Neuer Hafenentwicklungsplan soll Arbeitsplätze in Hamburg sichern

Neuer Hafenentwicklungsplan soll Arbeitsplätze in Hamburg sichern Hamburg (dapd). Mit dem neuen Hafenentwicklungsplan will Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) die Hansestadt auf Kurs halten. Oberstes Ziel der Wirtschaftsbehörde und der Hamburg Port Authority müsse es sein, die Arbeitsplätze im Hafen zu sichern und neue zu schaffen sowie die Wertschöpfung in Hamburg zu steigern, sagte Horch am Dienstag bei der Vorstellung des 90-seitigen Strategiepapiers. Der Hafen sei Quelle des Wohlstands. In dem Hafenentwicklungsplan (HEP) halten die beiden Behörden die künftige Hafenplanung bis 2025 fest. Durch eine optimale Infrastruktur solle die Qualität des Hafens gesichert werden. Wie die Maßnahmen zur Entwicklung von Deutschlands größtem Hafen konkret finanziert werden sollen, ließ Horch offen. Finanzierungsmodelle dürften nicht zulasten des Steuerzahlers gehen, sagte er. Grüne: Plan wird Herausforderungen nicht gerecht Die Opposition kritisierte die Planungen. Der wirtschaftspolitische Sprecher der Grünen, Anjes Tjarks, sagte, der Plan werde den realen Herausforderungen des Hamburger Hafens nicht gerecht. „Der Hafen braucht einen konkreten Plan, bis wann welche Maßnahmen erfolgen sollen und welche Kosten dafür grob zu erwarten sind“, sagte Tjarks. Der Senat habe es nicht geschafft, eine nachvollziehbare Investitionsplanung vorzulegen. „Das ist dürftig“, fügte der Grünen-Politiker hinzu. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) bemängelte, der neue Hafenentwicklungsplan blende wichtige ökologische Probleme weitgehend aus. Die Ausrichtung an einem prognostizierten Containerumschlag von jährlich 25 Millionen Standardcontainern (TEU) könne ohne massive Eingriffe in die Natur nicht umgesetzt werden. „Das Schlagwort ‚Grüner Hafen‘ im Hafenentwicklungsplan bleibt schmückendes Beiwerk einer unverträglichen Wachstumsphilosophie“, sagte BUND-Landesgeschäftsführer Manfred Braasch. Es sei an der Zeit, über die Grenzen des Wachstums ernsthaft nachzudenken. (Der Hafenentwicklungsplan im Internet: http://url.dapd.de/g7oz4o ) dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Opel Bochum verlegt Feier zum 50. Jubiläum

Opel Bochum verlegt Feier zum 50. Jubiläum Bochum (dapd). Der angeschlagene Autobauer Opel wird nicht wie geplant am 27. Oktober das 50-jährige Bestehen des Werks in Bochum feiern. Da wegen der guten Auftragslage an allen Samstagen im Oktober und November gearbeitet werde, würden die Feierlichkeiten verschoben, sagte ein Unternehmenssprecher am Dienstag und bestätigte damit einen Bericht der Zeitungen der WAZ-Mediengruppe. „Es wird noch in diesem Jahr gefeiert“, kündigte der Sprecher an. Dem Medienbericht zufolge ist die Feier neu für den letzten Samstag vor Weihnachten vorgesehen. Die deutsche Traditionsmarke verliert seit Jahren Marktanteile und fährt hohe Verluste ein. Deswegen gibt es immer wieder Spekulationen um eine Schließung des Bochumer Werks. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

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Deutsche Bank weist erneut Schuld an Kirch-Insolvenz von sich

Deutsche Bank weist erneut Schuld an Kirch-Insolvenz von sich München (dapd). Die Deutsche Bank hat erneut die Verantwortung für die Pleite der Kirch-Gruppe von sich gewiesen. Der die Deutsche Bank vertretende Anwalt habe am Montag vor dem Oberlandesgericht in München betont, das umstrittene Interview von Ex-Vorstandschef Rolf Breuer 2002 „nicht ursächlich für die Insolvenz der Kirch-Gruppe“ war, sagte ein Deutsche-Bank-Sprecher der Nachrichtenagentur dapd am Dienstag. Am Montag war ein Gerichtsbeschluss bekanntgeworden, der die Bank im Schadenersatzprozess mit den Kirch-Erben in Bedrängnis gebracht hatte. Das Gericht hatte in einem der dapd vorliegenden Beschluss vom Montag unter anderem festgestellt, Ziel der umstrittenen Interview-Äußerungen Breuers sei es gewesen, eine Umstrukturierung der Kirch-Gruppe an der Deutschen Bank vorbei zu verhindern. Zudem hält das Gericht die Beweisaufnahme zu einer möglichen Haftung der beklagten Bank für „weitgehend abgeschlossen“. Die Erben des im vergangenen Jahr verstorbenen Medienunternehmers Leo Kirch wollen Schadenersatz in Milliardenhöhe von der Deutschen Bank erstreiten. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Solarzulieferer erwarten einen Umsatzrückgang von knapp 50 Prozent

Solarzulieferer erwarten einen Umsatzrückgang von knapp 50 Prozent Frankfurt/Main (dapd). Deutsche Solarzulieferer müssen sich nach eigener Einschätzung auf wirtschaftlich düstere Zeiten einstellen. Laut der am Dienstag veröffentlichten Geschäftsklimaumfrage des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) geben 85 Prozent der Unternehmen zum Ende des dritten Quartals 2012 eine Verschlechterung der Auftragslage im Vergleich zum Vorjahreszeitraum an. Laut der Erhebung gehen die Hersteller von Komponenten, Maschinen und Anlagen für die Photovoltaik-Industrie infolge der Investitionszurückhaltung der Modulhersteller von einem durchschnittlichen Umsatzrückgang von knapp 50 Prozent im laufenden Jahr aus. „Aufgrund der sich im Feld befindenden Überkapazitäten erwarten wir einen neuen Investitionszyklus nicht vor Ende 2013“, sagte Peter Fath, Entwicklungsvorstand beim insolventen Anlagenbauer Centrotherm und Vorsitzender des VDMA-Photovoltaik-Bereichs. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Schäuble hält Brüsseler Pläne für Bankenaufsicht für unausgereift

Schäuble hält Brüsseler Pläne für Bankenaufsicht für unausgereift Luxemburg (dapd). Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hält die Vorschläge der EU-Kommission für den Aufbau einer Bankenaufsicht noch für völlig unausgereift. Auf dem EU-Ressortcheftreffen in Luxemburg sei klar geworden, „dass der jetzige Stand noch keine Lösung bietet“, sagte er am Dienstag. Schäuble stellte die Absicht Brüssels grundsätzlich infrage, der Europäischen Zentralbank (EZB) die Aufsicht zu übertragen. Denn dadurch sei die Unabhängigkeit der Geldpolitk in Gefahr, und es gebe noch keine demokratische Kontrolle für die Überwachung. Ob die EZB das übernehme oder nur eine „maßgebliche Rolle“ spiele, „da lasst die Kommission noch mal drüber nachdenken, sie hat das Monopol für Initiativen“, sagte Schäuble auf einer Pressekonferenz. Aber wer die Aufsicht schnell zustande bringen wolle, der müsse „die Probleme lösen“. Das ist eine herbe Schelte für EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier, der den Vorschlag für die Aufsicht ausgearbeitet hat. Barnier forderte in Luxemburg eine „politische Entscheidung bis Ende des Jahres“. Schäuble reagierte genervt. Den Termin könne er nicht versprechen, denn „Qualität geht vor unrealistischen Zeitvorstellungen“. © 2012 AP. All rights reserved (Wirtschaft/Wirtschaft)

Kältetechnik-Branche zeigt Vielfältigkeit

Kältetechnik-Branche zeigt Vielfältigkeit Nürnberg (dapd). Die Bier- und Milcherzeugung, Busse und Bahnen und die Kühltheke im Supermarkt haben auf den ersten Blick wenig gemein. Tatsächlich kommen sie aber allesamt nicht ohne Kälte- und Klimatechnik aus. Auf der am Dienstag eröffneten Fachmesse Chillventa in Nürnberg trifft sich eine oftmals unterschätzte Branche, die mit ihren Kälte- und Wärmepumpen sowie Klimaanlagen nahezu überall im Alltag vertreten ist. „Kältetechnik gibt es vielerorts. Kein Supermarkt kommt ohne sie aus“, erklärte der Geschäftsführer des Zulieferers Kriwan, Jens Peter Huischen, in Nürnberg. Astrid Winkeler vom Unternehmen Bitzer ergänzte: „Unsere Produkte sind überall zu finden, beispielsweise in der Gebäude- und Bahn-Klimatisierung.“ Die Kältetechnik gehört dem Branchenexperten Rainer Jakobs zufolge zu den stabilen Wirtschaftszweigen in Deutschland. Konkrete Marktdaten seien allerdings nicht verfügbar. Angesichts sich weltweit verschärfender Klimaschutzvorgaben lege die Branche ihren Fokus zunehmend auf Energieeffizienz und Umweltschutz, zwei Trendthemen der Messe. 915 Unternehmen aus 43 Ländern präsentieren sich drei Tage lang auf der Branchenschau, darunter 200 neue Aussteller. „Mit der Entwicklung der Chillventa sind wir auch dieses Jahr wieder sehr zufrieden. Die gestiegene Ausstellerzahl sowie die um sechs Prozent gewachsene Fläche unterstreichen das deutlich“, sagte das Mitglied der Geschäftsleitung der Messe Nürnberg, Richard Krowoza. Insbesondere die Zahl der Aussteller aus China, Großbritannien, Italien und der Türkei sei gegenüber der Messe 2010 nochmals gewachsen. Neben der Kältetechnik liegt ein Themenschwerpunkt in diesem Jahr auf Wärmepumpen, denen eine ganze Halle gewidmet wird. „Sie gewinnen zunehmend an Bedeutung zur Wärmerückgewinnung“, sagte Krowoza. Die Industrie der Anlagen habe den Nutzen längst erkannt. „Moderne Discounter haben heute keine Heizung mehr, sondern nutzen komplett die Abwärme der Kühlgeräte“, sagte Branchenexperte Jakobs der Nachrichtenagentur dapd. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Bauernpräsident kritisiert Billigstrategie des Lebensmittelhandels

Bauernpräsident kritisiert Billigstrategie des Lebensmittelhandels Bremen (dapd). Bauernpräsident Joachim Rukwied sieht die Massentierhaltung in Deutschland zu Unrecht an den Pranger gestellt. „Die Bauernfamilien stehen für Tierschutz“, sagte Rukwied am Dienstag nach einer zweitägigen Klausurtagung des Deutschen Bauernverbandes in Bremen. Mit jeder neuen Investition werde ein weiterer Schritt im Bereich des Tierschutzes geleistet. Um noch mehr für die tiergerechte Haltung etwa in der Schweinemast zu tun, bedürfe es aber langfristig höherer Preise. „Bislang hat der Lebensmitteleinzelhandel eine Billigstrategie gefahren“, kritisierte Rukwied. Investitionen müssten sich aber für die Landwirte rechnen. „Wir erwarten eine neue Strategie des Lebensmitteleinzelhandels“, sagte der Bauernpräsident. Die Landwirtschaft sei die Schlüsselbranche des 21. Jahrhunderts, betonte Rukwied. Der Bedarf an Lebensmitteln werde weiter steigen. Deshalb müssten auch künftig alle landwirtschaftlichen Flächen in Europa und insbesondere in Deutschland genutzt werden. Der von der EU-Kommission geforderten Stilllegung von sieben Prozent der Ackerfläche aus Gründen der biologischen Vielfalt erteilte Rukwied eine klare Absage. Insgesamt blickten die Landwirte in Deutschland zuversichtlich in die Zukunft, sagte Rukwied. Das gehe aus dem Konjunkturbarometer Agrar für September hervor. Grund für die gute Stimmungslage seien die gestiegenen Preise für Getreide, aber auch für Rinder und Schweine. Dem stünden allerdings auch höhere Kosten für Energie und Futter gegenüber. Die Bauern wollen im nächsten halben Jahr mit 6,2 Milliarden Euro insgesamt 0,9 Milliarden Euro mehr investieren als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Investiert werde in Gebäude, Maschinen und erneuerbare Energien, sagte Rukwied. Im deutschen Bauernverband sind 300.000 Betriebe organisiert. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

2.000 Schlecker-Beschäftigte bei Rossmann untergekommen

2.000 Schlecker-Beschäftigte bei Rossmann untergekommen Burgwedel (dapd). Die Drogeriekette Rossmann hat seit Jahresbeginn 2.000 Mitarbeiter des pleitegegangenen Konkurrenten Schlecker übernommen. Die Beschäftigten, die sowohl von der Muttergesellschaft als auch der Tochter Ihr Platz kamen, wurden in den Verkaufsstellen und in der Logistik eingestellt, wie das Unternehmen am Dienstag in Burgwedel mitteilte. Rossmann hatte im Juli 104 Ihr-Platz-Filialen mit 1.150 Beschäftigten übernommen. Damit beschäftigt Rossmann derzeit in Deutschland 23.000 Mitarbeiter, inklusive Ausland sind es 36.000 Mitarbeiter. Die Drogeriekette erwartet für dieses Jahr einen Konzernumsatz von knapp sechs Milliarden Euro. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

FDP-Politiker fordert Ausgleich für Finanztransaktionssteuer

FDP-Politiker fordert Ausgleich für Finanztransaktionssteuer Berlin (dapd). FDP-Fraktionsvize Volker Wissing stellt Bedingungen für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer. Die Koalition habe gemeinsam mit SPD und Grünen beschlossen, dass eine solche Steuer nur eingeführt werden dürfe, wenn Kleinsparer und die Altersvorsorge der Bürger nicht belastet würden und verhindert werde dass Banken und Unternehmen ins Ausland abwandern, sagte Wissing am Dienstag in Berlin. Deshalb müssten erst Ausgleichsmaßnahmen auf den Weg gebracht werden, bevor eine Finanztransaktionssteuer in Deutschland eingeführt werden könne, sagte Wissing. „Die FDP wird nicht zulassen, dass die Finanztransaktionssteuer zu einer Belastung für Klein- und Riester-Sparer sowie die Unternehmen wird.“ EU-Steuerkommissar Algirdas Semeta hatte am Dienstag auf einem Treffen der EU-Finanzminister in Luxemburg bekannt gegeben, dass elf EU-Länder im Wege der sogenannten verstärkten Zusammenarbeit eine Finanztransaktionssteuer einführen wollen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

CDU-Wirtschaftsrat nennt EEG einen volkswirtschaftlicher Irrsinn

CDU-Wirtschaftsrat nennt EEG einen volkswirtschaftlicher Irrsinn Berlin (dapd). Der CDU-Wirtschaftsrat fordert eine schnelle Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). „Obwohl wir nicht wissen, wohin mit dem Strom, bauen wir landauf und landab munter weiter Wind- und Solaranlagen. Das ist volkswirtschaftlicher Irrsinn“, sagte Wirtschaftsrat-Präsident Kurt Lauk am Dienstag in Berlin. Nötig sei eine „zügige Marktintegration der wirtschaftlichen erneuerbaren Energien“, sagte Lauk. Sonst werde die Energiewende zum „finanziellen Desaster“. Bereits 2013 werde die EEG-Umlage mit „rund 185 Euro pro Jahr und Haushalt ein großes Loch in die Geldbeutel der Verbraucher“ reißen. Zugleich verteidigte der CDU-Politiker die Ausnahmeregelungen für die energieintensiven Industrien. „Deutsche Industriestrompreise gehören schon jetzt zu den höchsten in Europa“, betonte Lauk. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)