Ver.di kritisiert Lohndumping bei Edeka

Ver.di kritisiert Lohndumping bei Edeka Berlin (dapd). Die Gewerkschaft ver.di wirft der größten deutschen Supermarktkette Edeka den gezielten Aufbau eines Niedriglohnbereichs vor. „Edeka übergibt immer mehr eigene Filialen an selbstständige Händler, und danach werden häufig Tarif- durch Dumpinglöhne ersetzt“, sagte eine ver.di-Sprecherin am Montag in Berlin und bestätigte einen Bericht der Zeitung „Die Welt“. Mittlerweile seien 140.000 der 306.000 Edeka-Mitarbeiter bei selbstständigen Händlern und damit oft ohne den Schutz von Tarifverträgen oder Betriebsräten tätig. Nach der Privatisierung von Filialen seien Tarifverträge dort nur noch ein Jahr gültig. „Nach unseren Informationen geht die Übergabe von Märkten an selbstständige Händler oft mit der Flucht aus dem Tarifvertrag einher“, sagte ver.di-Sprecherin Christiane Scheller weiter. Die gleiche Strategie verfolge die Handelskette Rewe. Dort habe der Niedriglohnbereich allerdings nicht das gleiche Ausmaß. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Chinesische Energiefirma prüft Einstieg in Desertec-Stromprojekt

Chinesische Energiefirma prüft Einstieg in Desertec-Stromprojekt Berlin (dapd). Das chinesische Energie-Unternehmen State Grid Corporation of China (SGCC) prüft, ob es sich an dem Wüstenstrom-Konsortium Desertec Industrie-Initiative (Dii) beteiligen wird. Das berichtete die „Financial Times Deutschland“ ohne Quellenangabe. Zudem wolle der US-Photovoltaik-Hersteller First Solar Gesellschafter bei Desertec werden, schreibt die Zeitung. Photovoltaik-Technologie wandelt das Licht der Sonne über Solarzellen direkt in Strom um. Die 35 in der Dii zusammengeschlossenen Unternehmen werden von Mittwoch bis Freitag auf einer Konferenz in Berlin zusammentreffen, von der neue Impulse für das Projekt erwartet werden. SGCC hatte Anfang des Jahres 25 Prozent des portugiesischen Netzbetreibers REN gekauft. Weder SGCC noch First Solar standen Montagmorgen für eine Anfrage der Nachrichtenagentur dapd zur Verfügung. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

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Billigflieger Ryanair erwartet trotz Eurokrise mehr Gewinn

Billigflieger Ryanair erwartet trotz Eurokrise mehr Gewinn Dublin (dapd). Der irische Billigflieger Ryanair hat dank eines starken Sommergeschäfts und höherer Ticketpreise die Gewinnprognose angehoben. Für das laufende Geschäftsjahr 2012/2013 bis Ende März erwartet der Lufthansa-Konkurrent nun einen Nettogewinn zwischen 490 und 520 Millionen Euro, wie Ryanair am Montag in Dublin mitteilte. Zuvor war das Unternehmen von 400 bis 440 Millionen Euro ausgegangen. Zu dem optimistischeren Ausblick trug auch bei, dass Ryanair weniger für Treibstoff ausgeben musste als vorhergesagt. Ungeachtet der Eurokrise und der Konjunkturflaute in Europa setzte Ryanair im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres im Jahresvergleich eine Preiserhöhung von durchschnittlich sechs Prozent pro Ticket durch. Die Zahl der Passagiere stieg um sieben Prozent auf 48 Millionen. Der Nettogewinn legte um ein Zehntel auf 596 Millionen Euro zu. Der Umsatz kletterte den Angaben zufolge um 15 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Industrie für Präzisierung der Ausnahmen von der EEG-Umlage

Industrie für Präzisierung der Ausnahmen von der EEG-Umlage Düsseldorf (dapd). Der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) befürwortet eine Überprüfung der Ausnahmen von der Ökostromumlage für Unternehmen. Er kritisiere nicht, „wenn die Bundesregierung einzelne Entlastungen auf den Prüfstand stellt“, sagte BDI-Präsident Hans-Peter Keitel mit Blick auf die Umlage dem „Handelsblatt“. „Es kann durchaus angebracht sein, die Bedingungen klarer zu fassen“, empfahl er. Dann könnten sinnvolle und notwendige Entlastungen, die den Löwenanteil ausmachten, nicht weiter diskreditiert werden. Der BDI-Präsident warf der Politik zudem Konzeptionslosigkeit bei der Energiewende vor. Die Bundesregierung habe viele Einzelziele verkündet, ohne anfangs ein konsistentes Gesamtbild vor Augen zu haben. „Diese energiepolitische Flickschusterei läuft einander teilweise zuwider“, bemängelte er. Sie mache die Energiewende noch komplexer und teuerer. Der BDI werde auf seinem Energiewendekongress am Donnerstag (8.11.) Schwachstellen aufzeigen. So sei die geplante Senkung des Stromverbrauchs um zehn Prozent bis 2020 illusorisch. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Umfrage: Deutsche planen mehr Geld für Weihnachtsgeschenke ein

Umfrage: Deutsche planen mehr Geld für Weihnachtsgeschenke ein Stuttgart (dapd). Die deutschen Verbraucher sind im diesjährigen Weihnachtsgeschäft konsumfreudig. Sie wollen im Schnitt 230 Euro für Geschenke ausgeben, 17 Euro mehr als im Vorjahr, wie aus einer am Montag veröffentlichten Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young hervorgeht. Gutscheine und Geld sind demnach die beliebtesten Geschenke. Doch so ausgabefreudig wie 2007 sind die Deutschen nach wie vor nicht. Und für das kommende Jahr zeichnet sich bereits eine deutliche Zurückhaltung ab. Noch aber ist die Konsumlaune der Verbraucher gut. „Die Beschäftigung liegt auf einem Rekordniveau, und die Krise in Südeuropa ist für die meisten Menschen weit weg“, sagte Thomas Harms, Partner bei Ernst & Young. Er fügte hinzu: „Es spricht viel dafür, dass der Handel aus dem diesjährigen Weihnachtsgeschäft auch real mit einem deutlichen Plus hervorgeht.“ Er warnte allerdings, dass die schlechten Nachrichten aus der Wirtschaft zunähmen und die Unternehmensgewinne sänken. „Früher oder später werden die Menschen das auch im Portemonnaie spüren.“ In diesem Jahr plant knapp ein Drittel der Befragten ein Budget von 100 bis 200 Euro für Geschenke ein. Etwa ein Viertel will bis zu 100 Euro ausgeben. Nur acht Prozent lassen sich die Weihnachtsgeschenke 500 Euro oder mehr kosten. Hessen sind am spendabelsten Am spendabelsten zeigen sich die Hessen, die durchschnittlich 254 Euro für Geschenke einplanen. Die sparsamen Schwaben halten sich offenbar auch in der Weihnachtszeit eher zurück, wodurch Baden-Württemberg mit 211 Euro für Weihnachtsgeschenke ganz hinten in der Tabelle steht. Erstmals führen Geschenkgutscheine oder Geld die Hitliste der beliebtesten Geschenke an. 60 Prozent der Befragten und damit sieben Prozentpunkte mehr als im vergangenen Jahr wollen darauf zurückgreifen. Bücher sind die zweitbeliebtesten Geschenke vor Kleidung und Spielwaren. Der Onlinehandel holt die Kaufhäuser als Ort für den Einkauf dabei in diesem Jahr ein. Ein Fünftel der Verbraucher wollen jeweils auf diesen Wegen ihre Geschenke kaufen. Am beliebtesten ist nach wie vor der Fachhandel. Hier wollen die Konsumenten im Schnitt jeden zweiten Euro ihres Weihnachtsbudgets lassen. Im Dezember dürften die Ausgaben für Geschenke noch einmal anziehen. Mehr als die Hälfte der Verbraucher gab an, die Weihnachtsgeschenke erst dann zu kaufen – jeder fünfte plant dies in den beiden Wochen vor Weihnachten. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Flughafenpersonal will in Brüssel auf die Barrikaden gehen

Flughafenpersonal will in Brüssel auf die Barrikaden gehen Brüssel (dapd). Die Gewerkschaft ver.di zieht gegen die von der EU geplante Deregulierung der Bodenverkehrsdienste an Flughäfen zu Felde. An einer am Montag vom europäischen Dachverband der Verkehrsgewerkschaften ETF am Sitz des EU-Parlaments in Brüssel geplanten Demonstration wollten sich auch Beschäftigte des Flughafens Hannover-Langenhagen beteiligen. Das Bodenpersonal befürchtet nach Gewerkschaftsangaben durch die Deregulierung einen gesteigerten Wettbewerbsdruck und massive Lohneinbußen. Auslöser dafür ist den Angaben zufolge eine Initiative der EU-Kommission, die den Flughafenbetreibern unter anderem die Zulassung mehrerer Anbieter vorschreiben soll. Zugleich sollen sich die Flughäfen zu einer rechtlichen und wirtschaftlichen Trennung von ihren Bodenverkehrsdiensten verpflichten. Sorge um Unterwanderung sozialer Standards Nach Gewerkschaftsangaben sind dadurch vor allem an kleineren deutschen Flughäfen wie dem in Hannover massive Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen des Bodenpersonals und eine Untergrabung „sozialer Standards“ zu befürchten. „Schon seit der ersten Deregulierung im Jahr 1996 hat ein Wettbewerb über Dumpinglöhne eingesetzt, die Löhne haben sich im Schnitt um 20 Prozent verringert. Tarifgebundene Unternehmen sind unter massiven Druck geraten“, sagte Gewerkschaftssekretärin Mira Ball vom ver.di- Fachbereich Verkehr der Nachrichtenagentur dapd. Ball sagte, die Gewerkschaft beklage schon seit längerem prekäre Arbeitsbedingungen in der Branche. „Befristungen und Leiharbeit“ seien die Regel. „Gleichzeitig haben wir einen sehr hohen Anteil unfreiwilliger Teilzeitkräfte, die zum Teil mit Löhnen um 10,00 Euro brutto auskommen müssen“, klagte sie. Durch die verschiedenen Einsätze müssten die Beschäftigten teilweise mehrmals täglich zum Dienst erscheinen. „Das ist eigentlich schon jetzt unzumutbar“, sagte sie. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Solarausstieg kostet Siemens angeblich weitere 250 Millionen Euro

Solarausstieg kostet Siemens angeblich weitere 250 Millionen Euro Hamburg (dapd). Der Ausstieg aus dem verlustreichen Solargeschäft kostet den Siemens-Konzern laut einem Zeitungsbericht noch einmal einen hohen Millionenbetrag. Der vor zwei Wochen verkündete Abschied aus der Solarsparte belaste Siemens erneut mit einem Betrag von brutto mehr als 250 Millionen Euro, berichtete die „Financial Times Deutschland“ unter Berufung auf Siemens-Kreise. Die Summe setze sich zusammen aus Firmenwertabschreibungen, operativen Verlusten sowie Abschreibungen auf bereits begonnene Solaranlagen. Insgesamt habe Siemens das 2009 gestartete Experiment mit Sonnenstrom geschätzte 800 Millionen Euro gekostet. Siemens hatte im Oktober wegen anhaltender Erfolglosigkeit in der Sparte die Aufgabe des Solargeschäfts verkündet. Der Münchener Konzern will sich bei den erneuerbaren Energien statt dessen auf Wind- und Wasserkraft konzentrieren. Experten hatten kritisiert, dass Siemens erst spät ins Solargeschäft eingestiegen sei und dies zudem nur halbherzig betrieben habe. Die deutsche Solarbranche steckt wegen des hohen Preisdrucks vor allem durch Billigkonkurrenz aus China sowie Förderkürzungen in einer tiefen Krise. Zahlreiche Firmen haben bereits Insolvenz angemeldet. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Datenbank soll Autofahrern bald den Weg zu günstigem Sprit weisen

Frankfurt/Main (dapd). Das Tanken könnte für Autofahrer schon bald etwas billiger werden. Nach monatelanger Vorlaufphase soll die Spritpreis-Meldestelle Anfang 2013 an den Start gehen. Er sei zuversichtlich, dass das geplante Informationssystem helfen werde, den Wettbewerb auf dem Tankstellenmarkt zu beflügeln, sagte der Präsident des Bundeskartellamtes, Andreas Mundt, der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

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Google überholt mit Smartphone-Betriebssystem Android die Konkurrenz

(dapd). Google ist mit seinem Smartphone-Betriebssystem Android innerhalb eines Jahres offenbar an der Konkurrenz vorbeigezogen. Wie das Nachrichtenmagazin „Focus“ unter Berufung auf Berechnungen des Marktforschungsunternehmens Comscore berichtet, läuft das System inzwischen auf der Hälfte aller in Deutschland genutzten Smartphones.

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Bericht: Neue Streiks bei der Lufthansa noch nicht vom Tisch

München (dapd). Die Gefahr von neuen Flugbegleiter-Streiks bei der Lufthansa in der Vorweihnachtszeit ist offenbar noch nicht gebannt. Wie das Nachrichtenmagazin „Focus“ berichtet, wird sich die seit Wochen andauernde Schlichtung im Tarifkonflikt zwischen den Flugbegleitern und der Airline noch mindestens bis 13. November hinziehen.

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