Osnabrück (dapd). Unmittelbar vor dem Inkrafttreten des Euro-Rettungsschirms ESM an diesem Montag warnt der Freiburger Volkswirt Lüder Gerken vor einer Inflation. Der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstagausgabe) sagte der Vorstandschef des Centrums für europäische Politik, eine spürbare Entwertung der Währung sei die zwingende Folge der Hilfen durch ESM und Europäische Zentralbank (EZB). „Die EZB kauft Staatsanleihen, indem sie Geld druckt“, erklärte der Wissenschaftler. Dadurch wachse die bereits aufgeblähte Geldmenge weiter. Eine Inflation sei bisher nur deshalb nicht ausgebrochen, weil in fast allen Euro-Ländern Rezession herrsche. „Wenn aber die Konjunktur anzieht, kommt sie“, zeigte sich Gerken überzeugt. Er traue der EZB nicht zu, die Geldmenge später wieder zu reduzieren. „Dafür muss sie die Notenpresse stoppen und konsequent die Zinsen anheben. Höhere Zinsen aber bedrohen die maroden Staaten; es drohen Staatspleiten und damit der Kollaps des Euros.“ dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Wirtschaft
Chef des Euro-Rettungsfonds: Unsere Krisenstrategie wirkt
Düsseldorf (dapd). Der Chef des dauerhaften Euro-Rettungsfonds ESM, Klaus Regling, hält im Kampf gegen die Schuldenkrise mehr als die Hälfte des Weges für geschafft: „Die Krise ist noch nicht vorbei. Aber wir haben mehr als die Hälfte des Weges bei den nationalen Anpassungslasten geschafft“, sagte Regling der Zeitung „Rheinische Post“ (Samstagausgabe). Die Divergenzen zwischen den Euro-Staaten bei Haushalts- und Leistungsbilanzdefiziten verringerten sich seit zwei Jahren. Und die Wettbewerbsfähigkeit in allen südlichen Mitgliedsländern der Euro-Zone steige. Dennoch hält Regling weitere Einschnitte in den Krisenstaaten für erforderlich. „Meine größte Sorge ist, dass einige Krisenländer nicht die politische Kraft haben, den schmerzhaften, aber wirksamen Reformkurs bis zum Ende durchzuhalten. Das wäre ein Katastrophe.“ Regling warnte mit Blick auf Griechenland vor weiteren Diskussionen über ein mögliches Ausscheiden Athens aus dem Euro: „Ein Austritt Griechenlands aus der Währungsunion wäre die teuerste aller denkbaren Lösungen.“ dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Asmussen: November-Tranche für Athen kein Selbstläufer
Berlin (dapd). Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht nach den Worten ihres Direktoriumsmitglieds Jörg Asmussen keine Möglichkeit, der Bitte des griechischen Ministerpräsidenten Antonis Samaras nach finanziellen Erleichterungen zu entsprechen. Asmussen sagte der Zeitung „Bild am Sonntag“: „Wir können weder die Laufzeiten für griechische Anleihen verlängern, noch die Zinsen senken. Beides wäre eine Form von Schuldenerlass und damit eine direkte Finanzierung des griechischen Staates. Das aber ist der EZB rechtlich nicht erlaubt.“ Für Asmussen ist es auch „kein Selbstläufer“, dass Griechenland im November die nächste Tranche der vereinbarten Hilfszahlungen erhält und damit vor der Pleite gerettet wird: „Meine klare Präferenz ist, dass Griechenland im Euro bleibt. Aber der Schlüssel dafür liegt in Athen. Die Voraussetzung für die Auszahlung der nächsten Tranche an Griechenland ist, dass das Haushaltsloch für 2013/2014 geschlossen wird und umfangreiche Strukturreformen durchgeführt werden.“? dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Krise kommt: VW stoppt Passat und setzt auf alten Golf
Wolfsburg/Düsseldorf (dapd). Europas größter Autokonzern Volkswagen stoppt wegen der Absatzkrise in Europa tageweise die Produktion seines klassischen Vertreterautos Passat. Gleichzeitig verlängert VW die Laufzeit des alten Golf-Modells um mindestens zwei Monate. Mit diesen deutlich billigeren Fahrzeugen will der Hersteller Preiskämpfe abwehren, wie VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh dem „Handelsblatt“ sagte. „Die Probleme in Europa treffen uns besonders beim Passat, der gerade bei Geschäftskunden gefragt ist. Viele Flottenkunden schieben ihre Bestellungen auf“, sagte Osterloh. „Wir reagieren darauf, indem wir Schichten herausnehmen.“ Der Passat wird im Werk Emden produziert, wo am Donnerstag und Freitag die Arbeit ruhte. Der Konzern fertigt zudem in Wolfsburg weniger Exemplare des Kompaktvans Touran als ursprünglich geplant. Umgekehrt beim alten Golf der sechsten Generation: Statt bis Ende Oktober wird das inzwischen im Kern neun Jahre alte Auto mindestens bis Jahresende weitergebaut, gleichzeitig zur neuen siebten Generation. Der Vorgänger wirft dank abgeschriebener Produktionsmaschinen hohe Renditen ab und wird von VW als Preisbrecher eingesetzt. Händler bieten Sondermodelle des alten Golf mit für VW ungewöhnlich hohen Rabatten an. „Weil wir die alte Generation bis Ende des Jahres parallel mit dem neuen Modell bauen, können wir damit Preiskämpfe abwehren, ohne den neuen Golf zu belasten“, sagte Osterloh dem „Handelsblatt“. Der neue Golf kommt ab November zu den Händlern. VW-Vertriebsvorstand Christian Klingler sagte laut Zeitung zum alten Golf: „In den Ländern, wo der neue Golf erst später startet, bieten wir aktuell noch den Golf VI an. Denn auch hier gibt es noch großes Interesse.“ Zudem korrigiere der Konzern den geplanten Absatz für 2012 leicht nach unten, schreibt die Zeitung unter Berufung auf die interne Bedarfs-Kapazitätsplanung. Um die Kosten im Griff zu behalten, reduziert VW zudem die Lagerbestände. „Teilweise liegen die Bestände 20 Prozent unter der idealen Größe“, sagte Osterloh. In der Krise 2008 waren zu hohe Lagerbestände ein Riesenproblem für die Hersteller: Weil die Nachfrage damals völlig unerwartet wegbrach, standen plötzlich viel zu viele unverkäufliche Neuwagen auf den Werkshöfen. Klingler sagte, VW stelle sich „schon seit Monaten“ auf schwächere Absätze ein. Man wolle „nicht auf Halde produzieren“. Der VW-Konzern senkt laut Bericht zudem seine maximal eingeplante Produktionskapazität: Statt 2012 bis zu 9,7 Millionen Fahrzeuge bauen zu können, rechne Produktionsvorstand Michael Macht inklusive der Lkw-Töchter MAN und Scania nur noch mit bestenfalls 9,4 Millionen. „Die Bedarfs-Kapazitätsplanung bildet ab, wie viel Autos wir pro Jahr unter technischen und logistischen Bedingungen im besten Fall bauen können“, erläuterte Volkswagens Betriebsratschef, der im Präsidium des Aufsichtsrats sitzt. Daraus lasse sich aber nicht zwangsläufig ableiten, wie viele Autos VW wirklich absetze. 2011 verkaufte VW 8,4 Millionen Autos. Spätestens 2018 sollen es mehr als 10 Millionen sein. Branchenkenner erwarten, dass Toyota schon im laufenden Jahr diese Zahl erreichen könnte. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
EADS weist Bericht über Scheitern der Fusionsverhandlungen zurück
Berlin/Hamburg (dapd). Der Luftfahrtkonzern EADS hat einen Bericht zurückgewiesen, wonach die Fusion mit dem britischen Rüstungshersteller BAE gescheitert sei. „Wir wurden von den Regierungen über den Stand der Gespräche informiert, aber uns wurde nicht gesagt, dass der Deal gescheitert sei“, erklärte EADS-Sprecher Martin Agüera am Freitag auf Anfrage. „Wir arbeiten weiterhin auf das Enddatum 10. Oktober hin“, fügte er hinzu. Vorher hatte „Spiegel Online“ gemeldet, eine entscheidende Verhandlungsrunde der beteiligten Staaten Frankreich, Großbritannien und Deutschland über die Fusionspläne sei ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Die Bundesregierung lehnte eine Stellungnahme dazu ab. Dem Bericht zufolge konnten sich die Regierungen nicht darauf einigen, welche Staatsanteile sie in einem künftigen Firmengebilde EADS-BAE hätten halten dürfen. „Spiegel Online“ beruft sich dabei auf Regierungskreise. Durch die Fusion würde der weltgrößte Luft- und Raumfahrtkonzern mit mehr als 220.000 Mitarbeitern und über 70 Milliarden Euro Umsatz entstehen. In Deutschland beschäftigt EADS derzeit knapp 50.000 Menschen, vor allem an Standorten in Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Bayern. dapd (Politik/Wirtschaft)
Amazon will Mitarbeiter bei Gründung von Betriebsräten unterstützen
Berlin (dapd). Der Online-Händler Amazon hat Kritik an den Arbeitsbedingungen in seinen deutschen Logistikzentren zurückgewiesen. „Wir sind kontinuierlich mit den Mitarbeitern in Gespräch, auch wenn es um Überlastung oder das Absagen von Schichten geht“, sagte Deutschland-Geschäftsführer Ralf Kleber der „Berliner Zeitung“. Das Unternehmen wird von der Gewerkschaft ver.di wegen der Arbeitsbedingungen in seinen Logistikzentren kritisiert. Mitarbeiter klagen demnach über respektlosen Umgang, hohen Druck und kurzfristige Schichtplanung. Amazon betreibt sieben Versandzentren in Koblenz, Rheinberg, Graben, Leipzig, Werne und Bad Hersfeld. Gegen die von ver.di angemahnte Gründung von Betriebsräten an zwei Standorten Versandzentren in Nordrhein-Westfalen habe Amazon nichts, sagte Kleber. „Wenn unsere Beschäftigten einen Betriebsrat wollen, dann unterstützen wir sie dabei.“ Er betonte auch, dass kein Mitarbeiter um seinen Job fürchten müsse, wenn er kurzfristig anberaumte Schichten nicht antreten könne. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Metro veröffentlicht Gewinnwarnung
Düsseldorf (dapd). Deutschlands größtem Handelskonzern Metro hat mit einer Gewinnwarnung die Börse geschockt. Vor allem in Südeuropa und Teilen Osteuropas bleiben angesichts der Rekordarbeitslosigkeit und der drastischen Sparbemühungen der öffentlichen Hand die Kunden weg. Konzernchef Olaf Koch senkte deshalb am Freitag die Ergebnisprognose des Handelsriesen für 2012 um rund 15 Prozent. Die Metro-Aktie verlor daraufhin zeitweise neun Prozent an Wert. „In vielen Ländern haben sich in den vergangenen Wochen die Bedingungen für unsere Kunden und damit auch für unser Geschäft deutlich verschlechtert“, sagte Koch. Besonders betroffen von der Konsumzurückhaltung sei die Unterhaltungselektronik. Dies trifft die Metro, die mit ihren Töchtern Media Markt und Saturn in dieser Sparte Marktführer in Europa ist, hart. Angesicht der verschlechterten Rahmenbedingungen senkte der Konzern seine Ergebnisprognose für 2012. Die Metro erwartet nun nur noch ein um Sonderfaktoren bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von rund zwei Milliarden Euro. Bislang war der Konzern von einem Ebit vor Sonderfaktoren in etwa auf Höhe des Vorjahres von 2,37 Milliarden Euro ausgegangen. Am Ziel einer nachhaltigen Umsatzsteigerung für 2012 hält die Metro Group aber fest. Koch betonte, der Konzern habe durch Investitionen in neue Absatzkanäle wie das Internet und gezielte Preissenkungen seine Marktanteile in vielen Ländern steigern können. Dem generellen Markttrend habe er sich aber dennoch nicht vollkommen entziehen können. An der Börse brach der Kurs der Metro-Aktie nach Veröffentlichung der Gewinnwarnung drastisch ein. Am späten Nachmittag lag der Wert der Metro-Stammaktie um rund 7,5 Prozent unter dem Vortageskurs. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Deutsche Messeplätze profitieren in Krise von ihrer Bedeutung
Stuttgart (dapd). Die deutschen Großmessen profitieren in der Staatsschuldenkrise von ihrer internationalen Bedeutung. „In der Krise lassen die Aussteller eher eine Messe im eigenen Land entfallen und gehen zur Leitmesse“, sagte der Geschäftsführer der Nürnberg Messe, Peter Ottmann, der Nachrichtenagentur dapd am Freitag in Stuttgart. Zwei Drittel aller Leitmessen fänden in Deutschland statt, sodass trotz eines Konjunkturrückgangs in Europa die hiesigen Messeplätze ein „veritables Ergebnis“ im Jahr 2012 erwarteten. In Stuttgart kam der Messe-Dachverband Emeca zu einer zweitägigen Generalversammlung zusammen. In dem Verband sind 19 Messen zusammengeschlossen, aus Deutschland die Messeplätze Hannover, Frankfurt, Nürnberg und Stuttgart. Frankfurt, Nürnberg und Stuttgart erwarten in diesem Jahr einen Rekordumsatz. Hannover hatte diesen wegen eines unterschiedlichen Turnus bereits im vergangenen Jahr eingefahren und wird in diesem Jahr voraussichtlich dahinter zurückbleiben. Laut Ottmann sagten sich viele Aussteller angesichts der Krise: „Gerade jetzt“. Marktanteile würden in schlechten Zeiten gewonnen und nicht in guten, fügte er hinzu. Gerade für das auf Firmen ausgerichtete Marketing sind Messen ein relevanter Faktor. Laut Zahlen des Spitzenverbandes der deutschen Messebranche (Auma) betrachten 85 Prozent der ausstellenden deutschen Unternehmen Messen als sehr wichtig oder wichtig. Nur die eigene Homepage schätzen die Unternehmen noch wichtiger ein. 70 Prozent der exportierenden Aussteller halten laut Auma-Erhebungen Inlandsmessen für ihr Exportgeschäft für wichtig bis sehr wichtig. Deutschland ist „Stabilitätsanker“ Für Emeca-Präsident Piero Venturelli erweisen sich Deutschland und die Schweiz angesichts der Entwicklung als „Stabilitäts-Anker“ in Europa. Aber auch die europäische Messewirtschaft sei „solide und stabil“, sagte er. Auf Europas Messen treffe sich die Welt, trotz Finanz- und Eurokrise. Auch in den Staaten Südeuropas entwickle sich der Umsatz in diesem Jahr stabil, betonte Venturelli. Allerdings bestehe in ganz Europa die Tendenz, dass die Gesellschaften mehr Aufwand für denselben Ertrag hätten. So haben die südeuropäischen Messeplätze in den vergangenen Jahren bereits Umsatz verloren, jetzt aber offenbar einen Bodensatz erreicht. Der Geschäftsführer der Messe Stuttgart, Roland Bleinroth, wies auch darauf hin, dass es insbesondere bei den kleinen Messen zu einem Konsolidierungsprozess kam, viele seien in der Krise gestrichen worden. Die großen Messeplätze profitierten davon. Weiteres Wachstum erhoffen sich die europäischen Messeplätze bei zwei Trendthemen der Branche: der Expansion ins Ausland und bei digitalen Services. Der Sprecher der Geschäftsführung bei der Messe Stuttgart, Ulrich Kromer, sagte, im Ausland ließen sich höhere Preise durchsetzen. Das liege daran, dass in Deutschland die öffentliche Hand Messen als Instrument der Wirtschaftsförderung sieht. Zudem sei der Druck durch die Industrie hierzulande sehr hoch. Messeplätze folgen Wirtschaftswachstum Die Messeplätze folgen dabei dem Wirtschaftswachstum. Insbesondere die BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China zählten zu den wachsenden Messeplätzen, sagte Kromer. Aber auch in der Türkei boome der Markt. Das Vorstandsmitglied der Deutschen Messe AG Hannover, Andreas Gruchow, widerspricht Befürchtungen, durch eine Ausweitung der Aktivitäten im Ausland würden Aussteller und Besucher aus Deutschland abgezogen. „Das ist eine PR-Aktion für die Mutter in Deutschland“, sagte er. Bei digitalen Medien sind die deutschen Messen nach eigener Einschätzung Spitzenreiter. Während die Kollegen in anderen Ländern für ihr Internetangebot noch draufzahlen, können insbesondere Messen wie Frankfurt und Hannover bereits Gewinne damit erzielen. Der Trend setzt sich nach Einschätzung des europäischen Verbandes weiter fort. „Die in Emeca zusammengeschlossenen Großmessen verlängern das Messegeschäft zunehmend im Internet und mithilfe mobiler Anwendungen“, heißt es vom Verband. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Karl-Ludwig Kley ist neuer VCI-Präsident
Essen (dapd). Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) hat einen neuen Präsidenten. Die Mitgliederversammlung wählte am Freitag in Essen den Vorsitzenden der Geschäftsleitung des Pharmakonzerns Merck, Karl-Ludwig Kley, an die Spitze des Verbandes, wie der VCI mitteilte. Kley tritt die Nachfolge des Vorstandsvorsitzenden von Evonik, Klaus Engel, an. Seine Amtszeit beginnt am Samstag und soll bis zur Mitgliederversammlung im Oktober 2014 laufen. Der 56-jährige Engel wurde zu Kleys Stellvertreter gewählt. Als weitere Vizepräsidenten fungieren der Vorstandsvorsitzende von BASF, Kurt Bock, sowie Bayer-Chef Marijn Dekkers. Es sei auch das Verdienst der hiesigen Chemie-Industrie, dass Deutschland bislang gut durch die Krise gekommen sei, sagte Kley anlässlich seiner Wahl. Er rief dazu auf, die Wettbewerbsfähigkeit der Branche weiter zu stärken. Dazu seien unter anderem eine verlässliche und bezahlbare Energieversorgung, Unterstützung bei Forschung und Entwicklung sowie die Sicherung des freien Welthandels notwendig. Der VCI vertritt nach eigenen Angaben die Interessen von rund 1.650 deutschen Chemieunternehmen und deutschen Tochterunternehmen ausländischer Konzerne. 2011 beschäftigte die Branche demnach mehr als 428.000 Mitarbeiter und setzte über 184 Milliarden Euro um. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Opel-Chef Sedran sieht noch Einsparpotenzial
Berlin (dapd). Der angeschlagene Autohersteller Opel sieht angesichts der Krise in Europa noch Möglichkeiten, Geld in der Fertigung einzusparen. „Wir haben festgestellt, dass wir bei den Produktkosten noch erhebliches Einsparpotenzial haben“, sagte Opel-Interimschef Thomas Sedran dem Berliner „Tagesspiegel“ laut Vorabbericht. „Es geht um eine signifikante Größenordnung. Da ist einiges an Musik drin.“ Konkrete Summen nannte er aber nicht. Die Opel-Konzernmutter General Motors (GM) habe globale Anforderungen an Komponenten und Teile, „die in der Branche unüblich sind“, sagte Sedran. Opel sei häufig viel zu sehr an strengen Standards orientiert, die in den USA gesetzlich vorgeschrieben seien. Eine Alternative zum Verbleib unter dem Dach von GM gibt es für Sedran aber nicht: „In diesem Geschäft könnte die Marke Opel nicht alleine bestehen“, sagte er. „Aus Konzernsicht wäre es ein strategischer Fehler, Europa der Konkurrenz zu überlassen.“ dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
