Warnstreiks bei der Bahn am Montagmorgen angekündigt

Warnstreiks bei der Bahn am Montagmorgen angekündigt Berlin (dapd). Bahnkunden müssen sich am Montagmorgen auf Einschränkungen im Zugverkehr einstellen. Die Verkehrsgewerkschaft EVG kündigte am Samstag Warnstreiks an, um Druck auf die Tarifverhandlungen für die rund 130.000 Bahnbeschäftigten zu machen, die am Montagabend in Berlin fortgesetzt werden. Die Warnstreiks sollen von 6.00 bis 8.00 Uhr stattfinden. Betroffen sind Stellwerke, Werkstätten und die Reinigungsbetriebe. In den ersten beiden Verhandlungsrunden waren die Vorstellungen von Bahn und Gewerkschaften noch weit auseinander. Die Gewerkschaft fordert 6,5 Prozent mehr Geld, die Bahn hatte schrittweise Lohnerhöhungen von 2,4 und 2,0 Prozent angeboten. „Unsere Kolleginnen und Kollegen sind stinksauer über das unzulängliche Angebot des Arbeitgebers“, erklärte die stellvertretende EVG-Vorsitzende Regina Rusch-Ziemba am Samstag. Der Protest sei eine deutliche Aufforderung, das vorliegende Angebot ordentlich aufzustocken. Ein Gewerkschaftssprecher sprach von Arbeitskampfmaßnahmen mit „Augenmaß“. Die Gewerkschaft wolle nicht die Republik lahm legen. Die Behinderungen würden aber spürbar sein. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Unionsfraktion erwägt Fracking-Moratorium

Unionsfraktion erwägt Fracking-Moratorium Berlin (dapd). Die Unionsfraktion erwägt ein Moratorium für die umstrittene Fracking-Methode zur Förderung von Gas aus unzugänglichen Gesteinsschichten. Wie die Nachrichtenagentur dapd am Samstag aus Kreisen der Fraktionsspitze erfuhr, gibt es Überlegungen, „für eine gewisse Zeit keine neuen Genehmigungen für das Fracking zu erteilen“. Große Teile der Fraktion streben demnach eine deutliche Verschärfung des Gesetzentwurfs an, auf den sich Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) und Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) verständigt hatten. Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) habe sich des Anliegens der Gruppe angenommen. Die Kritiker wollen verhindern, dass wassergefährdende Flüssigkeiten in den Boden gelangen. In nächster Zukunft könnten jedoch umweltfreundlichere Methoden zur Gasgewinnung Marktreife erlangen, hieß es weiter. Den Angaben zufolge laufen derzeit Gespräche mit dem Bundesumweltminister. dapd (Politik/Wirtschaft)

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Wirtschaftsweiser Feld nennt Mindestlöhne Unsinn

Wirtschaftsweiser Feld nennt Mindestlöhne Unsinn Düsseldorf (dapd). Der Wirtschaftsweise Lars Feld warnt vor einer Zunahme der Arbeitslosenzahlen durch Mindestlöhne. „Die Politik spielt mit der Gefahr, den Erfolg ihrer eigenen Reformen zunichte zu machen“, sagte der Ökonom der „Wirtschaftswoche“. „Uns geht es viel zu gut, deshalb fangen wir wieder an, Unsinn zu machen“, fügte Feld hinzu. Insbesondere die Pläne der SPD für eine staatlich festgelegte Untergrenze hält er für gefährlich: „Bei einem gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro würde die Arbeitslosigkeit deutlich anschwellen.“ Auch der Präsident des Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Dieter Hundt, appellierte an die Regierung: „Hände weg von einheitlichen gesetzlichen Lohnuntergrenzen“. Für die Schwächsten am Arbeitsmarkt könne eine Lohnuntergrenze schnell zum Hindernis für den Einstieg in Arbeit werden, sagte Hundt der „Wirtschaftswoche“. dapd (Politik/Wirtschaft)

Bundesbankpräsident Weidmann warnt Italien vor Ende des Reformkurses

Bundesbankpräsident Weidmann warnt Italien vor Ende des Reformkurses Berlin (dapd). Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat Italien vor einem Ende des Reformkurses gewarnt. „Wenn in Italien wichtige politische Akteure über eine Umkehr der Reformen oder gar den Austritt Italiens aus der Währungsunion diskutieren und in der Folge die Zinsen für italienische Staatsanleihen steigen, dann kann und darf dies kein Grund für Interventionen der Notenbank sein“, sagte er in einem am Samstag veröffentlichten „Focus“-Interview. Jedes Land trage hier eine Eigenverantwortung. „Eine umfassende Gemeinschaftshaftung oder die Finanzierung durch die Notenbank sind aus diesem Grund vertraglich ausgeschlossen.“, fügte Weidmann hinzu. Er widersprach der Einschätzung von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), dass in der Eurokrise das Schlimmste vorbei sei: „Der Eindruck, alles sei wieder in Ordnung, nur weil sich die Lage an den Finanzmärkten entspannt hat, ist trügerisch und problematisch.“ Die Einschätzung der Bundesbank habe sich nicht verändert. „Wir haben stets darauf hingewiesen, dass die Eurokrise erst vorbei ist, wenn die strukturellen Probleme gelöst sind – vor allem die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit und die hohe Verschuldung.“ dapd (Politik/Wirtschaft)

Koederitz wünscht sich Öffnung von Forschungsabteilungen

Koederitz wünscht sich Öffnung von Forschungsabteilungen Ehningen (dapd). Die Deutschlandchefin des IT-Konzerns IBM, Martina Koederitz, wünscht sich eine stärkere Öffnung der Forschungsabteilungen in hiesigen Unternehmen. „Ich glaube, es liegt sehr viel gemeinsames Potenzial darin, dass sich unsere Branche und die klassische Industrie mit ihrer Forschung und Entwicklung öffnen“, sagte Koederitz der Nachrichtenagentur dapd. Das könne nicht nur für das einzelne Unternehmen wertvoll sein, sondern für den Standort Deutschland im weltweiten Wettbewerb. „Es ist eine riesige Chance, aus der industriellen Stärke, die wir haben, auch nach vorne blickend eine echte Differenzierung zu haben, die auch beispielsweise der Quantität aus den asiatischen Märkten gegenübersteht“, sagte Koederitz. Sie führt seit Mai 2011 die Deutschlandzentrale des US-Konzerns in Ehningen bei Stuttgart. Koederitz zufolge wird die rasante Entwicklung in der IT-Branche auch die Geschäftsmodelle der klassischen Industrie verändern. „Wir werden sehr stark getrieben von der jüngeren Generation, die schlicht und einfach über Facebook und andere soziale Medien eine ganz klare Selbstverständlichkeit dafür entwickelt hat, Wissen zu teilen“, sagte die 49-jährige Managerin. Dadurch sei inzwischen eine Akzeptanz für neue Kommunikationswege erreicht, die sich auch für Geschäftsideen nutzen ließen. „Noch vor ein paar Jahren wurde zu den sozialen Netzwerken gesagt: Das ist alles gefährlich, der Datenschutz ist in Gefahr“, sagte Koederitz. Heute sei es so, dass mehr als 25 Millionen Menschen in Deutschland bei Facebook seien und 87 Prozent der Bevölkerung ein mobiles Gerät habe, viele von ihnen Smartphones. Unternehmen werden von technischer Entwicklung getrieben In einer IBM-Studie aus dem vergangenen Jahr hätten 1.700 Manager gesagt, dass nicht mehr ökonomische oder ökologische Marktfaktoren bestimmend für die Geschäftsentwicklung seien. „Technologie ist der stärkste Treiber für ihr Geschäftsmodell“, sagte Koederitz. Das betreffe vor allem die Technologie an der Schnittstelle zum Kunden. Als Beispiel nannte Koederitz Onlineshopping. „Wenn sich der Kunde verändert, tut man als Unternehmen gut daran, sich darauf einzustellen“, sagte sie. Dementsprechend hatte sich der Konzern auf der Computermesse Cebit Anfang März auch mit dem Motto „Rethink your business“ (Überdenke dein Geschäftsmodell) aufgestellt. Auf der Messe stellte IBM unter anderem eine App vor, die beim Einkaufen behilflich sein soll. „Mit der App können Sie auf einem Smartphone im Supermarkt filmen und alle Informationen finden, die für Sie relevant sind, wie Nahrungsmittelzusätze, Zutaten, Kalorienangaben, Informationen für Allergiker und vieles mehr“, sagte Koederitz. Die Technik soll jetzt mit einem Partner zu einem Geschäftsmodell ausgebaut werden. Geschäftsmodelle für soziale Netzwerke sind für IBM ebenso Wachstumsbereiche wie Lösungen für mobile Geräte, die Analyse großer Datenmengen oder die Bereitstellung von Daten und Infrastruktur über das Internet, Cloud Computing genannt. Weltweit will der US-Konzern 30 Prozent des gesamten Wachstums in diesen Bereichen generieren. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Handwerk wirbt verstärkt um Abiturienten

Handwerk wirbt verstärkt um Abiturienten Essen (dapd). Das deutsche Handwerk wirbt verstärkt um Abiturienten. „Mein Vorschlag an frustrierte Studenten lautet: Mach erst mal was Sinnvolles. Studieren kannst du immer noch“, sagte Handwerkspräsident Otto Kentzler den Zeitungen der Essener WAZ-Gruppe (Samstagausgaben). Viele Talente verkümmerten, weil sie einen akademischen Abschluss anstrebten, aber damit nicht glücklich würden. Massenuniversitäten mit überfüllten Hörsälen seien nicht die beste Voraussetzung, um sich selbst zu verwirklichen. Im vergangenen Jahr seien etwa 15.000 Lehrstellen im Handwerk unbesetzt geblieben. „Der Führungskräftebedarf im Handwerk wächst“, sagte Kentzler. Der Wettbewerb um gute Leute sei härter geworden. „Die Zahl der Schulabgänger ist rückläufig. Das heißt, es gibt weniger Real- und Hauptschüler, die sich klassischerweise für das Handwerk interessieren.“ dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Die Mehrheit der Berliner will den Flughafen Tegel behalten

Die Mehrheit der Berliner will den Flughafen Tegel behalten Berlin (dapd-bln). Die Mehrheit der Berliner will den Flughafen Tegel behalten. Das ergab eine am Samstag veröffentlichte repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa Consulere im Auftrag der „Bild“-Zeitung. Demnach wollen 60 Prozent der Hauptstädter den alten West-Berliner Airport behalten. Lediglich 24 Prozent der 1.050 Befragten befürworten die geplante Schließung sechs Monate nach der Eröffnung des neuen Hauptstadt-Flughafens in Schönefeld. Besonders die jungen Berliner zwischen 18 und 39 Jahren wünschen sich, dass der Flughafen Tegel auch in Zukunft offen bleibt. 67 Prozent sprachen sich dafür aus, nur 15 Prozent dagegen. Der Rest ist noch unschlüssig. Anfang der Woche hatte der neue Flughafen-Chef Hartmut Mehdorn überraschend erklärt, über die Schließung von Tegel sei noch nicht endgültig entschieden. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Spargelbauern hoffen auf baldiges Ende des Winters

Spargelbauern hoffen auf baldiges Ende des Winters Beelitz (dapd-lbg). Noch machen sich die Beelitzer Spargelbauern keine Sorgen. Der Winter ist zwar lang, aber bislang ist höchstens mit einer Woche Verzug zu rechnen. Die kurzzeitige frühlingshafte Witterung Anfang März hat gereicht, um die Felder herzurichten. „Die Dämme der frühen Spargelsorten sind unter Folie und mit Tunneln versehen“, sagt der Landwirt Ernst-August Winkelmann. Sowie die Sonne kräftiger scheine, komme auch der Spargel. Der Frost werde die Spargelpflanzen unter der Erde nicht angreifen, glaubt Winkelmann. Einerseits seien die Dämme durch Folie geschützt. Andererseits liege auf der Folie auch noch Schnee – und der dämmt. „Die Kälte spüren die Pflanzen da kaum“, sagt Winkelmann. Und dass es im März noch Frost gebe, sei auch nicht so ungewöhnlich. Eigentlich sei das der normale Rhythmus. Nur im vergangenen Jahr wurden die Spargelbauern und vor allem die Spargelliebhaber verwöhnt. Im März 2012 war es schon so warm, dass das Edelgemüse außergewöhnlich früh in die Höhe schoss. So kamen die Stangen schon verfrüht auf die Tische. Die auf diese Weise verlängerte Saison bescherte den Bauern denn auch eine gute Ernte. Im Durchschnitt wurden im vergangenen Jahr auf brandenburgischen Feldern knapp 52 Dezitonnen Spargel je Hektar gestochen. Dieser Wert lag nach Angaben des Statistikamts zwar um 0,4 Dezitonnen unter dem Rekordergebnis von 2011, aber über dem Mittel der vorangegangenen sechs Jahre von 51,3 Dezitonnen. Brandenburg ist Spargelland Brandenburg lag im vergangenen Jahr nach Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen auf dem dritten Platz beim Spargelanbau in Deutschland. Rund 15 Prozent der deutschen Anbaufläche befinden sich in der Mark. Spargel dominierte 2012 auch den Gemüseanbau im Land. Das Edelgemüse nahm nach Angaben des Statistikamts mit 3.435 Hektar deutlich mehr als die Hälfte der gesamten Anbaufläche von 5.579 Hektar ein. Nach Spargel folgten mit weitem Abstand Einlegegurken auf 745 Hektar und Möhren auf 263 Hektar. Speisekürbis wuchs auf 135 Hektar. Etwa die Hälfte der Gemüseanbaufläche Brandenburgs lag 2012 im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Dort wird auch mit Abstand der meiste Spargel angebaut – und zwar vorwiegend der bekannte Beelitzer Spargel. Auch Winkelmann und sein Partner Jörg Buschmann haben sich auf diese Sorte spezialisiert. Ihr Hof in Klaistow gehört zu den größten in der Region und ganz Brandenburg. Bei Buschmann und Winkelmann wird auf 450 Hektar Spargel angebaut. Die Spargeldämme sind insgesamt 2.250 Kilometer lang, wie die Landwirte berechnet haben. Bei guten Bedingungen werden dort bis zu 100 Tonnen Spargel pro Tag geerntet. Manchmal seien es aber auch nur 30 Tonnen. Ein Spargelstecher kann je nach Witterung zwischen 80 und 150 Kilogramm pro Tag ernten. Etwa 600 bis 800 Erntehelfer setzen Buschmann und Winkelmann jede Saison ein – die Arbeiter kommen überwiegend aus Osteuropa. Unter der Folie wird es schnell warm Die Bauern der Region haben sich im Beelitzer Spargelverein organisiert. Auch dessen Vorsitzender Manfred Schmidt macht sich noch keine Sorgen wegen des Frosts. Es gebe bislang keine Schwierigkeiten, die Felder seien bestellt. Vorerst halte der Verein an seinem Termin zur offiziellen Eröffnung der Saison am 18. April fest. Eingeläutet werde die Saison beim Spargelbauer Josef Jakobs in Schäpe bei Beelitz. „Bis dahin werden wir auch den ersten Spargel haben“, zeigt sich Schmidt zuversichtlich. Wenn die Sonne erst einmal kräftiger scheine, entstünden unter den Folien schnell 30 bis 50 Grad Celsius. Da werde das Edelgemüse dann auch wachsen. Auch Berater Jürgen Schulze ist noch nicht nervös. Wenn der Frost nicht mehr allzu lange bleibe, sei noch eine normale Saison zu erwarten. „Der Schnee bremst den Spargel zwar in seinem Tatendrang, doch es wird ja sicher bald wärmer.“ Für ihren Spargel wollen die Beelitzer Landwirte in diesem Jahr einen sogenannten Geoschutz bei der EU beantragen. Der bereits für das vergangene Jahr geplante Antrag sei nun so weit fertig und werde in den kommenden Tagen mit dem brandenburgischen Agrarministerium abgestimmt, sagt Schmidt. Bislang seien in Deutschland nur der Schrobenhausener Spargel und seit kurzem auch der Fränkische Spargel aus Bayern nach der europäischen Verordnung zum Herkunftsschutz gesichert. Künftig soll das auch beim Beelitzer Spargel der Fall sein. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Verschnaufpause für den DAX

Verschnaufpause für den DAX Frankfurt/Main (dapd). Nach den Höhenflügen der vergangenen Tage hat der DAX zum Wochenschluss eine Verschnaufpause eingelegt. Der Leitindex ging am Freitag mit einem Minus von 0,2 Prozent bei 8.043 Punkten aus dem Handel, nachdem er am Vormittag noch ein Fünf-Jahres-Hoch bei 8.074 Zählern erreicht hatte – nur noch gut 40 Punkte von seinem Rekordhoch von 8.106 Punkten vom Juli 2007 entfernt. Der MDAX kletterte dagegen leicht um 0,1 Prozent auf 13.486 Punkte, während der TecDAX 0,3 Prozent auf 925 Zähler nachgab. Börsianer nannten schwache US-Konjunkturdaten als Begründung für die schwächere DAX-Tendenz. An den US-Börsen verzeichneten die wichtigsten Indizes ebenfalls Abgaben: Der Dow-Jones-Index verlor bis 17.50 Uhr MEZ 0,2 Prozent auf 14.514 Punkte, der Nasdaq-Composite gab 0,2 Prozent auf 3.254 Zähler nach. Der Euro gab nach und wurde am frühen Abend zu 1,3057 Dollar gehandelt. In der Eurozone ist die Verunsicherung mit dem Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs sowie der Finanzminister der Eurozone groß. Wie Eurogruppenleiter Jeroen Dijsselbloem angedeutet hat, könnte das Paket mit 10 Milliarden Euro kleiner als die ursprünglich erwarteten 17 Milliarden ausfallen. Die Europäische Zentralbank legte ihren Referenzkurs bei 1,3086 Dollar fest. Im DAX führten VW die Verlierer mit Abgaben von 2,6 Prozent auf 160,30 Euro an. BMW sackten 1,3 Prozent auf 70,00 Euro ab, Allianz um 1,1 Prozent auf 112,25 Euro. An der Spitze lagen K+S, die 2,2 Prozent auf 37,53 Euro zulegten. Munich Re stiegen um 2,1 Prozent auf 150,25 Euro, Deutsche Börse um 1,3 Prozent auf 51,39 Euro. Gefragtester Wert im MDAX waren Deutsche Wohnen mit einem Plus von 4,3 Prozent auf 15,00 Euro. Puma folgten mit Aufschlägen von 3,8 Prozent auf 146,95 Euro. Rheinmetall kletterten um 2,9 Prozent auf 42,01 Euro. Die Verlierer wurden von Wincor Nixdorf angeführt, die sich um 1,0 Prozent auf 38,20 Euro verbilligten. Fielmann und Salzgitter büßten jeweils 0,8 Prozent auf 69,70 beziehungsweise 35,29 Euro ein. Im TecDAX stürzten Solarworld um 9,6 Prozent ab auf 0,98 Euro. Mehr als 2,0 Prozent verloren Euromicron auf 14,85 Euro und Dialog Semiconductor auf 12,26 Euro. Kräftig zulegen konnten PSI mit einem Plus von 7,2 Prozent auf 16,34 Euro. Evotec stiegen um 2,8 Prozent auf 2,39, Aixtron um 2,5 Prozent auf 11,02 Euro. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Streiks verursachen 308 Flugausfälle in Düsseldorf und Köln/Bonn

Streiks verursachen 308 Flugausfälle in Düsseldorf und Köln/Bonn Düsseldorf/Köln (dapd). Wegen eines erneuten Streiks des Sicherheitspersonals an den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn sind am Freitag Hunderte Flüge ausgefallen. In Düsseldorf hatten die Airlines bereits vor Beginn des Ausstands 233 der ursprünglich geplanten 609 Flüge aus dem Flugplan gestrichen, wie der Flughafen mitteilte. Darunter waren 185 Abflüge und 48 Ankünfte. Es kam zu spürbaren Beeinträchtigungen des Flug- und Abfertigungsbetriebs. Am Köln/Bonner Flughafen wurden 75 von 210 geplanten Flügen wegen des Streiks annulliert. Betroffen waren 51 Abflüge und 24 Ankünfte. Die Betreiber der beiden Flughäfen rieten Passagieren, möglichst auf Handgepäck zu verzichten, damit es bei der Abfertigung schneller geht. An beiden Airports legten die Beschäftigten ab 4.00 Uhr die Arbeit nieder. Die Streiks sollten bis Mitternacht dauern und hatten auch Auswirkungen auf andere Flughäfen. Seit Dezember wurden damit in Düsseldorf und Köln/Bonn an sieben Streiktagen insgesamt knapp 1.450 Flüge gestrichen. Kurz vor der vierten Runde der Tarifverhandlungen am Montag wollte die Gewerkschaft ver.di mit den Aktionen den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Auch Sicherheitskräfte in anderen Bereichen, darunter Beschäftigte des Landtags, waren zum Streik aufgerufen. Ver.di fordert für die 34.000 Beschäftigten im Wach- und Sicherheitsgewerbe in NRW Lohnerhöhungen zwischen 2,50 und 3,64 Euro pro Stunde. Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) kritisierte die Privatisierung der Luftsicherheitskontrollen. „Das kommt davon, wenn man hoheitliche Aufgaben auf Teufel komm raus privatisiert, nur um ein paar Cent bei der Luftsicherheitsgebühr zu sparen, natürlich auf Kosten von Dumping-Löhnen und teilweise unzumutbaren Arbeitsbedingungen“, sagte der DPolG-Vorsitzende Ernst G. Walter. Die deutsche Reisebranche erklärte, die Streiks an deutschen Flughäfen verursachten einen wirtschaftlichen Schaden „in Millionenhöhe“. Ein Streik wirbele den Flugbetrieb durcheinander und belaste die Fluggesellschaften, sagte der Vorsitzende des Ausschusses Business Travel im Deutschen Reiseverband (DRV), Stefan Vorndran. Vor allem die Fluggäste seien die Leidtragenden. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)