LTE-Ausbau stockt offenbar weiter

LTE-Ausbau stockt offenbar weiter Berlin (dapd). LTE soll schnelles Internet auch auf dem Land ermöglichen, doch der Ausbau des neuen Mobilfunkstandards stockt offenbar weiter. Deutsche Telekom, Vodafone und O2 müssten inzwischen bei der Bundesnetzagentur bis zu 22 Wochen auf die Bearbeitung der Anträge warten, sagte der Präsident des Branchenverbandes Bitkom, Dieter Kempf, am Mittwoch in Berlin. Dieser Zustand sei „untragbar“. Die Bundesnetzagentur hatte bereits im August Probleme eingeräumt. Die IT-Branche wird seitdem immer unruhiger. Offensive Beschwerden häufen sich. Jüngst bemängelte etwa ein anderer Verband, der VATM, mit Blick auf den Stau von 10.000 Einzelanträgen, die Behörde führe „die Breitbandstrategie der Bundesregierung ad absurdum“. Bitkom-Präsident Kempf mahnte nun: „Es kann doch nicht sein, dass der Aufbau einer Infrastruktur nur deshalb gebremst wird, weil die erforderlichen Genehmigungen nicht erteilt werden, weil dafür das Personal fehlt.“ Kempf fügte hinzu, es wäre möglicherweise besser gewesen, die Bundesnetzagentur hätte sich der Anträge erst gar nicht angenommen. „Da der Antragsstau absehbar war, hätte die Behörde über eine Privatisierung dieser Aufgaben nachdenken können“, sagte Kempf. Die Bonner Einrichtung hätte sich „in diesem Fall auf die Rolle der Aufsichtseinrichtung zurückziehen“ können. Bei der Bundesnetzagentur war am Mittwoch zunächst niemand für eine Reaktion zu erreichen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Ford plant Stellenabbau in Europa

Ford plant Stellenabbau in Europa Detroit (dapd). Der US-Autobauer Ford will sein defizitäres Europa-Geschäft neu organisieren und dabei auch mehrere hundert Stellen abbauen. Die betroffenen Angestellten in Deutschland, Großbritannien und anderen Ländern sollen eine Abfindung erhalten, wie das Unternehmen mit Sitz in Dearborn im US-Staat Michigan am Dienstag (Ortszeit) mitteilte. Es sei damit zu rechnen, dass etliche hundert Mitarbeiter freiwillig gingen, genaue Zahlen werde es aber frühestens in einigen Monaten geben. Von den Kürzungen seien auch befristete Arbeitsverhältnisse und einige ausgegliederte Dienstleistungen betroffen, hieß es weiter. Ford rechnet im Europageschäft laut einem im Sommer vorgestellten Finanzbericht angesichts „des zerbröckelnden Umfeldes“ im laufenden Jahr mit einem Verlust von mehr als einer Milliarde US-Dollar (etwa 773 Millionen Euro). Schon im zweiten Quartal musste der Konzern Einbußen von 404 Millionen Dollar (312,4 Millionen Euro) hinnehmen. Vor allem die europäische Finanzkrise hat dem Automobilsektor schwer zugesetzt. Der Absatz in der EU fiel in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres um sieben Prozent. Zudem machen Ford auch die günstigeren Importe aus Südkorea zu schaffen, nachdem Europa seine Einfuhrzölle für koreanische Fahrzeuge im vergangenen Jahr gesenkt hatte. Zusätzlich zum geplanten Abfindungsprogramm denkt Ford als weitere Kostenbremse über Werksschließungen nach. So hat das Unternehmen unlängst erklärt, dass die Schließungen, Neuverhandlungen von Tarifverträgen sowie tausendfachen Entlassungen in Nordamerika auch als Modell für Europa dienen könnten. Dabei hatte Ford erst Anfang September angekündigt, mit 15 neuen Modellen innerhalb der nächsten fünf Jahre neue Marktanteile in Europa gewinnen zu wollen. Gleichwohl sei Ford auf dem Kontinent nicht so profitabel aufgestellt, weil der Konzern stark auf kleinere, weniger gewinnträchtige Autos setze, sagte Finanzvorstand Bob Shanks. Zudem wies er die Analysten darauf hin, dass die Umstrukturierungen noch Zeit in Anspruch nehmen würden. „Die Erholung Europas wird kein Phänomen sein, das sich in zwei Quartalen abspielen wird“, sagte Shanks. © 2012 AP. All rights reserved (Wirtschaft/Wirtschaft)

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Schlechte Nachrichten aus Südeuropa schicken DAX auf Talfahrt

Schlechte Nachrichten aus Südeuropa schicken DAX auf Talfahrt Frankfurt/Main (dapd). Streiks in Griechenland und Demonstrationen in Spanien haben am Mittwoch an der Frankfurter Börse zum schwächsten Handelstag seit acht Wochen geführt. Der Leitindex DAX verlor 2,0 Prozent auf 7.277 Punkte. Der MDAX gab 1,9 Prozent nach und fiel auf 10.950 Punkte und somit unter die Marke von 11.000 Zählern. Der TecDAX büßte 1,6 Prozent auf 803 Punkte ein. Auch der Eurokurs ging auf Talfahrt. Der Wechselkurs der Gemeinschaftswährung rutschte zwischenzeitlich unter der Marke von 1,2850 Dollar, erholte sich nach Handelsschluss aber wieder auf 1,2860 Dollar. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,2845 Dollar festgesetzt. Auch die Kurse an der New Yorker Wall Street drehten angesichts der Vorgaben aus Europa ins Minus, allerdings fielen die Abschläge vergleichsweise milde aus: Der Dow-Jones-Index verlor 0,2 Prozent auf 13.430 Punkte. Der Nasdaq-Composite rutschte 0,8 Prozent ins Minus und pendelte bei 3.092 Zählern. Die DAX-Werte lagen bis auf drei Ausnahmen im Minus, vor allem die Bankwerte verloren. Die Aktien der Deutschen Bank verloren 6,5 Prozent auf 30,67 Euro. Dahinter folgten Commerzbank mit einem Minus von 5,7 Prozent auf 1,42 Euro. Volkswagen verloren 3,8 Prozent auf 146,40 Euro. 2,2 Prozent im Plus bei 56,54 Euro lagen dagegen Fresenius Medical Care. Merck gewannen 0,6 Prozent auf 95,03 Euro. Fresenius SE legten 0,4 Prozent auf 89,48 Euro zu. Im MDAX lagen die Aktien von TAG-Immobilien mit 0,6 Prozent im Plus. Sie gingen mit 8,22 Euro aus dem Handel. Schlusslicht waren die Papiere der Aareal Bank, die 5,9 Prozent auf 15,83 Euro verloren. Im TecDAX waren Solarworld mit einem Plus von 10,4 Prozent auf 1,49 Euro der Spitzenreiter. Am Ende der Liste rangierten Kontron mit einem Minus von 6,7 Prozent auf 3,45 Euro. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Deutsche Maschinenbauer hoffen auf Zukunftsmarkt Carbonfaser

Deutsche Maschinenbauer hoffen auf Zukunftsmarkt Carbonfaser Düsseldorf (dapd). Carbonfasern gelten als Werkstoff der Zukunft. Nicht nur Flugzeugbauer und Autohersteller setzen große Hoffnungen in das ultraleichte Material. Auch der deutsche Anlagen- und Maschinenbau hofft, sich dank der schwierig zu beherrschenden Technik von Konkurrenten in China, Japan oder den USA abheben zu können. Die heimischen Hersteller seien mit ihrem umfassenden Know-how wie kein anderer dafür prädestiniert, die nach wie vor bestehenden Probleme beim großindustriellen Einsatz von Carbonfasern zu lösen, sagte Frank Peters vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Mittwoch in Düsseldorf. Nach einer von VDMA und der Strategieberatung Roland Berger gemeinsam erarbeiteten Studie wird die weltweite Produktion von Carbon-Bauteilen bis 2020 jährlich um 17 Prozent wachsen. Die Produktionskosten sollen bis zum Ende des Jahrzehnts um etwa 30 Prozent sinken. Carbon-Bauteile werden schon heute in großem Umfang in der Flugzeugindustrie eingesetzt und finden vermehrt auch im Automobilbau und bei Windrädern Verwendung. Ihr Vorteil: Sie sind bei gleicher Belastbarkeit nur halb so schwer wie Stahl und helfen dadurch sowohl in Flugzeugen als auch in Autos, Gewicht und Energie zu sparen. Allerdings setzen der hohe Herstellungspreis und die schwierige Fertigung dem Einsatz bislang noch Grenzen. Doch könnte sich dies in den nächsten Jahren und Jahrzehnten schrittweise ändern. Für Ralph Lässig von Roland Berger steht fest, dass der Zukunftsmarkt Carbon heute verteilt wird. Nur wer sich jetzt das notwendige Wissen erarbeite, werde morgen ganz vorn dabei sein, wenn die Technik im großen Maßstab eingesetzt werde. Das Problem: Bei der Herstellung der Verbundteile kommen Techniken aus ganz unterschiedlichen Bereichen des Maschinenbaus zum Einsatz. Gefragt ist Know-how aus dem Kunststoffmaschinenbau und der Textiltechnik, benötigt werden Werkzeug- und Prüftechnik sowie Automatisierungslösungen. „Keiner weiß alles“, betonte Lässig. Notwendig sei deshalb eine Vernetzung der Unternehmen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Glashütte Original will Luxusuhrenproduktion ausweiten

Glashütte Original will Luxusuhrenproduktion ausweiten Glashütte (dapd). Der sächsische Uhrenhersteller Glashütte Original will seine Luxusuhrenproduktion ausweiten. Da die Firma aus dem Erzgebirge den großen weltweiten Bedarf an ihren Luxusuhren nicht mehr ausreichend decken könne, habe sie zusätzliche Produktionsflächen geschaffen, sagte Geschäftsführer Günter Wiegand am Mittwoch bei der Einweihung einer neuen Produktionshalle in Glashütte. Die Zahl der Beschäftigten soll von jetzt 440 bis 2013 auf 510 steigen. In den nächsten Jahren solle sich die Fertigungszahl verdoppeln, kündigte Yann Gamard an, zweiter Geschäftsführer und Mitglied der erweiteren Konzernleitung der Schweizer Swatch Group. Derzeit produziert Glashütte Original nach eigenen Angaben etwa 10.000 Uhren pro Jahr. Die Preise reichen von 4.000 bis 325.000 Euro. Zunehmend gefragt sind die Luxusartikel aus dem Osten Deutschlands nach seinen Angaben vor allem in China, Nordamerika und dem Nahen Osten. Der Konzern rechne damit, dass die Zahl der Aufträge noch weiter steige. Er sprach auch von einer exklusiven Marke, die der deutschen Uhrenindustrie weltweite Anerkennung verschaffe. Die Finanzkrise kann die Kauflaune der Liebhaber von Luxusuhren offenbar nicht trüben. In Glashütte heißt es, die Uhren würden von vielen Käufern auch als sichere Wertanlage gesehen. Gamard sagte, wertvolle Geschenke würden immer gemacht. „Wichtig ist in der Krise, dass das Preis-Leistungsverhältnis stimmt.“ Wiegand sagte, mit der Erweiterung beginne für Glashütte Original eine neue Ära. Wie es hieß, steigt auch die Zahl der Beschäftigten. In den vergangenen Monaten sind nach Firmenangaben bereits 50 neue Mitarbeiter eingestellt worden, vor allem Uhrmacher und Uhrmachermeister. Wenige Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung hatte die Firma die Produktion von Gebrauchsuhren um Luxusuhren erweitert. Seit 2000 ist Glashütte Original Mitglied der Swatch Group. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Absatzkrise lässt Fahrzeughersteller kürzertreten

Absatzkrise lässt Fahrzeughersteller kürzertreten Köln/Stuttgart (dapd). Die hiesigen Autokonzerne bekommen die Absatzkrise in Westeuropa immer mehr zu spüren. Der weltgrößte Lkw-Hersteller Daimler kündigte am Mittwoch für den Standort Wörth verkürzte Arbeitszeiten im Oktober an. Dem Vernehmen nach will der Konzern auch in der Pkw-Sparte im Stammwerk Sindelfingen die Produktion drosseln. Der angeschlagene Autohersteller Opel legt in dieser Woche im Bochumer Werk eine Produktionspause ein. Der US-amerikanische Autohersteller Ford verkündete in der Nacht für Beschäftigte in Deutschland und Europa ein Abfindungsprogramm. Ziel ist es, sich auf freiwilliger Basis von Hunderten Mitarbeitern zu trennen. Wegen einer schwächeren Lkw-Nachfrage sollen die Bänder in Daimlers größtem Lkw-Werk in Wörth im Oktober an jedem Freitag stillstehen, wie eine Sprecherin sagte. „Wir fahren bei der Produktion derzeit auf Sicht.“ Dies gelte aber nur für die Nutzfahrzeug-Produktion des Konzerns. Allerdings scheint es auch bei den Pkw nicht viel besser auszusehen. Der Autohersteller und der Betriebsrat streiten sich um die Schichten in Sindelfingen, wo die wichtigen Modelle der C-, E- und S-Klasse produziert werden. Bislang wurde keine Regelung für die Schichten im vierten Quartal gefunden. Hintergrund ist offenbar eine geplante Produktionsanpassung. Dem Vernehmen nach will Daimler etwa bei der S-Klasse-Fertigung von einem Zweischicht- auf ein Einschichtmodell umsteigen. Der Konzern bestätigt das bislang nicht. Ein Sprecher sagte, das Unternehmen schaue sich generell an, wie die Nachfrage bei einzelnen Baureihen sei. Bei der S-Klasse sei derzeit das Ende des Lebenszyklus zu spüren. Daimler wird als erster Premiumhersteller von Krise erfasst Daimler ist damit der erste Premiumhersteller, den die Absatzkrise erreicht. Bislang mussten vor allem die auf den europäischen Markt ausgerichteten Hersteller wie Fiat, Opel oder Peugeot massive Verluste hinnehmen. Die Staatsschuldenkrise in den südeuropäischen Ländern sorgt auch dafür, dass weniger Autos gekauft werden. Die deutsche Traditionsmarke Opel verliert bereits seit Jahren Marktanteile und fährt horrende Verluste ein. Seit kurzem gibt es an den Standorten Rüsselsheim und Kaiserslautern Kurzarbeit, außerdem streicht Opel einzelne Schichten, zum Beispiel in Eisenach. Ein Sprecher bestätigte jetzt der Nachrichtenagentur dapd, dass im Bochumer Werk in dieser Woche nicht mehr gearbeitet wird. „Wir legen eine Produktionspause ein“, sagte er. Das Werk sei in einen Produktionszyklus eingepasst, sagte er zur Begründung. „Wenn woanders kurzgearbeitet wird, kann das auch Auswirkungen auf das Werk haben.“ Am Montag soll die Produktion wieder aufgenommen werden. Ford rechnet im Europageschäft im laufenden Jahr mit einem Verlust von mehr als einer Milliarde US-Dollar und will zunächst über eine freiwillige Regelung Stellen abbauen. Der Konzern kündigte ein Abfindungsprogramm für die Mitarbeiter in Deutschland und Europa an. Ziel ist es, sich auf die Weise von mehreren Hundert Mitarbeitern zu trennen. Zudem wolle man bei Leiharbeitern sparen. Ford passt ständig die Produktion an Auch bei der Produktion reagiert das Unternehmen. „Wir schauen permanent, wie die Nachfrage ist und justieren entsprechend unsere Produktion“, sagte ein Sprecher von Ford Europa am Mittwoch der Nachrichtenagentur dapd. „Das ist sehr dynamisch.“ Trend in der gesamten Industrie sei im Moment eine Justierung nach unten, räumte der Sprecher ein. Mit geschätzten 11,6 Millionen Pkw-Verkäufen erwartet das Duisburg-Essener CAR-Center Automotive Research im Jahr 2013 das schlechteste Verkaufsjahr in Westeuropa seit 1993. Und auch in den asiatischen Wachstumsmärkten gehen die Verkaufszahlen bei weitem nicht mehr so rasant nach oben, wie in den vergangenen Jahren. Erholung verspricht eine PwC-Studie. Mit einem Rückgang um rund 900.000 Einheiten dürfte die Automobilproduktion in Europa im Jahr 2012 die Talsohle erreichen, erwarten die PwC-Experten laut der am Mittwoch präsentierten Prognose. Bis 2014 wird die Produktion in Europas Automobilfabriken demnach voraussichtlich wieder um knapp zwei Millionen auf rund 17,4 Millionen Pkw und Transporter steigen – vorausgesetzt die Schuldenkrise verschlimmert sich nicht. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Bund stellt Geld für Hauptstadtflughafen in Nachtragshaushalt ein

Bund stellt Geld für Hauptstadtflughafen in Nachtragshaushalt ein Berlin (dapd). Der neue Hauptstadtflughafen in Schönefeld profitiert von dem am Mittwoch vom Bundeskabinett verabschiedeten Nachtragshaushalt für 2012. Der Aufsichtsrat müsse jedoch zunächst „Finanzierungsklarheit“ schaffen, sagte ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums. Die Etatplanung sieht für den Flughafen Verpflichtungserklärungen in Höhe von 312 Millionen Euro vor. Damit sorgt der Bund für die zusätzlichen Kosten vor, die durch die mehrmalige Verschiebung des Eröffnungstermins entstehen. Das Geld soll jedoch erst nächstes Jahr ausgegeben werden. Der Bund nehme damit seine Verpflichtung als Gesellschafter des Flughafens wahr, hieß es. Wenn die Kosten 2013 anfallen, sei zusätzlich ein parlamentarisches Verfahren notwendig. Die Eröffnung des Hauptstadtflughafens wurde wegen Mängeln in der Bauplanung bereits dreimal verschoben. Insgesamt kostet der Airport 1,2 Milliarden Euro mehr als zuletzt geplant, wovon je 444 Millionen Euro auf Berlin und Brandenburg, der Rest auf den Bund entfallen. Die Inbetriebnahme des Airports ist nun für 27. Oktober 2013 vorgesehen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Allianz und Volkswagen bündeln Kräfte in Versicherung für VW-Kunden

Allianz und Volkswagen bündeln Kräfte in Versicherung für VW-Kunden Frankfurt/Main (dapd). Der größte deutsche Autohersteller und die größte deutsche Versicherung bieten ab April eine gemeinsame Autoversicherung an. Dazu gründen die Volkswagen Financial Services AG und die Versicherung Allianz ein Gemeinschaftsunternehmen, wie beide Konzerne am Mittwoch in Frankfurt am Main bekanntgaben. Das Joint-Venture soll unter dem Namen „Volkswagen Autoversicherung AG“ und mit Sitz in Braunschweig maßgeschneiderte und preisgünstige Versicherungen für Autos aus dem VW-Konzern verkaufen. „Die geplante Gründung der neuen Gesellschaft ist für uns ein entscheidender Schritt auf unserem Weg als Erstversicherer in der Kfz-Versicherung“, sagte Frank Witter, Vorstandschef von Volkswagen Financial Services. Die Allianz erhofft sich von dem Joint Venture einen deutlichen Sprung bei Wachstum und Profitabilität. An dem geplanten Autoversicherungs-Joint-Venture soll die Allianz 49 Prozent der Kapitalanteile halten. Der Rest liegt bei Volkswagen Financial Services. Die Stimmrechte sind demnach umgekehrt aufgeteilt, die Allianz bekommt 51 Prozent. Die Verträge für das Gemeinschaftsunternehmen müssten allerdings noch unterzeichnet werden, hieß es in der Mitteilung. Außerdem stehe die Genehmigung, unter anderem durch die Finanzaufsicht BaFin und die Kartellbehörden, noch aus. Das geplante Gemeinschaftsunternehmen solle die Grundlage für ein entsprechendes weltweites Engagement legen, teilten beide Partner weiter mit. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Immer mehr Länder wollen Bausparen wie in Deutschland

Immer mehr Länder wollen Bausparen wie in Deutschland Schwäbisch Hall (dapd). Bausparen nach deutschem Vorbild entwickelt sich nach der Finanzkrise 2008/09 offenbar zum Exportschlager. „Wir registrieren ein größeres Interesse anderer Länder am Bausparsystem“, sagte ein Sprecher der Bausparkasse Schwäbisch Hall am Mittwoch der Nachrichtenagentur dapd. Als Grund dafür nannte er, dass Bausparen weitgehend unabhängig vom Kapitalmarkt und damit deutlich weniger krisenanfällig sei. So hat das Unternehmen jetzt bei einer Delegationsreise mit Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) in die Volksrepublik Vietnam eine Absichtserklärung zur dortigen Wohnungsbauförderung unterzeichnet. Eine Expertenkommission soll demnach prüfen, ob das Bausparen nach deutschem Vorbild geeignet ist, in Vietnam Bürgern mit niedrigerem und mittlerem Einkommen beim Hausbau zu helfen. Gespräche gebe es darüber hinaus mit Russland, den Niederlanden und Chile, sagte der Sprecher. Diese stünden aber noch ganz am Anfang. Grundsätzlich müssten in allen Ländern erst bestimmte Voraussetzungen geschaffen werden. So brauche es einen gesetzlichen Rahmen wie das deutsche Bausparkassengesetz. Zudem sei eine staatlich garantierte Förderung nötig. Deutschlands größte private Bausparkasse ist bereits in Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Rumänien und China aktiv und hat im Ausland über drei Millionen Kunden. Auch im Inland gilt das Bausparen als Gewinner der Krise. Nach Angaben des Verbandes der Privaten Bausparkassen hatten die Verbraucher danach ein gesteigertes Sicherheitsbedürfnis und greifen eher zum Bausparvertrag. Der Schwäbisch-Hall-Konkurrent Wüstenrot & Württembergische verzeichnete 2011 beispielsweise ein Rekordergebnis beim Bausparen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Hanergy Holding Group übernimmt Q-Cells-Tochter Solibro

Hanergy Holding Group übernimmt Q-Cells-Tochter Solibro Thalheim (dapd). Der chinesische Energiekonzern Hanergy Holding Group ist neuer Eigentümer des Photovoltaikunternehmens Solibro GmbH aus Bitterfeld-Wolfen. Der Insolvenzverwalter der Q-Cells Gruppe übertrug den Betrieb in Sachsen-Anhalt am Mittwoch an Hanergy, wie ein Sprecher von Q-Cells mitteilte. Alle knapp 400 Arbeitsplätze der Q-Cells-Tochterfirma sollen erhalten bleiben. Hanergy übernimmt sowohl den Produktionsstandort im Bitterfeld-Wolfener Ortsteil Thalheim als auch das Forschungs- und Entwicklungszentrum im schwedischen Uppsala. Mit der Übernahme will das Unternehmen in die als zukunftsweisend geltende Dünnschichttechnologie CIGS investieren und langfristig ein weltweit führender Hersteller von Dünnschicht-Solarmodulen werden. Schorisch: Wichtiger Schritt zum Erhalt des Solarstandortes Nach dem Verkauf des Q-Cells Geschäftsbetriebs an die südkoreanische Hanwha-Gruppe vor gut vier Wochen ist dies nun ein zweiter großer Bestandteil des Solarstandortes Bitterfeld-Wolfen, der erhalten bleibt. „Die Übernahme von Solibro durch Hanergy ist ein wichtiger Schritt zum Erhalt des ‚Solar Valley Thalheim'“, sagte Insolvenzverwalter Henning Schorisch. Dass Hanergy alle Arbeitsplätze erhalten will, zeige, dass nicht nur das technologische Know-how der hiesigen Unternehmen, sondern auch deren Produktions-Ressourcen und Innovationskraft für ausländische Investoren attraktiv seien, betonte Schorisch. Der Kaufvertrag war bereits am 25. Juni unterzeichnet worden. Die Vertragsparteien mussten jedoch noch die vertraglich vereinbarten Bedingungen für die Übertragung umsetzen. Die Solibro GmbH ist auf die Produktion von Dünnschichtsolarmodulen spezialisiert. Die Hanergy Holding Group ist nach eigenen Angaben das größte nicht-staatliche Unternehmen Chinas im Bereich erneuerbare Energien. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)