SAP hat fast alle Genehmigungen für Ariba-Übernahme

SAP hat fast alle Genehmigungen für Ariba-Übernahme Walldorf (dapd). Dem Software-Konzern SAP fehlt nur noch eine Genehmigung für den milliardenschweren Kauf des Cloud-Anbieters Ariba. Die Kartellbehörde in Großbritannien habe der Übernahme zugestimmt, teilte SAP am Freitag in Walldorf mit. Damit fehle als letzte ausstehende regulatorische Voraussetzung die Zustimmung der US-amerikanischen Kartellbehörde. SAP erwartet den Abschluss des Kaufs im vierten Quartal. Ariba ist ein Anbieter von Online-Handelsnetzwerken. Durch den Kauf will SAP „zum führenden Unternehmen im schnell wachsenden Segment Cloud-basierter Geschäftsnetzwerke“ werden, wie der Vorstandsvorsitzende Jim Hagemann Snabe im Mai auf der SAP-Hauptversammlung gesagt hatte. Der DAX-Konzern muss für Ariba mehr als drei Milliarden Euro auf den Tisch legen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Krise greift auf Premiumhersteller über

Krise greift auf Premiumhersteller über Neckarsulm (dapd). Die Absatzkrise in Westeuropa reißt zunehmend die Premiumhersteller mit. Sie zwingt jetzt auch Audi zum Produktionsstopp. Im Werk in Neckarsulm, in dem unter anderem der A6 und der A8 produziert werden, sollen in der ersten Oktoberwoche die Bänder stillstehen, wie eine Audi-Sprecherin am Freitag sagte. Damit bestätigte sie einen Bericht des Südwestrundfunks. Stefan Bratzel, Automarktexperte der Fachhochschule Bergisch Gladbach, sagte der Nachrichtenagentur dapd, die Situation in der europäischen Automobilindustrie sei ernst. „Völlig immun sind auch die Premiumhersteller nicht.“ Die Audi-Sprecherin bezeichnet die Produktionspause als ganz normalen Vorgang. Es handle sich um eine „vorausschauende Fahrweise“. Das Unternehmen nutze den Feiertag am 3. Oktober, zu dem ohnehin viele Beschäftigte freinehmen würden. Audi halte für 2012 nach wie vor an seinem Rekordabsatzziel von 1,4 Millionen verkauften Einheiten fest. „Bei der Prognose ist berücksichtigt, dass die Gesamtnachfrage vor allem in Südeuropa nachlässt“, sagte die Sprecherin. Bislang legen nur Massenhersteller wie Ford oder Opel Produktionspausen ein. Beide stecken ebenso wie Renault, Peugeot Citroën oder Fiat tief in der Krise und fahren horrende Verluste ein. Ford verkündete in dieser Woche für Beschäftigte in Deutschland und Europa ein Abfindungsprogramm. Ziel ist es, sich auf freiwilliger Basis von Hunderten Mitarbeitern zu trennen. Opel hat an den Standorten Rüsselsheim und Kaiserslautern Kurzarbeit eingeführt, in dieser Woche haben in Eisenach die Bänder stillgestanden. Automanager sehen schwarz Zum Auftakt des Pariser Autosalons am Donnerstag malten entsprechend fast alle Top-Manager schwarz. Der Konzernchef von Peugeot Citroën, Philippe Varin, rechnet damit, dass neben Peugeot auch andere Firmen Werke schließen müssen. Der Daimler-Vorstandsvorsitzende Dieter Zetsche stimmte sein Unternehmen auf Sparmaßnahmen ein: „Wir werden keinen Teil dieser Firma von der Suche nach mehr Effizienz ausnehmen“, sagte er. Mercedes-Benz will im Stammwerk Sindelfingen vom Zweischicht- auf Einschichtbetrieb umstellen. Das hat allerdings nicht nur mit der Krise, sondern vor allem mit dem Auslaufen des aktuellen S-Klasse-Modells zu tun. Im kommenden Jahr will die Marke mit dem Stern dann das neue Modell vorstellen. Unternehmen und Betriebsrat streiten sich noch wegen der Umstellung. Der Betriebsrat fürchtet, dass den Arbeitern Geld entgeht. Zudem werden voraussichtlich Leiharbeiter das Werk verlassen müssen. Volkswagen profitiert bislang von der Schwäche der vom europäischen Markt abhängigen Hersteller und gewinnt Marktanteile. „Ob es für alle möglich sein wird, ohne Hilfe des Staates über die Runden zu kommen, ist fraglich“, sagte VW-Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch am Rand der Automesse in Paris. Er schloss nicht aus, dass die europäische Absatzkrise noch schlimmer wird. Von BMW ist bislang von Krise noch keine Rede. Der Vertriebsvorstand Ian Robertson sagte, die Sorgen der Autoindustrie in Europa verstellten den Blick auf den Rest der Erde, wo der Absatz gut laufe: „Die Welt erscheint düster, aber sie ist es nicht“, sagte er. Bratzel: Hersteller haben aus Krise 2008/09 gelernt Experte Bratzel ist aber überzeugt: „Natürlich wird auch bei BMW die Situation sehr genau beobachtet.“ Wie ernst die Situation in der gesamten Branche ist, ließe sich vor allem am enormen Druck bei den Händlern beobachten. „Es gibt keinen Auftragsbestand, die leben quasi von der Hand in den Mund“, sagte er. Immerhin hätten die Hersteller aus der Krise 2008/09 gelernt, vor allem Daimler. Die Stuttgarter hätten Situation damals völlig unterschätzt und viel zu spät reagiert. „Ich gehe davon aus, dass man der Krise jetzt sehr viel sensibler begegnet“, sagte er. Dazu gehört beispielsweise, dass die Hersteller Überkapazitäten vermeiden beziehungsweise abbauen. Ganz so schlimm wie 2008/09 sieht es nach Einschätzung Bratzels derzeit noch nicht aus. „Es ist die große Frage, ob es zu einer globalen Krise wird“, sagte er und fügte hinzu: „Das sehe ich noch nicht so.“ Insbesondere die Premiumhersteller würden in China, USA und weiteren Märkten nach wie vor gut verkaufen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Werbung
Werbebanner „Verbände Dialog Gütersloh“ mit Gruppe von Menschen und bunten Sprechblasen – Einladung „Sei dabei!“ am 25.–26. Juni 2026 im Kultur- und Kongresszentrum Gütersloh (kultur-raeume-gt.de).

Daimler und Renault-Nissan schließen Fusion aus

Daimler und Renault-Nissan schließen Fusion aus Paris (dapd). Trotz der guten Zusammenarbeit schließen die Autokonzerne Daimler und Renault-Nissan eine Fusion aus. „Du kannst glücklich sein mit einem Flirt, aber nicht mit einer Hochzeit“, sagte der Präsident der französisch-japanischen Allianz, Carlos Ghosn, am Freitag auf der Automesse in Paris. Derzeit gebe es keinen Grund für solche Schritte. Der Erfolg der Kooperation liege eben in der Unabhängigkeit beider Konzerne. Daimler und Renault-Nissan zeigten sich mit der seit 2010 laufenden Zusammenarbeit sehr zufrieden. „Wir rechnen das nicht genau auf den Cent aus, aber wir profitieren beide deutlich von der Kooperation“, sagte der Daimler-Vorstandsvorsitzende Dieter Zetsche. Mit dem Stadtlieferwagen Mercedes Citan, der auf dem Renault Kangoo basiert, sei jetzt ein erstes Ergebnis der Kooperation auf den Markt gekommen. „Und das zu einem sehr wettbewerbsfähigen Preis“, erklärte Zetsche. Derzeit läuft die gemeinsame Entwicklung der nächsten Kleinstwagen-Generation des Smart und des Renault Twingo, die der ursprüngliche Anlass für die Zusammenarbeit war. Im Jahr 2014 soll das Ergebnis zu den Händlern rollen. Alle festgelegten Projekte seien somit entweder bereits umgesetzt oder lägen im Plan, erklärten die beiden Unternehmenschefs. Zetsche kündigte zugleich an: „Wir haben noch mehr Ideen, die Carlos- und Dieter-Show wird weitergehen.“ So gewährt Daimler Nissan die Lizenz, bei der Tochterfirma Jatco in Mexiko Automatikgetriebe für Modelle von Nissan und Infiniti zu fertigen. Die Unternehmen führen zudem Gespräche über die Entwicklung von Brennstoffzellen-Antrieben und ein unternehmensübergreifendes Lieferprogramm für Batterie- und Antriebskomponenten. „Alle Projekte brauchen ihre Zeit“, sagte Zetsche. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

IG Metall verstärkt den Kampf gegen Leiharbeit

IG Metall verstärkt den Kampf gegen Leiharbeit Berlin (dapd). Die IG Metall hat von Wirtschaft und Politik die Eindämmung von Leiharbeit, befristeten und prekären Arbeitsverhältnissen verlangt. Der Zweite Vorsitzende der Gewerkschaft, Detlef Wetzel, nannte am Freitag die derzeitige Situation einen arbeitsmarktpolitischen Irrweg. Eine Umfrage unter Betriebsratsvorsitzenden ergab darüber hinaus, dass unternehmerische Risiken immer häufiger auf die Beschäftigten abgewälzt werden. Wetzel sagte einen Kollaps des Rentensystems voraus, falls sich der Niedriglohnsektor in der bisherigen Dynamik ausdehne. Vielmehr seien angesichts des anstehenden Fachkräftemangels ein neues Leitbild von guter Arbeit und eine Qualifizierungsoffensive unabdingbar. Mit Billiger-Strategien werde Deutschland im Innovationswettbewerb keine Chance haben, sagte er. Er forderte ein Verbandsklagerecht und die Stärkung individueller Beschwerderechte. Eine Untersuchung des Arbeitsmarktspezialisten der Universität Duisburg-Essen, Gerhard Bosch, ergab, dass Niedriglöhne und atypische Beschäftigung kein Sprungbrett in reguläre Arbeit seien. Die Chancen auf besser bezahlte Tätigkeiten seien in den letzten 15 Jahren zurückgegangen. Vielmehr ergäben sich aus solchen prekären Beschäftigungsverhältnissen hohe soziale Kosten für Steuer- und Beitragszahler. Für Aufstocker hätten sie 2010 11,5 Milliarden Euro zahlen müssen; darüber hinaus hätten solche Arbeitsverhältnisse gravierende Auswirkungen auf die Alterssicherung. Bosch verlangte eine Rückkehr zu eigenständiger Existenzsicherung und der „Mitfinanzierung des Gemeinwesens über Beiträge und Steuern“. Nach einer aktuellen Umfrage der IG Metall unter Betriebsratsvorsitzenden werden unternehmerische Risiken individuell auf die Beschäftigten abgewälzt oder per Werkvertrag gleich komplett outgesourct. Es gebe „in vielen Betrieben keine leiharbeitsfreie Zone mehr“, erklärte die IG Metall. Selbst im Bereich von Forschung und Entwicklung setzten 16 Prozent der Betriebe auf Leiharbeit. Elf Prozent der Leihbeschäftigten arbeiten länger als zwei Jahre im gleichen Betrieb. Als weitere atypische Beschäftigungsform werden befristete Arbeitsverhältnisse genutzt, knapp die Hälfte der Befristungen läuft länger als zwölf Monate, zeigt die Betriebsrätebefragung. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Stiftung Warentest lobt iPhone 5 trotz mäßigen Akkus

Stiftung Warentest lobt iPhone 5 trotz mäßigen Akkus Berlin (dapd). Das neue Handy von Apple hat die Stiftung Warentest in einem Schnelltest weitgehend überzeugt. Das iPhone 5 sei „eines der besten Smartphones“, das die Tester bisher geprüft hätten, erklärte die Stiftung am Freitag in Berlin. Besonders gelobt wurden der Bildschirm und die Kamera. Auch das schnelle Surfen mit LTE-Verbindung beeindruckte die Tester. Sie schränkten jedoch ein, dass die Verbindungsgeschwindigkeit in der Praxis stark davon abhänge, wie gut das Netz vor Ort ausgebaut sei. In Deutschland funktioniert die LTE-Verbindung des iPhone 5 nur im Mobilfunknetz der Telekom, da sie allein die für das Handy passende Frequenz anbietet. Andere Geräte beispielsweise von HTC beherrschten weitere Frequenzen, heißt es im Testbericht. Die Kartenfunktion, die Apple mit seinem neuen Betriebssystem iOS 6 einführte, wirke dagegen noch nicht recht ausgereift. Auch die Akkulaufzeit sei „ziemlich mittelmäßig“: Beim Dauersurfen per UMTS hielt das iPhone 5 etwa zweieinhalb Stunden durch, eine Stunde weniger als der Vorgänger und nur halb so lange wie das Galaxy S3 von Konkurrent Samsung. (Testbericht im Internet: http://url.dapd.de/DqC5b1 ) dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Bayer glänzt mit neuentwickelten Medikamenten

Bayer glänzt mit neuentwickelten Medikamenten Leverkusen (dapd). Der Pharmakonzern Bayer macht deutliche Fortschritte bei der Markteinführung einiger seiner wichtigsten neuen Medikamente. Die US-Gesundheitsbehörde FDA erteilte dem Krebsmedikament Stivarga die Zulassung zur Behandlung von metastasiertem Darmkrebs. Gleichzeitig erhielt der Konzern in Japan grünes Licht für die Einführung seines neuen Augenmedikaments Eylea zur Behandlung von Patienten mit feuchter altersbedingter Makula-Degeneration (AMD), wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Beide Medikamente gehören zu den großen Hoffnungsträgern in der Bayer-Forschungspipeline. Das Unternehmen traut ihnen jeweils ein Spitzenumsatzpotenzial von mehr als einer Milliarde Euro pro Jahr zu. Die Zulassung von Stivarga zur Behandlung von metastasiertem Darmkrebs auf dem größten Pharmamarkt der Welt sei ein „wichtiger Meilenstein“ für das Unternehmen, sagte Bayer-Manager Jörg Reinhardt. „Denn es ist die erste Zulassung für dieses innovative Krebsmedikament auf einem Gebiet mit hohem medizinischen Bedarf.“ In einer großangelegten Studie hatte Stivarga Bayer zufolge bei Darmkrebspatienten, die auf die herkömmliche Therapie nicht ansprachen, eine signifikante Verlängerung der Überlebenszeit bewirkt. Darmkrebs ist weltweit die vierthäufigste Krebsart. Pro Jahr erkranken daran mehr als eine Million Menschen. Rund die Hälfte der Betroffenen stirbt daran. Stivarga kann nun in den USA zur Behandlung von Patienten eingesetzt werden, bei denen die derzeit verfügbaren Therapien versagt haben. Der in dem Medikament enthaltene Wirkstoff Regorafenib hemmt die Wirkung verschiedener Enzyme innerhalb der Signalwege der Zelle, die beim Wachstum und der Ausbreitung von Tumoren eine Rolle spielen. Das Augenmedikament Eylea (Wirkstoff: Aflibercept) war bereits im November 2011 in den USA zur Behandlung der altersbedingten Makula-Degeneration zugelassen worden. AMD ist eine der häufigsten Ursachen von Erblindung bei Menschen über 65 Jahren. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Hochtief baut Warschauer Flughafen um

Hochtief baut Warschauer Flughafen um Essen (dapd). Deutschlands größter Baukonzern Hochtief baut den Flughafen Warschau um. Die Modernisierung des Passagierterminals T1 des Chopin-Flughafens soll bis Ende 2014 abgeschlossen sein. Den Nettoprojektwert des Auftrags bezifferte das Unternehmen am Freitag auf 77,7 Millionen Euro. Teil der Arbeiten sind die Lieferung eines Gepäckabfertigungssystems und die Errichtung eines 60 Meter langen Tunnels zwischen dem Terminal und dem Bahnhof. Auftraggeber ist der dem polnische Staat gehörende Flughafenbetreiber PP Porty Lotnicze. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Schlecker Spanien ist verkauft

Schlecker Spanien ist verkauft Ehingen (dapd). Für die ertragreichste Tochter des einstigen Schlecker-Imperiums ist ein Käufer gefunden worden: Das Einzelhandelsunternehmen Distribuidora Internacional de Alimentación (DIA) übernimmt die etwa 4.000 Mitarbeiter und alle 1.167 Standorte der Drogeriekette in Spanien und Portugal, wie Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz am Freitag mitteilte. Zum Verkaufspreis machte er keine Angaben. Spanischen Medien zufolge zahlt DIA 70,5 Millionen Euro. Dem Geschäft muss noch die europäische Wettbewerbskommission zustimmen. Schlecker Spanien ist die erfolgreichste Auslandsgesellschaft des Konzerns und erwirtschaftete 2011 einen Nettoumsatz von 320 Millionen Euro. Das Tochterunternehmen war von der Insolvenz der deutschen Mutter nicht betroffen. Zuvor hatte Geiwitz bereits die anderen Auslandstöchter veräußert. Schlecker besaß unter anderem Gesellschaften in Tschechien und Frankreich. Schlecker Österreich ging im Juli an die Wiener Restrukturierungsgesellschaft TAP 09. Diese will Schlecker unter dem Namen „daily“ weiterführen und den 4.600 Mitarbeitern eine Weiterbeschäftigung anbieten. Schlecker-Imperium in viele Teile zerfallen Damit ist das Imperium des einstigen Drogeriekönigs so gut wie zerschlagen. Ein Großteil der bundesweit 342 Filialen von Schlecker XL und 490 Filialen von Ihr Platz wurde bereits in Paketen verkauft. So übernahm das Textilhandelsunternehmen NKD insgesamt 80 Märkte, Kik, Tedi und Woolworth griffen bei 45 Läden zu. 213 Ihr-Platz-Märkte verkaufte der Insolvenzverwalter an die Drogeriekette Rossmann und die österreichische MTH Retailgroup. Die Versandapotheke Vitalsana führen ehemalige Schlecker-Manager zusammen mit Vitalsana-Führungskräften inzwischen in Eigenregie weiter. Für den Onlineshop fand sich dagegen kein Käufer. Zum Verkauf stehen jetzt noch einzelne Immobilien, darunter die Firmenzentrale in Ehingen. Jeder Verkauf zählt, da die Erlöse in die Insolvenzmasse eingebracht und zur Auszahlung der Gläubiger genutzt werden. Allerdings wird für sie nicht allzu viel zu holen sein, wie Geiwitz Anfang September sagte. „Viel Geld werden sie nicht bekommen. Es ist für viele Gläubiger sicher eine Enttäuschung, aber mehr ist nicht drin“, sagte er der „Wirtschaftswoche“. Inzwischen zeigte er die drohende Masseunzulänglichkeit an, weil die Vermittlungsquote der ehemaligen 25.000 Angestellten so gering ist, dass die Ansprüche der Bundesagentur für Arbeit an die Insolvenzmasse voraussichtlich einen dreistelligen Millionenbetrag erreichen. Schlecker hatte am 23. Januar offiziell Insolvenz beim Amtsgericht Ulm angemeldet. Die Beschäftigten wurden in zwei Tranchen entlassen, nachdem sich kein Investor fand. Tausende gekündigte Mitarbeiter zogen gegen ihre Entlassung vor das Arbeitsgericht. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Auch Audi lässt Bänder stillstehen

Auch Audi lässt Bänder stillstehen Neckarsulm (dapd). Die Absatzkrise in Westeuropa zwingt jetzt auch den Autohersteller Audi zum Produktionsstopp. Im Werk in Neckarsulm, in dem unter anderem der A6 und der A8 produziert werden, sollen in der ersten Oktoberwoche die Bänder stillstehen, wie eine Audi-Sprecherin am Freitag sagte. Damit bestätigte sie einen Bericht des Südwestrundfunks. Es handle sich um einen ganz normalen Vorgang, betonte die Sprecherin. Das Unternehmen nutze den Feiertag am 3. Oktober, zu dem ohnehin viele Beschäftigte freinehmen würden. Audi halte für 2012 nach wie vor an seinem Rekordabsatzziel von 1,4 Millionen verkauften Einheiten fest. „Bei der Prognose ist berücksichtigt, dass die Gesamtnachfrage vor allem in Südeuropa nachlässt“, sagte die Sprecherin. Bislang legen nur Massenhersteller wie Ford oder Opel Produktionspausen ein. Audi-Konkurrent Mercedes-Benz will im Stammwerk Sindelfingen vom Zweischicht- auf Einschichtbetrieb umstellen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Landwirte lehnen EU-Pläne zur Stilllegung von Äckerflächen ab

Landwirte lehnen EU-Pläne zur Stilllegung von Äckerflächen ab Schöntal (dapd). Die Landwirte in Deutschland wehren sich weiter gegen die von der EU geplante Stilllegung von Ackerflächen. Die beabsichtigte Einführung sogenannter ökologischer Vorrangflächen auf sieben Prozent der Ackerflächen ab 2014 sei „unangebracht und bei rund einer Milliarde hungernder Menschen auf der Erde völlig unverständlich“, heißt es in einer Resolution des Landesbauernverbandes in Baden-Württemberg (LBV) und des Deutschen Bauernverbandes. LBV-Vizepräsident Klaus Mugele übergab das Papier am Freitag bei der Agrarministerkonferenz in Schöntal (Hohenlohekreis) an Bundeslandwirtschaftsminister Ilse Aigner (CSU) und ihren baden-württembergischen Amtskollegen Alexander Bonde (Grüne), der zugleich Vorsitzender der Konferenz ist. Die EU-Pläne sollen dem Erhalt von Natur und Umwelt dienen. dapd (Politik/Wirtschaft)