München (dapd). Wegen des Milliardendesasters bei der Hypo Group Alpe Adria will Österreich nun angeblich den Freistaat Bayern verklagen. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ am Dienstag vorab aus ihrer Mittwochausgabe berichtete, bereitet die Regierung in Wien eine Klage vor, die den Freistaat viel Geld kosten könnte. Die Landesbank habe den wahren Zustand der Hypo Group Alpe Adria (HGAA) verschwiegen, werfe Wien der Landesregierung in München vor. Der österreichische Staat übernahm Ende 2009 die HGAA und hält sie mit Milliardenzuschüssen über Wasser. Dem Bericht zufolge läuft am Freitag die Frist für eine Klage ab. Schadenersatzansprüche wegen Täuschung wären dann verjährt. Der bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU) hatte bei einem Besuch im Herbst in Wien von seiner Amtskollegin Maria Fekter Schadenersatz für die Milliardenpleite mit der HGAA gefordert und gesagt: „I want my money back!“ (Ich will mein Geld zurück.) Die Finanzministerien in Wien und München waren zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Wirtschaft
Gewerkschaften fordern für Landesbedienstete 6,5 Prozent mehr Gehalt
Berlin (dapd). Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes verlangen 6,5 Prozent mehr Gehalt für die Beschäftigten der Länder. Das Ergebnis der kommenden Tarifrunde müsse sich an dem Abschluss für Bundes- und Kommunalbedienstete in diesem Frühjahr orientieren, sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft ver.di, Frank Bsirske, am Dienstag in Berlin. Damals handelten die Gewerkschaften insgesamt 6,3 Prozent mehr Geld für die betroffenen Staatsdiener aus, allerdings gestreckt auf zwei Jahre. Zusammen mit ver.di werden am 31. Januar die Gewerkschaft der Polizei, die Lehrergewerkschaft GEW sowie dbb Beamtenbund und Tarifunion die Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) aufnehmen. Die TdL verhandelt dabei für alle Bundesländer außer Hessen, das aus der Tarifgemeinschaft ausgetreten ist. Für die betroffenen Länder arbeiten nach Gewerkschaftsangaben eine Million Angestellte. Außerdem ist es üblich, dass der Abschluss auf die 1,2 Millionen Landesbeamten und rund 650.000 Versorgungsempfänger übertragen wird. „Die Gehaltsschere zwischen öffentlichem Dienst und Privatwirtschaft muss weiter geschlossen werden“, sagte Bsirske zur Forderung der Gewerkschaften. Außerdem wollten die Arbeitnehmervertreter eine verhältnismäßig höhere Steigerung für die unteren Lohngruppen erreichen, was im Gewerkschaftsjargon als soziale Komponente bezeichnet wird. Auszubildende sollen monatlich 100 Euro mehr bekommen. Außerdem werde es um die Urlaubsansprüche und die Einschränkung befristeter Arbeitsverträge gehen. Polizisten, Lehrer, Straßenwärter Die Gewerkschaften machten klar, dass sie den Abschluss für die Staatsdiener des Bundes und der Kommunen aus dem Frühjahr zum Maßstab nehmen. Der dbb-Bundesvorsitzende Klaus Dauderstädt forderte, Landesbedienstete nicht schlechter zu behandeln als andere Beschäftigte im öffentlichen Dienst. „Auch die Krankenschwestern und Straßenwärter, Lehrer und Polizisten, Justizvollzugsbedienstete und Steuerfahnder, Mitarbeiter der Verwaltungen und Behörden in den Ländern tragen ihren Teil dazu bei, dass unser starkes Land Tag für Tag rund um die Uhr funktioniert“, sagte Dauderstädt. Das Tarifergebnis aus dem Frühjahr hatte unter anderem eine Lohnerhöhung von 6,3 Prozent enthalten, verteilt auf zwei Jahre. Aufs Jahr gerechnet beträgt das Plus zwar nur gut 3 Prozent, aber auch das ist weit mehr als ein Inflationsausgleich. Die hohe Beteiligung an den Warnstreiks in den Wochen vor der Einigung hatte ihren Teil dazu beigetragen, dass die Arbeitgeber zu einer Einigung ohne Schlichtung bereit waren. (Die Termine der Tarifrunde auf der dbb-Seite im Internet: http://url.dapd.de/8YjKeJ ) dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
ThyssenKrupp-Chef Hiesinger sagt Seilschaften den Kampf an
Essen (dapd). Nach einem Rekordverlust von fünf Milliarden Euro will ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger Seilschaften und verkrusteten Strukturen im Konzern ein Ende machen. „Wir müssen und wir werden unsere Führungskultur grundlegend verändern, um wieder erfolgreich zu sein“, sagte der Manager am Dienstag bei der Präsentation der Konzernbilanz 2011/12. Wer dabei nicht mitziehe, habe im Konzern nichts mehr zu suchen. An der Börse kam Hiesingers Entschlossenheit, bei ThyssenKrupp aufzuräumen, gut an. Die im DAX notierte Aktie gewann zeitweise rund sieben Prozent an Wert. Hiesinger malte in der neuen Konzernzentrale in Essen ein düsteres Bild von den bisherigen Zuständen in dem nicht nur von tiefroten Zahlen, sondern auch von Korruptions- und Kartellaffären erschütterten Konzern. „Es gab bisher ein Führungsverständnis, in dem Seilschaften und blinde Loyalität oft wichtiger waren als unternehmerischer Erfolg“, sagte er. Fehlentwicklungen seien lieber verschwiegen als aktiv korrigiert worden. Außerdem habe offenbar bei einigen die Ansicht vorgeherrscht, dass Regeln, Vorschriften und Gesetze nicht für alle gelten. Doch werde sich dies nun ändern. Als Eckpfeiler für die neue Unternehmenskultur nannte er null Toleranz bei Verstößen gegen Gesetze oder interne Regelungen und das Leistungsprinzip. Die am Montagabend vom Aufsichtsrat beschlossene Trennung von drei der sechs Vorstandsmitglieder sei ein deutliches Zeichen für den Neuanfang. Denn die entscheidenden Fehler bei dem verlustreichen Amerikageschäft seien im damaligen Vorstand gemacht worden. Untersuchungen hätten gezeigt, dass viele Annahmen, die dem Aufsichtsrat präsentiert wurden, „deutlich zu optimistisch waren oder sich im Nachhinein als falsch herausgestellt haben“. Hiesinger nimmt Cromme in Schutz Den Aufsichtsrat und dessen Vorsitzenden Gerhard Cromme nahm Hiesinger dagegen gegen Vorwürfe in Schutz, seine Kontrollfunktion nicht erfüllt zu haben. Cromme hatte Hiesinger vor zwei Jahren von Siemens zu ThyssenKrupp geholt. Erstmals seit Bestehen der ThyssenKrupp AG wird der Konzern wegen der durch Milliardenabschreibungen auf die neuen amerikanischen Stahlwerke verursachten tiefroten Zahlen keine Dividende ausschütten. Doch laufen nicht nur die Geschäfte in Amerika schlecht. Auch in den künftigen Kerngeschäftsfeldern gibt es Schwierigkeiten. Das operative Ergebnis (bereinigtes Ebit) der fortgeführten Aktivitäten fiel mit 1,4 Milliarden Euro nur halb so hoch aus wie im Vorjahr. Und im laufenden Jahr erwartet der Konzern einen weiteren Rückgang auf rund eine Milliarde Euro. Hier macht sich vor allem das schwache Stahlgeschäft in Europa bemerkbar. Spekulationen über eine Trennung auch vom europäischen Stahlgeschäft erteilte der Manager dennoch eine Absage. „Es gibt weder Planungen noch Entscheidungen, Steel Europe wegzugeben“, sagte er. Neuen Schwung soll dem Konzern ein Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogramm bringen, mit dem in den kommenden Jahren Einsparungen von zwei Milliarden Euro erreicht werden sollen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Autozulieferer Faurecia streicht 200 Stellen in Niedersachsen
Stadthagen (dapd). Der französische Automobilzulieferer Faurecia streicht 200 Stellen in seinem Werk im niedersächsischen Stadthagen und verlagert die meisten davon nach Polen. Das Tochterunternehmen des Autokonzerns PSA Peugeot Citroën begründete den Abbau mit dem Auslaufen von zwei Aufträgen und dem schwachen Automarkt in Westeuropa. 170 Stellen in der Produktion von Autositzen werden nach Polen verlagert, 30 Jobs in Verwaltung und Forschung fallen ganz weg, wie es hieß. Nach dem für 2013 geplanten Stellenabbau sollen noch 900 Arbeitsplätze in Stadthagen bei Hannover erhalten bleiben. Das Unternehmen nahm Gespräche mit dem Betriebsrat über einen Sozialplan auf und bietet Stellen in anderen Werken des Konzerns an. Erst am Montag hatte Opel das Aus für die Fahrzeugproduktion im Bochumer Werk im Jahr 2016 verkündet. Faurecia ist einer der weltweit führenden Automobilzulieferer. Die Gruppe erwirtschaftete 2011 einen Umsatz von 16,2 Milliarden Euro. Das Unternehmen beschäftigt weltweit 84.200 Mitarbeiter. In Deutschland sind es rund 11.000 Mitarbeiter an über 30 Produktionsstandorten. Größter deutscher Kunde ist VW. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
US-Handelsdefizit wächst im Oktober auf 42,2 Milliarden Dollar
Washington (dapd). Der US-Handelsdefizit ist im Oktober im Vergleich zum Vormonat um 4,8 Prozent auf 42,2 Milliarden Dollar (32,7 Milliarden Euro) gestiegen. Grund war, dass die Exporte der USA noch stärker zurückgingen als die Importe, wie das Handelsministerium am Dienstag mitteilte. Der Export sank um 3,6 Prozent auf 180,5 Milliarden Dollar, der Import ging um 2,1 Prozent auf 222,8 Milliarden zurück. Im Handel mit China erreichte das Defizit einen Rekordstand. © 2012 AP. All rights reserved (Wirtschaft/Wirtschaft)
Energiesektor soll Hälfte der Siemens-Einsparungen schultern
Charlotte/Erlangen (dapd). Von den bei Siemens geplanten Einsparungen in Höhe von sechs Milliarden Euro soll der Sektor Energie rund die Hälfte tragen. Das kündigte der für den Geschäftsbereich zuständige Siemens-Vorstand Michael Süß am Dienstag in Charlotte in den USA an. In den kommenden beiden Jahren soll der Energiesektor seine Produktivität um 3,2 Milliarden Euro erhöhen. Der größte Teil umfasse Kosteneinsparungen beispielsweise im Einkauf und durch Optimierungen in der Fertigung, teilte Siemens weiter mit. Der Vorstandsvorsitzende Peter Löscher hatte auf der Bilanz-Pressekonferenz im November ein umfassendes Sparprogramm angekündigt und auch Stellenkürzungen angedeutet. Der Sektor Energie peilt 2014 eine doppelt so hohe Rendite an wie zuletzt. So soll die Ergebnismarge von zuletzt sechs auf mindestens zwölf Prozent steigen. Im laufenden Geschäftsjahr 2012/2013 (seit 1. Oktober) rechnet Süß aufgrund eines schwächeren Auftragseingangs mit einem Umsatzrückgang. 2014 sollten die Erlöse jedoch wieder zulegen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
2012 war für den Frankfurter Flughafen ein Jahr der Streiks
Frankfurt/Main (dapd). Lange Schlangen genervter Passagiere, Flugausfälle, Umbuchungen: Für den Frankfurter Flughafen ist 2012 ein Jahr der Streiks gewesen. Die kamen besonders für die Lufthansa zur denkbar unpassenden Zeit, denn der Konzern spart so stark wie nie zuvor und kämpft gegen ein ganzes Bündel an Problemen: Konkurrenz von Billigfliegern und aus dem Nahen Osten, hohe Treibstoffpreise, das Nachtflugverbot und neue Steuern und Abgaben. Die zahlreichen Streiks unterstrichen, wie hilflos ein Flughafen ist, sobald ein Teil der Mitarbeiter die Arbeit niederlegt. Eine kleine, aber dringend gebrauchte Gruppe von rund 220 Vorfeldmitarbeitern versuchte im Februar, zweistellige Lohnzuwächse durchzudrücken. Der Flughafenbetreiber Fraport konnte die zum Teil bloß angelernten Mitarbeiter teilweise ersetzen, trotzdem fielen an drei Tagen Hunderte Flüge aus. Erst das Arbeitsgericht Frankfurt beendete den Streik, indem es ihn wegen formaler Fehler verbot. Die Gewerkschaft ver.di machte im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes mit Warnstreiks am Flughafen Druck. Das war ein weiterer Beweis, dass ein Flughafen ein guter Streikort für eine Gewerkschaft ist, weil sich mit wenig Aufwand eine große Wirkung erzielen lässt. Ende August und Anfang September zeigten dann auch die Flugbegleiter der Lufthansa, dass es ohne sie nicht geht. Die Stewardessen und Stewards wollten mehr Geld, bessere Tarifbedingungen und den Verzicht auf Leiharbeit. Am Ende ging die Lufthansa trotz des Sparkurses auf einen Teil der Forderungen der Flugbegleiter ein. Gerade am Anfang verdient das Kabinenpersonal jetzt mehr, dafür steigen die Gehälter im Laufe der Karriere langsamer als bisher. Doch mit der Beilegung dieses Tarifstreits im November ist das Jahr der Tarifauseinandersetzungen am Frankfurter Flughafen noch nicht zu Ende. Lufthansa-Piloten und die Sicherheitsleute verhandeln noch. Beim bundesweiten Warnstreik des Sicherheitspersonals am Montag kam Frankfurt glimpflich davon, weil die Sicherheitsfirma Frasec einen Haustarifvertrag mit den Angestellten hat – und diese deshalb nicht streiken durften. Aber auch die Kontrolleure haben ihre Macht erkannt: An anderen Flughäfen demonstrierten die Kollegen, dass schon ein recht kurzer Streik zu Dutzenden von Flugausfällen, stundenlangen Verspätungen und endlosen Schlangen vor den Sicherheitskontrollen führen kann. Experte: Macht der Spartengewerkschaften begrenzt Derzeit verhandelt noch die Pilotengewerkschaft Cockpit mit der Lufthansa über einen neuen Gehaltstarif. Ausgang ungewiss. Obwohl die Flugkapitäne faktisch eine große Macht haben, rechnet der Sozialwissenschaftler und Tarifexperte Stefan Sell von der Fachhochschule Koblenz nicht mit einem harten Tarifkonflikt. „Die Piloten sind in letzter Zeit wieder ruhiger geworden“, sagt er. Ihr Beispiel zeige, dass die schwierige Situation der Fluglinien das Potenzial für Lohnsteigerungen begrenze. Überhaupt widerlegt der Professor den Eindruck, dass immer mehr spezialisierte Gewerkschaften die Arbeitgeber unter Druck setzen und deren Kunden mit Streiks verschrecken. „Ein Anstieg der Tarifkonflikte von Spartengewerkschaften ist empirisch nicht untermauert“, sagt Sell. Sie hätten zwar punktuelle Erfolge gefeiert, aber seien auch stark von der Solidarität der anderen Berufsgruppen im Betrieb abhängig. Als Beispiel nennt er die Krankenhausärzte, die auf die Solidarität des weit schlechter bezahlten Pflegepersonals angewiesen seien. Auch wenn es für den Frankfurter Flughafen und die Passagiere ein anstrengendes Jahr war, gibt der Experte Entwarnung. Angst vor einem endlosen Hickhack immer kleinerer Spartengewerkschaften sei nicht zu erwarten, sagt Sell. „Ich sehe keinen ausufernden Häuserkampf kommen.“ dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Schavan startet EU-Ausbildungsallianz
Berlin (dapd). Sechs EU-Länder wollen künftig bei der Reform ihrer Ausbildungssysteme eng mit Deutschland zusammenarbeiten. Auf Einladung von Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) unterzeichneten Deutschland, Spanien, Griechenland, Portugal, Italien, die Slowakei und Lettland unter Beteiligung der Europäischen Kommission am Dienstag in Berlin ein Memorandum. Es enthalte zahlreiche konkrete Maßnahmen zur Einführung eines Systems der beruflichen Bildung nach deutschem Vorbild, teilte das Ministerium mit. Für die Jahre 2013/2014 würden über die laufende Förderung der internationalen Berufsbildungskooperation hinaus zusätzlich zehn Millionen Euro für die Umsetzung des Memorandums zur Verfügung gestellt, die durch Mittel der Partnerländer ergänzt würden. Derzeit liegt in EU-Staaten wie Griechenland und Spanien die Jugendarbeitslosigkeit bei über 50 Prozent, europaweit ist jeder Vierte unter 25 ohne Arbeit. Deutschland weist mit einer Quote von rund acht Prozent den EU-weit niedrigsten Stand auf. ( http://www.bmbf.de/ ) dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Lufthansa befördert im November weniger Passagiere
Frankfurt/Main (dapd). Die Lufthansa hat im November weniger Passagiere befördert als ein Jahr zuvor. Wie die größte deutsche Fluggesellschaft am Dienstag mitteilte, sank die Zahl der Fluggäste konzernweit um 1,3 Prozent auf 7,7 Millionen. Von Januar bis November habe die Passagierzahl dagegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,3 Prozent auf knapp 96 Millionen zugenommen. Die Zahl der Flüge nahm den Angaben zufolge im Oktober um vier Prozent und in den vergangenen elf Monaten um 1,1 Prozent ab. Einen Rückgang meldete Lufthansa auch bei der Frachtbeförderung. Zum Konzern gehören Lufthansa Passage, Swiss, Austrian Airlines und Lufthansa Cargo. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Gewerkschaften fordern 6,5 Prozent mehr Gehalt für Landesbedienstete
Berlin (dapd). Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes der Länder gehen mit einer Forderung nach 6,5 Prozent mehr Lohn in die anstehenden Tarifverhandlungen. Das gaben ver.di und ddb tarifunion am Dienstag in Berlin bekannt. Ebenso hoch war Anfang des Jahres auch ihre Forderung für die Beschäftigten des Bundes und der Kommunen ausgefallen, die getrennt mit den Arbeitgebern verhandelten. Damals handelten die Gewerkschaften insgesamt 6,3 Prozent mehr Geld für die betroffenen Staatsdiener aus, allerdings gestreckt auf zwei Jahre. „Die Gehaltsschere zwischen öffentlichem Dienst und Privatwirtschaft muss weiter geschlossen werden“, sagte ver.di-Chef Frank Bsirske. Der Tarifabschluss des Bundes und der Kommunen von Ende März gebe die Richtung für die Verhandlungen für die Landesbeschäftigten vor. Beginn der Verhandlungen ist am 31. Januar in Berlin. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
