicht im Karton finden werden, ist die berüchtigte Spinne. „Das ist ein Mythos“, sagt Krüger. Die Tiere würden schon bei der ersten Reinigung sterben oder später erfrieren, berichtet er. Äußerst selten allerdings gibt es andere Mitreisende: Geckos. Die kleben draußen an der Palette. Und wenn sie überleben, finden sie bei dem Kontrolleur vielleicht sogar ein Zuhause: Er hat ein Terrarium. „Das wäre aber ein Sechser im Lotto mit Zusatzzahl“, sagt Krüger und greift zur nächsten Banane. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Peugeot wehrt sich gegen Verstaatlichung

Peugeot wehrt sich gegen Verstaatlichung München (dapd). Der angeschlagene französische Autohersteller PSA Peugeot Citroen will nichts von einem Einstieg des Staates wissen. „Eine Verstaatlichung steht nicht auf der Tagesordnung“, sagte PSA-Chef Philippe Varin der „Süddeutschen Zeitung“. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen einen Verlust von fünf Milliarden Euro gemacht. Varin sieht die Sanierung jetzt auf gutem Weg. „Unsere Prognosen entsprechen bereits dem Negativ-Szenario. Wir rechnen damit, dass der Markt in Europa um weitere drei bis fünf Prozent schrumpfen wird. Die ersten beiden Monate dieses Jahres waren alles andere als gut, aber wir gehen davon aus, dass wir am Ende des Jahres im Rahmen der Marktentwicklung liegen werden“, meinte Varin. Er verteidigte die geplante Allianz mit GM/Opel. „Wir können viel Geld sparen, indem wir zusammen einkaufen und neue Automodelle entwickeln“, sagte der Konzernchef. „Und wir haben beide das Gleiche vor: neue Autos entwickeln und unser Geschäft im Ausland ausbauen.“ dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Punkt zur Umkehr überschritten

Punkt zur Umkehr überschritten Düsseldorf (dapd). Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) nimmt Baden-Württemberg und Stuttgart beim umstrittenen Bahnhofsprojekt „Stuttgart 21“ in die Pflicht. „Ich erwarte, dass sich Land und Stadt nicht vor der Verantwortung wegducken“, sagte Ramsauer der „Rheinischen Post“ (Dienstagausgabe). In Berlin entscheidet heute der Bahn-Aufsichtsrat über den Weiterbau des strittigen Projekts. Für „Stuttgart 21“ fallen Mehrkosten an, die die Bahn nach den Worten Ramsauers nicht allein tragen kann. „Die Bahn muss die Beteiligung ihrer Projektpartner notfalls einklagen“, sagte Ramsauer. Er halte „den Punkt zur Umkehr für überschritten“. Der Bahn-Aufsichtsrat soll den Finanzrahmen für „Stuttgart 21“ von 4,5 auf 6,5 Milliarden Euro erweitern. Die Frage am heutigen Dienstag ist vor allem, ob die Kontrolleure den Weiterbau genehmigen, auch wenn das Projekt für die Bahn unwirtschaftlich wird. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Kretschmann offen für Gespräche über Alternativen zu Stuttgart 21

Kretschmann offen für Gespräche über Alternativen zu Stuttgart 21 Berlin (dapd). Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) wäre nach eigenem Bekunden bereit, mit der Bahn und ihrem Eigentümer Bund über einen Aus- oder Umstieg bei dem umstrittenen Bahnprojekt „Stuttgart 21“ zu verhandeln. Wie die „Stuttgarter Zeitung“ (Dienstagausgabe) berichtet, erklärte Kretschmann in einem Schreiben an den stellvertretenden Aufsichtsratschef der Bahn AG, Alexander Kirchner, seine Bereitschaft zu „konstruktiven Gesprächen“ über mögliche Alternativen. Voraussetzung ist aber laut Kretschmann, dass die Bahn oder der Bund das Thema auf die Tagesordnung setzt. Der Ministerpräsident reagierte damit auf Forderungen Kirchners. Dieser hatte kürzlich an die Projektpartner appelliert, auf die Bahn zuzugehen und Signale zu setzen, dass man über den Verzicht auf Regressforderungen sowie die Durchführungspflicht der Bahn bei „Stuttgart 21“ verhandeln könnte. Kretschmann bekräftigte zugleich, dass sich das Land über seinen zugesagten Anteil von 930 Millionen Euro hinaus nicht an Mehrkosten für das Projekt beteiligen werde. Am (morgigen) Dienstag kommt der Bahn-Aufsichtsrat zusammen, um über das weitere Vorgehen bei „Stuttgart 21“ zu beraten. Dabei will sich Bahnchef Rüdiger Grube eine Erhöhung des Projektbudgets von 4,52 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro genehmigen lassen. Die Bahn hatte im Dezember Mehrkosten von bis zu 2,3 Milliarden Euro für den Bau der geplanten unterirdischen Durchgangsstation eingeräumt. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Merkel sieht die IT-Branche als Wachstumsmotor

Merkel sieht die IT-Branche als Wachstumsmotor Berlin (dapd-nrd). Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) fordert nach Euro-Stabilisierung und Haushaltskonsolidierung wieder mehr Wachstum in der EU und erwartet dieses unter anderem von der Computer-Branche. „Wir haben noch nicht ganz die Antwort, wo das Wachstum denn genau herkommen soll“, sagte Merkel am Montagabend bei der Eröffnung der Computermesse Cebit in Hannover. „Die IT-Branche ist mit Sicherheit eine Möglichkeit“, sagte Merkel. Partnerland der diesjährigen Cebit ist Polen. Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk macht am Dienstag mit Merkel den traditionellen Messerundgang. Merkel sagte bei der Eröffnung, einer ihrer Wünsche sei, dass es gleiche Gründungsbedingungen für alle kleinen IT-Unternehmen in ganz Europa gebe. „Das könnte Wachstum in Bereichen schaffen, die heute noch nicht belegt sind.“ So gesehen sei die Cebit eine wichtige Messe, auf der Wachstum, Jobs und die Zukunft Europas geschaffen werden könnten. Die Kanzlerin ermunterte die Aussteller, nicht nur an ihre Produkte zu denken, sondern auch daran, wie die Gesellschaft von Morgen aussehen könnte. Merkel schrieb den Unternehmen ins Stammbuch: „Vergessen Sie nicht, dass es Menschen gibt, die sich nicht den ganzen Tag mit der neuesten IT-Entwicklung befassen. Machen Sie einfache Gebrauchsanleitungen, schöne Vorführmöglichkeiten und nicht zu viele Stecker und Steckdosen.“ Die Computermesse Cebit eröffnet in diesem Jahr mit weniger Ausstellern. Auf der Schau in Hannover zeigen vom (morgigen) Dienstag an bis Samstag 4.100 Unternehmen Neuheiten aus der Technik-Branche – vor allem rund um das Schwerpunktthema „Shareconomy“. Das sind etwa 100 weniger als im vergangenen Jahr, wie ein Sprecher der Messe der Nachrichtenagentur dapd sagte. Wie in den vergangenen Jahren wird aber erneut mit mehr als 300.000 Besuchern gerechnet. Im Fokus der Schau steht unter der Überschrift „Shareconomy“ das Teilen – von Gütern, Dienstleistungen und Daten. Damit greife die Cebit den „aktuell wichtigsten Trend der Branche“ auf und zeige Nutzern wie Unternehmen die Vorteile der neuen IT-Welt, sagte der für die Cebit verantwortliche Vorstand der Deutschen Messe, Frank Pörschmann. „‚Shareconomy‘ führt zu einer höheren Transparenz, fördert die Partizipation und schafft zahlreiche neue Geschäftsmodelle“, sagte Pörschmann. Dafür müssten die Firmen ihre internen und externen Abläufe anpassen und „ihre Unternehmenskultur darauf ausrichten“. Dieser Aufwand lohne sich aber, gab er sich überzeugt. Die daraus entstehenden Ideen „werden unsere Welt verändern“. In diesem Zusammenhang blieben Mobilität, Cloud-Dienste oder der Umgang mit großen Datenmengen wichtige Herausforderungen. Microsoft-Deutschlandchef Christian Illek zeigte sich im dapd-Interview vor dem Messestart von den Möglichkeiten der „Shareconomy“ überzeugt. „Das Geschäft wird sich verändern“, sagte er. Dennoch gebe es ein Geschäftsmodell für Unternehmen: „Es wird eine Bezahl- und eine Kostenlos-Welt geben. Eine komplette Kannibalisierung der bisherigen Software durch Umsonst-Anwendungen wird es nicht geben“, sagte Illek. In Zukunft werde aber niemand mehr mit den alten Lösungen die gleichen Umsätze erreichen können wie bisher, räumte er ein. Insgesamt gibt sich die Branche für das laufende Jahr zuversichtlich. Die Erlöse mit Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik würden 2013 um 1,4 Prozent auf 153 Milliarden Euro zulegen, teilte der Branchenverband Bitkom mit. Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) sagt der Branche derweil ein überdurchschnittliches Wachstum im Vergleich zur Gesamtwirtschaft voraus. Dabei sehen die vom Verband befragten Experten unter anderem bei IT-Sicherheit, Cloud-Computing und intelligente Stromnetze besondere Wachstumschancen. Auch auf dem Arbeitsmarkt sieht es für IT-Profis gut aus. Nach Angaben des VDI kommen derzeit auf jeden arbeitslosen Informatiker in Deutschland 3,7 zu besetzende Stellen. Insgesamt seien im Dezember fast 20.500 Jobs für Softwarespezialisten offen gewesen, im Gesamtjahr habe der Wert ständig über 20.000 gelegen. Dass sich dennoch weniger Unternehmen auf der Cebit zeigen, habe seinen Grund unter anderem im starken Euro, sagte der Messe-Sprecher. Er halte Unternehmen davon ab, einen Messestand zu buchen. Zudem stünden gerade südeuropäische Unternehmen krisenbedingt wirtschaftlich unter Druck und müssten sparen. Ein weiterer Grund für das Minus sei eine Marktkonsolidierung in Asien. Zahlreiche kleine Unternehmen seien in der Vergangenheit durch größere aufgekauft worden. Den Angaben zufolge kommt die Hälfte der 4.100 ausstellenden Unternehmen aus 70 Ländern in der ganzen Welt, der Rest sind deutsche Firmen. Sie alle stellen ihre Neuheiten und Entwicklungen in 17 Hallen, vier Pavillons und drei Kompetenzzentren vor. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)