Wiesbaden/Berlin (dapd). Nach Jahren der Lohnzurückhaltung sind die Arbeitskosten in Deutschland in den vergangenen zwei Jahren gestiegen. Knapp ein Drittel mehr als im EU-Durchschnitt kostet eine Stunde Arbeit hierzulande. Im Vergleich mit anderen westeuropäischen Staaten liegt Deutschland damit im Mittelfeld, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Arbeitgeber bezahlten 2012 hierzulande durchschnittlich 31 Euro für eine geleistete Arbeitsstunde. Deutschland fällt damit bei den Arbeitskosten in der EU von Platz sieben auf Platz acht, wie das gewerkschaftsnahe Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) erklärte. Schweden hatte den Angaben zufolge mit knapp 42 Euro pro Stunde die höchsten Arbeitskosten, Bulgarien mit 3,70 Euro die niedrigsten. Außer in Griechenland legten im vergangenen Jahr in der gesamten EU die Arbeitskosten zu. In Deutschland hatte zwischen 2001 und 2010 die Zunahme der Arbeitskosten unter dem Durchschnitt der EU gelegen. Auf mehrere Jahre gesehen stiegen die Kosten in Deutschland verglichen etwa mit Frankreich weniger stark. Von 2001 bis 2010 kletterten die Arbeitskosten im Nachbarland mit knapp 35 Prozent mehr als doppelt so stark wie in Deutschland (16 Prozent). In den Jahren 2011 und 2012 lag die Zunahme in Deutschland mit 5,9 Prozent leicht über dem französischen Wachstum (5,4 Prozent). Experte bezeichnet Anstieg als Normalisierung „Die Zahlen unterstreichen, was wir an vielen Parametern ablesen können: Deutschland ist ein Land mit hervorragender internationaler Wettbewerbsfähigkeit“, sagte IMK-Direktor Gustav Horn. „Wenn die Arbeitskosten nun zum zweiten Mal seit dem Jahr 2001 stärker gestiegen sind als im Mittel der EU-Länder, ist das ein richtiger erster Schritt in Richtung auf eine Normalisierung.“ Dadurch werde auch die Binnennachfrage angeregt. Arbeitskosten setzen sich aus den Bruttoverdiensten und den Lohnnebenkosten zusammen. Im Jahr 2012 zahlten die Arbeitgeber in Deutschland in der Privatwirtschaft auf 100 Euro Bruttoverdienst zusätzlich 27 Euro Lohnnebenkosten. Damit lagen die Lohnnebenkosten hierzulande unter dem EU-Durchschnitt von 32 Euro. Hauptbestandteil der Lohnnebenkosten sind die Sozialbeiträge der Arbeitgeber, also vor allem die gesetzlichen Arbeitgeberbeiträge zu den Sozialversicherungen, die Aufwendungen für die betriebliche Altersversorgung sowie die Aufwendungen für die Lohn- und Gehaltsfortzahlungen im Krankheitsfall. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Wirtschaft
Deutsche essen Eis lieber zu Hause
Bonn (dapd). Speiseeis wird in Deutschland immer seltener in Eisdielen genossen. Während der Absatz insgesamt im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2011 um 1,3 Prozent auf knapp 506 Millionen Liter zunahm, ging der Verzehr von Eis außer Haus zurück, wie der Branchenverband Eis Info Service (E.I.S.) am Dienstag in Bonn mitteilte. Im Einzelhandel verkauftes Speiseeis in Haus- und Multipackungen habe inzwischen einen Marktanteil von 85 Prozent, vor zehn Jahren waren es sechs Prozentpunkte weniger. Nach zwei eher verhaltenen Jahren freute sich die Branche 2012 über eine Zunahme auch beim Umsatz. Dieser stieg um 5,2 Prozent auf gut zwei Milliarden Euro, wie E.I.S. weiter mitteilte. Insgesamt konsumierten die Deutschen im vergangenen Jahr durchschnittlich etwa 7,7 Liter Speiseeis pro Kopf und damit etwas mehr als 2011. Vor allem kleine Packungen und Premium-Eis legten im vergangenen Jahr zu. Hier verdoppelte sich den Angaben zufolge der Absatz. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Solarbranche war Gift für Kapitalanleger
Frankfurt/Main (dapd). Die Solarbranche war in den vergangenen Jahren Gift für Aktionäre. Doch auch wer sein Geld in Aktien der beiden größten deutschen Energieversorger E.on und RWE oder der Commerzbank anlegte, war schlecht beraten. Das geht aus der am Dienstag in Frankfurt am Main von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) vorgestellten Rangliste der größten Wertvernichter unter den deutschen Aktiengesellschaften hervor. Besonders hart bestraft wurden demnach Kapitalanleger, die in den vergangenen fünf Jahren auf einen Aufschwung der Sonnenenergie wetteten. Die Solarbranche stellte nicht nur die Hälfte der Top Ten in der Negativliste der Aktionärsschützer, sie belegte auch gleich die ersten drei Plätze. Größter Wertvernichter war demnach die inzwischen insolvente Centrotherm Photovoltaik, deren Aktie zwischen Ende 2007 und Ende 2012 fast 99 Prozent ihres Werts verlor. Nicht viel besser schnitt das einstige Vorzeigeunternehmen der Photovoltaikbranche Solarworld ab. Die Bonner Gesellschaft, deren Gründer Frank Asbeck im Jahr 2008 noch mit einer Kaufofferte für den angeschlagenen Autobauer Opel Schlagzeilen machte, büßte seit Ende 2007 rund 97,5 Prozent ihres Werts ein. Platz drei der Rangliste belegte das bayerische Unternehmen Phoenix Solar. Doch auch DAX-Konzerne finden sich unter den Minusmachern. Die Commerzbank belegt Rang 20. Die von der Energiewende gebeutelten Stromkonzerne E.on und RWE finden sich auf den Plätzen 35 und 43. Der erst vor kurzem aus dem DAX abgestiegene Handelsriese Metro belegt Rang 38. Daneben finden sich in der Rangliste der Wertvernichter auch weitere Namen, die den Verbrauchern aus dem Alltag bekannt sind. So belegt die Baumarktkette Praktiker Platz neun. Air Berlin rangiert auf Platz 14, der Edel-TV-Hersteller Loewe auf Rang 27. „Die hohe Präsenz von Werten aus der Solarbranche zeigt deutlich, dass Anleger sich davor hüten sollten, bei ihren Investitionsentscheidungen Trends als Grundlage zu nutzen, statt einer genauen Analyse“, mahnte DSW-Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler. Es sei gefährlich, wenn Anleger aus Begeisterung für ein Thema die Risikodiversifizierung ihres Depots vernachlässigten. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Dämpfer für die Musikbranche: 3,2 Prozent Minus in 2012
Berlin (dapd). Trotz des weiter stark wachsenden Digitalgeschäftes muss die Musikindustrie für das Jahr 2012 erneut ein Umsatzminus verbuchen. Zwar stieg der digitale Markt um 19,3 Prozent an, doch gingen die Gesamtumsätze aus Musikverkäufen um 3,2 Prozent zurück, wie der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) am Dienstag in Berlin bilanzierte. Die Zuwächse in den digitalen Geschäftsfeldern hätten das Minus von 7,7 Prozent im physischen Tonträgermarkt nicht auffangen können, sagte Vorstandsvorsitzender Dieter Gorny. Damit bekam die Branche nach dem hoffnungsvoll stimmenden Jahr 2011 einen Dämpfer verpasst: In dem Jahr hatte der Markt erstmals seit 15 Jahren keine Umsatzverluste verzeichnet, sondern ein leichtes Plus von 0,1 Prozent gemacht. Marktforscher erwarteten daher ab 2013 eine weitere Stabilisierung oder sogar einen „leichten Aufwärtstrend“. 2010 hatte die Branche noch ein Minus von 4,6 Prozent verbucht. Jeder fünfte Euro wird digital erwirtschaftet Die gute Nachricht des vergangenen Jahres: Die Einnahmen aus dem digitalen Geschäft (294 Millionen Euro) erreichten mit einem Anteil von 20,5 Prozent einen bisherigen Spitzenwert. Jeder fünfte Euro wird mittlerweile digital erwirtschaftet. Rund 8,4 Millionen Menschen kauften im vergangenen Jahr Downloads, der Umsatz kletterte damit um 24,4 Prozent auf etwa eine viertel Milliarde Euro. Die Zahl der abobasierten Streamingdienste stieg auf 19 Angebote, der Umsatz kletterte um knapp 40 Prozent auf 36 Millionen Euro. Noch gilt Streaming aber als Zusatzgeschäft: Aktuell liegt der Umsatzanteil hier bei 2,5 Prozent des Gesamtumsatzes. Die Branche setzt indes darauf, dass Fans via Streaming neue Musik entdecken und sich dies dann positiv auf traditionelle Musikverkäufe auswirkt. Für BVMI-Geschäftsführer Florian Drücke sind die Kunden derzeit mit Blick auf die künftige Musiknutzung in einer „Orientierungsphase“. Musikkaufen ist ein seltenes Hobby Allen Unkenrufen zum Trotz ist auch die CD längst nicht tot, sondern weiter auf Platz eins der Tonträger. Allein mit CDs wurde 2012 rund eine Milliarde Euro erwirtschaftet. Trotz eines Rückgangs um 7,2 Prozent machen CDs weiter einen Anteil von knapp 71 Prozent am Gesamtumsatz aus. Auch der bereits seit einigen Jahren anhaltende Trend, wieder Vinyl zu kaufen, setzte sich 2012 fort: Rund eine Million LPs wurden verkauft, der Umsatz lag bei 19 Millionen Euro, was einem Plus von 40,1 Prozent entspricht. Nicht nur Vinyl gilt jedoch als Nischenmarkt, sondern Musikkaufen an sich. „63 Prozent der Deutschen kaufen keine Musik“, sagte Drücke. Ein großer Umsatzanteil der Branche geht auf eingefleischte Fans zurück: 3,4 Prozent sogenannte Intensivkäufer sorgen laut BVMI für 43 Prozent der Umsätze. Die zuletzt sehr hitzig geführte Debatte um ein neues digitales Urheberrecht setzt sich derweil unvermindert fort. Gorny betonte, die Musikindustrie habe im Kampf gegen die Piraterie ausreichend legale Angebote im Netz geschaffen. Nun müsse die Politik endlich die Bedingungen für einen fairen Wettbewerb im Internet schaffen. Gorny forderte einen „Digital New Deal“, bei dem alle Akteure aus Kultur, Wirtschaft und Politik „an einem Strang“ ziehen sollten. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Bertelsmann will zügig wachsen
Berlin (dapd-nrw). Trendwende bei Bertelsmann: Nach Jahren schrumpfender Umsätze ist Europas größter Medienkonzern nach Angaben von Firmenchef Thomas Rabe wieder auf Wachstumskurs. „Wir haben 2012 und in den ersten Monaten dieses Jahres wichtige Weichen gestellt, um unser Wachstumsprofil zu verbessern. Dies wird sich bereits im laufenden Jahr positiv bemerkbar machen“, sagte der Manager am Dienstag bei der Präsentation der Konzernbilanz 2012 in Berlin. Für 2014 strebe der Konzern wieder einen Umsatz von 18 Milliarden Euro an, zwei Milliarden Euro mehr als im vergangenen Jahr. Rabe hatte Anfang 2012 die Führung des Medienkonzerns übernommen. Dabei lautete sein Auftrag von Anfang an, die Wachstumsdynamik des Unternehmens zu vergrößern. Erste wichtige Schritte auf dem Weg dahin waren für den Manager die angekündigte Fusion der Buchsparte Random House mit dem Konkurrenten Penguin und die vor wenigen Wochen bekanntgegebene Komplettübernahme des Musikrechteunternehmens BMG. Sie sollen das Wachstum des Konzerns kräftig anheizen. Doch hat der Manager längst die nächsten Projekte im Visier. Rabe betonte, Bertelsmann wolle das Wachstumstempo „weiter hoch halten“ – sowohl durch organisches Wachstum als auch durch Akquisitionen. So habe das Bildungsgeschäft ebenso wie das Musikrechte-Management das Potenzial, zu einem neuen Unternehmensbereich von Bertelsmann zu werden. Neu erschließen will sich der Konzern auch das Geschäftsfeld Business Information. „Der Konzernumbau ist in vollem Gange“ Ehrgeizige Wachstumspläne verfolgt Bertelsmann darüber hinaus in den Schwellenländern China, Indien und Brasilien. So startete die TV-Tochter RTL Group in diesem Jahr ihren ersten TV-Sender in Indien. „Der Konzernumbau ist in vollem Gange. Die Weichen sind klar auf Wachstum gestellt“, sagte Rabe. Ziel sei es, das Unternehmen in den nächsten Jahren wachstumsstärker, digitaler und internationaler auszurichten. „Wir sind hier auf einem sehr guten Weg“, sagte der Manager. Der Umbau ist allerdings auch nötig. Denn im „klassischen“ Geschäft stagnieren die Geschäfte weiterhin. Ohne die Berücksichtigung der Wachstumseffekte aus der Fusion von Random House und Penguin und ohne den BMG-Deal rechnet Bertelsmann für 2013 nur mit „einer stabilen bis leicht rückläufigen Geschäftsentwicklung“. Im vergangenen Jahr steigerte Bertelsmann seinen Umsatz um 4,5 Prozent auf 16,1 Milliarden Euro. Das Konzernergebnis stieg um 1,1 Prozent auf 619 Millionen Euro. Vor allem die Buchsparte Random House glänzte dank des Erfolgs der Erotikroman-Triologie „Fifty Shades of Grey“ mit einem Rekordgewinn. Die TV-Tochter RTL Group und die Zeitschriftentochter Gruner + Jahr mussten dagegen ebenso wie die Dienstleistungssparte Arvato und das Druckgeschäft operativ spürbare Ertragseinbußen hinnehmen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Musikindustrie macht 3,2 Prozent Umsatzminus
Berlin (dapd). Die Musikindustrie hat die angestrebte schwarze Null im vergangenen Jahr verfehlt. Zwar stieg das digitale Geschäft erneut zweistellig um 19,3 Prozent an, doch gingen die Gesamtumsätze aus Musikverkäufen um 3,2 Prozent zurück, wie der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) am Dienstag in Berlin bilanzierte. Die Zuwächse in den neuen digitalen Geschäftsfeldern hätten die Verluste im physischen Tonträgermarkt nicht auffangen können, sagte Vorstandsvorsitzender Dieter Gorny. Die Einnahmen aus dem digitalen Geschäft erreichten dagegen mit einem Anteil von 20,5 Prozent in 2012 einen bisherigen Spitzenwert. Rund 8,4 Millionen Menschen kauften Downloads, der Umsatz kletterte damit um 24,4 Prozent auf etwa eine viertel Milliarde Euro. 2011 hatte der Markt erstmals seit 15 Jahren keine Umsatzverluste verzeichnet. Beim Gesamtumsatz gab es ein leichtes Plus von 0,1 Prozent, vor allem dank des boomenden Digitalmarktes. Marktforscher erwarteten daher ab 2013 sogar einen „leichten Aufwärtstrend“. 2010 hatte die Branche noch ein Minus von 4,6 Prozent verbucht. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Postbank rechnet mit sinkenden Gewinnen
Bonn (dapd). Die Postbank hat im vergangenen Jahr wieder deutlich mehr Gewinn gemacht als in dem durch hohe Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen belasteten Vorjahr. Das Vorsteuerergebnis fiel mit 386 Millionen Euro fünfmal so hoch aus wie 2011. Auch unter dem Strich konnte die Bank den Konzerngewinn mit 279 Millionen Euro mehr als verdoppeln, wie die Deutsche-Bank-Tochter am Dienstag mitteilte. Deutschlands größte Privatkundenbank baute 2012 ihr Kreditneugeschäft spürbar aus. Vor allem bei Ratenkrediten legte sie gegen den Markttrend zu. Ähnlich erfreulich entwickelte sich die Baufinanzierung. Auch im Girogeschäft habe die Bank ihre Stellung als unangefochtener Marktführer mit nunmehr 5,1 Millionen privaten Girokonten weiter gestärkt, hieß es in Bonn. Im laufenden Jahr rechnet die Bank allerdings mit sinkenden Gewinnen. Grund dafür seien Aufwendungen für die Integration des Geldinstituts in den Deutsche-Bank-Konzern, Sondereffekte aus dem beschleunigten Risikoabbau und das anhaltend niedrige Niedrigzinsumfeld, erklärte die Bank. Doch soll es sich bei dem Gewinnrückgang nur um eine kurze Delle handeln. Ab 2014 rechnet das Unternehmen wieder mit einem deutlich steigenden Gewinn. „Wir sind auf dem richtigen Weg“, sagte Postbank-Chef Frank Strauß. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Gewinn von Evotec bricht ein
Hamburg (dapd). Das Hamburger Biotech-Unternehmen Evotec hat im vergangenen Jahr einen Gewinneinbruch erlitten. Wie das TecDAX-Unternehmen am Dienstag mitteilte, sank das Nettoergebnis um 63 Prozent auf 2,5 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis fiel sogar um 161 Prozent auf minus 3,2 Millionen Euro. Dies sei insbesondere auf eine Wertberichtigung immaterieller Vermögenswerte in Höhe von 3,5 Millionen Euro zurückzuführen, erklärte Evotec. Hintergrund sei vor allem die Entscheidung des Pharmakonzerns Pfizer, ein Forschungsprogramm einzustellen. Dagegen legte der Umsatz um neun Prozent auf 87,3 Millionen Euro zu. Für das laufende Jahr erwartet Evotec ein Wachstum des Konzernumsatzes auf 90 Millionen bis 100 Millionen Euro. Das operative Ergebnis soll sich im Vergleich zum Vorjahr verbessern. Die Evotec-Aktie verlor bis zum Mittag knapp 0,5 Prozent auf 2,35 Euro. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Jungheinrich erzielt Bestmarken mit Gabelstaplern
Hamburg (dapd). Der Hamburger Gabelstaplerhersteller und Lagertechnikspezialist Jungheinrich hat 2012 ungeachtet der schwierigen Konjunktur das beste Jahr der Firmengeschichte hingelegt. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um fünf Prozent auf den Rekordwert von knapp 2,23 Milliarden Euro, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) legte von 146 Millionen Euro im Vorjahr auf die neue Bestmarke von 150 Millionen Euro zu. Nach Steuern blieb ein Rekordgewinn von 110 Millionen Euro nach 106 Millionen Euro im Vorjahr. Der Start in das laufende Jahr sei verhalten gewesen, erklärte das Unternehmen. Dennoch erwartet Jungheinrich Umsatz und Ergebnis für 2013 auf ähnlicher Höhe wie im Vorjahr. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Hannover Messe öffnet am 8. April
Hannover (dapd). Die Hannover Messe peilt in diesem Jahr erneut eine Rekordbeteiligung an. Erwartet werden rund 6.500 Aussteller, etwas mehr als 2011, wie das Vorstandsmitglied der Deutschen Messe AG, Jochen Köckler, am Dienstag in Hannover sagte. Die weltweit wichtigste Industriemesse beginnt am 8. April. Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr die IT-gestützte Weiterentwicklung der industriellen Produktion. Die Messe wird gemeinsam von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin eröffnet. Russland ist in diesem Jahr Partnerland der Messe. Rund 160 russische Aussteller präsentieren sich auf einer Ausstellungsfläche von 4.900 Quadratmetern. Das gesamte Messegelände ist 236.000 Quadratmeter groß. Köckler sagte, die Hannover Messe sei gerade aufgrund der aktuellen weltwirtschaftlichen Herausforderungen für die ausstellenden Unternehmen so wichtig. Sie müssten zügig auf Nachfrageschwankungen reagieren und globale Absatzmärkte erschließen. Dabei helfe die Informationstechnologie. Die Messe steht unter dem Leitthema „Integrated Industry“. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
