Paris (dapd). Die in der Rezession steckende Wirtschaft der Eurozone könnte nach Einschätzung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in den kommenden Monaten zurück auf Wachstumskurs kommen. Der OECD-Frühindikator als Konjunkturbarometer für die Währungsunion legte im Januar um 0,1 auf 99,7 Punkte zu, wie die OECD am Montag in Paris mitteilte. Für Deutschland, die größte Volkswirtschaft der Eurozone, stieg der Frühindikator dabei um 0,4 auf 99,6 Zähler und damit höher als in allen anderen Euroländern. Hoffnung machte die Organisation der 34 weltweit führenden Industriestaaten und Schwellenländer auch den angeschlagenen Euroländern Frankreich und Italien. Bei beiden werde das Wachstum laut Frühindikatoren „nicht weiter zurückgehen“, erklärte die OECD. Die Wirtschaft der Eurozone war im vergangenen Jahr um 0,6 Prozent geschrumpft. Für 2013 erwartet die EU-Kommission eine etwas abgeschwächte Rezession. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Wirtschaft
Zahl der Lufthansa-Passagiere weiter rückläufig
Frankfurt/Main (dapd). Die Lufthansa hat auch im Februar Einbußen bei der Zahl der Passagiere und der Fracht verzeichnet. Wie die größte deutsche Fluggesellschaft am Montag mitteilte, sank die Zahl der Fluggäste im Konzern im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent auf 6,6 Millionen. Im Januar hatte der Rückgang allerdings noch 3,6 Prozent betragen. Zum Konzern gehören neben der Lufthansa Passage mit ihren Regionalgesellschaften und Germanwings die Gesellschaften Swiss und Austrian Airlines. Das Frachtaufkommen fiel im Februar um 11,7 Prozent auf 144.000 Tonnen. In den ersten beiden Monaten des Jahres wurde ein Rückgang von 8,4 Prozent auf 282.000 Tonnen verzeichnet. Die Lufthansa, die einen Spar- und Sanierungskurs fährt, wird ihre Geschäftszahlen für 2012 am Donnerstag vorlegen. Mitte Februar hatte der DAX-Konzern mitgeteilt, dass im vergangenen Jahr der operative Gewinn nach vorläufigen Zahlen auf Jahressicht um gut 36 Prozent auf 524 Millionen Euro eingebrochen sei. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Rund ein Drittel der Flüge am Düsseldorfer Flughafen gestrichen
Düsseldorf (dapd). Am Düsseldorfer Flughafen ist am Montag wegen eines Streiks des Sicherheitspersonals bislang rund ein Drittel der Flüge gestrichen worden. Bis zum Mittag hätten die Fluggesellschaften 172 von 593 geplanten Flügen annulliert, sagte ein Sprecher des Flughafens. Die Lage im Terminal sei aber ruhig und entspannt. „Wir haben längere Warteschlangen, aber kein exorbitantes Chaos“, fügte der Sprecher hinzu. Viele Reisende seien über den Streik informiert gewesen, viele seien gar nicht erst zum Flughafen gekommen. Bereits am Sonntag hätten Airlines für Montag Flüge annulliert, um die Situation vor Ort zu entspannen. Der Flughafen hatte für den Tag ursprünglich mit rund 53.000 Passagieren gerechnet. Die Gewerkschaft ver.di hatte das Sicherheitspersonal am Flughafen zu einem Streik von 4.00 bis 24.00 Uhr aufgerufen. Rund 250 Beschäftigte, darunter leitende Angestellte, hätten sich an dem Ausstand beteiligt, sagte ein ver.di-Sprecher. Damit sei die Beteiligung höher gewesen als erwartet. Am Freitag hatte bereits das Sicherheitspersonal am Flughafen Köln/Bonn gestreikt. Im festgefahrenen Tarifstreit der Luftsicherheitsassistenten mit dem Bundesverband für Sicherheitswirtschaft (BDSW) will die Gewerkschaft mit dem Streik den Druck weiter erhöhen. Ver.di fordert für die 34.000 Beschäftigten im Wach- und Sicherheitsgewerbe in NRW Lohnerhöhungen zwischen 2,50 und 3,64 Euro pro Stunde. Für die Beschäftigten der untersten Lohngruppe bieten die Arbeitgeber laut Gewerkschaft bisher 40 Cent mehr an. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Gigaset-Aufsichtsratschef tritt zurück
München (dapd). Der angeschlagene Telefonhersteller Gigaset muss sich einen neuen Aufsichtsratsvorsitzenden suchen. Der bisherige Amtsinhaber Rudi Lamprecht legte sein Mandat nieder, wie das börsennotierte Unternehmen am Montag in München mitteilte. Lamprecht werde aus rein persönlichen, privaten Gründen zum 15. März aus dem Kontrollgremium ausscheiden. In den Aufsichtsrat rücke Barbara Thätig als gewähltes Ersatzmitglied nach. Ein neuer Vorsitzender werde voraussichtlich in der nächsten regulären Sitzung am 22. März gewählt. Gigaset hatte Ende vergangenen Jahres angekündigt, bis Ende 2013 309 der knapp 1.700 Stellen abzubauen, 279 davon in Deutschland. Nach vorläufigen Zahlen sank das Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft 2012 von 20,5 Millionen Euro im Vorjahr auf minus 28,1 Millionen Euro. Der Umsatz fiel von 460 Millionen auf 420 Millionen Euro. Hintergrund ist unter anderem die sinkende Nachfrage nach Schnurlostelefonen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Beamtenbund fordert Übernahme des Tarifergebnisses der Länder
Berlin (dapd). Der dbb Beamtenbund fordert eine Übertragung des Tarifergebnisses des öffentlichen Dienstes auf die Beamten in den Ländern und Kommunen. „Eigentlich müsste das ein Gebot der Fairness und eine Selbstverständlichkeit sein“, sagte der dbb-Bundesvorsitzende Klaus Dauderstädt am Montag in Berlin. Allerdings hätten einige Landesregierungen anderslautende Signale gesendet. Dazu gehörten Baden-Württemberg, Bremen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Zudem warnte Dauderstädt vor regional unterschiedlichen Bezügen. Es gebe bereits eine Besoldungsspreizung von bis zu zehn Prozent zwischen einzelnen Ländern. „Wir wollen keine Zwei-Klassen-Gesellschaft im öffentlichen Dienst, weder zwischen den Statusgruppen noch zwischen den Gebietskörperschaften“, sagte Dauderstädt. Die Gewerkschaften und die Tarifgemeinschaft deutscher Länder hatten sich am Wochenende auf einen Abschluss für die rund 800.000 Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder geeinigt. Dieser sieht unter anderem einen Lohnzuwachs von 5,6 Prozent über zwei Jahre und einen Urlaubsanspruch von 30 Tagen für alle Beschäftigten vor. Nicht durchsetzen konnten die Gewerkschaften eine bundesweite Regelung zur tariflichen Eingruppierung der angestellten Lehrer. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Platzeck will Mehdorn am BER weitreichende Freiheiten einräumen
Berlin (dapd). Hartmut Mehdorn hat seinen neuen Job als Chef des Hauptstadtflughafens in Schönefeld aufgenommen. Sein erster Arbeitstag begann am Montag um 7.00 Uhr. Der frühere Deutsche-Bahn- und Air-Berlin-Chef soll das Milliardenprojekt voranbringen, dessen Eröffnung wegen vieler Bau- und Planungsmängel bereits viermal verschoben wurde. „Herr Mehdorn bekommt die Freiheit, die er braucht“, versicherte der Aufsichtsratsvorsitzende, Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD), im Interview mit „Spiegel Online“. Befragt nach kritischen Äußerungen des Managers über die Pannen am Flughafen in der Vergangenheit sagte Platzeck: „Wir alle kennen seine Ecken und Kanten.“ Er fügte hinzu: „Wir wollen in produktiver Reibung miteinander arbeiten.“ Der Aufsichtsrat hatte den Manager am Freitag überraschend zum Vorsitzenden der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) berufen. Mehdorn wurde für drei Jahre verpflichtet. Er folgt auf Rainer Schwarz, der im Januar seinen Hut nehmen musste. Keine Interessenkonflikte befürchtet Wegen der zahlreichen Probleme hatte Mehdorn in seiner Funktion als Air-Berlin-Chef die Flughafengesellschaft auf Schadenersatz verklagt. Interessenkonflikte befürchtet Platzeck dadurch jedoch nicht. Mehdorn verlasse den Aufsichtsrat der Fluggesellschaft. Zugleich werde er sich aus diesen Streitfragen heraushalten. Auch im Streit über das Nachtflugverbot hatte Mehdorn eine eindeutige Haltung vertreten, er lehnte eine Ausdehnung der Regelung ab. Platzeck will sich dadurch aber offenbar nicht beirren lassen. „Wir haben in Brandenburg bei nur fünf Gegenstimmen einen Landtagsbeschluss, der im Kern Verhandlungen für mehr Nachtruhe fordert. Das ist jetzt mein Auftrag“, betonte der SPD-Politiker. Das Brandenburger Parlament hatte am 27. Februar auf Druck der rot-roten Koalition ein erfolgreiches Volksbegehren gegen planmäßige Nachtflüge angenommen. Bislang ist ein Flugverbot von 0.00 bis 5.00 Uhr vorgesehen. Bürgerinitiativen fordern dagegen eine Ausdehnung auf die sogenannten Randzeiten zwischen 22.00 Uhr und Mitternacht sowie 5.00 und 6.00 Uhr. Brüderle als populistisch kritisiert Unterdessen wies der brandenburgische SPD-Generalsekretär Klaus Ness die Forderung von FDP-Bundestagsfraktionschef Rainer Brüderle nach einem Stopp der Finanzhilfen für den Hauptstadtflughafen als populistisch zurück. „Mein Eindruck ist, dass der Fast-Drei-Prozent-Partei das Wasser bis zum Halse steht, so dass sie ihren ökonomischen Sachverstand völlig über Bord wirft“, sagte Ness der Nachrichtenagentur dapd. Brüderle hatte am Wochenende auf dem FDP-Bundesparteitag gefordert, dem neuen Flughafen weitere Bundeshilfen zu entziehen. „Ich bin mittlerweile für einen Finanzierungsstopp“, sagte Brüderle mit Blick auf immer weiter steigende Baukosten. Ness kritisierte den FDP-Politiker für diese Aussage scharf. „Ich würde Herrn Brüderle eher raten, sich um seinen Generalsekretär Patrick Döring zu kümmern, der im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn sitzt und gerade erhebliche Mehrkosten für ‚Stuttgart 21‘ beschlossen hat.“ Hier werde versucht, auf populistische Weise Beifall einzuheimsen, statt Sachverstand walten zu lassen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Verkäufe der Marke Volkswagen stagnieren im Februar
Wolfsburg (dapd). Die Marke Volkswagen Pkw ist im Februar beim Wachstum vom schwachen europäischen Automarkt ausgebremst worden. In dem Monat wurden 401.400 Fahrzeuge ausgeliefert, das entsprach einem Wachstum im Vergleich zum Vorjahresmonat von 0,4 Prozent, wie VW am Montag in Wolfsburg mitteilte. Die Monate Januar und Februar zusammengenommen verzeichnete VW ein Verkaufsplus von 9,1 Prozent. „Die Marke Volkswagen Pkw konnte sich im Februar dem harten Wettbewerb und den anhaltenden Unsicherheiten in wichtigen europäischen Märkten nicht gänzlich entziehen“, sagte VW-Vertriebsvorstand Christian Klingler. In Westeuropa ohne Deutschland gingen die Auslieferungen um 11,6 Prozent auf 115.800 Fahrzeuge zurück. Auf dem Heimatmarkt Deutschland verbuchte VW ebenfalls ein deutliches Minus von 9,4 Prozent auf 77.000 Autos. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Verbraucherschützer kritisieren fragwürdige Strompreiserhöhungen
Düsseldorf (dapd). Die Strompreiserhöhungen zum Jahreswechsel sind nach einer Studie der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in vielen Fällen überzogen gewesen. „Mindestens die Hälfte der Grundversorger in Nordrhein-Westfalen hat die öffentliche Diskussion über die Energiewende und die steigende EEG-Umlage instrumentalisiert, um unangemessen hohe Aufschläge zu fordern“, kritisierte der Vorstand der Verbraucherzentrale, Klaus Müller, am Montag in Düsseldorf. Jeder zweite Grundversorger wälzte demnach seine Zusatzkosten komplett auf die Verbraucher ab – oder griff ihnen sogar noch tiefer in die Tasche. Angesichts der Tatsache, dass die Beschaffungspreise für Strom an der Börse massiv gesunken seien, sei dies nicht akzeptabel und wirke schon fast anstößig, sagte Müller. Kritisch beurteilten die Verbraucherschützer auch die Informationspolitik der Stromversorger. Gerade einmal die Hälfte der Grundversorger schaffe es, die Höhe ihrer Preisaufschläge stichhaltig zu begründen. Jeder dritte Grundversorger weise die Verbraucher nicht auf ihr Sonderkündigungsrecht bei einer Preiserhöhung hin, beklagten sie. Die Verbraucherschützer empfahlen den Kunden, zu prüfen, ob sie durch einen Tarif- oder Anbieterwechsel nicht Geld sparen können. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Pro Bahn kritisiert mangelnde Information der Fahrgäste
Göttingen (dapd). Der Fahrgastverband Pro Bahn hat die mangelnde Information der Fahrgäste während einer Bahnreise kritisiert. Die Durchgängigkeit einer Reisekette finde immer noch viel zu wenig Beachtung bei Politik, Planungsbüros und Verkehrsbetrieben, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende des Verbandes, Gerd Aschoff, am Montag in Göttingen. Deshalb litten Fahrgäste häufig unter verpassten Anschlüssen, nicht aufeinander abgestimmten Tarifsystemen und fehlenden Verbindungen zwischen einzelnen Liniennetzen. „Eine Alternative zum Auto sind Busse und Bahnen nur, wenn die Reisekette rundherum funktioniert“, sagte Aschoff. Er bemängelte zugleich die „gravierende Unterfinanzierung“ des öffentlichen Verkehrs und seiner Infrastruktur. Die Politik müsse endlich handeln und der Gefahr begegnen, dass der öffentliche Verkehr Anteile verliere. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Unternehmen ermöglicht Barzahlung beim Internet-Kauf
Berlin (dapd). Online kaufen, bar bezahlen: Das Berliner Unternehmen barzahlen.de ermöglicht Kunden seit Montag, ihre Einkäufe im Netz mit Bargeld zu begleichen. Wer bei derzeit etwa 50 teilnehmenden Online-Händlern etwas erwirbt, kann sich eine Rechnung drucken oder eine SMS mit einem Code senden lassen und anschließend bar in einer Filiale der Drogeriemarktkette dm bezahlen. In Berlin können Kunden auch in Läden von mobilcom-debitel ihre Rechnung begleichen. Für Kunden sei das Barzahlen nicht mit weiteren Kosten verbunden, Händler müssten für das Angebot einen marktüblichen Preis bezahlen. Der potenzielle Kundenkreis sei groß, sagte eine Sprecherin des Unternehmens. Mehr als zwei Drittel der Deutschen nutze keine Kreditkarte, mehr als die Hälfte komme ohne Online-Banking aus. „Deutschland ist Bargeld-Land“, sagte sie. Hinter dem Projekt stehen zahlreiche finanzstarke Investoren. Dazu gehören die Axel-Springer-AG, die Otto Group und Rocket Internet. (Internet: http://www.barzahlen.de/kunden ) dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
