Duisburg (dapd). Der Stahlhändler Klöckner ist im vergangene Jahr tief in die roten Zahlen gerutscht. Hohe Restrukturierungsaufwendungen, die Flaute auf dem Stahlmarkt in Europa und der daraus resultierende Preisdruck führten 2012 zu einem Konzernverlust von 198 Millionen Euro, wie Klöckner am Mittwoch mitteilte. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 10 Millionen Euro ausgewiesen. Der Umsatz stieg dagegen vor allem akquisitionsbedingt um 4,1 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro. Doch sieht der Konzern dank des bereits 2011 eingeleiteten und im Herbst 2012 nochmals erheblich verschärften Restrukturierungsprogrammes nach Angaben von Konzernchef Gisbert Rühl Licht am Ende des Tunnels. Bereits in diesem Jahr will das Unternehmen wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Im Zuge der Sanierungsbemühungen hat Klöckner seit September 2011 über 1.200 Arbeitsplätze abgebaut. Insgesamt soll die Mitarbeiterzahl im Zuge des Restrukturierungsprogramms um 1.800 Beschäftigte sinken. Die Zahl der Niederlassungen soll von 290 auf rund 230 reduziert werden. Die Restrukturierungskosten für die noch ausstehenden Maßnahmen seien bereits im Jahresabschluss 2012 enthalten, so dass sie die Bilanz des laufenden Jahren nicht mehr belasteten, betonte das Unternehmen. Gleichzeitig will Klöckner erste Früchte der Sanierungsbemühungen ernten. Dadurch soll nicht nur das operative Ergebnis deutlich steigen. Auch unter dem Strich rechnet der Konzern 2013 wieder mit einem positiven Ergebnis. Klöckner sei „gut gerüstet, trotz des weiterhin schwierigen Umfelds die Ertragskraft zu steigern und in den USA weiter zu wachsen“, sagte der Manager. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Wirtschaft
Porsche wächst auch im Februar
Stuttgart (dapd). Der Sportwagenhersteller Porsche befindet sich weiter auf Wachstumskurs. Das Unternehmen lieferte weltweit 10.454 Neuwagen an Kunden aus – das entsprach einem Plus von 18,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie Porsche am Mittwoch in Stuttgart mitteilte. Zusammen mit dem Januar betrug das Wachstum zum Jahresanfang sogar mehr als ein Fünftel. Wachstumstreiber war im Februar vor allem der US-Markt mit einer Steigerung von fast einem Drittel. In China stiegen die Auslieferungen um 17,5 Prozent, und auch auf dem Heimatmarkt Deutschland konnte Porsche zulegen – das Plus betrug hier 13,1 Prozent. „Für die nächsten Monate versprechen wir uns weitere Impulse von der fortlaufenden Produktoffensive“, sagte Vertriebsvorstand Bernhard Maier und verwies unter anderem auf die europaweite Einführung des neuen Cayman. In diesem Jahr wird zusätzlich die Produktion des Supersportwagens 918 Spyder und des kompakten Geländewagens Macan aufgenommen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Axel Springer setzt alles aufs Internet
Berlin (dapd). Inmitten von Krisenmeldungen aus der Zeitungsbranche hat der Medienkonzern Axel Springer für das vergangene Jahr Rekordzahlen bei Umsatz und operativem Gewinn vorgelegt – und will noch schneller im Internet expandieren. Insgesamt legten die Gesamterlöse des Berliner Verlagshauses 2012 um 3,9 Prozent auf gut 3,3 Milliarden Euro zu, wie Springer am Mittwoch mitteilte. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte sogar um 5,8 Prozent auf 628 Millionen Euro zu – und übertraf damit die von Vorstandschef Mathias Döpfner Anfang des vergangenen Jahres ausgegebene Zielmarke deutlich. Getrieben wurde Springers Wachstum vom Geschäft im Internet: Hier legten der Umsatz um 22 Prozent und das Ebitda sogar um knapp 54 Prozent zu. Damit war die Digital-Sparte 2012 erstmals der umsatzstärkste Bereich im Konzern. Die deutschen Zeitungen – allen voran „Bild“ und „Welt“ – rangierten dagegen nach neuerlichen Rückgängen der Erlöse nur noch auf Platz zwei. Dabei glich Springer die um insgesamt 3,5 Prozent gesunkenen Vertriebserlöse mit deutlich höheren Werbe- und sonstigen Umsätzen mehr als aus. Dennoch lag das Nettoergebnis des Konzerns mit 275,8 Millionen Euro knapp fünf Prozent unter dem Vorjahreswert. Als Grund nannte Springer unter anderem Sondereffekte aus dem nicht operativen Geschäft. Für das laufende Jahr rechnet Springer mit einem Umsatzplus im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Allerdings werde der operative Gewinn zugleich wegen höherer Ausgaben für die Expansion im digitalen Bereich und „signifikanter Aufwendungen für Strukturanpassungen im Printgeschäft“ wohl im einstelligen Prozentbereich schrumpfen, hieß es. Wenig erfreut von den Zahlen zeigten sich die Anleger: Das im MDAX notierte Papier des Konzerns rutschte bis gegen 13.30 Uhr um über sieben Prozent ins Minus auf 33,65 Euro und war damit mit weitem Abstand Schlusslicht im Index. Mit voller Kraft ins Netz Döpfner machte in seiner Präsentation klar, dass sich der Konzern weiter aufs Internet konzentrieren will: Ziel sei, „das führende digitale Medienunternehmen“ zu werden, hieß es in den Unterlagen. Dafür solle der Bereich „Digitale Medien“ auch durch weitere Zukäufe gestärkt werden. „Höchste strategische Priorität“ habe die „konsequente Digitalisierung des Unternehmens“, hieß es auch im Geschäftsbericht. In der Sparte sind Springers journalistische Internet-Angebote, das Online-Marketing sowie die Rubriken-Märkte wie Auto- und Jobbörsen zusammengefasst. An letzteren hält der US-Finanzinvestor General Atlantic einen Minderheitsanteil von 30 Prozent. Zuletzt war spekuliert worden, dass der Verlag in einem milliardenschweren Deal die Scout24-Gruppe von der Deutschen Telekom übernehmen könnte. Neben den Erfolgen im Internet standen allerdings deutlich Einbußen bei den Papier-Medien. So schrumpften neben dem Geschäft mit den deutschen Zeitungen – die aber weiterhin den größten Beitrag zum operativen Ergebnis leisteten – auch die heimischen Zeitschriften. Besonders hart traf es das internationale Print-Geschäft: Hier brachen der Erlös um knapp sieben und der operative Gewinn um fast zwölf Prozent ein. (Springer-Zahlen im Internet: http://url.dapd.de/R63teS ) dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Bankenverband senkt Wachstumsprognose
Frankfurt/Main (dapd). Der Bankenverband sieht die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland nicht mehr so optimistisch wie im vergangenen Herbst. Er senkte seine Konjunkturprognose von 1,1 auf 0,7 Prozent, wie Hans-Joachim Massenberg, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Bankenverbands, am Mittwoch in Frankfurt am Main sagte. Für 2014 erwarten die Chefvolkswirte der privaten Banken ein deutlich höheres Wachstum von 1,7 Prozent. Der Konjunktureinbruch im letzten Quartal 2012 sei „überraschend hoch gewesen“. Nun befinde sich die deutsche Wirtschaft aber wieder auf Wachstumskurs. Im Jahresverlauf sollte sich die konjunkturelle Erholung in Deutschland stabilisieren, erklärte Massenberg. Gründe seien positive Entwicklungen bei den Stimmungsindikatoren, etwas freundlichere Signale aus einigen Schwellenländern und eine spürbare Erholung der Industrieaufträge zum Jahresende 2012. „Trotz erster Hoffnungszeichen auch für den Euroraum sehen wir die Lage in der Währungsunion deutlich gedämpfter“, sagte Massenberg. 2013 werde die Wirtschaft in der Eurozone stagnieren. Es gebe zwar positive Entwicklungen wie eine bessere Auslastung der Produktionskapazitäten. „Doch die Unternehmen werden nur wieder investitionsfreudiger, wenn das Vertrauen in die Zukunft der Währungsunion wächst“, sagte der Bankenvertreter. „Leider sind hier nach der Italien-Wahl neue Unsicherheiten aufgeflackert.“ dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
ICE mit Neigetechnik kehren wohl nicht auf Gäubahn zurück
Stuttgart (dapd). Der Einsatz von ICE-Zügen mit Neigetechnik ist auf der Gäubahn zwischen Stuttgart und Zürich nicht mehr vorgesehen. Grund dafür seien die anhaltenden Probleme der Fahrzeugindustrie, neue Achsen für die auf der Strecke eingesetzten ICE-Züge zu liefern, teilte die Deutsche Bahn am Mittwoch in Stuttgart mit. Derzeit erarbeite die Bahn gemeinsam mit den Schweizerischen Bundesbahnen ein optimiertes Fahrplankonzept, in dem auf die Neigetechnikzüge verzichtet werde. Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) reagierte mit „großem Bedauern“ auf die Ankündigung der Bahn. „Das Land hat sich in den letzten Jahren vielfach und nachdrücklich für die Rückkehr der Neigetechnik eingesetzt“, sagte Hermann. Es müsse nun schnellstmöglich alternative Verbesserungen für die Fahrgäste geschaffen werden. Denn seitdem die Neigetechnikzüge nicht mehr einsetzbar seien, würden wegen der verlängerten Fahrzeit von drei Stunden wichtige Anschlüsse in Stuttgart nicht mehr erreicht. „Dieser Zustand ist unhaltbar“, sagte Hermann weiter. Er begrüßte den Plan der beiden Bahnunternehmen, ein optimiertes Konzept zu erarbeiten. Zugleich forderte er die Bahn auf, weiterhin intensiv nach technischen Möglichkeiten zu suchen, um zumindest mittelfristig die Rückkehr der Neigetechnikzüge auf der Gäubahn zu ermöglichen. 2010 hatte sich die Bahn nach eigenen Angaben mit den Herstellern darauf geeinigt, dass neue Radsätze für die Züge konstruiert und gefertigt werden. Grund waren entdeckte Risse in zwei Radsatzwellen, daraufhin stellte die Bahn den Einsatz der Neigetechnikzüge auf der kurvenreichen Strecke ein. Dem Konzern zufolge gibt es derzeit aber keine Anzeichen dafür, dass die Fahrzeugindustrie kurz- oder mittelfristig eine technische Lösung für das Problem findet. Die Bahn gehe daher nicht mehr von einer Rückkehr von ICE-Zügen mit Neigetechnik auf der Gäubahn in einem angemessenen Zeitraum aus, hieß es. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
EU leitet wegen der Netzentgelte ein Verfahren gegen Deutschland ein
Brüssel (dapd). Die Befreiung stromintensiver Unternehmen von den Netzentgelten in Deutschland verstößt eventuell gegen EU-Beihilferecht. Die EU-Kommission leitete offiziell ein Verfahren gegen Deutschland ein, in dem geprüft werden soll, ob es sich bei der Gebührenbefreiung von rund 300 Millionen Euro um staatliche Subventionen handelt und diese den Wettbewerb verzerren. Unter anderem der Bund der Energieverbraucher hatte sich Ende 2011 bei der Kommission über Deutschland beschwert. Auch das Oberlandesgericht Düsseldorf prüft derzeit, ob diese bevorzugte Behandlung privater deutscher Stromgroßkunden zulässig ist und hatte die Kommission im vergangenen Herbst um eine Stellungnahme gebeten. Netzentgelte werden für die Nutzung der Energienetze, also beispielsweise die Hochspannungsleitungen, fällig. Eine entsprechende deutsche Verordnung wurde Ende Juli 2011 revidiert, seitdem müssen die Letztverbraucher die fehlenden Netzeinnahmen finanzieren. Der Bund der Energieverbraucher, ein Zusammenschluss aus über 13.000 privaten und kleingewerblichen Verbrauchern, beschwerte sich darüber, dass die deutsche Stromnetzentgeltverordnung seit August 2011 große Stromverbraucher von der Zahlung der Netzentgelte teils komplett befreit. Dadurch müsse ein deutscher Durchschnittshaushalt im Jahr bis zu 30 Euro mehr für Strom zahlen. Auch das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz wird seit vergangenem Herbst ebenfalls nach einer Beschwerde des Verbandes von der Kommission unter die Lupe genommen. Denn Unternehmen mit hohem Stromverbrauch müssen weitaus weniger für die Förderung regenerativer Energie zahlen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Air Berlin befördert weniger Passagiere
Berlin (dapd). Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin hat im Februar weniger Passagiere befördert. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, sank die Zahl der Fluggäste auf Jahressicht um 11,9 Prozent auf 1,8 Millionen. Gleichzeitig stieg die Auslastung trotz mehrerer Streiktage an den Flughäfen Düsseldorf, Hamburg und Köln-Bonn um 1,8 Prozentpunkte auf 85,3 Prozent, wie das Unternehmen mitteilte. Der Flugplan sei weiter optimiert und die Kapazität reduziert worden. In den ersten beiden Monaten sank die Zahl der Passagiere um 9,8 Prozent auf 3,6 Millionen, wie Air Berlin weiter mitteilte. Die Auslastung sei um 1,4 Prozentpunkte gesteigert worden. Die im SDAX notierte Aktie des Unternehmens gab bis zum Mittag 1,5 Prozent nach. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Microsoft soll halbe Milliarde Euro Geldbuße an EU zahlen
Brüssel (dapd). Der US-Softwarekonzern Microsoft muss 561 Millionen Euro Strafe an die EU bezahlen. Die Kartellwächter verhängten die Strafe wegen unlauteren Wettbewerbs gegen das Unternehmen, wie die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel mitteilte. Der Softwareriese habe Millionen Windows-Nutzern in Europa anderthalb Jahre lang keine Browser-Wahl für das Surfen im Internet angeboten, hieß es zur Begründung. Microsoft ist seit 2009 verpflichtet, auf neuen PCs oder in neuen Windows-Paketen eine automatische Browser-Auswahl einzubauen. So sollte die Firma ihre marktbeherrschende Stellung nicht länger ausnutzen können, um den hauseigenen Internet Explorer gegen Konkurrenten abzuschotten. Seit März 2010 öffnete sich deswegen auf allen neuen Windows-Geräten in der EU ein Auswahl-Fenster, auf dem auch Mozillas Firefox, Googles Chrome, Apples Safari, Opera und sieben unbekanntere Navigatoren auftauchen und heruntergeladen werden können. Der Internet Explorer wurde nicht mehr automatisch installiert. Das zeigte Wirkung: So schoss schon kurz darauf der Verkauf von Opera um 130 Prozent in die Höhe. In dem 2011 erschienen Programm Windows 7 Service Pack 1 fehlte dann die vereinbarte Auswahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Browsern, wie die Kommission feststellte. Das war bis Mitte 2012 der Fall. 15 Millionen Nutzer in der EU hätten dadurch keine Wahlmöglichkeit gehabt, erklärten die Brüsseler Kartellwächter. 28 Millionen Computer seien betroffen gewesen. Es sei das erste Mal, dass die Kommission ein Unternehmen bestrafe, das sich nicht an eine bereits getroffene Vereinbarung hielt. EU verzichtet auf höhere Strafe Der Konzern hatte die Angelegenheit schon vor Monaten eingeräumt und das Verschwinden des Auswahlfensters auf einen „technischen Fehler“ geschoben. Die Position wiederholte Microsoft-Sprecher Robin Koch: „Wir entschuldigen uns aufrichtig für den Fehler.“ Schuld sei ein Team von Technikern, die ein notwendiges Update verschlafen hätten. Zugleich bot die Firma Wiedergutmachung an und will die Browser-Wahl 15 Monate länger als verpflichtet wieder anbieten. EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia begründete die Strafe in einer Mitteilung. 2009 sei das Verfahren gegen das Unternehmen eingestellt worden, weil Microsoft sich zu Zugeständnissen verpflichtet hatte. „Die Nichteinhaltung ist ein schwerwiegender Verstoß, der mit entsprechenden Sanktionen belegt werden muss.“ Die EU hätte eine Strafe von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes des Konzerns verhängen können. Der lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 73,7 Milliarden Dollar (etwa 56,6 Milliarden Euro). Die nun verhängte Buße ist ein neuer Tiefpunkt in dem bereits über zehn Jahre andauernden Hickhack zwischen der Europäischen Union und Microsoft. Einmal hatte die Kommission den US-Konzern zur Zahlung von 1,6 Milliarden Euro verdonnert, weil er Wettbewerber nicht zu fairen Preisen mit Informationen versorgt hatte und seinen Media-Player mit dem Betriebssystem verband. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Marktforscher sehen nur geringes Wachstum im Einzelhandel
Bruchsal (dapd). Das Marktforschungsunternehmen GfK GeoMarketing erwartet für den deutschen Einzelhandel in diesem Jahr nur geringe Umsatzsteigerungen. „Dennoch können attraktive Standorte die derzeit stabile Konsumlaune der Verbraucher für sich nutzen“, teilten die Marktforscher am Mittwoch in Bruchsal mit. Laut der neuen Einzelhandels-Studie für 2013 steige der Umsatz im stationären deutschen Einzelhandel um 0,5 Prozent auf 412,1 Milliarden Euro. Die Online-Umsatzzuwächse würden noch deutlicher als in den Jahren zuvor zulasten des stationären Einzelhandels gehen, prognostizierte der GfK-Einzelhandelsexperte Oliver Giehsel . „Daher muss der stationäre Einzelhandel weiter Konzepte entwickeln, wie er sein Profil schärfen und neue Synergieeffekte mit Online finden kann“, sagte er. Insbesondere in attraktiven Lagen wie bei Mittelstädten die eine wichtige Versorgungsfunktion für die Umgebung haben, ließen sich weiter hohe Zuwächse generieren. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Energieversorger Juwi steigert Umsatz
Frankfurt/Main (dapd). Der Energieversorger Juwi mit Sitz im rheinhessischen Wörrstadt hat im vergangenen Geschäftsjahr ein Umsatzplus von zehn Prozent erzielt. Die Unternehmensgruppe setzte 2012 rund 1,1 Milliarden Euro um, „bei einem soliden Ergebnis“, wie Juwi-Finanzvorstand Martin Winter am Mittwoch in Frankfurt am Main sagte. Konkreter wurde Winter zur Ertragslage nicht – als nicht börsennotiertes Unternehmen ist Juwi dazu nicht verpflichtet. Besonderes Augenmerk legte Winter auf die installierte Leistung im Jahr 2012. „Wir haben sage und schreibe 321 Megawatt aus Solarkraftwerken installiert, und mit 314 Megawatt Windenergie waren wir 2012 in Deutschland die Nummer eins“, sagte Winter. Bis 2015 will der Konzern laut Winter eine Gesamtleistung von 1,5 Milliarden Euro erreichen. Der Geschäftsanteil der Windenergie soll zunehmen. Die Juwi-Geschäftsführung kritisierte die vom Bund geplante Strompreisbremse. Rückwirkende Abgaben auf Altanlagen und Kürzungen würden die ganze Branche an den Abgrund führen und Zehntausende von Arbeitsplätzen gefährden. Die Juwi-Gruppe zählt nach eigenen Angaben zu den führenden Unternehmen für erneuerbare Energien. Neben den Kernbereichen Photovoltaik und Windenergie baut die Gruppe auch Biomasseanlagen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
