Mehr Bestellungen bei der deutschen Industrie

Mehr Bestellungen bei der deutschen Industrie Berlin (dapd). Die deutsche Industrie hat im Juli etwas mehr Aufträge als im Vormonat erhalten. Die Auftragseingänge seien preis- und saisonbereinigt um ein halbes Prozent gestiegen, teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Donnerstag in Berlin mit. Im Juni hatte die Industrie noch 1,6 Prozent weniger Aufträge als im Vormonat erhalten. Das Auftragsvolumen wurde im Juli vor allem durch zusätzliche Bestellungen aus dem Inland erhöht. Ihr Umfang wuchs gegenüber dem Vormonat um ein Prozent. Das Volumen der Auslandsaufträge änderte sich dagegen mit einem Plus von 0,1 Prozent kaum. Je ein halbes Prozent mehr Bestellungen gingen bei den Herstellern von Investitions- und kurzlebigen Produktionsgütern ein. Bei den Konsumgüterproduzenten sank das Volumen aber um 1,2 Prozent. Im Zweimonatsvergleich von Juni und Juli mit April und Mai erhielt die Industrie 1,0 Prozent weniger Aufträge. Gegenüber dem Juni und Juli des Vorjahres blieb Volumen der Aufträge um 6,1 Prozent zurück. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Trotz Eurokrise: Bundesbürger melden weniger Pleiten an

Trotz Eurokrise: Bundesbürger melden weniger Pleiten an Hamburg (dapd). Die Bundesbürger gehen in der Eurokrise sorgfältiger mit ihrem Geld um und deswegen seltener pleite. Das geht aus dem Schuldenbarometer der Hamburger Wirtschaftsauskunftei Bürgel für das erste Halbjahr 2012 hervor, das am Donnerstag veröffentlicht wurde. Das gilt aber nicht für die Gruppe der 18- bis 25-Jährigen: „Wir beobachten das zweite Jahr in Folge steigende Fallzahlen in der Gruppe der jungen Erwachsenen“, sagt Bürgel-Geschäftsführer Norbert Sellin. Nach dem Schuldenbarometer ging in den ersten sechs Monaten die Zahl der sogenannten Privatinsolvenzen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,7 Prozent zurück. Genau 68.818 mal mussten danach Schuldner bekennen, dass sie zahlungsunfähig sind. Für 2012 rechnet Bürgel mit bis zu 132.000 Privatinsolvenzen in Deutschland. „Die Verbraucher gehen vorsichtiger mit ihrem Geld um und verzichten auf risikoreiche Investitionen“, sagt Sellin. Junge Erwachsene verfügen dagegen häufig über kaum Erfahrung im Umgang mit Geld. Einkommen und Konsumverhalten der Betroffenen seien vielfach nicht vereinbar, schreibt Bürgel. Die Betroffenen investierten oft hohe Summen in mobile Endgeräte, Elektroartikel, Autos und in den Raten- und Kreditkartenkauf. Ferner verfügten die jungen Erwachsenen über kaum ausreichende Rücklagen im Krisenfall. Nach Bundesländern werden statistisch auf 100.000 Einwohner gerechnet die meisten Privatinsolvenzen in Bremen gezählt, gefolgt von Niedersachsen. In Bayern wird so gut mit dem Geld gewirtschaftet, dass das Bundesland den letzten Rang einnimmt. Unter dem Bundesdurchschnitt von 80 Privatpleiten auf 100.000 Einwohner liegen auch Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen und Sachsen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

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Solarworld-Chef Asbeck lobt das EU-Verfahren

Solarworld-Chef Asbeck lobt das EU-Verfahren Berlin (dapd). Der Chef des deutschen Photovoltaik-Anbieters Solarworld, Frank Asbeck, schließt nach der Eröffnung eines Antidumping-Verfahrens gegen chinesische Firmen ein Einlenken der Asiaten nicht aus. „Wir hoffen, dass die chinesische Seite schon in dem 15-monatigen Prüfungszeitraum durch die EU zu vernünftigem Wirtschaften zurückfindet“, sagte Asbeck am Donnerstag der Nachrichtenagentur dapd. Asbeck hatte zusammen mit 24 weiteren Solarfirmen aus Deutschland, Italien, Spanien und anderen EU-Ländern in Brüssel Klage gegen die Billigkonkurrenz eingelegt. Auch die Chinesen leiden nach seinen Worten unter den Dumpingpreisen und schreiben rote Zahlen. Deshalb müsse wieder ein Wettbewerb um die Effizienz der Solarmodule entstehen. Die Frage dürfe nicht sein: „Wer ist wie lange in der Lage, pro Solarmodul starke Verluste zu tragen?“ Zum technologischen Wettbewerb zeigte sich Asbeck zuversichtlich: „Ein Solarmodul, das zum Beispiel heute noch 250 Watt schafft, das muss Anfang nächsten Jahres 275 Watt schaffen. Da sind wir auf sehr gutem Weg mit einer Summe von Produkten, die wir im Moment vom Labor in die Fabriken überführen, sowohl in den USA als auch in Deutschland. Diesen Wettbewerb haben wir gern.“ Zur Frage eines drohenden Handelskriegs meinte der Vorstandsvorsitzende von Solarworld: „Ein Handelskrieg wird nicht durch Eröffnung eines rechtsstaatlichen EU-Dumpingverfahrens begonnen, sondern indem einer anfängt, zu dumpen.“ Unabhängig vom chinesischen Preisdumping sei der Markt für Solarstrom stetig im Wachsen. Das schaffe Platz für eine Menge Wettbewerb. Es gelte, eine langfristig verlässliche Quelle der Energie so zu erschließen, dass sie nicht nur kurzfristig günstig sei, sondern langfristig immer günstiger werde. Gefährlich sei es, mit nicht marktwirtschaftlichen Mitteln in einen Markt einzugreifen. „Dann bleibt der technische Fortschritt auf der Strecke“, sagte Asbeck. Die EU-Entscheidung sei eine Notwendigkeit gewesen und tue der Sache insgesamt sehr gut, um über kurz oder lang einen Großteil der Energieversorgung dieser Welt auch über die Sonne darstellen zu können. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Kfz-Gewerbe kritisiert Autohandel für geschönte Zulassungsstatistik

Kfz-Gewerbe kritisiert Autohandel für geschönte Zulassungsstatistik Frankfurt/Main (dapd). Der Automobilbranche leidet unter sinkenden Pkw-Verkäufen. Während die Werkstätten derzeit noch Geld verdienten, bereite der Neuwagenabsatz „einigen Kummer“, sagte der Präsident des Deutschen Kfz-Gewerbes (ZDK), Robert Rademacher, am Donnerstag in Frankfurt am Main. Das sei besonders bedenklich, da „vom Neuwagenverkauf heute das Werkstattgeschäft morgen und übermorgen abhängt“, erklärte Rademacher vor der Branchenmesse Automechanika (11. bis 16. September). Von Januar bis August seien in Deutschland 0,6 Prozent weniger neue Pkw zugelassen worden als im Vorjahreszeitraum. Rademacher kritisierte dabei den hohen Anteil der Hersteller- und Händlerzulassungen, der zum „Schönen der Statistik“ diene und ein „unerfreuliches Rekordniveau“ erreicht habe. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Streit um Privilegien für stromintensive Unternehmen erreicht die EU

Streit um Privilegien für stromintensive Unternehmen erreicht die EU Bonn (dapd). Die umstrittene Befreiung stromintensiver Unternehmen in Deutschland von den Netzentgelten wird jetzt auch die EU-Kommission beschäftigen. Der Oberlandesgericht Düsseldorf bat die Kommission um eine Stellungnahme, ob sie die Regelung als europarechtswidrige staatliche Beihilfe einstuft, wie das Gericht am Donnerstag mitteilte. In zwei Eilverfahren wird der 3. Kartellsenat außerdem am 24. Oktober mündlich erörtern, ob die Befreiungsregelung für 2011 wirksam ist. Zwei Netzbetreiber haben vor dem Gericht geklagt. Nach ihrer Auffassung verstößt die Ausnahmeregelung für stromintensive Unternehmen gegen europäisches Recht. Es handele sich um eine aus staatlichen Mitteln gewährte unerlaubte Beihilfe, die den Wettbewerb verfälsche. Außerdem halten sie die rückwirkende Befreiung für große Teile des Jahres 2011 für nicht zulässig. Der Prozess ist auch für „Otto Normalverbraucher“ und viele Firmen von großer Bedeutung, da die den stromintensiven Unternehmen erlassenen Netzgebühren auf die anderen Verbraucher umgelegt werden. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Landeverbote für einzelne Flughäfen während des Streiks möglich

Landeverbote für einzelne Flughäfen während des Streiks möglich Langen (dapd-hes). Der bevorstehende große Streik der Lufthansa-Flugbegleiter kann auch andere Airlines treffen. Landeverbote, wie sie an den beiden vergangenen Streiktagen vorübergehend ausgesprochen wurden, seien auch am Freitag nicht auszuschließen, sagte der Sprecher der Deutschen Flugsicherung (DFS), Axel Raab, am Donnerstag auf dapd-Anfrage. Ursache dafür ist der Mangel an Abstellplätzen, der sich durch die zahlreichen parkenden Lufthansa-Flugzeuge ergeben kann, die nicht wie sonst in der Luft sind. Raab sagte, die betroffenen Flughäfen analysierten jeweils die Situation und bäten dann die DFS, Anweisungen an die Airlines zu geben. In der Vergangenheit betraf das Landeverbot lediglich Flugzeuge aus europäischen Abflughäfen, die noch nicht gestartet waren. Flieger in der Luft konnten ebenso landen wie Interkontinentalflüge. Umgeleitet wurde kein Flug wegen der bisherigen Streiks. Raab sagte, die DFS bereite sich zwar mit Koordinationsgesprächen auf die Situation vor, habe aber keine besonderen Maßnahmen ergriffen. Abgesehen von Lufthansa-Verbindungen dürften Interkontinentalflüge damit auch am Freitag normal landen. Am vergangenen Freitag betrafen die Landeverbote den bestreikten Frankfurter Flughafen für 90 Minuten, am Dienstag ebenfalls vorübergehend Frankfurt und München. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Winterkorn verordnet VW eine Blitzreaktion bei Qualitätsproblemen

Winterkorn verordnet VW eine Blitzreaktion bei Qualitätsproblemen Wolfsburg/Berlin (dapd). Europas größter Autohersteller Volkswagen hat sich bei Qualitätsproblemen extrem kurze Reaktionszeiten verordnet, um Desaster wie bei den fehlerhaften Dieselmotoren des Daimler-Konzerns zu vermeiden. „Wenn etwas passiert, müssen wir das schnell feststellen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn bei der Vorstellung des neuen VW Golf. Die Reaktion des Konzerns bei einem Fehler müsse „innerhalb von Tagen“ erfolgen, forderte er. Damit spricht Winterkorn ein Problem der ganzen Autobranche an: Insbesondere bei neuen Modellen werden oft über Wochen und Monate fehlerhafte Teile eingebaut. Wenn dann die Probleme bei den Kunden auftauchen, sind oft schon Tausende Autos gebaut. Zuletzt hatte es den Premiumhersteller Mercedes erwischt. Ein neuer Dieselmotor lief nicht richtig, nach Presseberichten betrug der Schaden mehr als eine halbe Milliarde Euro. Bei dem besonders sparsamen Vier-Zylinder-Dieselmotor, der in nahezu allen Baureihen eingesetzt wurde, waren Injektoren ausgefallen. Das führte zu mindestens 300.000 Werkstattbesuchen. Allerdings ist auch VW nicht frei von Qualitätsärger: Zurzeit klagen viele Käufer des neuen Beetle über Probleme mit dem elektrischen Fensterheber. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Weniger Schuldner melden Pleiten an

Weniger Schuldner melden Pleiten an Hamburg (dapd). In Deutschland geht die Zahl der registrierten Privatpleiten weiter zurück. Das geht aus dem Schuldenbarometer der Hamburger Wirtschaftsauskunftei Bürgel für das 1. Halbjahr 2012 hervor, das am Donnerstag veröffentlicht wurde. Danach ist die Zahl der sogenannten Privatinsolvenzen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,7 Prozent gesunken. Genau 68.818 Mal mussten danach Schuldner bekennen, dass sie zahlungsunfähig sind. Für 2012 rechnet Bürgel mit bis zu 132.000 Privatinsolvenzen in Deutschland. „Aktuell gehen wir davon aus, dass die Privatinsolvenzen in Deutschland das zweite Jahr in Folge zurückgehen werden“, sagt Bürgel-Geschäftsführer Norbert Sellin. „Die Verbraucher gehen (in der Eurokrise) vorsichtiger mit ihrem Geld um und verzichten auf risikoreiche Investitionen.“ dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Bahn empfiehlt Platzreservierung

Bahn empfiehlt Platzreservierung Berlin (dapd). Die Deutsche Bahn hat ihren Reisenden wegen des bevorstehenden Streiks des Lufthansa-Kabinenpersonals dringend die Platzreservierung empfohlen. Der angekündigte ganztägige Ausstand trifft die Bahn für Freitag zu einer Zeit, da in Bahnhöfen und Zügen ohnehin Hochbetrieb herrscht. Das Unternehmen erklärte am Donnerstag, es stelle „alle zur Verfügung stehenden Züge bereit und setzt bei Bedarf in den betroffenen Bahnhöfen zusätzliche Mitarbeiter ein“. Passagiere des innerdeutschen Flugverkehrs der Lufthansa können ihr elektronisches Ticket (etix) für die eingetragene Strecke online über die Lufthansa-Internetseite, am Check-in-Automaten oder am Lufthansa-Schalter in einen Reisegutschein (Voucher) für die Deutsche Bahn umwandeln lassen. Damit können sie dann direkt in den Zug steigen. Bei internationalen Verbindungen müssen die Reisegutscheine vor Fahrtantritt in einem DB Reisezentrum oder einer DB Agentur gegen eine Fahrkarte eingetauscht werden. (Kostenpflichtige Bahn-Telefonauskunft: 0180 5 99 66 33) dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Bundeskartellamt untersagt Krankenhausfusion in Worms

Bundeskartellamt untersagt Krankenhausfusion in Worms Bonn (dapd). Das Bundeskartellamt hat dem Klinikum Worms untersagt, das ebenfalls in Worms gelegene Agaplesion Hochstift Krankenhaus zu erwerben. Durch die Fusion hätte das Klinikum Worms auf dem Markt für Akutkrankenhäuser in der Region Worms eine marktbeherrschende Stellung erlangt, wie die Wettbewerbsbehörde am Donnerstag mitteilte. Der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, sagte: „Mit der Fusionskontrolle auf den Krankenhausmärkten wollen wir wettbewerbliche Strukturen zum Wohle des Patienten erhalten.“ Auch wenn es wegen der staatlichen Regulierung nur wenig Preiswettbewerb gebe, sei es wichtig, den Qualitätswettbewerb zwischen den Krankenhäusern zu erhalten. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. Die Beteiligten haben die Möglichkeit, Beschwerde beim Oberlandesgericht Düsseldorf einzulegen. Das Bundeskartellamt hat von 2004 bis heute rund 170 Fusionen im Krankenhaussektor geprüft. Von diesen Fusionen wurden die meisten freigegeben. Lediglich sechs Fusionen wurden untersagt. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)