Haseloff sieht in Hanwha-Engagement Zeichen für Solarstandort

Haseloff sieht in Hanwha-Engagement Zeichen für Solarstandort Thalheim (dapd). Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat das Engagement des südkoreanischen Konzerns Hanwha beim einstigen Vorzeigeunternehmen der Solarbranche Q-Cells als „wichtiges Zeichen für den Solarstandort Deutschland“ bezeichnet. Er zeigte sich am Mittwoch in Thalheim bei der Präsentation des neuen Unternehmens Hanwha Q.Cells erleichtert, dass Forschung und Entwicklung an dem ostdeutschen Standort erhalten blieben. Durch die Übernahme werde Hanwha zum weltweit drittgrößten Solarhersteller, sagte der neue Vorstandschef von Hanwha-Q.Cells, Charles Kim. Hanwha könne damit jährlich Anlagen mit einer Leistung von 2,3 Gigawatt in Deutschland, Malaysia und China herstellen. Q-Cells hatte am 3. April Insolvenz angemeldet und wurde von der Solar-Tochter der Hanwha-Gruppe übernommen. Der Kaufvertrag war am 26. August unterzeichnet worden. Am 29. August stimmten die Gläubiger zu. Am 19. Oktober wurde der Verkauf abgeschlossen. Im Rahmen einer übertragenden Sanierung werden nach Firmenangaben rund 1.300 der rund 1.500 früheren Q-Cells Mitarbeiter durch die Südkoreaner weiter beschäftigt. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

SAP wächst und hebt den Ausblick für das Gesamtjahr an

SAP wächst und hebt den Ausblick für das Gesamtjahr an Walldorf (dapd). Operativ läuft alles rund bei Europas größtem Softwarekonzern SAP mit einem Rekordquartal bei den Softwareerlösen. Aber Betriebsergebnis und Ergebnis nach Steuern gingen durch Sondereffekte zurück. Die SAP-Führung ist dennoch zufrieden. „Wir sind das am schnellsten wachsende Unternehmen am Markt“, sagte Vorstandssprecher Bill McDermott am Mittwoch in Walldorf. Von Juli bis September wuchs der DAX-Konzern das elfte Quartal in Folge zweistellig bei den Software- und softwarebezogenen Serviceerlösen. Die Softwareerlöse stiegen im dritten Quartal um 17 Prozent auf 1,03 Milliarden Euro, währungsbereinigt betrug das Wachstum 12 Prozent. Die Umsatzerlöse insgesamt kletterten um 16 Prozent auf 3,95 Milliarden Euro. Optimistisch schaut der Softwarekonzern auch auf das Gesamtjahr und hebt den Ausblick leicht an. SAP erwartet nun, dass die Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse für das Gesamtjahr 2012 ohne Berücksichtigung der Wechselkurse um 10,5 Prozent bis 12,5 Prozent steigen werden. Zuvor betrug die Erwartung 10,0 bis 12,0 Prozent. Nach Erwartung des Konzerns wird sich das Wachstum am oberen Ende der Spanne bewegen. 2011 erlöste das Unternehmen hier 11,35 Milliarden Euro. In den neuen Ausblick ist vor allem der jüngste Neuerwerb des Unternehmens eingerechnet: der US-Informationsdienstleister Ariba. SAP hatte die letzte Genehmigung zur milliardenschweren Übernahme des Anbieters von Online-Handelsnetzwerken Ende September erhalten. Durch den Kauf will SAP „zum führenden Unternehmen im schnell wachsenden Segment cloud-basierter Geschäftsnetzwerke“ werden, wie es Co-Vorstandssprecher Jim Hagemann Snabe einmal ausdrückte. Weniger rosig lesen sich die Zahlen zum Gewinn nach Steuern und zum Betriebsergebnis. Der Nachsteuergewinn brach im Vergleich zum Vorjahresquartal um mehr als die Hälfte auf 618 Millionen Euro ein. Als Grund nannte SAP unter anderem die Währungsabsicherung der Ariba-Übernahme. Das Betriebsergebnis gemäß der internationalen Rechnungslegungsvorschrift IFRS fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zwar ebenfalls deutlich um 23 Prozent. Nach Darstellung von Finanzvorstand Werner Brandt hat dies jedoch nichts mit dem operativen Geschäft zu tun. Vielmehr sei im Vorjahreszeitraum dadurch ein Sondereffekt angefallen, dass SAP eine Rückstellung von 723 Millionen Euro aus einem Rechtsstreit aufgelöst habe. Vorstandssprecher wollen Transformation der Branche anführen Die beiden Vorstandssprecher sehen SAP auf einem guten Weg. „Wir sind zuversichtlich, was unseren Ausblick für das Gesamtjahr angeht“, sagte McDermott. Das Angebot des Konzerns für das vierte Quartal sei stark. Hagemann Snabe sagte, jetzt zeige sich, dass die Innovationsstrategie des Unternehmens die richtige sei. „Die Branche geht durch eine riesige Transformation, und SAP führt sie an“, sagte er. Die Walldorfer haben neben ihrem klassischen Softwareangebot, das bei Kunden vor Ort installiert wird, drei Wachstumsfelder ausgemacht, in die sie kräftig investieren: Das sind das Cloud-Computing, bei dem Daten oder Rechnerleistung online zur Verfügung gestellt werden, mobile Lösungen für Smartphones oder Tablets sowie schnelle Datenbanken. „Die Innovationen helfen auch dem Wachstum im Kerngeschäft“, sagte Hagemann Snabe. Im Geschäft mit Anwendungen und Analytik weise SAP ein solides einstelliges Wachstum aus. Vor allem das Cloud-Computing wächst rasant. Inklusive des Anfang des Jahres übernommenen Anbieters Successfactors seien die Buchungen aus dem Neugeschäft um 116 Prozent gestiegen. Die Erlöse in dem Bereich sind den Angaben nach um das zwanzigfache auf 80 Millionen Euro gestiegen. Bis 2015 strebt der Anbieter von Unternehmenssoftware hier einen Umsatz von zwei Milliarden Euro an. Der Gesamtumsatz soll bis dahin auf 20 Milliarden Euro wachsen. Hagemann Snabe sagte, SAP sei mit den Zukäufen von Successfactors und Ariba bereits der zweitgrößte Anbieter von Cloud-Diensten nach Umsätzen. „Bis 2015 wollen wir der erste Cloud-Anbieter sein, der profitabel arbeitet“, kündigte er an. Das schaffe bisher nämlich kein Wettbewerber. Durch die Übernahmen stieg auch die Zahl der Mitarbeiter im Konzern rasant an. Sie wuchs um etwa 6.000 auf 61.344. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

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GM will mit Peugeot vier Autos entwickeln

GM will mit Peugeot vier Autos entwickeln Rüsselsheim/Paris (dapd). Der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) und Peugeot Citroen haben ihre im Februar vereinbarte Zusammenarbeit konkretisiert. Das US-Unternehmen und der französische Konzern wollen Autos auf vier gemeinsam entwickelten Fahrzeugplattformen bauen, wie Opel am Mittwoch in Rüsselsheim mitteilte. Darunter sind ein Mittelklasseauto und ein Kleinwagen für die GM-Marken Opel und Vauxhall sowie Peugeot und Citroen. Die ersten Autos aus den gemeinsamen Projekten sollen bis Ende 2016 auf den Markt kommen. Zudem vereinbarten die Partner laut der Mitteilung die nächsten Schritte für ihre gemeinsame Einkaufsorganisation. Sie bestätigten, durch die Zusammenarbeit in spätestens fünf Jahren jährlich 2 Milliarden Dollar (rund 1,5 Milliarden Euro) einsparen zu wollen. GM und Peugeot Citroen wollen zudem weitere Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit ausloten. Zuletzt war immer wieder über eine Fusion der angeschlagenen GM-Tochter Opel mit Peugeot spekuliert worden. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Asmussen verteidigt Anleihenkäufe durch die EZB

Asmussen verteidigt Anleihenkäufe durch die EZB Berlin (dapd). Der deutsche EZB-Direktor Jörg Asmussen hält Ankäufe von Staatsanleihen verschuldeter Eurostaaten durch die Europäische Zentralbank für legitim und notwendig. „Wir bewegen uns klar innerhalb unseres Mandats“, sagte der frühere Staatssekretär im Bundesfinanzministerium am Mittwoch im ARD-„Morgenmagazin“. Bei der Beurteilung der Gesamtsituation, die für alle neu sei, komme er zu der Entscheidung, dass „unbegrenzte Anleihekäufe unter Auflagen für Europa als Ganzes der richtige Weg ist“, sagte Asmussen. Nach seiner Einschätzung würde eine Streckung der Sparziele für das krisengeschüttelte Griechenland um zwei Jahre bedeuten, „dass man mehr zusätzliche Finanzmittel durch die anderen 16 Eurostaaten zur Verfügung stellen müsste. Der Ökonom betonte jedoch, der Bericht der Troika liege noch nicht vor – „wir sind in Athen noch nicht fertig mit den Gesprächen“. dapd (Politik/Wirtschaft)

SAP verbucht Rekordumsatz im dritten Quartal

Walldorf (dapd). Europas größter Softwarekonzern SAP ist von Juli bis September das elfte Quartal in Folge zweistellig gewachsen und hat einen Rekordumsatz erzielt. Die Softwareerlöse stiegen um 17 Prozent auf 1,03 Milliarden Euro, währungsbereinigt betrug das Wachstum zwölf Prozent, wie SAP am Mittwoch in Walldorf mitteilte. Die Umsatzerlöse insgesamt kletterten um 16 Prozent auf 3,95 Milliarden Euro.

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Firmen wollen rund 180.000 neue Stellen schaffen

 Berlin (dapd). Die deutsche Wirtschaft will im kommenden Jahr zehntausende neue Arbeitsplätze schaffen. Wie die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) berichtet, sollen unter dem Strich rund 180.000 neue Jobs entstehen.

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Airbus wehrt sich gegen deutsche Kritik

Berlin (dapd). Der Flugzeugbauer Airbus wehrt sich gegen Kritik aus Berlin, Deutschland komme bei Forschung, Entwicklung und Produktion neuer Passagierflugzeuge zu kurz. „Es ist an der Zeit, mit der Schwarzmalerei aufzuhören“, sagte Airbus-Chef Fabrice Brégier der Zeitung „Die Welt“. Er reagierte auf einen Streit um eine Anschubfinanzierung für den Langstreckenflieger A 350.

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Lufthansa gibt Nonstop-Verbindung von Berlin in die Türkei auf

Lufthansa gibt Nonstop-Verbindung von Berlin in die Türkei auf Berlin (dapd-bln). Die Lufthansa (LH) ordnet ihr Angebot von Nonstop-Verbindungen ab Berlin neu und streicht unter anderem die Türkei aus dem Flugplan. Mehrere Verbindungen, die ab 49 Euro für die einfache Strecke buchbar waren, sind ausgelaufen oder werden demnächst aufgegeben, wie der „Tagesspiegel“ (Mittwochausgabe) berichtet. Das betrifft Westerland auf Sylt, die türkischen Metropolen Istanbul und Izmir und das norwegische Bergen, wie der Berliner Lufthansa-Sprecher Wolfgang Weber bestätigte. Zugleich in den Flugplan aufgenommen wurden neue Destinationen: Funchal auf Madeira und das marokkanische Marrakesch werden bereits seit September nonstop von Berlin aus bedient, allerdings für mindestens 99 Euro einfach. Eine weitere Destination kommt dazu: Im Winter, vom 15. Dezember bis 7. April, soll es ohne Umsteigen von Berlin nach Innsbruck gehen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Unabhängigkeit heißt nicht Gesetzlosigkeit

Unabhängigkeit heißt nicht Gesetzlosigkeit Passau (dapd). Der CSU-Bundestagsabgeordnete Peter Gauweiler (CSU) hat die Deutsche Bundesbank scharf für ihren Umgang mit den deutschen Goldreserven kritisiert und ihr Verstöße gegen die Bilanzwahrheit vorgeworfen. „Unabhängigkeit heißt nicht Gesetzlosigkeit“, sagte Gauweiler der „Passauer Neuen Presse“. „Warum die Bundesbank das im Ausland gelagerte Gold bisher nie geprüft und auch nur in Augenschein genommen hat, ist unbegreiflich. Zuletzt hat die Bundesbank auch gegen die Regeln der Bilanzwahrheit verstoßen, indem sie in ihrer Bilanz Gold und Goldforderungen vermischt hat“, sagte der CSU-Politiker. Er forderte, jeder Goldbarren müsse gezählt, gewogen, die Qualität des Goldes geprüft und registriert werden. „Was wir von jedem kleinen Goldhändler für seine Inventur verlangen, muss erst recht für die Bundesbank gelten.“ Gauweiler kritisierte zudem, die Bundesregierung habe bei dem Thema falsche Auskünfte gegeben. „Anfang 2011 habe ich eine Reihe von Fragen an die Bundesregierung zur Frage der Prüfstandards für die im Ausland gelagerten Goldbestände gestellt. Die Bundesregierung hat versichert, dass die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten würden. Nach dem aktuellen Prüfbericht des Bundesrechnungshofes war diese Auskunft so nicht richtig“, sagte Gauweiler. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Deutsche Gerichte bei Ferienhausmängeln im Ausland zuständig

Deutsche Gerichte bei Ferienhausmängeln im Ausland zuständig Karlsruhe (dapd). Bei Mängeln eines Ferienhauses im Ausland können deutsche Urlauber künftig leichter ihre Rechte einklagen. Sie können dann vor einem Gericht ihres deutschen Wohnsitzes Schadenersatz gegen den Reiseveranstalter geltend machen. Das entschied der Bundesgerichtshof (BGH) am Dienstag in Karlsruhe. Bislang war umstritten, ob bei solchen Klagen gegen den Ferienhausanbieter deutsche Gerichte zuständig sind oder ausschließlich das Gericht an dem Ort, an dem sich das Ferienhaus befindet. Der BGH urteilte nun, dass die deutschen Gerichte für solche Schadenersatzklagen international zuständig sind. In dem Fall bestätigte der Bundesgerichtshof die Entscheidungen des Amtsgerichts und Landgerichts Schwerin, die Urlaubern wegen Mängeln eines Ferienhauses in Belgien Schadenersatz für entgangene Urlaubsfreude zugesprochen hatten. Die Urlauber aus dem Raum Schwerin hatten 2007 das im Katalog des Anbieters Novasol aufgeführte Ferienhaus gebucht, aber bei der Anreise erhebliche Mängel festgestellt, die Novasol trotz mehrerer Aufforderungen nicht beseitigte. Daraufhin reisten die Kläger ab. Streitwert lag bei 1.300 Euro Sie machten gegen den in Dänemark ansässigen Anbieter nun mit Erfolg Ansprüche auf Rückzahlung des Reisepreises, Schadenersatz für entgangene Urlaubsfreude sowie Zahlungen wegen unnütz aufgewendeter Fahrt- und Telefonkosten geltend. Der Streitwert lag bei 1.300 Euro. Das Ferienhaus hatte eine ganze Liste von Mängeln. Dazu gehörten marode Stromleitungen, lose Steckdosen, eine Treppe war nicht benutzbar, Gartenmöbel waren verschmutzt, Matratzen verunreinigt und durchgelegen. In seiner Revision hatte Novasol geltend gemacht, die deutschen Gerichte seien hier nicht zuständig, sondern – gemäß einer EU-Verordnung – nur das Gericht, in dessen Bezirk das Ferienhaus liege, also ein Gericht im belgischen Lüttich. Die Kläger argumentierten dagegen, das Amtsgericht Schwerin sei zuständig, da sie als Verbraucher Novasol als gewerblichen Reiseveranstalter in Anspruch genommen hätten. Dem folgte der BGH. „Hat ein Reiseveranstalter ein Ferienhaus an einen Verbraucher vermietet und stehen sich damit bei einem Rechtsstreit aus dem Mietverhältnis nicht Mieter und Eigentümer der Immobilie gegenüber, kann der Verbraucher an seinem Wohnsitz gegen den Reiseveranstalter klagen“, heißt es in dem Grundsatzurteil. Der BGH bekräftigt außerdem, dass ein Verbraucher vom Reiseveranstalter bei Mängeln seiner Leistung eine Entschädigung wegen nutzlos aufgewendeter Urlaubszeit auch dann verlangen kann, wenn der Veranstalter „keine Gesamtheit von Reiseleistungen erbringt“. Dies gelte auch, wenn die vertragliche Leistung des Reiseveranstalters wie hier nur in der Überlassung eines Ferienhauses besteht. (Aktenzeichen: BGH X ZR 157/11) dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)