New York (dapd). Die Bundesbank wird weiterhin einen Teil ihrer Währungsreserven in Form von Gold bei der US-Notenbank, der Federal Reserve, verwahren. Dies sagte Bundesbank-Vorstandsmitglied Andreas Dombret am Donnerstagabend auf einem Empfang in New York laut Redemanuskript. Dombret nannte die derzeitige Debatte über die deutschen Goldreserven im Ausland „bizarr“ und von „irrationalen Ängsten“ getrieben. Diese Diskussion müsse aufhören, bevor sie die „hervorragenden Beziehungen“ zwischen der Bundesbank und der US-Notenbank beschädigt, forderte Dombret. Der Bundesbank-Vorstand beklagte überdies einen Stillstand bei der Haushaltskonsolidierung und den Strukturreformen in Griechenland. Das Krisenland liege hinter den Zielen des Anpassungsprogramms. „Die Ankündigung und Verabschiedung von Gesetzen sind nicht ausreichend, wenn die Verwaltung und die Öffentlichkeit sie unterlaufen“, sagte Dombret. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Wirtschaft
VW-Spitzenmanager Neumann soll angeblich das Ruder bei Opel übernehmen
Hamburg (dapd). Der Spitzenmanager bei Volkswagen und Ex-Continental-Chef, Karl-Thomas Neumann, soll einem Zeitungsbericht zufolge im kommenden Jahr neuer Chef bei Opel werden. „Neumann an der Spitze wäre gut für Opel. Er hat das Format, das wir brauchen“, sagte ein Opel-Aufsichtsratsmitglied der „Financial Times Deutschland“ laut Vorabbericht. Personalspekulationen würden von ihnen nicht kommentiert, sagte ein Opel-Sprecher auf dapd-Anfrage. Der Zeitpunkt des Wechsels, der vom Aufsichtsrat abgesegnet werden muss, ist laut Bericht noch nicht bekannt. In Branchenkreise sei die Rede von einer Wechsel im Sommer 2013. Noch bis Mitte 2012 war der 51-Jährige Präsident und Geschäftsführer von Volkswagen in China. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Sächsisches Unternehmen wegen Landtagsfassade zahlungsunfähig
Potsdam/Pirna (dapd). Wegen unbezahlter Rechnungen für Arbeiten am Potsdamer Landtagsschloss hat die Sächsische Sandsteinwerke GmbH Insolvenz beantragt. Verhandlungen über offene Zahlungen von 1,9 Millionen Euro seien am Dienstag gescheitert, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Pirna mit. Die Grünen im Brandenburger Landtag forderten den Bauherrn des Stadtschlosses, Finanzminister Helmuth Markov (Linke) daraufhin auf, sich einzuschalten. Die CDU kritisierte das Baumanagement Markovs. Dessen Haus verwies hingegen auf die Verantwortung des Baukonzerns BAM. Bei dem sächsischen Unternehmen sind 92 Beschäftigte von dem Schritt betroffen. Den Angaben zufolge gibt es derzeit einen „vorübergehenden Liquiditätsengpass“, der Geschäftsbetrieb soll fortgesetzt werden. Die Auftragsbücher seien gut gefüllt. Es seien aktuell auch keine Entlassungen geplant. Milliardär Plattner finanzierte Sandsteinfassade Der neue Brandenburger Landtag entsteht derzeit in den Umrissen des früheren Stadtschlosses auf dem Potsdamer Alten Markt. Die Sandsteinfassade nach historischem Vorbild war nur durch eine 20-Millionen-Euro Spende von Software-Milliardär Hasso Plattner möglich geworden. Sie ist einer Ministeriumssprecherin zufolge zu gut wie fertig. Das Land und der Baukonzern BAM hatten zur Errichtung des Landtagsschlosses eine Öffentlich-Private-Partnerschaft (ÖPP) geschlossen, wonach es von dem Konsortium gebaut und betrieben wird und das Land 30 Jahre lang Miete zahlt. Die beiden Partner streiten seit Längerem über den Termin und die Kosten zur Fertigstellung des Landtags. Die BAM hatte im Juni einen neuen Zeitplan vorgelegt, nach dem der Bau statt im Herbst 2013 erst im Mai 2014 fertig werden soll. Der Streit zwischen Finanzministerium und BAM dürfe nicht auf dem Rücken der beauftragten Handwerksfirmen ausgetragen werden, sagte Grünen-Fraktionschef Axel Vogel. Die CDU-Fraktion sieht zudem den Ruf und die Ausstrahlung des Projektes gefährdet. Der Parlamentarische Geschäftsführer Ingo Senftleben forderte Markov auf, in der nächsten Sitzung des Landtagspräsidiums am 7. November Stellung zu beziehen und eine Lösung zu präsentieren. „Die CDU-Fraktion hat wiederholt das aktuelle Baumanagement durch das Finanzministerium kritisiert und sieht sich nun in ihrer Kritik abermals bestätigt“, betonte er. Markov habe erst am Donnerstag von der angemeldeten Insolvenz erfahren, hieß es aus dem Ministerium. Für die Bezahlung der Leistungen von Subunternehmen sei allein die BAM verantwortlich. „Das Finanzministerium hat sich sofort an die BAM Deutschland AG gewandt und diese aufgefordert, umgehend zu allen nicht geleisteten Zahlungen Stellung zu nehmen.“ Die Sandsteinwerke gehören mit einem Jahresumsatz von rund zehn Millionen Euro nach eigenen Angaben zu den führenden deutschen Unternehmen der Natursteinindustrie. Beteiligt war die Firma unter anderem am Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Zusätzliche Mittel für den Hauptstadtflughafen
Potsdam (dapd). Wichtiger Schritt zur Finanzierung der Mehrkosten für den künftigen Hauptstadtflughafen in Schönefeld: Die Gesellschafter Brandenburg, Berlin und Bund haben am Donnerstag zusätzliche Mittel in Höhe von 1,2 Milliarden Euro freigegeben. Das teilte der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) mit. Die Finanzspritze muss nun allerdings noch von der EU genehmigt werden. Das Prüfverfahren läuft bereits. Der Flughafen wird erheblich später fertig als ursprünglich angenommen und wird zudem wesentlich teurer werden als anfangs geplant. Derzeit kalkuliert die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) mit Gesamtkosten von 4,3 Milliarden Euro. Um die Liquidität der FBB zu sichern, müssen die Gesellschafter frisches Kapital einbringen. Der neue Zeitplan steht Vor der Gesellschafterversammlung war am Donnerstag auch der Aufsichtsrat der FBB zu einer weiteren Sitzung zusammengekommen. Das Gremium beschloss, dass Haftungsfragen zur Verzögerung der Inbetriebnahme des Hauptstadtflughafens in den kommenden Monaten von einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und einer Rechtsanwaltskanzlei überprüft werden. Ergebnisse sollen im ersten Quartal 2013 vorliegen. Entgegen der Berichterstattung in den Medien gebe es „Einigkeit“ zwischen den drei Gesellschaftern, sagte Wowereit. Der Aufsichtsratsvorsitzende betonte: „Wir haben alle das Ziel, das Unternehmen zu fördern und den Flughafen zu eröffnen.“ Die Neuaufstellung im Bereich Bau und Planung mache gute Fortschritte. „Wir sind im Zeitplan“, sagte Wowereit. Der neue Eröffnungstermin 27. Oktober 2013 stehe. Flughafenchef Schwarz bleibt vorerst im Amt Die Kritik der Sonderkommission des Bundesverkehrsministeriums zur Aufklärung des Flughafendesasters an Airportchef Rainer Schwarz war ebenfalls Gegenstand der Aufsichtsratssitzung. Es sei der richtige Weg, die Ursachen der BER-Verschiebung durch externe Experten untersuchen zu lassen, sagte Verkehrsstaatssekretär Rainer Bomba. Eine Entlassung des Flughafenschefs stand demnach entgegen Medienberichten nicht an. Probleme am Bau gibt es jedoch offensichtlich weiter. So hat der Aufsichtsrat drei neue leitende Mitarbeiter für den Bereich gebilligt. Außerdem wird die Projektüberwachung neu ausgeschrieben. Der Prozess soll bis Dezember abgeschlossen sein. „Wir haben noch einige Aufgaben vor uns“, sagte Technik-Chef Horst Amann. Mitte November würden die Arbeiten im Terminal wieder aufgenommen. Dabei müssten unter anderem die Probleme mit der Brandschutzanlage gelöst und die verlegten Kabel neu sortiert werden. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Telefonica Deutschland bläst offenbar den Verkauf von Standortdaten ab
Berlin (dapd). Nach heftiger Kritik von Datenschützern und der Bundesregierung will der O2-Betreiber Telefonica Deutschland auf den Handel mit Handy-Daten verzichten. Das berichtet die „Rheinische Post“ vorab unter Berufung auf Managementkreise des Unternehmens. Man wolle wegen des geplanten Projekts keine weiteren Auseinandersetzungen, hieß es dem Blatt zufolge. Auch habe es noch keine konkreten Pläne zur Einführung in Deutschland gegeben. Am Dienstag war bekanntgeworden, dass Telefónica Deutschland Standortdaten seiner Kunden zu Marketingzwecken an andere Unternehmen verkaufen wollte. Dazu sollten Ortsinformationen von Handys mit Alter und Geschlecht der Kunden verknüpft werden. Der Handel mit Standortdaten ist laut Bundeswirtschaftsministerium in Deutschland verboten. Dies gelte auch für anonymisierte Daten. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Bau der A 14 geht weiter
Ludwigslust (dapd). Die Nordverlängerung der Autobahn 14 kommt voran: Der nächste 16 Kilometer lange Bauabschnitt reicht vom geplanten Autobahnkreuz Schwerin bis zur B 5 bei Grabow. „Mit der A 14 wird eine große Lücke im deutschen und europäischen Nord-Süd-Verkehr geschlossen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) beim Spatenstich am Donnerstag. Ende November 2011 hatte der Bau der 155 Kilometer langen Nordverlängerung der A 14 Magdeburg-Wittenberge-Schwerin in Sachsen-Anhalt begonnen. „Die so entstehende durchgängige leistungsfähige Hinterlandanbindung des Seehafens Wismar führt bis zu den Wirtschaftszentren im Süden beziehungsweise Südosten Deutschlands und nach Tschechien“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Jan Mücke (FDP). Als „Ende einer endlosen Geschichte“ bewertete die Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwerin den Weiterbau. Jahrelang sei um den Lückenschluss in Richtung Wismar gerungen worden. „Der Anschluss Westmecklenburgs an den mitteldeutschen Raum über Magdeburg nach Dresden ist insbesondere für die regionale Industrie, Hafenwirtschaft und den Tourismus bedeutsam“, sagte IHK-Vizepräsident Uwe Hellriegel. Die Baukosten in Höhe von rund 148 Millionen Euro tragen der Bund und die EU. Auf der Strecke werden zwölf Brücken errichtet. Das Autobahndreieck Schwerin wird zu einem Autobahnkreuz erweitert. Das neue Teilstück in Mecklenburg-Vorpommern soll bis 2015 fertig sein. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Armut fördert kurzsichtige Entscheidungen
Washington (dapd). Menschen in Armut treffen häufig Entscheidungen, die ihre Lage noch verschlimmern: Sie spielen im Lotto, machen übermäßig Schulden oder nehmen Hilfsangebote nicht wahr. Eine Erklärung für dieses scheinbar paradoxe Verhalten könnten US-amerikanische Forscher jetzt gefunden haben. In mehreren Experimenten stellten sie fest, dass Menschen, die unter einem Mangel leiden, sich stärker auf unmittelbare Herausforderungen konzentrieren, dabei aber langfristige Probleme aus dem Blick verlieren. Das habe nichts mit geistiger Beschränktheit oder der Persönlichkeit der Betroffenen zu tun, betonen die Wissenschaftler. Stattdessen rufe der Mangel als solcher – egal ob an Geld oder Zeit – eine ganz eigene Denkweise hervor. Diese verändere, wie die Menschen Probleme wahrnehmen und Entscheidungen treffen, berichten die Forscher im Fachmagazin „Science“ (doi:10.1126/science.1222426). „Das Prinzip hinter diesem Mechanismus lässt sich leicht nachvollziehen: Wenn Geld genug da ist, können wir Ausgaben für das Einkaufen, die Miete oder Ähnliches leicht decken und müssen kaum darüber nachdenken“, erklären Anuj Shah von der University of Chicago und seine Kollegen. Anders sei dies aber, wenn Geldmangel herrsche: Dann erscheine jede Ausgabe dringender und bedrohlicher. Sie erfordere daher mehr Aufmerksamkeit. Dieses Prinzip der Fokussierung gelte nicht nur bei Armut, sondern auch bei Zeitmangel und anderer Knappheit. Genau hier setzt die Hypothese der Forscher an: Weil Mangel einige Probleme mehr in den Mittelpunkt rücke, vernachlässige man gleichzeitig andere, „Während wir uns darauf konzentrieren, was wir diese Woche für Lebensmittel bezahlen müssen, verlieren wir die Miete des nächsten Monats aus dem Blick“, verdeutlichen die Forscher. Computerspiel und Fernsehquiz als Test Im Rahmen der Studie absolvierten mehr als 150 Studenten verschiedene an Computerspiele und Fernsehquizshows angelehnte Spielexperimente. Sie mussten darin entweder Multiple-Choice-Fragen in einer bestimmten Zeit beantworten, mit gezielten Würfen ein Ziel treffen oder aber mit einem bestimmten virtuellen Geldbudget Buchstaben zur Lösung eines Worträtsels kaufen. Einige Teilnehmer erhielten dabei ein größeres Budget an Zeit oder Geld, andere weniger. Zudem durften sich einige Spieler Zeit oder Geld borgen, andere nicht. „Die Ergebnisse zeigen, dass arme und reiche Spieler auf unterschiedliche Weise an die Aufgaben herangingen“, sagen die Forscher. Probanden mit weniger Ressourcen hätten beispielsweise bei jedem Wurf länger überlegt und gezielt. Sie seien zudem nach Ende jeder Runde erschöpfter gewesen, obwohl ihre Spielzeit wegen mangelnder Ressourcen kürzer war als die der „reichen“ Probanden. Shah und seine Kollegen werten dies als Zeichen dafür, dass die ärmeren Probanden sich stärker auf die Aufgabe konzentrierten. In den Spielrunden, in denen Kredite vergeben wurden, borgten die armen Spieler selbst dann Geld oder Zeit, wenn sie hinterher die doppelte Summe zurückzahlen mussten und auch, wenn ihnen diese Summe in der nächsten Runde vom Budget abgezogen wurde. Je mehr ihre Schulden wuchsen, desto mehr Kredite hätten die armen Spieler aufgenommen. Das sei ein Verhalten, das man auch in der Realität häufig beobachten könne, konstatieren die Forscher. Die Ergebnisse der Spielexperimente sprechen ihrer Ansicht nach dafür, dass Menschen, die unter einem Mangel leiden, sich stärker auf unmittelbare Herausforderungen konzentrieren und dadurch leichter langfristig falsche Entscheidungen treffen. dapd (Vermischtes/Wirtschaft)
RWE konkretisiert Pläne für Wüstenstrom
München/Düsseldorf (dapd). Das Wüstenstrom-Projekt Desertec nimmt allmählich konkrete Formen an. Zwischen 2014 und 2016 sollen die ersten drei Pilotprojekte in Marokko entstehen, die insgesamt 250 Megawatt Strom erzeugen können, sagte ein Sprecher der Desertec-Industrie-Initiative (Dii) aus München der Nachrichtenagentur dapd am Donnerstag. So plane ein vom Essener Energiekonzern RWE geleitetes Konsortium den Bau eines Windparks und einer Photovoltaik-Solaranlage, die das Licht der Sonne über Solarzellen direkt in Strom verwandelt. Die Kraftwerke sollen laut dem Dii-Sprecher eine Stromerzeugungskapazität von je 50 Megawatt haben. RWE sei derzeit noch in Verhandlungen mit potenziellen Partnern, die sich an den Projekten beteiligen wollen, sagte eine Sprecherin der RWE-Tochter für erneuerbare Energien, Innogy. Die Firma macht jedoch noch keine Angaben über die anvisierten Ausgaben für die Projekte. Sonnenstrom am Rande des Atlas Bereits bekannt ist dagegen die Investitionssumme für ein drittes geplantes Pilotprojekt: Rund 600 Millionen Euro soll ein Solarthermie-Werk in der marokkanischen Wüste kosten, das die Kapazität hat, 150 Megawatt Elektrizität zu erzeugen, wie der Dii-Sprecher sagte. Bei dieser Technologie treibt mit Spiegeln gebündelte Sonnenenergie Turbinen zur Stromerzeugung an. Knackpunkt des ambitionierten Projekts am Rande des Atlas-Gebirges ist jedoch noch die Finanzierung. Die Dii-Gesellschafter planen laut dem Sprecher des Konsortiums, rund 200 Millionen Euro zu dem Projekt beizusteuern. EU-Partner und internationale Finanzierungsinstitutionen müssen sich bereit zeigen, ebenfalls einen Finanzbeitrag zu leisten, hatte ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums am Mittwoch gesagt. Marokko, Deutschland und weitere EU-Staaten verhandeln derzeit noch über eine Absichtserklärung zu dem Projekt. Einsparungen in Milliardenhöhe Auf lange Sicht geht es den Desertec-Planern um weit größere Dimensionen. Eine im Juni veröffentlichte Studie des Dii skizziert ein über den Nahen Osten, Nordafrika und Südeuropa verteiltes Netz aus Wind- und Solaranlagen, das bis 2050 bis zu 20 Prozent der Stromversorgung in Europa stemmen könnte. Die nötigen Investitionen dafür werden allerdings im dreistelligen Milliardenbereich geschätzt. Dafür würde Europa aber auch pro Jahr 33 Milliarden Euro sparen, rechnet die Studie vor. Der Grund seien Synergieeffekte des gigantischen Systems und günstige Stromerzeugungskosten in der Wüste. Die Umstellung auf erneuerbare Energien bringt Deutschland bereits jetzt Einsparungen in Milliardenhöhe, teilte die Agentur für Erneuerbare Energien am Donnerstag mit. So habe Deutschland 2011 dank Energie aus regenerativen Quellen auf Importe von Kohle, Öl und Gas im Wert von 6 Milliarden Euro verzichten können. Das gehe aus einer vom Bundesumweltministerium geförderten Studie hervor, die das Kosten-Nutzen-Verhältnis der erneuerbaren Energien untersucht, erklärte die Agentur. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Deutsche essen viel mehr Reis als vor 20 Jahren
Berlin (dapd). Reis wird in Deutschland offenbar immer beliebter. Im vergangenen Jahr aß jeder Deutsche durchschnittlich 5,4 Kilogramm des Lebensmittels, wie das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz am Donnerstag mitteilte. Damit sei der Pro-Kopf-Reisverbrauch mehr als doppelt so hoch wie noch vor 20 Jahren. Der größte Reisproduzent der Welt sei China. Dort würden pro Jahr knapp 200 Millionen Tonnen der kleinen, weißen Körner angebaut. Größter Exporteur ist jedoch Thailand mit etwa neun Millionen Tonnen Reis pro Jahr. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Volkswagen erlebt in Amerika den besten Oktober seit 40 Jahren
Herndon (dapd). Die Marke Volkswagen bleibt auf dem US-Markt auf der Überholspur: Mit einem Wachstum von mehr als 22 Prozent auf 34.000 Neuwagen verzeichnete der deutsche Hersteller den besten Oktober seit 40 Jahren in Amerika. Dabei lieferte das neue Modell des US-Passat mit einem Wachstum von 66 Prozent den stärksten Beitrag, wie VW am Donnerstag am US-Sitz in Herndon mitteilte. Auch die Modelle Tiguan und Golf legten kräftig zu. Bis Ende Oktober hat VW bereits 357.000 Fahrzeuge verkauft, ein Plus von 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zuvor hatte bereits der US-Hersteller Chrysler ein Wachstum von zehn Prozent auf 126.000 verkaufte Neuwagen gemeldet. Der US-Automarkt setzt damit offenbar seinen seit Monaten anhaltenden Boom fort. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
